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Robert Neelly Bellah (* 23. Februar 1927 in Altus, Oklahoma) ist ein amerikanischer Soziologe.
Robert N. Bellah ist neben Clifford Geertz einer der prominenten Schüler des amerikanischen Soziologen Talcott Parsons. Bellah rief mit seinem Aufsatz "Civil Religion in America" 1967 eine große Diskussion unter Soziologen, Religionswissenschaftlern, Politologen und Theologen über die Bedeutung der Religion im Zusammenhalt moderner Gesellschaften hervor. Er brachte damit das Stichwort der "Civil Religion" (Zivilreligion) in die öffentliche Debatte. Später verwendete Bellah für dieses Problemfeld eher den Begriff "Public Philosophy" statt "Civil Religion", bei dem zu viele Missverständnisse auftraten. Bellahs These erregt bis heute weltweite Diskussion. Die zentrale Aussage Bellahs liegt in einer normativen Prägung der Gesellschaft durch eine religiöse aber Religionen übergreifende Identität stiftende Überzeugung. Für die USA bestimmt er die Verbindung von Gott und der Auserwähltheit der USA als Kernpunkte dieser von fast allen Bürgern geteilten Überzeugung. Sie wird durch gemeinsame Symbole und Riten gestärkt. Die Entwicklung gerade in den USA ist Folge der dort bestehenden Notwendigkeit einer Identitätsschaffung für alle Bürger bei gleichzeitiger Vermeidung religiöser Konflikte.
Es wurde diskutiert den Zivilgesellschaftsbegriff auch auf Deutschland zu übertragen. Die Anwendbarkeit blieb dabei allerdings umstritten und bis heute nicht entschieden. Wichtige Argumente in dieser Diskussion kamen von Niklas Luhmann und Hermann Lübbe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bellah, Robert N. |
| ALTERNATIVNAMEN | Bellah, Robert Neelly |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1927 |
| GEBURTSORT | Altus, Oklahoma |