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Der Rheinpark Golzheim ist eine Parkanlage in Düsseldorf, die 1906 als Kaiser-Wilhelm-Park von Walter von Engelhardt entworfen und in den 1920er Jahren nach den Prinzipien des Volksparks weiterentwickelt wurde.
Der Park erstreckt sich vom Stadtteil Pempelfort bis weit in den Stadtteil Golzheim über ca. 2,5 Kilometer entlang des rechten Rheinufers. Seine heutige Gestaltung ist eng mit der Konzeption der 1926 durchgeführten Städtebau- und Gesundheitsausstellung GeSoLei verknüpft. Er wird geprägt durch weiträumige Rasenflächen, durch eine Promenade an einer kunstvoll gestalteten Uferschutzmauer aus Naturstein und einen durch einen größeren, zusammenhängenden Baumbestand entlang der Cecilienallee. Die Promenade bietet einen der besten Ausblicke auf die Düsseldorfer Skyline, den Rhein und die Rheinschifffahrt. Die Rasenflächen umfassen rund 24 Hektar und dienen an warmen Tagen Sonnenbadenden, Picknick- und Grillfreunden als Liegefläche. Spaziergänger, Hundebesitzer, Radfahrer, Jogger und Ballsportler aus aller Herren Ländern sind hingegen auch bei Wind und Wetter anzutreffen. Hundeausläufe und zum Teil auch Kinderspielflächen sind eigens abgezäunt.
Das Gebiet, vormals wegen temporärer Umflutung durch den Rhein Golzheimer Insel genannt, war vor etwas über 100 Jahren eine Anlandungstelle bzw. ein Hafen, die Trockenlegung und Anhebung erfolgte um 1900. Ziel war Landgewinn für die Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902.[1] Die Überplanung der Golzheimer Insel als Ausstellungsgelände hatte Heinrich Lueg nach einer Idee des Malers Fritz Roeber seit 1898 verfolgt.[2] Weil das Gelände hochwassergefährdet war, wurde es 1925 im Zuge der Vorbereitung der GeSoLei noch einmal aufgestockt und mit einer Schutzmauer gesichert. Nach der GeSoLei, während der es durch Ausstellungshallen bebaut war, wurde das Gelände als Volkspark wieder hergerichtet. Zusammen mit den von Wilhelm Kreis entworfenen Dauerbauten der GeSoLei – der Rheinhalle, dem Reichsmuseum, dem Kunstmuseum am Ehrenhof und der Rheinterrasse – bildet der Rheinpark Golzheim bis heute einen entscheidenden Beitrag zur Rheinufergestaltung, als Fortsetzung der Altstadtfront und als das Gegenstück der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch jungen Bebauung Oberkassels.[3]
Mehrere Treppen hinab zum Rheinufer liegen am Ende von Querwegen, die jeweils auf eine expressionistische Schmuckvase aus Muschelkalkstein auf der Schutzmauer als Point de vue ausgerichtet sind und die die weiträumigen Rasenflächen in Abschnitte gliedern. Am Südende des Rheinparks befinden sich die Rheinterrassen, ein städtischer Gebäudekomplex mit Veranstaltungsräumen in einem Stil zwischen Backsteinexpressionismus und Neoklassizismus. Vor einigen Jahren wurde dieser Komplex durch einen modernen Hallenanbau nach Norden erweitert. Dort liegen auch eine große Freitreppe und eine Rampe, die zum Rheinufer führen, sowie von Platanen beschattete Terrassen, die sommers als Biergarten dienen. Das Nordende des Rheinparks wird durch die Theodor-Heuss-Brücke beherrscht. Hier rahmt die Brücke ein Landschaftsfenster, das über mehrere Kilometer hinweg den Blick auf die typisch niederrheinische Flusslandschaft von Lörick und Büderich freigibt.
Der Baumbestand des Rheinparks ist vielfältig: Entlang der Straße verläuft eine Kastanienallee, an den Rändern der Spiel- und Liegewiesen sind in Gruppen Weiden, Ahorne, Platanen, Pappeln, Birken und weitere Baumarten angeordnet. In den Wiesen an der Kastanienallee wurden vor kurzem großflächig Krokusse eingepflanzt, die fortan alljährlich am Ende des Winters als breites violettes Band aufblühen. Auch Halsbandsittiche, die besonders an Sommerabenden im Rheinpark zusammenschwärmen und dort ihre spektakulären Flugbewegungen durchführen, ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.
Die Wiese am Südende des Rheinparks dient häufig Zirkusveranstaltungen als Standort, in den letzten Jahren war dies jener des Circus Roncalli. Am Rheinufer wird seit mehreren Jahren in den Sommermonaten ein Open-Air-Kino errichtet.
Entlang des Rheinufers und unterhalb des Parks verläuft das Robert-Lehr-Ufer. Es ist benannt nach dem Oberbürgermeister Robert Lehr, unter dessen Regierung in den 1920er Jahren die städtebauliche Entwicklung Düsseldorfs zur modernen Großstadt maßgeblich vorangetrieben wurde. An dieser Uferstraße liegen Anlegestellen für Passagierschiffe, die – besonders zu den Zeiten der großen Messen – von Hotelschiffen genutzt werden. Ferner befindet sich dort auch der Sporthafen Golzheim, in dem die Anlagen verschiedener Wassersportvereine untergebracht sind.
Seit 2001 steht die gesamte Parkanlage unter Denkmalschutz.
Eine Reihe von Kunstobjekten tragen zur Gestaltung der Anlagen bei, unter anderem:
51.24340805566.767964Koordinaten: 51° 14′ 36″ N, 6° 46′ 5″ O