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Roger Joseph Ebert (* 18. Juni 1942 in Urbana, Illinois) ist ein US-amerikanischer Filmkritiker und war 1975 der erste Pulitzer-Preis-Gewinner für Filmkritiken.[1] Ebert schreibt für die Chicago Sun-Times.
Inhaltsverzeichnis |
Roger Ebert wuchs als Sohn von Walter H. Ebert und Annabel Ebert in Urbana, Illinois auf. Seine Vorfahren auf väterlicher Seite waren Immigranten aus Deutschland, von mütterlicher Seite her stammen sie aus den Niederlanden und Irland. Als Student an der Urbana High School begann er sich für Journalismus zu interessieren und schrieb erste Sportartikel für die The News-Gazette in Champaign, Illinois. Mit Artikeln in Science-Fiction-Fanmagazinen, so in Richard A. Lupoffs Xero, begann er eine eigene Schriftstellerkarriere und wurde gegen Ende seines Studiums Mitherausgeber der Zeitung seiner Highschool, dem The Echo. In einer Simulation von Radiobeiträgern gewann Ebert 1958 den Preis der Illinois High School Association state speech championship. Außer an der University of Illinois studierte Ebert auch kurz an der University of Chicago und er verfasste seine Doktorarbeit als Filmkritiker.
Ebert schreibt seit Mitte der 1960er Jahre Filmkritiken. Von 1982 bis 1999 moderierte er zusammen mit seinem Kollegen Gene Siskel von der Chicago Tribune die Fernsehsendung Siskel & Ebert, in der beide Kritiker gemeinsam Filme bewerteten. Siskel verstarb 1999. Sein Nachfolger wurde im September 1999 Richard Roeper von der Chicago Sun-Times. Die Sendung hieß Ebert & Roeper und lief bis August 2008.
Roger Ebert war ein Freund von Russ Meyer und hat das Drehbuch für dessen Film „Blumen ohne Duft“ (Beyond the Valley of the Dolls, 1970) geschrieben, der von der Kritik ziemlich schlecht aufgenommen wurde. Für Meyer schrieb er auch die Drehbücher zu den Filmen „Drüber, drunter und drauf“ (Up!, 1976, unter dem Pseudonym Reinhold Timme) und „Im tiefen Tal der Superhexen“ (Beneath the Valley of the Ultra-Vixens, 1979, unter dem Pseudonym R. Hyde).
Jedes Jahr gibt Ebert ein Buch mit den Filmkritiken des Vorjahres heraus. Darüber hinaus hat Ebert ein Buch über Filmklischees sowie jeweils ein Buch mit den besten und den schlechtesten Filmen der Vergangenheit herausgegeben. Ebert veranstaltet auch das jährliche Roger Ebert’s Overlooked Film Festival in Champaign, Illinois. Er ist ein bekennender Kritiker der MPAA, die er in seinen Kolumnen oft wegen ihrer Entscheidungen, welche Filme für Kinder geeignet seien, kritisiert.
Seit dem 18. Juli 1992 ist Ebert mit der Anwältin Charlie „Chaz“ Hammel-Smith. verheiratet. Anfang 2002 erkrankte er an papillärem Schilddrüsenkrebs und verlor im Jahr 2006 im Laufe der Behandlung die Fähigkeit zu sprechen. Laut eigenen Angaben ist er aber zur Zeit wieder krebsfrei, ist aber auf einen Stimmgenerator für künstliche Sprache [2] und eine Kinnprothese [3] angewiesen.
Seit dem 23. Juni 2005 hat er einen eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bei der Adresse 6834 Hollywood Blvd. Sein Lieblingsfilm sei Orson Welles' „Citizen Kane“ und der Kontrast dazu sei Rob Reiners „North“, betont Ebert.
Außer sieben Nominierungen für den Emmy in der Kategorie Outstanding Informational Series erhielt Ebert
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ebert, Roger |
| ALTERNATIVNAMEN | Ebert, Roger Joseph (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Filmkritiker |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1942 |
| GEBURTSORT | Urbana (Illinois) |