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Richard Kandt (* 17. Dezember 1867 in Posen; † 29. April 1918 in Nürnberg; ursprünglich Kantorowicz) war ein deutscher Arzt und Afrikaforscher.
Inhaltsverzeichnis |
Seit 1887 Mitglied der Burschenschaft Rhenania-München, war Richard Kandt später als Psychiater in Bayreuth und München tätig. Zwischen 1897 und 1907 erforschte er den Nordwesten von Deutsch-Ostafrika und wurde 1908 Resident des Gouvernements Ruanda, wo er Kigali gründete. Kandt ist in Ruanda noch heute eine hoch geachtete Person. In seinem Haus in Kigali ist ein Naturkundemuseum eingerichtet worden, dort wird in einem Raum auch über ihn informiert. [1]
Richard Kandt entdeckte im Jahr 1898 im ruandischen Nyungwe-Wald eine der Quellen des Nils. In seinem Werk Caput Nili berichtet Kandt darüber, von 1899 bis 1901 widmete er sich der Erforschung des Kiwusees.
Seit etwa 1900 war er eng mit dem Schriftsteller Richard Voss befreundet, in dessen „Erinnerungen“ (1922) er einen breiten Raum einnimmt. Kandt starb am 29. April 1918 in einem Reservelazarett in Nürnberg an den Folgen einer im Ersten Weltkrieg erlittenen Gasvergiftung.[2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kandt, Richard |
| ALTERNATIVNAMEN | Kantorowicz, Richard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Arzt und Afrikaforscher |
| GEBURTSDATUM | 17. Dezember 1867 |
| GEBURTSORT | Posen |
| STERBEDATUM | 29. April 1918 |
| STERBEORT | Nürnberg |