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| Rifferswil | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Zürich |
| Bezirk: | Affoltern |
| BFS-Nr.: | 0012 |
| Postleitzahl: | 8911 |
| Koordinaten: | 680032 / 23295847.2426978.495711579Koordinaten: 47° 14′ 34″ N, 8° 29′ 45″ O; CH1903: 680032 / 232958 |
| Höhe: | 579 m ü. M. |
| Fläche: | 6.50 km² |
| Einwohner: | 900 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.rifferswil.ch |
| Unter-Rifferswil, Juni 2007 | |
| Karte | |
Rifferswil ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
| Blasonierung:
„In Gold ein roter Balken, begleitet von drei schwarzen Sternen (2, 1).“
|
Die Gemeinde Rifferswil liegt in der sanfthügligen Drumlinlandschaft des oberen Jonentals im Knonauer Amt. Von der Gemeindefläche sind 66.5% landwirtschaftliche Nutzflächen, 22.5 % ist Wald, 4.9 % ist Siedlungsfläche und 4.2 % dienen dem Verkehr, weitere 0.3 % sind Gewässer.
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1634 | 263 |
| 1708 | 421 |
| 1850 | 464 |
| 1860 | 540 |
| 1900 | 480 |
| 1960 | 444 |
| 1980 | 543 |
| 1990 | 663 |
| 2000 | 714 |
| 2010 | 900 |
Wahlsonntag vom 25. April 2010: Der parteilose Marcel Fuchs ist neuer Gemeindepräsident von Rifferswil. Er folgt auf den zurückgetretenen Jakob Geissbühler (SVP). Bei einem absoluten Mehr von 110 Stimmen schnitten die beiden neu antretenden besser ab als die Bisherigen. Zusätzlich zu Marcel Fuchs (bisher, 264 Stimmen) gewählt sind: Andreas Meuli (neu, 253), René Baumgartner (neu, 241), Doris Bircher (bisher, 190), Alfred Funk (bisher, SVP, 185), Wilhelm Baumgartner (bisher, 171). Die Wahlbeteiligung lag bei 44 Prozent. [2]
Bei den Nationalratswahlen 2007 und 2011 wurde in Rifferswil nach Parteistärke wie folgt gewählt:
| Partei | 2011 | 2007 |
|---|---|---|
| SVP | 28.47 % | 32.75 % |
| SP | 19.12 % | 22.84 % |
| GP | 13.74 % | 14.32 % |
| glp | 12.25 % | 8.80 % |
| FDP | 6.60 % | 6.58 % |
| EVP | 6.06 % | 5.16 % |
| EDU | 4.01 % | 2.27 % |
| BDP | 3.86 % | 0.00 % |
| CVP | 2.55 % | 5.33 % |
| AL | 1.13 % | 0.57 % |
| Piraten | 0.36 % | 0.00 % |
| SD | 0.26 % | 1.20 % |
| übrige | 1.59 % | 0.18 % |
Rifferswil, in einer Urkunde vom Jahre 1019 Renifriedeswile genannt, muss eine Gründung des alemannischen Sippenältesten Reinfried gewesen sein. Im Oberdorf wurden 1929 Gräber aufgedeckt, welche - ins 8. Jahrhundert datiert - die ältesten Zeugen menschlichen Daseins im Gemeindebann sein dürften. Ein den Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg verpflichtetes Dienstadelsgeschlecht verwaltete die Ortschaft im Mittelalter. Das ritterliche Geschlecht starb Ende des 14. Jahrhunderts aus und vererbte der Gemeinde Rifferswil sein Wappen. Das "Galgenfeld" an der alten Strasse nach Mettmenstetten erinnert daran, dass Rifferswil in früherer Zeit die Richtstätte des habsburgischen Amtes Meienberg war. Die Kirche in R. wird 1179 erstmals urkundlich erwähnt, war dem Hl. Martin geweiht und unterstand ab 1357 dem Kloster Kappel. Seit 1529 ist sie reformiert. Das heutige Schiff stammt aus dem 14. Jh. Die Kirche wurde 1720 erweitert und 1972-74 einer Gesamtrestauration unterzogen.
1415 geriet die Rifferswiler Gemeinde unter die Herrschaft von Zürich. Regenten waren jetzt die Landvögte von Knonau. Nach dem Untergang der Alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 wurden an Stelle der Landvögte Amtsmänner und später Statthalter eingesetzt. Ab 1831 hatte der Rifferswiler Arzt Dr. Johann Jakob Hegetschweiler das Statthalteramt des Bezirks Knonau inne. Sein Bruder Johannes, Staatsrat und Kantonsarzt, erlag 1839 im "Züriputsch" einer Schussverletzung. Um 1800 waren in Rifferswil rund 200 Personen in der Baumwollverarbeitung in Heimarbeit beschäftigt. 1857 bauten Jakob und Theodor Bär in Oberrifferswil eine durch die Wasserkraft des Jonenbachs angetriebene Fabrik, eine Seidenzwirnerei. Sie stellte den Betrieb 1879 wieder ein.
Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche von rund 650 Hektaren, wurde anno 1950 von 55 Betrieben gepflegt; heute sind es noch 17 an der Zahl. Die durch Aufgabe oder Aussiedlung frei gewordenen Scheunen und Ställe werden und wurden zu Werkstätten und Wohnhäusern umgebaut. Dabei sind strenge Vorschriften zu beachten, denn Rifferswil ist Trägerin der Auszeichnung "Ortsbild von nationaler Bedeutung". Die Einwohnerzahl stieg nach dem 2. Weltkrieg von 450 auf 900 Personen an. Die meisten Zuzüger arbeiten auswärts.[3]
1846–1847 baute der Architekt Ferdinand Stadler für den Kirchenhistoriker Arnold Nüscheler ein Landhaus am Homberg mit Blick auf den Zugersee. Das Haus ist in seiner ursprünglichen Nutzung erhalten geblieben.
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