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Republik Komi

Subjekt der Russischen Föderation
Republik Komi
Республика Коми
Коми Республика
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Fläche 416.774 km²
Bevölkerung 901.642 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 2,2 Einwohner/km²
Hauptstadt Syktywkar
Offizielle Sprachen Komi, russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (59,6 %)
Komi (25,2 %)
Ukrainer (6,1 %)
Tataren (1,5 %)
Weißrussen (1,5 %)
Deutsche (0,91 %)
(Stand: 2002)[2]
Oberhaupt Wjatscheslaw Gaiser
Gegründet 22. August 1921
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahlen (+7) 821xx
Postleitzahlen 167000–169999
Kfz-Kennzeichen 11, 111
OKATO 87
Website www.rkomi.ru
Lage in Russland

Die Republik Komi (russisch Республика Коми, Komi Коми Республика) ist eine Teilrepublik Russlands in Nordwestrussland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Republik Komi liegt im äußersten Nordosten Europas, einer dünnbesiedelten Taiga- und Tundra-Region. Die Landschaft ist vorwiegend flach, im Nordwesten liegt der Timanrücken, im Osten grenzt sie an das Uralgebirge. Die wichtigsten Flüsse sind die Petschora sowie die Wytschegda, ein Nebenfluss der Nördlichen Dwina. Die Urwälder von Komi sind das größte zusammenhängende Urwaldgebiet Europas und seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe.

Bevölkerung

Die Komi sind ein finno-ugrisches Volk. Bis zur Sowjetzeit blieben sie und wenige Nenzen beinahe unter sich. Von der Stalinzeit bis zum Ende der Sowjetunion veränderten sich sowohl die Einwohnerzahlen wie auch die ethnischen Verhältnisse dramatisch. Nebst Deportierten kamen Angehörige aller Sowjetvölker aus wirtschaftlichen Gründen in das Gebiet. Die Komi wurden so zur Minderheit im eigenen Land. Russen bilden heute die Bevölkerungsmehrheit. Weitere bedeutende Volksgruppen sind die Ukrainer, Tataren, Weißrussen, Russlanddeutsche und Tschuwaschen. Aserbaidschaner , Baschkiren (2002 noch 3.149 Personen), Moldawier (2002 3.447 Personen) , Mari , Litauer , Udmurten und Usbeken siedelten sich ebenfalls zu Tausenden an. Nach dem Zerfall der Sowjetunion kehrten viele Zuwanderer in ihre Heimatregionen zurück. Deshalb sank die Einwohnerzahl von 1989 bis 2010 dramatisch (1989-2010:-349.658 Personen oder 28%).

Amtssprachen sind Komi und Russisch. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zur russisch-orthodoxen Kirche.

Volksgruppe VZ 1926 1 VZ 1939 VZ 1959 VZ 1970 VZ 1979 VZ 1989 VZ 2002 VZ 2010 2
Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  %
Komi 191.245 92,2% 231.301 72,5% 245.074 30,4% 276.178 28,6% 280.798 25,3% 291.542 23,3% 256.464 25,2% 202.348 22,5%
Russen 13.731 6,6% 70.226 22,0% 389.995 48,4% 512.203 53,1% 629.523 56,7% 721.780 57,7% 607.021 59,6% 555.963 61,7%
Ukrainer 34 0,0% 6.010 1,9% 80.132 9,9% 82.955 8,6% 94.154 8,5% 104.170 8,3% 62.115 6,1% 36.082 4,0%
Tataren 32 0,0% 709 0,2% 8.459 1,0% 11.906 1,2% 17.836 1,6% 25.980 2,1% 15.680 1,5% 10.779 1,2%
Weißrussen 11 0,0% 3.323 1,0% 22.339 2,8% 24.706 2,6% 24.763 2,2% 26.730 2,1% 15.212 1,5% 8.889 1,0%
Deutsche 15 0,0% 2.617 0,8% 19.805 2,5% 14.647 1,5% 13.339 1,2% 12.866 1,0% 9.246 0,9% 5.441 0,6%
Tschuwaschen 3 0,0% 246 0,1% 3.493 0,4% 6.567 0,7% 8.545 0,8% 11.253 0,9% 7.529 0,7% 5.077 0,6%
Aserbaidschaner 0 0,0% 112 0,0% 1.374 0,2% 950 0,1% 2.158 0,2% 4.728 0,4% 6.066 0,6% 4.858 0,5%
Nenzen 2.080 1,0% 508 0,16% 374 0,05% 369 0,04% 366 0,03% 376 0,03% 708 0,07% 503 0,06%
Andere 163 0,1% 3.944 1,2% 35.154 4,4% 34.321 3,6% 38.879 3,5% 51.422 4,1% 38.633 3,8% 71.249 7,9%
Einwohner 207.314 100% 318.996 100% 806.199 100% 964.802 100% 1.110.361 100% 1.250.847 100% 1.018.674 100% 901.189 100%
1 damaliges Gebiet 2 46.886 Personen konnten keiner Volksgruppe zugeteilt werden. Diese Leute verteilen sich vermutlich anteilmässig gleich wie die ethnisch zugeschiedenen Einwohner.[3]

Verwaltungsgliederung

Die Republik Komi ist in 8 Stadtkreise und in 12 Rajons (Landkreise) unterteilt.

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung der Republik Komi

Städte

Der bedeutendste Ort und gegenwärtig einzige Großstadt ist die Hauptstadt Syktywkar. Weitere große Ortschaften sind Uchta, das vor allem als Strafkolonie bekannt gewordene Workuta, Petschora, Ussinsk und Inta.

Name Russischer Name Name auf Komi Einwohner</br>14. Oktober 2010[1]
Syktywkar Сыктывкар Сыктывкар 235.006
Uchta Ухта Уква 99.642
Workuta Воркута Вӧркута 70.551
Petschora Печора Печӧра 43.458
Ussinsk Усинск Ускар 41.100
Inta Инта Инта 32.021
Sosnogorsk Сосногорск Сӧснагорт 27.809

Geschichte

50 Jahre ASSR Komi (sowjetische Briefmarke 1971)

Im späten Mittelalter begann die Besiedelung des Gebietes durch die Russen. Zu Zeiten der Sowjetunion war Komi eine Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR der Komi) innerhalb der Russischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR). Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 wurde Komi zu einer autonomen Republik innerhalb Russlands. Oberhaupt der Republik ist Wjatscheslaw Gaiser.

Wirtschaft und Verkehr

Wichtigste Verkehrsachse ist die Petschora-Eisenbahn von Moskau nach Workuta. Forstwirtschaft wird in großem Umfang betrieben. Das Gebiet ist reich an Bodenschätzen, vor allem Kohle, Erdöl, Erdgas und Eisenerz.

Weblinks

 Commons: Republik Komi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b  Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).</span>
  2. Naselenie po nacional'nosti i vladeniju russkim jazykom po sub"ektam Rossijskoj Federacii. In: Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2002 goda. Rosstat, abgerufen am 1. November 2011 (XLS, русский, Ethnische Zusammensetzung und Kenntnis der russischen Sprache nach Föderationssubjekt, Ergebnisse der Volkszählung 2002).
  3. Bevölkerung der russischen Gebietseinheiten nach Nationalität 2010 (russisch;Zeilen 202-217) http://www.gks.ru/free_doc/new_site/population/demo/per-itog/tab7.xls
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