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| RIEMSER Arzneimittel AG | |
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1992 |
| Sitz | Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern |
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| Mitarbeiter | 616 (Stand Ende 2010)[1] |
| Umsatz | 115,1 Mio. Euro (2010)[1] |
| Branche | Arzneimittel |
| Website | www.riemser.com |
Die Riemser Arzneimittel AG ist ein spezialisiertes, international tätiges mittelständisches Pharmaunternehmen, das Humantherapeutika produziert und vermarktet. Die Riemser AG zählt in den letzten Jahren zu den am stärksten wachsenden Pharmaunternehmen Deutschlands. Hauptsitz ist Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Produktpalette der Riemser AG umfasst im Humanbereich vor allem verschreibungspflichtige Arzneimittel gegen Haut- und Infektionskrankheiten, insbesondere Tuberkulose, Krebstherapeutika zur unterstützenden und palliativen Behandlung sowie Präparate gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Im Bereich Zahnmedizin liegt der Schwerpunkt auf Knochenregeneration bei Zahnerhalt und –ersatz sowie einem innovativen Implantatsystem. Ergänzt wird das Portfolio durch Präparate zur Schmerz- und Entzündungsbehandlung bei Zahnentzündungen.
Riemser ging 1990 als Impfstoffe produzierender Teil aus dem Friedrich-Loeffler-Institut hervor. Die Sparten des Unternehmens sind Humanarzneimittel und Impfstoffe sowie Dental.
Die Ursprünge des Konzerns gehen auf das 1910 auf der Insel Riems gegründete Friedrich-Loeffler-Institut zurück. Hier entwickelte 1938 Otto Waldmann einen Impfstoff gegen die Maul- und Klauenseuche. 1943 wurde der Standort dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Heinz Röhrer Präsident der Anstalt und überführte sie in die Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Es wurden Impfstoffe u.a. gegen die Klassische Schweinepest entwickelt.
Im Jahr 1990 wurde die Produktion in die Riemser Tierarzneimittel GmbH verlegt. 1991 privatisierte Norbert Braun zusammen mit seiner Frau Dagmar das Unternehmen. 1996 entstand ein Vertriebszentrum im Riemserort. Ab 1997 hieß die Firma Riemser Arzneimittel GmbH. Mehrere Arzneimittelzulassungen von Akzo Nobel, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson, Knoll, Solvay und Wyeth wurden erworben. Neben dem Veterinärbereich orientierte man sich an Nahrungsergänzungsmitteln und pharmazeutischen Produkten.
2000 wurde das Leipziger Arzneimittelwerk gekauft. Seit 2001 ist Riemser eine Aktiengesellschaft. Fördergelder flossen insbesondere in die Onkologie. 2002 gliederte Riemser die Dessau Pharma GmbH und Bioglan Pharma GmbH ein und beteiligte sich an der DeGAB Pharma GmbH & Co. KG. Später folgten die Rösch AG (2003), Dr. Herbrand KG (2004), Sanavita AG & Co. (2005), Fatol Arzneimittel GmbH (2006), Bionic Solution Management GmbH (2007), Rentschler Pharma GmbH (2008), die Riemser Specialty Production in Laupheim und der Zahntechnikbereich der Curasan AG (2008). Darüber hinaus befinden sich in Münster der Geschäftsbereich Onkologie und in Kleinostheim der Geschäftsbereich Dental.
Gesellschafter des Konzerns sind TVM Capital GmbH[2], General Electric Co. Equity und Braun Hanse Holding.
Seit 2010 richtet sich Riemser zunehmend als Anbieter für Spezialpharmazeutika im Humanbereich aus. Zu diesem Zweck verkaufte Riemser im ersten Quartal 2011 sein, bis dahin stagnierendes, Veterinärgeschäft an die belgische Firma Ecuphar N.V. die in Deutschland unter der Tochter Ecuphar GmbH auftritt.[3]
54.1803213.34329Koordinaten: 54° 10′ 49″ N, 13° 20′ 36″ O