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Der Vogel Roch, auch Roc, Rokh, Ruch oder Rock (von arabisch الرُخّ ar-Ruchch, DMG ar-ruḫḫ, aus dem Persischen) ist ein Fabelwesen aus den arabischen Erzählungen von Tausendundeiner Nacht. Er wird aber auch in Beschreibungen von Marco Polo und anderen Reisenden und Händlern des Indischen Ozeans erwähnt und ist nach deren Aussagen größer als ein Mensch.
Meyers Konversations-Lexikon von 1888 schreibt sinngemäß dazu:
Der bekannteste Held aus „Tausendundeiner Nacht“, Sindbad der Seefahrer, band sich an ein Bein des Vogels Roch, um von einer abgelegenen Insel zu entkommen. Dem Märchen nach ernährte sich der Vogel von Elefanten.
Nach der kryptozoologischen Haupttheorie basiert die Legende vom Vogel Roch im Wesentlichen auf dem mittlerweile ausgestorbenen Elefantenvogel (Aepyornis maximus) aus Madagaskar, der zwar wie Moa oder Strauß zu den großen Laufvögeln gehört, jedoch keineswegs die Größe des legendären Roch erreicht. Ein historischer Hinweis auf die Gleichsetzung von Roch und Aepyornis findet sich bei Hieronymus Megiser (1623). Dieser zitiert Marco Polo, der eine sehr lange Feder des Vogels gesehen haben will, welche von Madagaskar stammen sollte.
Manchmal wird ein Zusammenhang des Vogel Roch mit dem gleichnamigen Roch, wie der heutige Turm im mittelalterlichen Schachspiel genannt wurde, assoziiert. Eine direkte Ableitung ist aber nicht belegt.