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Das Rijksmuseum Amsterdam oder Rijksmuseum (deutsch: Reichsmuseum) ist ein niederländisches Nationalmuseum am Museumplein im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid, Stadtbezirk Amsterdam Zuid. Das Museum ist den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Es verwahrt eine große Sammlung der Malerei aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande und eine umfassende Sammlung asiatischer Kunstobjekte und Artefakte zur niederländischen Geschichte. Das Museum wurde zum Rijksmonument erklärt und gehört zu den 100 wichtigsten UNESCO-Monumenten der Niederlande. Es hat rund 970.000 Besucher im Jahr.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Das Museum wurde 1800 in Den Haag gegründet, um die Sammlungen der niederländischen Statthalter auszustellen. Die Gründung war inspiriert von den französischen Vorbildern der Ära. Das Museum war zunächst unter dem Namen Nationale Kunst-Gallerij (Nationale Kunstgalerie) bekannt. Die Einrichtung wurde schließlich auf Befehl des Königs Louis Bonaparte nach Amsterdam gebracht. Zu dieser Zeit gelangten auch die Gemälde der Stadt Amsterdam in die Sammlung; berühmtestes Beispiel ist die Nachtwache von Rembrandt van Rijn (kurz Rembrandt genannt).
1863 wurde ein Architektur-Wettbewerb für ein neues Museumsgebäude ausgeschrieben, jedoch blieben die Entwürfe hinter den Erwartungen zurück. Der spätere Architekt Pierre Cuypers nahm ebenfalls an diesem Wettbewerb teil und erreichte damals mit seinem Werk nur den zweiten Platz. Der Entwurf war eine Kombination aus Gotik- und Renaissanceelementen. Die endgültige Auswahl und der Baubeginn zogen sich bis zum 1. Oktober 1876 hin. Das Gebäude erhielt sowohl von innen als auch von außen reiche Dekorationen, die sich an die niederländische Kunstgeschichte anlehnten. Sie waren in einem zusätzlichem Wettbewerb ausgewählt worden, der von B. van Hove und J. F. Vermeylen für die Skulpturen, G. Sturm für die Malerei und W. F. Dixon für die Glasgestaltung gewonnen wurde.
Der Neubau wurde schließlich am 13. Juli 1885 eröffnet.
Die Front des Museums ist zur Stadhouderskade gerichtet. Die Rückseite weist in prominenter Lage zum Museumplein. Umrahmt wird das Gebäude vom Van Gogh Museum, dem Stedelijk Museum Amsterdam und dem Concertgebouw.
1890 wurde der Neubau um ein Gebäude ergänzt, das aus abgerissenen historischen Bauten entstand. Die verwendeten Elemente geben einen Überblick über die niederländische Architekturgeschichte. Die Halle für die Nachtwache wurde 1906 erneuert. Die meisten der bunten Wandmalereien wurden zwischen 1920 und 1950 übermalt. 1960 baute man die Ausstellungsräume und mehrere Flure zu zwei großen Räumen um. Das Gebäude selbst wurde 1984, 1995 und 1996 sowie 2000 kleineren Renovierungen und Restaurationen unterzogen.
Seit 2003 wird das Museum erneut renoviert nach Plänen der spanischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz. Viele der alten Innenraum-Dekore werden dabei wiederhergestellt werden. Während dieser Maßnahmen sind nur Teile der Gemäldesammlung zugänglich. Die Ausstellung Die Meisterwerke befindet sich in den bereits fertigen Räumen des heute Philips-Flügel genannten Gebäudeteils.
Das Reichmuseum unterhält, wie viele andere Museen auch, eine eigene Bibliothek zu Forschungszwecken. Die Rijksmuseum Research Library ist die größte öffentliche Forschungsbibliothek zum Thema Kunstgeschichte in den Niederlanden. Der Webkatalog der Bibliothek umfasst derzeit ca. 140.000 Monografien, 3.200 Fachzeitschriften und 20.000 Kunstverkaufskataloge.
Seit Beginn der Renovierungen 2003 befindet sich die Bibliothek nicht mehr im Hauptgebäude des Museums, sondern in der Frans van Mierisstraat 92.
Die Sammlungen umfassen neben der Malerei und Kunst der Niederlande die niederländische Geschichte, die Kolonialgeschichte der Niederlande und die Kunst in den Kolonialgebieten.
Zur Sammlung der Malerei gehören unter anderem Arbeiten von Jacob van Ruysdael, Frans Hals, Jan Vermeer, Jan Steen, Rembrandt van Rijn und Rembrandts Schülern.
Die Sammlung umfasst folgende Gemälde von Rembrandt van Rijn:
Zu Jan Vermeer finden sich folgende Gemälde im Rijksmuseum Amsterdam:
Von Frans Hals die Gemälde:
Vom Maler Jan Steen sind die folgenden Gemälde in der Sammlung vorhanden:
Das Rijksmuseum unterhält eine kleine Außenstelle in einem Terminal von Schiphol. Sie wurde am 9. Dezember 2002 von Prinz Willem-Alexander von Oranien-Nassau eröffnet. Passagiere, die die Passkontrole passiert haben, können hier eine kleine, stets wechselnde Ausstellung besichtigen. Der Flughafen Schiphol ist damit der erste Flughafen mit einer solchen Museumsaußenstelle.
Am 1. September 2006 übernahm das Rijksmuseum die Ausstattung und Verwaltung von Huis Trompenburgh. Neben kleinen Ausstellungen kann das Haus für Konferenzen genutzt werden.
52.3598114.885107Koordinaten: 52° 21′ 35″ N, 4° 53′ 6″ O