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| Eigenschaften | |||||||
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| Allgemein | |||||||
| Name, Symbol, Ordnungszahl | Roentgenium, Rg, 111 | ||||||
| Serie | Übergangsmetalle | ||||||
| Gruppe, Periode, Block | 11, 7, d | ||||||
| CAS-Nummer | 54386-24-2 | ||||||
| Atomar | |||||||
| Atommasse | 280 u | ||||||
| Elektronenkonfiguration | [Rn] 5f14 6d10 7s1 (?) | ||||||
| Physikalisch | |||||||
| Isotope | |||||||
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| Weitere Isotope siehe Liste der Isotope | |||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
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| weitere Sicherheitshinweise | |||||||
| Radioaktivität | |||||||
| Radioaktives Element | |||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Roentgenium (deutsch auch Röntgenium) ist ein künstlich erzeugtes chemisches Element mit dem Elementsymbol Rg und der Ordnungszahl 111, das zu den Transactinoiden gehört. Bis jetzt konnte es sechsmal von Darmstädter Forschern sowie wenige Male von Forschern des Riken-Instituts in Japan produziert werden.
Inhaltsverzeichnis |
Roentgenium wurde erstmals am 8. Dezember 1994[2] bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt von einem internationalen Forscherteam um Sigurd Hofmann erzeugt. Mit Hilfe des Teilchenbeschleunigers UNILAC wurden Nickelatome auf hohe Geschwindigkeiten gebracht und dann mit Bismutatomen beschossen – durch Kernfusion entstand das neue Element Roentgenium, das mit Hilfe des Geschwindigkeitsfilters SHIP isoliert und nachgewiesen werden konnte:[3][4]
Zuerst erhielt es den provisorischen Namen „Unununium“ (Symbol „Uuu“), welcher die drei Einsen der Kernladungszahl bezeichnet. Am 18. Mai 2004 schlug die GSI vor, es nach dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen zu benennen. Die offizielle Benennung durch die IUPAC erfolgte am 1. November 2004, wurde aber – um an die Entdeckung der Röntgenstrahlen am 8. November 1895 zu erinnern – erst am 8. November 2004 der Öffentlichkeit bekannt gegeben.[5]
Über die Eigenschaften des 111. Elementes ist bisher nur wenig bekannt. Bisher wurden lediglich fünf Isotope nachgewiesen, alle fünf sind Alphastrahler. Das erste nachgewiesene Isotop 272Rg besitzt eine Halbwertszeit von etwa 2 Millisekunden. Das langlebigste ist 280Rg, welches mit einer Halbwertszeit von 3,6 Sekunden zerfällt. Die drei anderen bekannten Isotope haben Halbwertszeiten von 4 Millisekunden (278Rg), 34,3 Millisekunden (274Rg) bzw. 170 Millisekunden (279Rg).[6][7]
Ähnlich wie bei dem leichteren Homologen Gold werden in theoretischen Berechnungen starke relativistische Effekte vermutet. Das Rg+-Ion ist daher möglicherweise in wässriger Lösung das nach dem HSAB-Konzept weichste Ion. Eine experimentelle Überprüfung ist jedoch auf Grund der kurzen Halbwertszeiten schwierig.[8]
Die Elektronenaffinität wurde mit 1,56 eV berechnet, die Ionisierungsenergie mit 10,6 eV.[9]
Einstufungen nach der Gefahrstoffverordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.