|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Mayen-Koblenz | |
| Verbandsgemeinde: | Rhens | |
| Höhe: | 65 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,3 km² | |
| Einwohner: |
2.943 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 181 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56321 | |
| Vorwahl: | 02628 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MYK | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 37 221 | |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Am Viehtor 2 56321 Rhens | |
| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Helmut Eich (CDU) | |
| Lage der Stadt Rhens im Landkreis Mayen-Koblenz | ||
Rhens ist eine Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Rhens, der sie auch angehört. Rhens ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die Lage der Stadt am relativ flachen Westufer des Rheins ist durch den Gegensatz zu den Steilhängen der Ostseite geprägt, über denen – schräg gegenüber der Stadt – die Marksburg thront. Rhens gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Verkehrsmäßig ist Rhens durch die Bahn und die B 9 gut erschlossen, und ins hügelige Hinterland führen zwei Routen der Rheingoldstraße.
Zu Rhens gehören die Stadtteile Hünenfeld und Schauren.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte am 29. September 874, als der Trierer Erzbischof Bertolf dem Kunibertstift in Köln den Besitz von Gütern in Boppard, Spay, Oberspay und Rhens bestätigte.[3]
Die Vogtei über Rhens war 1174 im Besitz der Grafen von Saffenburg, die sie für 200 Mark an den Erzbischof von Köln verkauften. Seit dieser Zeit gehörte Rhens zum Kurfürstentum Köln. Das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der Stadt war 1338 die Bildung des Kurvereins zu Rhense, in dem sich die sieben Kurfürsten auf die künftigen Modalitäten der Wahl eines deutschen Königs einigten und dem Papst das von ihm beanspruchte Approbationsrecht absprachen. An dieses Ereignis erinnert bis heute der Königsstuhl von Rhens.
1400 wurde Wenzel, Sohn Kaiser Karls IV., als römischer König von den drei geistlichen Kurfürsten und von Ruprecht III., dem Pfalzgrafen bei Rhein, auf der Burg Lahneck in Oberlahnstein abgewählt. Ruprecht wurde daraufhin in Rhens zum neuen König gewählt.
Anzumerken ist, dass der Königsstuhl vor 1929 direkt am Rhein stand und sich nun auf einer Anhöhe in Richtung Waldesch befindet.
Hexenprozesse: Im 17. Jahrhundert kam es auch in Rhens zu Hexenverfolgungen. Die Einkerkerung und Folterung fand im „Scharfen Turm“ (Teil der Stadtmauer, direkt am Rhein) statt. Die Hinrichtungen fanden an mindestens zwei verschiedenen Orten statt.
Auf eine lange Tradition kann sich auch der Rhenser Mineralbrunnen berufen. Erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, wird hier seit über 150 Jahren Mineralwasser industriell abgefüllt. Das Unternehmen gehört zu den bedeutendsten Anbietern von Mineralwässern und Süßgetränken in Deutschland. Es bietet u. a. die Marken „Rhenser“, „Perling“ und „Silvetta“ an.
Am 7. November 1970 wurde der Gebietsteil Kripp mit 248 Einwohnern nach Koblenz eingemeindet. Seit dem 6. September 1984 hat Rhens das Stadtrecht.[4]
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rhens, bezogen auf das heutige Stadtgebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
|
|
Der Stadtrat in Rhens besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[5]
| Wahl | SPD | CDU | Gesamt |
| 2009 | 8 | 12 | 20 Sitze |
| 2004 | 7 | 13 | 20 Sitze |
Das Wappenschild zeigt in seiner rechten Hälfte das schwarze kurkölnische Kreuz und in seiner linken Hälfte zwei goldene Stadtschlüssel.
Seit 1984 hat die Stadt Rhens eine Partnerschaft mit der Stadt Bramley in Großbritannien.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Rhens
Königsstuhl als Erinnerung an den Kurverein von Rhense 1338
Blick vom Rhenser Rheinufer auf die Marksburg
Rhens gehört zum „Weinbaubereich Loreley“ im Anbaugebiet Mittelrhein. Im Ort sind zwei Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 2 ha. Etwa 90 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch zwölf Betriebe tätig, die Rebfläche betrug 10 ha[2]
Acht | Alken | Andernach | Anschau | Arft | Baar | Bassenheim | Bell | Bendorf | Bermel | Boos | Brey | Brodenbach | Burgen | Dieblich | Ditscheid | Einig | Ettringen | Gappenach | Gering | Gierschnach | Hatzenport | Hausten | Herresbach | Hirten | Kalt | Kaltenengers | Kehrig | Kerben | Kettig | Kirchwald | Kobern-Gondorf | Kollig | Kottenheim | Kretz | Kruft | Langenfeld | Langscheid | Lehmen | Lind | Löf | Lonnig | Luxem | Macken | Mayen | Mendig | Mertloch | Monreal | Mülheim-Kärlich | Münk | Münstermaifeld | Nachtsheim | Naunheim | Nickenich | Niederfell | Niederwerth | Nörtershausen | Oberfell | Ochtendung | Pillig | Plaidt | Polch | Reudelsterz | Rhens | Rieden | Rüber | Saffig | Sankt Johann | Sankt Sebastian | Siebenbach | Spay | Thür | Trimbs | Urbar | Urmitz | Vallendar | Virneburg | Volkesfeld | Waldesch | Weiler | Weißenthurm | Weitersburg | Welling | Welschenbach | Wierschem | Winningen | Wolken