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| Strukturformel | ||||||||||||||||||
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| 11-cis-Retinal (oben), all-trans-Retinal (unten) | ||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Retinal | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C20H28O | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 564-87-4 (11-cis)
116-31-4 (all-trans) | |||||||||||||||||
| PubChem | 1070 | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
orangerote Kristalle[1] | |||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 284,44 g·molâ1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
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| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Retinal gehört zu den Carotinoiden und stellt mit anderen verwandten Verbindungen das Vitamin A dar. Es ist der Aldehyd des Retinols.
Retinal wird in den StĂ€bchen der Netzhaut mit dem Protein Opsin gekoppelt. Diese Verbindung wird als Rhodopsin oder Sehpurpur bezeichnet. In ihr liegt das Retinal in einer bestimmten Konfiguration als 11-cis-Retinal vor. Ins Auge einfallendes Licht fĂŒhrt beim Retinal zu einer Ănderung in der MolekĂŒlstruktur (11-cis-Retinal wird zu all-trans-Retinal), woraufhin das Opsin wieder abgespalten wird. Dadurch wird eine Signalkaskade in Gang gesetzt, die letzten Endes zum Sehnerv fĂŒhrt.
Eine geringfĂŒgige Hypovitaminose Ă€uĂert sich in verminderter Nachtsicht. StĂ€rkerer Mangel fĂŒhrt zu einem schnelleren ErmĂŒden der Augen, Nachtblindheit sowie einer Verhornung der Sehzellen des Auges.
Zwei isomere Formen des Retinals sind beim Sehvorgang wichtig: 11-cis-Retinal und all-trans-Retinal. 11-cis-Retinal ist der lichtempfindliche Bestandteil des Rhodopsin-MolekĂŒls, welches in den StĂ€bchen im Auge (siehe Retina) der entscheidende lichtempfindliche Farbstoff ist. Durch Absorption von Licht wird das 11-cis-Retinal in die all-trans-Konfiguration ĂŒberfĂŒhrt.[3] Dies löst eine Signaltransduktionskaskade aus, durch die das Lichtsignal auf dem Umweg ĂŒber die atomare Begegnung im Retinal in ein elektrochemisches Signal umgewandelt wird, das Rezeptorpotential der StĂ€bchenzelle. FĂ€llt die Reizung durch Licht weg, wird das Retinal durch ein Enzym, die sogn. Retinal-Isomerase, wieder in die cis-Form umgewandelt.[3]
Die Bedeutung fĂŒr das Sehvermögen ist auch der Grund, warum im Volksmund die Aussage verbreitet ist, Karotten seien gut fĂŒr die Augen. Das ÎČ-Carotin in vielen gelb und rötlich gefĂ€rbten GemĂŒsearten wird fĂŒr die Bildung von Retinal benötigt. all-trans-Retinal ist das Aldehyd des Vitamin A1 (Retinol) und steht somit mit ihm in enger struktureller Beziehung.
Andere isomere Formen des Retinals sind bekannt, besitzen aber weder in der Natur noch in der Technik nennenswerte Bedeutung.