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| Rigi | ||
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Das ganze Massiv der Rigi von Osten gesehen, rechts mit der Antenne Rigi Kulm | ||
| Höhe | 1'797,5 m ü. M. | |
| Lage | Zentralschweiz | |
| Gebirge | Schwyzer Voralpen | |
| Dominanz | 13,2 km | |
| Schartenhöhe | 1'288 m | |
| Geographische Lage | 678784 / 21191847.05361111118.475555555561797.5Koordinaten: 47° 3′ 13″ N, 8° 28′ 32″ O; CH1903: 678784 / 211918 | |
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Ansicht von Nordwesten | ||
Die Rigi ist ein Bergmassiv zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Zugersee und dem Lauerzersee in der Zentralschweiz. Höchster Gipfel ist mit einer Höhe von 1'797,5 m die Rigi-Kulm, ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Etwas weniger hoch sind die weiteren Gipfel Rigi-Hochflue (Hochfluh), Dossen, Rotstock sowie die sich nach Südosten anschliessende Rigi-Scheidegg. Der Berg wird manchmal auch «Königin der Berge» genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Im Zuge der touristischen Erschliessung der Alpen wurde die Mär in die Welt gesetzt, Rigi sei eine Abkürzung von lat. Regina montium – "Königin der Berge". Der älteste bisher bekannte Beleg für den Namen ist von 1368 und lautet: in pede montis riginam ("am Fusse des Berges Rigina"). Etwas später, 1384, ist von Riginen die Rede. Mit Riginen benennt man geologische Schichtungen, die an der Rigi-Nordseite deutlich sichtbar sind. Rigi ist also eine Ellipse, eine Verkürzung von Riginen.
Das grammatikalische Geschlecht ist schwankend. Der Name der Ortschaft Küssnacht am Rigi am Fuss des Berges belegt, dass auch die maskuline Form seit Langem in Gebrauch ist. Diese kann als Anlehnung an Rigiberg erklärt werden.[1]
Bereits im 18. Jahrhundert war die Rigi dank der einzigartigen Lage am Vierwaldstättersee als Ausflugs- und Ferienparadies bekannt. Dem Besucher bietet sich ein wundervolles Panorama über den Vierwaldstättersee und die nahen Alpen sowie nach Norden ins Mittelland. Ausserdem bietet der Berg verschiedene Freizeitaktivitäten: Wandern, Schlitteln, Skifahren, Gleitschirmfliegen, Kutschenfahrten, Nostalgiefahrten mit einer Dampflokomotive aus der Jahrhundertwende) und vieles mehr.
Die Rigi ist mit zwei Zahnradbahnen und einer Luftseilbahn erschlossen:
Die drei erstgenannten Anlagen fusionierten 1992 zu den Rigi Bahnen AG. Die Zahnradbahnen benutzen die gleichen Normalspurgleise mit Zahnstangen nach dem System Riggenbach sowie die gleiche Fahrspannung von 1500 Volt Gleichstrom, so dass ein Austausch von Fahrzeugen einfach ist.
Zwischen Rigi Kaltbad und Rigi Scheidegg wurde 1874 – 1875 die schmalspurige Rigi-Scheidegg-Bahn gebaut, die aber nur in wenigen Jahren schwarze Zahlen schrieb und den Betrieb mehrfach unterbrach. 1931 wurde der Betrieb ganz eingestellt, das Rollmaterial verkauft und die Strecke 1942 abgebrochen. Auf dem Trassee dieser Bahn führt heute ein bequemer, auch im Winter gern genutzter Wanderweg über Brücken und durch einen Tunnel.
Daneben gibt es einige kleinere Luftseilbahnen und ein dichtes Wanderwegnetz. Die zur Gemeinde Weggis LU gehörende, auf 1'400 m liegende Siedlung Kaltbad ist das Zentrum der Aktivitäten (Station der VRB, Hotelanlagen, Post, Dorfladen, Ferienwohnungen, Kapelle.) Der Ort ist autofrei und ebenfalls seit langem als "das kalte Bad" bekannt. Ein beliebter, fast ebener Wanderweg führt zum bekannten Aussichtspunkt Känzeli mit Blick auf Pilatus, Luzern und den Vierwaldstättersee.
Geologisch gehört die Rigi, abgesehen von den Kalksteinzinnen der Hochflue, sowie des Vitznauerstocks (im Kanton Schwyz sagt man Gersauerstock) im Süden, nicht mehr zu den Alpen, sondern zur Subalpinen Molasse und damit zum Schweizer Mittelland. Das aus verschiedenen Materialien zusammengepresste, nicht sehr feste Gestein wird auch als Nagelfluh bezeichnet.
An den West- und Nordhängen der Rigi treten oft Starkregen auf. Sie führen stellenweise zu starker Bodenerosion und an flacheren Stellen des jeweiligen Hangfußes zur Ablagerung oft mächtiger, mit Humus durchmischter Lockersedimente (Anschwemmung als Kolluvium).
Das komplette Panorama der Rigi wurde (erstmals?) von Samuel Birmann 1814/1815 gezeichnet. Die Ansicht über den Luzerner See hielt William Turner 1842 in einem weltberühmten Aquarell fest (The Blue Rigi - Lake of Lucerne - Sunrise).
Literarisch ist die Rigi insbesondere durch Mark Twain bekannt, der in seinen Reiseerzählungen "A Tramp Abroad" seine Erlebnisse bei der Besteigung des Berges beschreibt. Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte die Rigi. Tolstoj bezeichnet in seinem Werk "Aus dem Tagebuch des Fürsten Nechljudow: Luzern" den Ausblick von dort oben als einen der schönsten der Welt.
Auf der Rigi steht eine Sendeanlage der Swisscom. Sie verwendet als Antennenträger einen 95 Meter hohen, freistehenden Stahlbetonturm. Auf 6 Meter Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform.
H. Kienholz, P. Mani, M. Kläy: Rigi Nordlehne - Beurteilung der Naturgefahren und waldbauliche Prioritätenfestlegung Interpraevent 1988 Graz, Seiten=161–174 | [3]