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Der Rock (von althochdeutsch/mittelhochdeutsch: roc(h) Gespinst, von ruc spinnen) bezeichnet:
Das Besondere am Rock ist, dass er einröhrig ist, das heißt, er umschließt von der Hüfte an abwärts beide Beine gleichzeitig, während die Hose für jedes Bein extra eine Röhre bildet. Diese Form bietet im Vergleich zur Hose meistens etwas weniger Bewegungsfreiheit, aber mehr Belüftung der Beine.
Aus verschiedenen Gründen setzte sich in Teilen Europas seit dem ausgehenden Mittelalter die Gewohnheit durch, dass nur noch Frauen Röcke tragen, während die Hose das Beinkleid der Männer wurde. Diese Entwicklung ist derzeit wieder rückläufig: Seit ein paar Jahren wird der Rock auch wieder vereinzelt von Männern getragen.
Aus Traditionsgründen trugen und tragen in England und Schottland Männer Röcke. Der Kilt oder Schottenrock zeigt in seinem ganz speziellen Stoffmuster den jeweiligen Clan an, dem der Träger angehört. Abwandlungen allgemeiner Art haben diese Stoffmuster weltweit etabliert und werden auch Schottenkaro genannt.
Der in der westlich orientierten Welt von Frauen getragene Rock ist in seiner Form, Art, Farbe und Länge äußerst variabel und extrem modeabhängig. Er wird von der modernen Frau stimmungsabhängig eingesetzt und unterstützt die feminine Ausstrahlung. Der klassische Faltenrock wird in kurzer Form als Leistungssportdress eingesetzt, z. B. Rock and Roll, Eiskunstlauf, Formationstanz und Square Dance.
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Röcke werden üblicherweise zuerst nach ihrer Länge eingeteilt. Man unterscheidet zwischen
Der Rocksaum sollte mindestens fünf cm kürzer sein als der Mantelsaum, wenn man das Hervorschauen des Rocks vermeiden will.
Bis in die 1960er-Jahren war der Rock beziehungsweise das Kleid die übliche Kleidung für Frauen, und Hosen wurden im Allgemeinen nur zweckbestimmt, z. B. beim Sport getragen. Mit dem Aufkommen des Minirocks stellten viele Frauen auf Hosen um, und als die Röcke wieder länger wurden, gehörten Hosen ebenso wie Röcke zur etablierten Frauenkleidung. Seit einigen Jahren werden in der kühleren Jahreszeit überwiegend Hosen anstelle von Röcken getragen, im Sommer sind jedoch Röcke jeder Länge weiterhin beliebt, da sie luftiger als Hosen sind.
Die Bezeichnung Rock (Herrenrock) für eine Herrenjacke ist nicht willkürlich. Der Unterschied liegt bereits im Zuschnitt. Während Jacke, Sakkos, Blousons usw. durchgehend geschnitten werden, bestehen Röcke aus zwei klar zu unterscheidenden Elementen, dem Oberteil (Leibrock) und den Schößen, die mittels einer Taillennaht verbunden sind. Schon in der Antike waren durchgehende Mäntel üblich, diese wurden aber nur teilweise konstruiert, mehrheitlich waren es eher Umhänge.
Die Wämser des ausgehenden Mittelalters entwickelten sich weiter zum Justaucorps des Barock und Rokoko, die von der Konstruktion her noch mehr drapiert als konstruiert waren und die notwendige Bewegungsweite aus reichlicher Faltenlegung nahmen. Mit der Entwicklung von Schnittsystemen und der damit verbundenen Möglichkeit, passgenau zu arbeiten, verschwanden die Falten in der Herrenbekleidung im 19. Jahrhundert. Es wurden neue Rockformen für Herren entwickelt, darunter der Frack, zunächst der geknöpfte Biedermeierfrack woraus sich der bis heute getragene Frack als Gesellschaftsanzug entwickelte, der alleine wegen seiner exakten Passform getragen werden konnte und ohne Über- und Untertritt und Verschluss auskam. Da der Frack höchste Ansprüche an die Kunst des Schneiders stellte, hing die beabsichtigte Wirkung alleine vom Schneider ab. Ungenau sitzende Fräcke wirken eher lächerlich als elegant, weshalb sie mit dem Verschwinden des Schneiderhandwerks mehr und mehr außer Gebrauch kommen.
Bekannt ist heute noch der Gehrock, ein Rock mit knielangen Schößen der nach dem Biedermeierfrack für „gehobene Stände“ aufkam und zunächst als flott und jugendlich galt, zuletzt aber, etwa bis zum Zweiten Weltkrieg, nur noch als Bratenrock oder Beerdigungsrock ein Kuriosum alter Männer war.
Auf Reitjagden werden neben normalen Reitjacketts auch Jagdröcke mit langen Schössen aus Wolle getragen, die bei herbstlichem Wetter guten Schutz auf den mehrstündigen Jagdritten bieten. Erfahrene männliche Jagdreiter können einen roten Rock tragen. Die hinteren Enden der Schösse können nach vorne geknöpft werden, damit die Innenseite nicht an der schweissnassen Pferdeflanke aufliegt. Dann wird das Innenfutter sichtbar. Manche Jagdhornbläser-Gruppen tragen auch Jagdröcke. Auch bei Turnieren werden Reitjacken getragen, die mit einer Talliennaht als Reitröcke geschnitten sind. In schweren Dressurprüfungen werden Reitfräcke getragen. Zum Reiten im Damensattel werden spezielle Reitröcke oder Schürzen getragen.
Zwischen den napoleonischen Kriegen und dem Ersten Weltkrieg folgte die Entwicklung der Uniformen, zumindest was die Konstruktion angeht, der Zivilkleidung. Für den Uniformrock mit relativ kurzen Schößen, der dem Gehrock folgte, verwandt man den Namen Waffenrock, der ursprünglich für die Wämser der Ritter üblich war. Mit der Änderung der Kriegsführung im Ersten Weltkrieg setzte sich bei Uniformen der durchgehende Sakkoschnitt durch, der bis heute, abgesehen von Traditionsuniformen, weltweit Anwendung findet. Umgangssprachlich werde Uniformjacken heute regional fälschlicherweise als Uniformrock bezeichnet.