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Die katholische Pfarrkirche St. Rochus befindet sich am Rochusmarkt 5 im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort. Sie stellt die Nachfolge für die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissene Rochuskapelle in Düsseldorf-Pempelfort dar.
Inhaltsverzeichnis |
1890/1891 wurde die römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Rochus gegründet. Die neuromanische Rochuskirche wurde in den Jahren von 1894 bis 1897 nach Plänen des Architekten Josef Kleesattel errichtet. Sie wurde 1897 geweiht und von der Gemeinde bezogen. Sie stand in der Folge von St. Aposteln in Köln, zeigte mehrere Türme und dreigeschossige Apsiden an Lang- und Querhaus.
Sie war eine dreischiffige Pfeiler-Säulenbasilika mit halbkreisförmig geschlossenem Chor, der mit einem Umgang geziert war. Die dreischiffigen Kreuzflügel hatten auch halbkreisförmige Abschlüsse. Über der Vierung erhob sich ein massiver, achteckiger Turm mit 47 Metern Höhe. Das Mittelschiff war reich durch Triforienumgänge und Fensterarkaden gegliedert. Dem Mittelschiff war der noch heute bestehende Hauptturm vorgestellt. Bemerkenswert an dem Turm waren das Portal und die Eingangshalle. Auf beiden Seiten des Hauptchors waren Osttürmchen angeschlossen. Die Orgelbühne erstreckte sich über dem oberen Turmgeschoss und dem ganzen ersten Mittelschiffsjoch. Sakristei und Nebenräume waren in den einspringenden Ecken zwischen Chor und Kreuzschiff. Die Außenflächen hatten eine Tuffsteinverblendung, die übrige Architektur bestand aus Sandstein. Die Arkadensäulen des Mittelschiffs bestanden aus belgischem Granit. Die Baukosten betrugen 800.000 Mark. Die Kirche hatte für 3400 Personen Platz.
Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb die Kirche zunächst als Ruine stehen. 1950 entschied die Gemeinde, die Ruine nicht wiederaufzubauen, auch wenn dies noch möglich gewesen wäre. Im Jahr 1953 wurde die Ruine mit Ausnahme des Glockenturmes schließlich gesprengt. Der alte Kirchturm blieb jedoch als Mahnmal stehen.
Das Langhaus wurde durch einen modernen Kuppelbau des Architekten Paul Schneider-Esleben ersetzt, der im August 1954 fertiggestellt wurde. Der Bau hat eine Fassade aus rautenförmigen Ziegeln und wird von einem durchlaufenden Wellenband belebt. Über einem Dreipassgrundriss fügen sich die Paraboloidschalen in einer Stahlskelettkonstruktion zu einem zentralen Kuppelbau zusammen. Die Kuppel besteht aus drei Beton-Knickschalen, die 7 cm dick sind und sich gegeneinander stützen. Sie lasten am Knickpunkt auf zwölf dünnen Säulen.
Ursprünglich sollte Schneider-Esleben auch die Innenausstattung des Neubaus übernehmen. Der damalige Pfarrer von St. Rochus, Peter Dohr, beauftragte jedoch Ewald Mataré damit. Ab 1955 stattete Mataré, unterstützt von seinen Studenten, St. Rochus mit Grundstein, Taufbecken, Kanzel, Altar, Sedilien und mehreren sakralen Gegenständen aus.[1]
Seit 1988 steht die Rochuskirche unter Denkmalschutz. 1991 wurde sie von Kardinal Joachim Meisner geweiht.
Am Turm ist ein von Bert Gerresheim 1982 zum Deutschen Katholikentag erschaffenes Kruzifix (ohne Kreuz) angebracht. Es ist dem in Auschwitz ermordeten Franziskanerpater Maximilian Kolbe gewidmet.
Die Orgel wurde 1982 von dem Orgelbauer Walcker erbaut. Das Kegelladen-Instrument hat 23 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch. [2]
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51.23333333336.78861111111Koordinaten: 51° 14′ 0″ N, 6° 47′ 19″ O