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| Roland Berger Strategy Consultants GmbH | |
|---|---|
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| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1967 |
| Sitz | München |
| Leitung | Martin C. Wittig (CEO) |
| Mitarbeiter | ca. 2.500 (2011) |
| Branche | Unternehmensberatung |
| Website | www.rolandberger.com |
Die Roland Berger Strategy Consultants GmbH ist eine global tätige Unternehmens- und Strategieberatung.
Inhaltsverzeichnis |
Roland Berger Strategy Consultants wurde 1967 in München von Roland Berger gegründet. Die internationale Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im Eigentum von rund 220 Partnern, hat 2.500 Mitarbeiter und unterhält 47 Büros in 35 Ländern.[1] Damit ist Roland Berger Strategy Consultants die größte Strategieberatung europäischen Ursprungs und die fünftgrößte weltweit. In Deutschland besetzt sie im Hinblick auf Marktanteile den zweiten Platz nach McKinsey.[2]
Roland Berger Strategy Consultants berät Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen. Das Beratungsangebot umfasst Fragen der Unternehmensführung, der strategischen Ausrichtung über die Einführung neuer Geschäftsmodelle und -prozesse sowie Organisationsstrukturen bis zur Informations- und Technologiestrategie.
Roland Berger Strategy Consultants ist in globalen „Kompetenzzentren“ organisiert. Die Industrie-Kompetenzzentren decken die großen Branchen ab, funktionale Kompetenzzentren bearbeiten übergreifende methodische Fragestellungen.
Die Führung des Unternehmens erfolgt durch das Global Management (Vorstand) und durch den Aufsichtsrat.
Das Executive Committee und das Supervisory Board (Aufsichtsrat) von Roland Berger Strategy Consultants besteht jeweils aus fünf Mitgliedern und wurden am 9. Dezember 2011 neu gewählt. Der Vorstand der Unternehmensberatung setzt sich wie folgt zusammen:[3]
Der Aufsichtsrat von Roland Berger Strategy Consultants setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen:
1967 machte Roland Berger sich selbstständig als Unternehmensberater. 1969 wurde das erste ausländische Büro des Unternehmens in Mailand eröffnet. 1976 folgte die Gründung eines Büros in São Paulo, 1991 wurde ein Büro in Tokio gegründet und 1995 eröffnete Roland Berger Strategy Consultants das erste Büro in China. Seit 1998 ist das Unternehmen auch mit zwei Büros in den USA vertreten. 2003 wählten die Partner der Gesellschaft den Mathematiker und Betriebswirt Burkhard Schwenker als Nachfolger von Roland Berger. Berger selbst wurde 2003 zum Aufsichtsratschef des Unternehmens. Auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden wechselte im Juli 2010 Martin C. Wittig, Mit der Gründung eines Büros in Bahrain im Jahr 2006 ist Roland Berger Strategy Consultants auch in der Golfregion aktiv. 2008 wurde die Präsenz in den USA mit der Eröffnung eines Büros in Chicago erweitert. Außerdem wurden 2008 zwei neue Büros in Istanbul und Casablanca eröffnet. Im Juli 2011 eröffnete die Unternehmensberatung zudem ein Büro in Kuala Lumpur, Malaysia.[4] Im Juni 2010 gab Roland Berger bekannt, 2010 und damit vor Ende seiner Amtsperiode (2013) aus dem Unternehmen auszuscheiden.[5]
In Deutschland ist Roland Berger an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart vertreten.
Im November 2010 wurde bekannt, dass das US-amerikanische Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen Deloitte Roland Berger übernehmen wollte,[6] die Partner von Roland Berger lehnten das Angebot jedoch ab.[7] Die dadurch ursprünglich geplante internationale Expansion finanziert das Unternehmen nun mit Investitionen aus den eigenen Reihen.[8]Im Juli 2011 gab das Unternehmen bekannt, dass 18 neue Partner ernannt wurden.[9]
Das Beratungsunternehmen setzt auf Wachstum: „Wir glauben, dass Wachstum die stärkste Strategie für jedes Unternehmen ist. Überdurchschnittliches und profitables Wachstum führt zu überragenden Geschäftsergebnissen und verschafft Firmen einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern. Es ist unser Glaube an Wachstum, der die Entwicklung und Implementierung von Wachstumsstrategien zu einer unserer Schlüsselkompetenzen macht.“
Zur Erreichung dieses Ziels setzt das Beratungsunternehmen wiederum auf „Reduktion von Komplexität“, denn Komplexität sei ein entscheidendes Hemmnis für Wachstum. Dazu müsse man die Mitarbeiter auf einen „Doppelkurs“ führen, der aus „Restrukturierung und Vorwärtswachstum“ bestehe und „gleichermaßen aktivieren wie auch motivieren“ könne. Das ermögliche „Wachsen durch Vertrauen“ im „integrativen Konzept“ einer „Vertrauensorganisation“.[10]
Im ersten Halbjahr 2011 forderten europäische Kommissare und Politiker den Aufbau einer europäischen Ratingagentur, welche das Meinungsoligopol der US-amerikanischen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s sowie Fitch Ratings auflösen sollte. Unter anderem befürworten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Gründung einer europäischen Ratingagentur.[11][12]
Roland Berger Strategy Consultants hat in diesem Zusammenhang das Modell einer europäischen Ratingagentur erarbeitet und im Juli 2011 der EU-Kommission, den Bankaufsichten und den Regierungen der EU-Länder vorgelegt. Das größte Unterscheidungsmerkmal der europäischen Ratingagentur zu den US-amerikanischen Pendants ist dabei die Organisationsform. Demnach soll es sich bei der europäischen Variante um eine staatlich unabhängige Stiftung handeln.[13]
Roland Berger Strategy Consultants prognostiziert 300 Millionen Euro für den Aufbau der Agentur, die von einem 25 Mitglieder zählenden Konsortium von Investoren geleistet werden sollen. Der Start der Ratingagentur ist für Mitte 2012 mit der Entwicklung von Länderratings geplant. In den folgenden Jahren werden zusätzlich Banken- und Unternehmensratings entwickelt.[14]
Im Gegensatz zu Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch wird die europäische Agentur nicht mit einer Gewinnerzielungsabsicht ausgerichtet. Es ist vorgesehen, alle Daten, die für ein Rating relevant sind, im Internet bereitzustellen und damit die bislang z.T. undurchsichtigen Ratingprozesse transparent zu machen. Ein wirtschaftlicher Beirat soll die Arbeit der neuen Ratingagentur überwachen.[15]
Im Januar 2012 gab das Unternehmen Roland Berger bekannt, dass die europäische Ratingagentur möglicherweise ab Anfang 2013 die ersten eigenen Ratings erstellen wird.[16] Die Ratingagentur soll als nicht gewinnorientierte, private Stiftung mit Sitz in den Niederlanden bis Ende des ersten Quartals 2012 gegründet werden.[17]
Das Unternehmen engagiert sich sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene in zahlreichen Initiativen und Pro bono-Projekten. So findet jährlich der europaweite Wettbewerb Best of European Business zur Auszeichnung besonders wettbewerbsfähiger und innovativer europäischer Unternehmen statt. Im Rahmen der Counterparts Initiative fördert Roland Berger Strategy Consultants Bildungs- und Kulturprojekte im mittel- und osteuropäischen Raum. Auf globaler Ebene kooperiert die Unternehmensberatung unter anderen mit den Young Global Leaders des World Economic Forum.[18][19]
Im Februar und März 2011 führte Roland Berger Strategy Consultants zusammen mit Initiatoren und Partnern wie BILD, der Bertelsmann Stiftung, GMX, Infratest und der Revolvermänner GmbH[20] die bis dato größte Online-Umfrage zum Thema Bildung, Zukunft durch Bildung - Deutschland will's wissen durch.[21] Rund 500.000 Teilnehmer nahmen an der Umfrage teil, dessen Ergebnisse an Bildungsministerin Annette Schavan übergeben wurden[22].
Im Juli 2011 stellte das Unternehmen das Projekt 2012 vor. Ziel ist es, die unmittelbaren und die mittelbaren Folgen der weltweit insgesamt 24 politischen Wahlen, unter anderem in den USA, China, Russland und Frankreich, zu beobachten und zu analysieren.[23]
Roland Berger Strategy Consultants unterstützt die Initiative Potenzial Deutschland. In Zusammenarbeit mit Unternehmen wie DEKRA und Lanxess wurde eine Karriereplattform für angehende Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker geschaffen.[24]
48.176411.5926Koordinaten: 48° 10′ 35″ N, 11° 35′ 33,4″ O