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Rieti

Rieti
Wappen
Rieti (Italien)
Rieti
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rieti (RI)
Koordinaten: 42° 24′ N, 12° 52′ O42.402222222212.86405Koordinaten: 42° 24′ 8″ N, 12° 51′ 36″ O
Höhe: 405 m s.l.m.
Fläche: 206 km²
Einwohner: 47.774 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 232 Einw./km²
Postleitzahl: 02100
Vorwahl: 0746
ISTAT-Nummer: 057059
Demonym: Reatini
Schutzpatron: Santa Barbara
Website: Rieti

Rieti ist die Hauptstadt der Provinz Rieti in der italienischen Region Latium. Sie hat 47.774 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010). Sie ist Sitz eines römisch-katholischen Bistums.

Blick über die Dächer der Altstadt zur Kirche San Francesco

Inhaltsverzeichnis

Name

Der Name Rieti leite sich vom antiken Namen Reate der Sabiner für die Stadt her. Die Bedeutung dieses Namens ist unbekannt. Der Legende nach soll er auf Rhea Silvia, Mutter von Romulus und Remus zurückgehen.

Geographie

Rieti liegt 81 km nordöstlich von Rom, 38 km südöstlich von Terni und 59 km westlich von L'Aquila. Die Altstadt liegt in einer Biegung des Flusses Velino am Südrand des Hochtals Conca di Rieti, das fast vollständig von hohen Bergen umschlossen ist. Das Gemeindegebiet nimmt die Conca fast vollständig ein und reicht im Osten bis in die Reatiner Berge, im Süden in die Sabiner Berge. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 370 bis 2.105 m s.l.m.

Zur Gemeinde gehören zahlreiche Stadtteile, Weiler und Einzelgehöfte. Die wichtigsten sind die modernen Wohn- und Industriegebiete Madonna del Cuore, Madonna del Passo, Quattro Strade und Vazia im Tal nördlich und östlich der Altstadt. In den Sabiner Bergen liegen die Dörfer Casette, Castel San Benedetto, Cerchiara, Maglianello, Poggio Fidoni, Poggio Perugino, San Giovanni Reatino und Sant’Elia. In den Reatiner Bergen liegen die Dörfer Castelfranco, Lisciano und Lugnano sowie der Wintersportort Pian de‘ Valli im Terminillo-Gebiet.

Die Nachbargemeinden sind Belmonte in Sabina, Cantalice, Casperia, Castel Sant'Angelo, Cittaducale, Colli sul Velino, Concerviano, Contigliano, Greccio, Longone Sabino, Micigliano, Monte San Giovanni in Sabina, Montenero Sabino, Poggio Bustone, Rivodutri, Roccantica, Stroncone (TR), Terni (TR) und Torricella in Sabina.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).[2]

Verkehr

Rieti liegt an der strada stadale SS 4 Via Salaria, die von Rom nach San Benedetto del Tronto an der Adriaküste führt. Seit der Antike bog die Via Salaria von Süden kommend am Forum, heute Piazza Vittorio Emanuele II, rechtwinklig nach Osten ab. Die Trasse trägt heute die Namen Via Roma und Via Garibaldi. Neben der modernen Brücke über den Velino ist noch die Ruine der römischen Vorgängerin zu sehen. Die moderne Via Salaria führt als Umgehungsstraße mit getrennten Fahrspuren südlich an der Altstadt vorbei. In Rieti zweigt von ihr die strada stadale SS 79 Ternana ab, die nach Terni führt.

Die Stadt hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Terni – Sulmona.

Geschichte

Rieti geht auf das antike Reate, den Hauptort der Sabiner zurück. Er wurde von Manius Curius Dentatus für das römische Reich erobert. Seit ca. 500 n. Chr. ist Rieti Sitz eines Bischofs. Im Mittelalter war es eine freie Kommune, bevor es Teil des Kirchenstaats wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 19.420 21.071 22.234 27.714 33.241 39.179 43.095 43.785

Quelle: ISTAT

Politik

Giuseppe Emili (PdL) wurde im Mai 2002 zum Bürgermeister gewählt und 2007 im Amt bestätigt. Seine Mitte-Rechts-Koalition stellt auch mit 24 von 40 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.[3]

Wappen

Geteilter Schild. Oben auf rotem Grund zwei Figuren in Silber. Eine Frauenfigur mit einer Standarte und ein Reiter. Unten auf blauem Grund ein Netz mit drei silbernen Fischen. Die Figuren sollen Rhea Silvia, legendäre Namensgeberin der Stadt, darstellen, die Manius Curius Dentatus, dem römischen Eroberer Rietis die Stadtfahne reicht. Die Fische weisen auf den Fischreichtum der Flüsse im Gebiet von Rieti hin. Die Stadtfarben sind Rot und Blau.

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist der romanische Dom von 1225, der bis ins Jahr 1283 zurückreichende Bischofspalast und die Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert.

Wirtschaft

Von Bedeutung ist die Chemiefaser- und Zuckerindustrie.

Sport

In Rieti findet seit 1971 ein Leichtathletik-Grand-Prix-Meeting statt, bei dem am 9. September 2007 der Jamaikaner Asafa Powell in einer Zeit von 9,74 Sekunden einen neuen Weltrekord im 100-Meter-Lauf aufstellte.

Am 29. August 2010 verbesserte der Kenianer David Rudisha mit 1:41,01 min über die 800-Meter-Distanz seinen erst eine Woche zuvor aufgestellten Weltrekord in Rieti um acht Hundertstelsekunden.

Söhne und Töchter der Stadt

Personen mit Bezug zur Stadt

Galerie

Weblinks

 Commons: Rieti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Italienischer Zivilschutz
  3. La Repubblica 8. Juni 2009
  4. GN-online vom 26. April 2010: Nordhorns Partnerschaft mit Rieti besiegelt - Vertrag heute in Italien feierlich unterzeichnet
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