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| Rom (Roma) | ||
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Latium | |
| Provinz: | Rom (RM) | |
| Koordinaten: | 41° 53âČ N, 12° 29âČ O41.883333333312.483333333337Koordinaten: 41° 53âČ 0âł N, 12° 29âČ 0âł O | |
| Höhe: | 37 m s.l.m. | |
| FlĂ€che: | 1285 kmÂČ | |
| Einwohner: | 2.761.477 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 2148 Einw./kmÂČ | |
| Postleitzahl: | 00100 (allgemein) und 00121â00199 | |
| Vorwahl: | +39â06 | |
| ISTAT-Nummer: | 058091 | |
| Demonym: | Romani | |
| Schutzpatron: | Petrus und Paulus | |
| Website: | www.comune.roma.it | |
Rom (lat. RĆma; ital. Roma; beides ËroËma) ist die Hauptstadt Italiens. Mit zirka 2,7 Mio. Einwohnern im Stadtgebiet sowie rund 3,3 Mio. Einwohnern als Agglomeration ist sie die gröĂte Stadt Italiens. Rom liegt in der Region Latium an den Ufern des Flusses Tiber.
Rom, nicht zuletzt wegen seiner Rolle in der Antike als Hauptstadt des Römischen Reichs auch als âEwige Stadtâ bezeichnet, ist die Ă€lteste Hauptstadt Europas (700 Jahre Ă€lter als Paris, 710 Jahre Ă€lter als London,[2] etwa 1300 Jahre Ă€lter als Madrid[3] und 1990 Jahre Ă€lter als Berlin[4]), war die erste Metropole in der Geschichte der Menschheit,[5] ist seit 1871 die Hauptstadt des im Risorgimento vereinigten Italiens und Sitz des Malteser-Ritterordens, der ein eigenstĂ€ndiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. DarĂŒber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium und der Provinz Rom. Innerhalb der Stadt bildet der unabhĂ€ngige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Bischofs von Rom und somit des Papstes, des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche.
Rom ist auĂerordentlich reich an bedeutenden BaudenkmĂ€lern und Museen und daher Ziel unzĂ€hliger Touristen. Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklĂ€rt.[6] AuĂerdem ist Rom der Sitz der UNO-Unterorganisationen FAO, IFAD und WFP.
Inhaltsverzeichnis |
Rom liegt im Zentrum des Landes am Tiber, unweit des Tyrrhenischen Meeres, durchschnittlich 37 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel. Im Osten Roms befinden sich die Abruzzen, im Nordosten die Sabiner Berge und im SĂŒden die Albaner Berge. Rom liegt in der Tiberebene, in welcher sich Tiber und Aniene kurz vor der Stadt vereinigen. Die weitere Umgebung ist die Campagna Romana oder kurz Campagna.
Die Provinz Rom grenzt im Norden an die Provinz Viterbo und die Provinz Rieti, im Osten an die Provinz LâAquila in der Region Abruzzen sowie im SĂŒden an die Provinz Frosinone und die Provinz Latina.
â Siehe Hauptartikel Stadtgliederung Roms
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Rom gliedert sich in vier Stadtbezirke, 19 Munizipien und 155 Stadtbereiche. Die 19 Munizipien unterteilen sich folgendermaĂen (1) Centro Storico (Altstadt), (2) Parioli, (3) Nomentano â San Lorenzo, (4) Monte Sacro, (5) Tiburtina, (6) Prenestino, (7) Centocelle, (8) delle Torri, (9) San Giovanni, (10) CinecittĂ , (11) Appia Antica, (12) EUR, (13) Ostia, (15) Arvalia Portuense, (16) Monte Verde, (17) Prati, (18) Aurelia, (19) Monte Mario und (20) Cassia Flaminia.
Die Altstadt (Municipio I) ist in 22 Rioni eingeteilt, die teilweise bis in die Antike zurĂŒckgehen. Sie haben heute keine verwaltungstechnische Bedeutung mehr.
Einen realistischen Ăberblick der historischen Stadt vermittelt auch das 16 m Ă 17 Meter groĂe Gips-Modell, der âPlastico di Roma Anticaâ, im Museo della CiviltĂ Romana[7] im MaĂstab 1:250.
Das Klima Roms ist typisch mediterran sommertrocken und winterfeucht. Die Trockenheit im Sommer ist auf die Verlagerung des subtropischen HochdruckgĂŒrtels zurĂŒckzufĂŒhren â in diesem Hochdruckgebiet sinkt die Luft ab und Wolken werden dabei aufgelöst. Der subtropische HochdruckgĂŒrtel wandert im Winter nach SĂŒden ab und von Norden her ziehen feuchte auĂertropische Westwinde auf.
| Rom | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (ErklÀrung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Klimatabelle Rom
Quelle: Wetter Rom
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â Siehe auch: Römisches Reich (Geschichte des römischen Reichs)
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Nach der GrĂŒndungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegrĂŒndet. Romulus brachte demnach spĂ€ter seinen Zwillingsbruder Remus um, als sich dieser ĂŒber die von Romulus errichtete Stadtmauer belustigte. Die Zwillinge waren der Sage nach die Kinder des Gottes Mars und der Vestalin Rhea Silvia. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesĂ€ugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden.
Der römische Astrologe Lucius Tarrutius, ein Freund des Gelehrten Marcus Terentius Varro, berechnete abweichend von dem bekannten GrĂŒndungsdatum den 4. Oktober 754 v. Chr. zwischen der 2. und 3. Tagesstunde als Zeitpunkt der GrĂŒndung, wobei er von einem Geburtshoroskop des Romulus ausging.
Die Etymologie des Wortes Roma ist ungeklĂ€rt, seit der Antike bestehen darĂŒber unterschiedliche Theorien. Eher unwahrscheinlich scheint die Herkunft aus dem altgriechischen ῏ÏΌη (RomÄ) mit der Bedeutung âKraft, StĂ€rkeâ. Ăberzeugender ist ein Zusammenhang mit der Wurzel *rum-, âweibliche Brustâ, mit einem eventuellen Hinweis auf die Wölfin, die der Sage nach Romulus und Remus aufgezogen hat. Möglicherweise ist der Name Roma auch von einem etruskischen Geschlecht, den Rumina, abgeleitet. Das traditionelle GrĂŒndungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekĂŒrzt a.u.c., deutsch âvon der GrĂŒndung der Stadt (Rom) anâ. Ausgrabungen auf dem Palatin brachten Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus zutage; wahrscheinlich wurden einige latinische und sabinische Dörfer dann um 800 v. Chr. (vielleicht durch Etrusker) zu einer Stadt vereinigt.
Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich also nach Auffassung der Historiker tatsĂ€chlich um das legendĂ€re GrĂŒndungsdatum herum ereignet haben. Die sprichwörtlichen sieben HĂŒgel Roms sind: Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius. Heute erstreckt sich das Stadtgebiet auch ĂŒber die bekannten HĂŒgel Gianicolo, Vaticano und Pincio.
Zu Beginn seiner Geschichte war Rom ein Königreich; als erster der â groĂteils legendĂ€ren â Nachfolger des Romulus wird von Titus Livius Numa Pompilius genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus â angeblich im Jahr 509 v. Chr. â wurde Rom eine Republik â wenngleich dies wohl tatsĂ€chlich erst um 475 v. Chr. geschah. Die Folgezeit war von StĂ€ndekĂ€mpfen zwischen den rechtlosen, wenn auch freien Plebejern und den adeligen Patriziern gekennzeichnet. Rom begann nun damit, die umliegenden Gebiete anzugliedern.
Obwohl sich Rom 390 v. Chr. einer Invasion der Kelten kaum erwehren konnte, expandierte die Stadt dennoch stĂ€ndig. Zum Schutz vor weiteren Ăbergriffen wurde die Servianische Mauer errichtet (siehe in der Abbildung Die sieben HĂŒgel Roms). 312 v. Chr. folgte der Bau des ersten AquĂ€dukts sowie der Bau der Via Appia. Zur Expansion Roms trugen insbesondere auch die schlieĂlich erfolgreichen Punischen Kriege (264â146 v. Chr.) gegen das nordafrikanische Karthago bei, das den westlichen Mittelmeerraum kontrollierte.
Nachdem die BrĂŒder Tiberius und Gaius Sempronius Gracchus, die als Volkstribunen versucht hatten, Landreformen durchzusetzen, ermordet worden waren, kam es zu einer Phase der InstabilitĂ€t, die in BĂŒrgerkriegen ihren Höhepunkt fand. Gaius Iulius Caesar setzte als Diktator eine Reihe von Reformen durch, wurde jedoch 44 v. Chr. ermordet. Zu diesem Zeitpunkt erreichte das Forum Romanum bereits eine Bebauungsdichte, die eine Ausweitung des Areals nötig machte. Aus diesem Grund hatte Caesar mit dem Bau des Forum Iulium begonnen.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. war Rom wohl bereits eine Millionenstadt und sowohl geographisches als auch politisches Zentrum des Römischen Reiches. Es verfĂŒgte ĂŒber ein funktionierendes Frisch- und Abwassersystem, ein ausgebautes StraĂennetz und funktionierende Bevölkerungsschutzeinheiten (Vigiles), die als Feuerwehr mit Polizeibefugnissen ihren Dienst versahen. Trotzdem wurde der Ausbau Roms, der besonders unter Caesars Erbe Augustus forciert worden war, durch einen groĂen Brand von Rom unter Nero im Jahr 64 vorĂŒbergehend zurĂŒckgeworfen.
Unter der Herrschaft der Flavischen Dynastie (69â96 n. Chr.) begannen umfangreiche BautĂ€tigkeiten. Zu diesen neuen Bauwerken gehören einige der berĂŒhmtesten Baudenkmale wie das Kolosseum und ein Teil der Kaiserforen. Das letzte dieser Foren wurde Anfang des 2. Jahrhunderts unter Trajan fertiggestellt. Diese Zeit wird vielfach als Höhepunkt des römischen Reiches angesehen. GroĂe Thermen wie die von Caracalla und Diokletian, welche sogar Bibliotheken einschlossen, waren fester Bestandteil des römischen Lebens geworden. Besessen vom Gigantismus errichteten die Kaiser immer gröĂere Bauwerke, wie die Maxentiusbasilika. Hierin begann sich bereits der Niedergang des Kaiserreiches abzuzeichnen. Ferner wurde im dritten Jahrhundert die Aurelianische Mauer errichtet, da die Stadt ĂŒber die Grenzen der Servianischen Mauer hinausgewachsen war.
Zu Beginn der SpĂ€tantike erreichte Rom wohl seine gröĂte Bevölkerungszahl; die hĂ€ufigsten Annahmen liegen etwa bei geschĂ€tzt 1,5 Millionen Einwohnern.[8] Die Stadt verlor aber bald an politischer Bedeutung, da die verschiedenen Kaiser andere Residenzen (darunter Ravenna, Konstantinopel, Mailand, Trier, Thessaloniki, Split) bevorzugten. Im 5. und 6. Jahrhundert kam es zu Katastrophen, die das Ende der antiken Herrlichkeit der Stadt bedeuteten: Auch die im 3. Jahrhundert errichtete Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass Rom wĂ€hrend der Völkerwanderung 410 von den Westgoten und 455 von den Vandalen geplĂŒndert wurde.
Nach dem formellen Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 wurden bekannte stĂ€dtische Einrichtungen wie die Diokletiansthermen und das Kolosseum zunĂ€chst weiter unterhalten; trotz sinkender Einwohnerzahlen bestand das antike Leben fort. Prokopios hielt fest, dass die Bauwerke der Stadt wĂ€hrend der Herrschaft der Ostgoten instand gehalten wurden. Um 530 lebten noch etwa 100.000 Menschen in Rom. Die zivilisatorische Katastrophe kam erst mit dem Gotenkrieg und der in diesem Rahmen betriebenen RĂŒckeroberungspolitik des oströmischen Kaisers Justinian. Die Kriegshandlungen fĂŒhrten zur endgĂŒltigen Zerstörung fast aller römischen Wasserleitungen (537), zur Auslöschung der das antike Erbe bewahrenden Senatorenschicht und zu einem mehrjĂ€hrigen Aussetzen des stĂ€dtischen Lebens durch oströmisch-gotische BelagerungskĂ€mpfe.
Das letzte spĂ€tantike Bauwerk in der Stadt ist die 608 errichtete Phokas-SĂ€ule. Die Stadt entging nur knapp einer vollstĂ€ndigen Zerstörung. Rom gehörte zwar formell seit 554 wieder zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeĂŒbt. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert folgten weitere Belagerungen, Angriffe und PlĂŒnderungen durch Langobarden, Sarazenen und Normannen, so dass sich das bewohnte Stadtgebiet zeitweise kaum ĂŒber die Tiberufer hinaus erstreckte.
â Siehe auch: Untergang des Römischen Reiches
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zĂ€hlte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als wichtigster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der GroĂe durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde. Zwischen 843 und 849 scheiterten drei Eroberungsversuche durch muslimische Araber, die StadthĂ€lfte auf dem rechten Tiberufer aber wurde 846 geplĂŒndert.
Das von der katholischen Kirche direkt in Rom vermutete Grab des nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostels Paulus sowie unzĂ€hlige andere Reliquien verhieĂen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern auĂergewöhnliche Gnaden und AblĂ€sse. Hierzu trug im Besonderen die Vermutung bei, dass Simon Petrus gemeinsam mit Paulus hingerichtet und in Rom begraben worden sein soll. Diese Annahme ist bis heute unter Historikern Ă€uĂerst umstritten. Die Pilger stellten ein Standbein der Kommune dar, die sich seit dem 12. Jahrhundert um die Eigenverwaltung bemĂŒhte. Ein erstes Aufleben der Kommune im Streit mit dem Papsttum unter Beteiligung des Kirchenreformers Arnold von Brescia wurde mit der Kaiserkrönung Friedrich Barbarossas 1155 gewaltsam unterbrochen. Das AufblĂŒhen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch den Sacco di Roma (âPlĂŒnderung Romsâ) unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom plĂŒnderten und verwĂŒsteten.
In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern ĂŒber dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
In der Renaissance und im Barock fand die Stadt ein neues GeprĂ€ge, das hauptsĂ€chlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen StraĂenzĂŒgen mit Sichtachsen auf Obelisken, PalĂ€sten und PlĂ€tzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in der Stadt Rom darstellt.
Schon in der Kaiserzeit tauchte der Begriff der âEwigen Stadtâ im Zusammenhang mit Rom auf. Der berĂŒhmte römische Geschichtsschreiber Vergil (70â19 v. Chr.) schrieb nach dem Vorbild Homers die Ăneis, die eine ErzĂ€hlung der Vorgeschichte und Bedeutung Roms darstellt. Dieses Buch wurde schon in jener Zeit zu einem Lehrbuch an römischen Schulen und gilt als das Nationalepos der Römer. Der Gott Jupiter prophezeit in diesem Werk die Ewigkeit Roms. Er spricht davon, dass es âdie Kunst des Römers sei, die Welt zu regieren, Völkern Friedensgesetze zu geben, Besiegte zu schonen und Stolze zu beugenâ.[9]
Auch am Ende der Kaiserzeit (Mitte bzw. Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr.) sprechen einige Autoren vom nie untergehenden Rom. Der Offizier und Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus (um 333-nach 391) begrĂŒndet in seiner Lebensanalogie die Ewigkeit Roms damit, dass virtus (Kraft, Tugend) und fortuna (GlĂŒck) bei der GrĂŒndung einen Bund ewigen Friedens geschlossen hĂ€tten, welcher garantiert, dass Rom, solange Menschen leben, bestehen wird. Auch der Jurist und hohe Beamte Aurelius Prudentius Clemens (348- nach 405) verglich die Idee des Ewigen Rom mit der Idee des christlichen Rom. Das Römische Reich habe, so Prudentius, die Menge der Völker geeint und mit seinem Frieden den Christen den Weg bereitet. Weiterhin sei Rom nicht seiner Kraft beraubt oder gealtert, sondern könne immer noch zu den Waffen greifen, wenn die Kriege riefen.
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom am 26. Januar 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die LateranvertrĂ€ge mit dem Heiligen Stuhl 1929 beendet und der unabhĂ€ngige Staat der Vatikanstadt begrĂŒndet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlieĂ 1946 der König das Land und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt.
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Die groĂen Bauten des 20. Jahrhunderts wurden fast alle in den AuĂenvierteln wie dem E.U.R. errichtet, so etwa der Palazzo del Lavoro. In der Innenstadt dagegen sind BaumaĂnahmen aus denkmalpflegerischen GrĂŒnden nur selten erlaubt. Derzeit finden groĂe Grabungen im Bereich der antiken Kaiserforen statt. Im modernen Stadtbild ist die Vergangenheit noch an vielen Stellen anzutreffen. So ist etwa das Theater des Pompeius am Campo de' Fiori aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., in dessen Vorhof zu CĂ€sars Zeit die Kurie untergebracht war und er wohl auch getötet wurde, noch zu groĂen Teilen erhalten. Allerdings ist im Verlauf der Jahrhunderte aus dem Halbrund fĂŒr die Zuschauer eine Wohnbebauung geworden. Heute befinden sich darin Keller und eine Tiefgarage, Restaurants und Bars, Privatwohnungen und Hotelpensionen. Alle Zimmer haben auf Grund der ursprĂŒnglichen halbrunden Theaterstruktur einen trapezförmigen Grundriss.
Die Erneuerung der Stadt stellt die Römer im Alltag oft vor groĂe Probleme. Schon der Bau einer riesigen Tiefgarage zum Jahr 2000 in einen TuffhĂŒgel am Petersplatz war umstritten, weil die Zerstörung archĂ€ologischer Reste befĂŒrchtet wurde. Aus demselben Grund wurde die dringend benötigte dritte Metro-Linie bis heute nicht gebaut.
GröĂere Probleme als die historische Innenstadt machen die oft unschönen VorstĂ€dte mit ihrer hohen KriminalitĂ€tsrate. Dort waren nach dem Zweiten Weltkrieg oft nachtrĂ€glich gegen eine GebĂŒhr genehmigte GebĂ€ude fast unkontrolliert in die römische Campagna gebaut worden. WĂ€hrend in der Innenstadt die Kirchen aufgrund ihrer Ăberzahl oft kaum noch zu erhalten sind, fehlten sie in der Umgebung hĂ€ufig völlig. Bis heute sind in der einstigen Stadt der âThermen fĂŒr alleâ öffentliche BĂ€der kaum vorhanden.
Die Einwohner, die es sich leisten können, besitzen eine Wohnung in einem der oft begrĂŒnten und sorgsam gepflegten Innenhöfe oder gar eine kleine Villa im Stadtbereich. Insgesamt hat sich seit der Wahl des grĂŒnen BĂŒrgermeisters Rutelli Anfang der 1990er Jahre und unter der Regierung von Silvio Berlusconi die Situation nur wenig gebessert.
Unter dem Pontifikat Papst Johannes Paul II. erlebte die Stadt zweimal einen nie zuvor da gewesenen Menschenandrang. Im Jahr 2000 kamen zum Gottesdienst am Weltjugendtag zwei Millionen Menschen vor die Tore der Stadt. An den BegrĂ€bnisfeierlichkeiten am 8. April 2005 auf dem Petersplatz nahmen 200 Staats- und Regierungschefs sowie drei bis vier Millionen Menschen aus aller Welt teil, von denen aber nur 300.000 Platz fanden, die ĂŒbrigen verfolgten die Zeremonien auf VideogroĂbildschirmen.
â Siehe auch: Zeittafel Rom
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Roms Geschichte begann etwa 800 v. Chr. mit einem BĂŒndnis verschiedener kleiner Dörfer mit wenigen hundert bis tausend Einwohnern. Von da an wuchs Rom in den nĂ€chsten Jahrhunderten kontinuierlich zu einer Megastadt, die ĂŒber eine Million Einwohner zĂ€hlte. Im Zuge der Verlegung bedeutender Hauptstadtfunktionen nach Konstantinopel im 4. Jahrhundert sowie des Zerfalls des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert nahm die Bevölkerung deutlich ab und sank rasch bis zum Jahr 530 auf etwa 100.000.
Im frĂŒhen Mittelalter war Rom mit 20.000 Einwohnern im Vergleich zu heute eine Kleinstadt. Erst mit dem Aufstieg des Kirchenstaates blĂŒhte Rom erneut auf und konnte als Wallfahrtszentrum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts seine Einwohnerzahl wieder auf 230.000 steigern. Im 20. Jahrhundert wuchs Rom erneut zur Millionenstadt heran, indem es in rund 100 Jahren seine Einwohnerzahl mehr als verzehnfachte.
Die folgende Ăbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1858 handelt es sich um SchĂ€tzungen, von 1871 bis 2001 um VolkszĂ€hlungsergebnisse und 2005 um eine Fortschreibung des Nationalinstituts fĂŒr Statistik (ISTAT).
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(*) Schisma 1309â1376, Pestepidemie 1348/50
(**) Sacco di Roma 1527
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In der Antike war die Römische Mythologie mit ihren Kulten die am weitesten verbreitete Religion in der Stadt. Dennoch waren in diesem Kulturzentrum auch andere Religionen vertreten, wie zum Beispiel der Mithraskult und weitere Mysterienkulte. Bereits sehr frĂŒh entstand eine christliche Gemeinde in der Stadt, welche trotz der Christenverfolgungen rasch anwuchs.
Mit der Herrschaftszeit Konstantins des GroĂen nahm das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und ĂŒberlebte auch dessen Untergang. Nachdem die Stadt mehrfach von heidnischen Völkern geplĂŒndert und zerstört wurde, setzte sich Rom als Zentrum des Kirchenstaates durch. Infolgedessen wurden in Rom unzĂ€hlige Kirchen errichtet, die die wichtigsten kirchlichen HeiligtĂŒmer beherbergen.
Nachdem Rom 1797 von Napoléon Bonaparte erobert worden war, wurde es nach dem Wiener Kongress 1815 wieder unter pÀpstliche Hoheit gestellt. Da das italienische Nationalbewusstsein unter der französischen Besatzung gewachsen war, kam es zum Krieg zwischen dem inzwischen vereinigten Italien und dem Papstsitz Rom.
Der Papst zog sich darauf hin in den Vatikan zurĂŒck, der 1929 in den LateranvertrĂ€gen als eigenstĂ€ndiger Staat anerkannt wurde. Seitdem ist Rom, besonders der Vatikan, wieder ein groĂes geistliches Zentrum des Christentums.
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Der Gemeinderat von Rom hat mit seinen 60 Mitgliedern seit der Kommunalwahl 2008 folgende Zusammensetzung:
Giovanni Alemanno wurde am 28. April 2008 zum BĂŒrgermeister von Rom gewĂ€hlt. In der Stichwahl erreichte er gegen den frĂŒheren BĂŒrgermeister Francesco Rutelli 53,7 % der Stimmen.[10] Der bisherige BĂŒrgermeister Walter Veltroni wurde 2001 gewĂ€hlt und am 28. Mai 2006 fĂŒr eine zweite Amtszeit mit 61 % der Stimmen im ersten Wahlgang im Amt bestĂ€tigt.[11] Der heutige BĂŒrgermeister Alemanno scheiterte mit nur 37,1 %. Veltroni trat am 13. Februar 2008 als BĂŒrgermeister, wegen seiner Kandidatur bei den Parlamentswahlen, zurĂŒck.[12]
Liste der BĂŒrgermeister von Rom seit 1944
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Rom unterhÀlt mit folgenden StÀdten Partnerschaften:
Rom wurde der Ăberlieferung zufolge im Jahre 753 v. Chr. auf einem der sieben HĂŒgel gegrĂŒndet. Jedoch lassen Funde darauf schlieĂen, dass schon 1000 v. Chr. in diesem Bereich menschliche Siedlungen existiert haben mĂŒssen. Besonders das Bild des HĂŒgels Palatin und des nördlich gelegenen Tales ist durch antike Bauwerke bestimmt.
Dies ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass der Palatin in der Kaiserzeit ResidenzhĂŒgel der Kaiser war, wĂ€hrend sich im Tal zwischen dem Palatin und dem Kapitol das Forum Romanum befand, das Zentrum des stĂ€dtischen Lebens im antiken Rom.
Als Innenstadt Roms gilt der Bereich innerhalb der Aurelianischen Mauer, die im 3. Jahrhundert um das Gebiet der sieben HĂŒgel Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius, Aventin und Palatin errichtet wurde. Das historische Zentrum breitet sich zum groĂen Teil am linken Ufer des Tibers aus.
Hier befinden sich die meisten und gröĂten BaudenkmĂ€ler aus der Antike. Die christlichen GebĂ€ude hingegen sind auf beiden Seiten des Tiber verstreut. Die Vatikanstadt mit dem weithin sichtbaren Petersdom befindet sich jedoch auf der rechten Seite des Tiber. Das historische Zentrum von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklĂ€rt.
Die Ă€uĂere Stadt und die Peripherie Roms befinden sich im Bereich auĂerhalb der aurelianischen Mauer. Die Konzentration antiker Bauwerke ist hier deutlich geringer, wenn man auch immer wieder solche antrifft. Man findet jedoch zahlreiche Kirchen, welche auch in diesem Bereich errichtet wurden, so zum Beispiel die Basilika St. Paul vor den Mauern.
Die 1995 errichtete âGroĂe Moscheeâ, 1150 Jahre nach einer gescheiterten Belagerung durch die Muslime, war bis 2005 die gröĂte Moschee Europas und ein Zentrum des Islam in Italien.
Rom spielt eine fĂŒhrende Rolle im italienischen Kulturleben. Im Opernhaus der Stadt, dem Teatro dell'Opera di Roma, das zu den gröĂten in Italien zĂ€hlt, werden OpernauffĂŒhrungen geboten, die im Sommer auch in den Caracalla-Thermen stattfinden. AuĂerdem gibt es in Rom etwa 20 Theater und sechs KonzertsĂ€le, die auĂerhalb der Sommermonate mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten.
Eines der Ă€ltesten Theater Roms ist das Teatro Argentina, das auf das Jahr 1732 zurĂŒckgeht. Im April 2002 wurde im nördlichen Teil der Stadt ein Konzertpark eröffnet; das rund 50.000 Quadratmeter groĂe Areal umfasst unter anderem drei Konzerthallen mit 700, 1.200 und 2.700 PlĂ€tzen, die nach PlĂ€nen des Genueser Architekten Renzo Piano erbaut wurden.
Das Ă€lteste Museum Roms sind die 1471 eingerichteten Kapitolinischen Museen, die neben den wesentlich gröĂeren Vatikanischen Museen zu den bedeutendsten Kunstkollektionen Roms gehören.
In der Villa Giulia, dem Landhaus Papst Julius II., welches Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde, ist eine herausragende Sammlung etruskischer und antiker Römischer Kunst untergebracht. Die Kunstsammlung der Familie Borghese wird in deren Palast aus dem frĂŒhen 17. Jahrhundert ausgestellt. Sie trĂ€gt den Namen Galleria Borghese und besteht vor allem aus GemĂ€lden und Plastiken.
In einem von Michelangelo entworfenen Kloster befindet sich das Museo Nazionale Romano delle Terme. Hier sind griechische und römische Plastiken ausgestellt. Ebenfalls bedeutend sind die GemÀldegalerien im Palazzo Doria-Pamphilj und im Palazzo Colonna, die Renaissance-Bronzensammlung im Palazzo Venezia und die GemÀldesammlung im Palazzo Barberini.
Rom beherbergt als eine der groĂen KulturstĂ€dte Europas zahlreiche Denkmale von der Zeit der Etrusker bis hin zur Gegenwart, wobei die Zeugnisse aus der Zeit der etruskischen Könige und der römischen FrĂŒhgeschichte eher spĂ€rlich sind. Umso umfangreicher sind die Hinterlassenschaften aus der Epoche des Römischen Reiches.
Sie reichen vom fast vollstĂ€ndig erhaltenen Pantheon (gegrĂŒndet im Jahre 27 v. Chr., wiederaufgebaut zwischen 118 und 128 n. Chr.), dem einzigen erhaltenen Kuppelbau der Antike, bis zum eindrucksvollen Kolosseum (fertiggestellt 80 n. Chr.), dem gröĂten Amphitheater der Antike, das AustragungsstĂ€tte von GladiatorenkĂ€mpfen und anderen Schauspielen war. Seit dem Jahre 1999 dient das Kolosseum auch als Monument gegen die Todesstrafe: Immer wenn ein Staat dieser Welt die Todesstrafe abschafft, wird das Kolosseum 48 Stunden lang hell erleuchtet â was aber nur selten geschieht.
In der Stadt findet man neben den antiken Stadtmauern Triumphbögen, einzigartige Kirchen und PalĂ€ste sowie groĂe öffentliche PlĂ€tze; besonders bedeutend sind das Forum Romanum und die Kaiserforen, ebenso die Caracalla-Thermen (erbaut um 217 n. Chr.), die heute als Szenerie fĂŒr die OpernauffĂŒhrungen im Sommer genutzt werden, die Katakomben â weit verzweigte unterirdische Anlagen, in denen Christen ihre Gottesdienste feierten und bestattet wurden â und die Engelsburg, die als Mausoleum fĂŒr den römischen Kaiser Hadrian erbaut und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde.
Im 4. Jahrhundert wurde die Kirche San Paolo fuori le mura gebaut und nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1823 wiedererrichtet. Die Basilica San Giovanni in Laterano wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im Wesentlichen wiederaufgebaut. Die aus dem 5. Jahrhundert stammende Kirche San Pietro in Vincoli ist im 15. Jahrhundert restauriert worden und beherbergt die berĂŒhmte Moses-Statue von Michelangelo Buonarroti.
Weitere bedeutende Bauwerke sind die Piazza Navona mit drei Brunnen (darunter die Fontana dei Quattro Fiumi, ein Hauptwerk des italienischen Bildhauers Gian Lorenzo Bernini), die Piazza del Campidoglio (Kapitolsplatz mit einer Bronzestatue des Kaisers Marcus Aurelius, die im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt wurde), die Fontana di Trevi (ein Barock-Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, in den Touristen traditionell MĂŒnzen hineinwerfen und sich etwas wĂŒnschen) und die Piazza di Spagna mit der berĂŒhmten, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Spanischen Treppe, die zu der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche Santa TrinitĂ dei Monti hinauffĂŒhrt.
Weitere SehenswĂŒrdigkeiten des christlichen Rom sind ĂŒber die gesamte Stadt verstreut. Das christliche Zentrum bildet hierbei der nicht zugĂ€ngliche Staat der Vatikanstadt mit dem Petersdom. Weitere groĂe Kirchen wie die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern befinden sich innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Kirchen sind besonders prunkvoll ausgestattet und enthalten Kunstwerke von unschĂ€tzbarem Wert.
SehenswĂŒrdigkeiten des modernen Rom befinden sich eher in den Ă€uĂeren Bezirken der Stadt, wie zum Beispiel Bauwerke fĂŒr die Olympischen Sommerspiele 1960, entworfen von Pier Luigi Nervi, einem der fĂŒhrenden italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, aber auch EhrenmĂ€ler und HochhĂ€user. Ăber die ganze Stadt verteilt sind zahlreiche weitere BaudenkmĂ€ler, PlĂ€tze, Brunnen und Obelisken, welche von groĂen KĂŒnstlern geschaffen und prunkvoll verziert wurden. Im Westen der Stadt entstand 1972â1982 mit dem Wohnkomplex Corviale das lĂ€ngste Wohnhaus Europas.
â Siehe auch: PlĂ€tze in Rom
Unter den zahlreichen fĂŒrstlichen Villen, die das pĂ€pstliche Rom umringten, existieren noch mit ihren riesigen Parkanlagen Villa Borghese, Villa Ada und Villa Doria Pamphili. Weitere Parks sind:
In der Stadt gibt es mit dem 1927 gegrĂŒndeten AS Rom und dem im Jahre 1900 gegrĂŒndeten Lazio Rom zwei national und international bedeutende FuĂballvereine. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im 85.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion aus.
Der AS Rom wurde dreimal Italienischer Meister, neunmal Italienischer Pokalsieger und gewann einmal (1961) den UEFA-Pokal. Lazio Rom wurde zweimal Meister, viermal Pokalsieger und gewann einmal (1999) den Europapokal der Pokalsieger.
Rom war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1960 und der ersten Paralympics ĂŒberhaupt. Das Olympiastadion liegt im Norden der Stadt.
An einem Sonntag im MĂ€rz wird jedes Jahr der Rom-Marathon ausgetragen. Einige Wochen zuvor findet der Halbmarathon Roma â Ostia statt.
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Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter KĂŒche der berĂŒhmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen KĂŒche mit ihrer VielfĂ€ltigkeit; von der jĂŒdischen KĂŒche zur Zubereitung von Schalentieren ĂŒber SpezialitĂ€ten aus Latium bis hin zu ausgezeichneten Fischgerichten.
Typische Gerichte der römischen KĂŒche sind die âcoda alla vaccinaraâ, SchwĂ€nze junger Rinder in Wein mit Tomaten und Pfefferschoten gekocht, die âpajataâ, gefĂŒllter Kalbsdarm mit TomatensoĂe, das abbacchio alla scottadito (Milchlammkoteletts), oder die trippa alla romana (Kutteln in Tomaten-MinzsoĂe), die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre SpezialitĂ€ten sind. Schmackhaft sind auch die SupplĂŹ, frittierte ReisklöĂchen gefĂŒllt mit Mozzarella, gefĂŒllte ZucchiniblĂŒten und Bruschette geröstete Brotscheiben mit Ăl und Knoblauch oder auch in vielen anderen Varianten, beispielsweise mit Tomaten. Eine weitere römische SpezialitĂ€t sind verschiedene Zubereitungsarten von jungen Artischocken, beispielsweise alla Romana mit Knoblauch und Minze im Ofen gedĂŒnstet oder frittiert alla Giudea, und aus der jĂŒdisch-römischen KĂŒche kommt das beliebte BaccalĂ , frittierte Kabeljaufilets, die oft als Imbiss zwischendurch gegessen werden.
Auch zwei der berĂŒhmtesten Nudelgerichte kommen aus Rom, die âBucatini all'amatricianaâ, dickere Spaghetti mit Loch, zubereitet mit Bauchspeck in TomatensoĂe, und die âSpaghetti alla carbonaraâ. Sie wurden einer Legende nach in der Besatzungszeit fĂŒr amerikanische Soldaten als Ersatz fĂŒr deren typisches FrĂŒhstĂŒck mit Speck und Ei erfunden, sind aber wohl schon viel lĂ€nger bekannt, da sie in einem historischen Kochbuch aus dem 19. Jahrhundert beschrieben werden.
Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen SpezialitĂ€ten befinden sich ĂŒberwiegend in Testaccio rund um den frĂŒheren Schlachthof.
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Rom ist seit dem Zweiten Weltkrieg der dynamischste Wirtschaftsstandort in Italien. Seine Wirtschaft basiert auf Dienstleistungsbranchen, profitiert speziell von ansĂ€ssigen Staatsbetrieben sowie dem Fremdenverkehr. Daneben dominieren besonders der GroĂ- und Einzelhandel.
Als Industriestandort produziert Rom vor allem die traditionellen Industrieerzeugnisse Textilien und Souvenirs fĂŒr Touristen, sowie die neueren Erzeugnisse wie Nahrungsmittel, pharmazeutische Produkte, Maschinen, Papier- und Metallwaren. Daneben ist Rom wegen des Klimas und der Monumente auch fĂŒr die Filmindustrie ein wichtiger Standort (CinecittĂ ).
Rom ist mit drei FlughĂ€fen ausgestattet. Der interkontinentale Leonardo Da Vinci International Airport ist Italiens Hauptflughafen und allgemein als "Fiumicino Airport" bekannt, da er sich in der NĂ€he der Gemeinde Fiumicino sĂŒdwestlich von Rom befindet. Der Ă€ltere Flughafen Rom-Ciampino ist ein gemischter Verkehrs- und MilitĂ€rflughafen. Er wird hĂ€ufig als "Ciampino Airport" bezeichnet, da er sich in Ciampino sĂŒdöstlich der Stadt befindet. Der kleine Flughafen Rom-Urbe ist vorwiegend fĂŒr die Allgemeine Luftfahrt vorgesehen und befindet sich ungefĂ€hr 6 km nördlich des Stadtzentrums. Der an der KĂŒste gelegene internationale Flughafen Leonardo da Vinci ist neben dem MailĂ€nder Flughafen Malpensa das wichtigste Luftfahrtdrehkreuz des italienischen Luftverkehrs.
Als einer der zentralen Knotenpunkte des italienischen Eisenbahnsystems verfĂŒgt Rom ĂŒber die Bahnhöfe Roma Tiburtina, Roma Ostiense, Roma Tuscolana, Roma Trastevere, Roma San Pietro, sowie den Hauptbahnhof Roma Termini. Termini ist einer der gröĂten Bahnhöfe Europas und mit ungefĂ€hr 400.000 Reisenden tĂ€glich einer der am hĂ€ufigst benutzten Italiens. Mit der Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Neapel und dem Ausbau des Bahnhofes Tiburtina werden ZĂŒge, die Rom nur als Durchgangsstation durchfahren, nicht mehr den Hauptbahnhof Termini anfahren.[13] Der im Norden der Stadt gelegene Rangierbahnhof Roma Smistamento (italienisch: Rangierbahnhof) wird nach seiner Stilllegung in dieser Funktion noch weiterhin als GĂŒterbahnhof genutzt.
Ferner befindet sich in Rom die vom Bahnhof Roma San Pietro abzweigende kurze, nur dem GĂŒterverkehr dienende Strecke der Vatikanischen Staatsbahn.
Rom befindet sich im Zentrum eines sternförmigen StraĂennetzes, das ausgehend vom kapitolinischen HĂŒgel dem antiken StraĂenverlauf folgt und damals Rom mit seinem Reich verband. Heute wird Rom von einem Autobahnring umschlossen (dem Grande Raccordo Anulare oder GRA), der sich circa 10 km vom Stadtzentrum entfernt befindet.
Die Stadt hat mit schweren Verkehrsproblemen zu kĂ€mpfen, da das sternförmige StraĂensystem den Einwohnern nur die Fahrt durch das historische Zentrum oder auf der vollgestopften Ringautobahn zur Wahl lĂ€sst. Auch das Metrosystem, das im Vergleich zu anderen StĂ€dten gleicher GröĂe recht klein ausfĂ€llt, verschafft keine Abhilfe. DarĂŒber hinaus kommen in Rom auf 10.000 Einwohner nur 21 Taxis, weit weniger als in anderen europĂ€ischen GroĂstĂ€dten.[14]
In einigen als verkehrsberuhigte Zone (ZTL) (Zona a Traffico Limitato) ausgezeichneten Bereichen der Innenstadt ist zu Tagesstunden nur eingeschrĂ€nkter Fahrzeugverkehr möglich. Das heiĂt, Privatautos dĂŒrfen sie tagsĂŒber zwischen 6 und 18 Uhr nur mit einer speziellen Ausnahmegenehmigung befahren. Die Zonen wurden wegen der chronischen Ăberlastung des StraĂenverkehrs wĂ€hrend der 1970er und 1980er Jahre eingerichtet. In den beiden Stadtteilen Trastevere und San Lorenzo ist hingegen der Nachtverkehr so stark, dass dort entsprechende ZTLs wĂ€hrend der Nachtzeit eingerichtet wurden. In Testaccio ist ebenfalls eine Nachtzeit-ZTL geplant. Allerdings hat eine groĂzĂŒgige Praxis der Ausnahmegenehmigungen den Effekt verwĂ€ssert. AuslĂ€ndische Reisebusse werden in Rom mit EinfuhrgebĂŒhren bis 210 Euro (Stand 2009) zur Kasse gebeten und dĂŒrfen dann nur zeitlich befristet oder ĂŒberhaupt nicht parken.
Rom verfĂŒgt ĂŒber ein gut ausgebautes, aber hĂ€ufig ĂŒberlastetes ĂPNV-System, bestehend aus Bussen, Tram und U-Bahn (die Metropolitana). Die ganze Stadt ist durch ein System aus Express- und Stadtbussen recht gut erschlossen. Das Bus- und StraĂenbahnnetz wird von der Trambus S.p.A. betrieben, die zur Azienda Tramvie e Autobus del Comune (ATAC) gehört. Das Busnetz verfĂŒgt ĂŒber 350 Buslinien mit mehr als 8000 Stationen. Die StraĂenbahn von Rom nahm am 2. August 1877 den Betrieb auf. Sie verkehrt in sechs Linien auf einem 51,31 Kilometer langen Streckennetz und fĂ€hrt 192 Haltestellen an.[15]
Nachdem zwischen dem 8. Januar 1937 und dem 2. Juli 1972 schon einmal Oberleitungsbusse in Rom fuhren, wurde das System auf einer Linie von 11,3 km nach einer Unterbrechung von 33 Jahren am 23. MĂ€rz 2005 wieder eingefĂŒhrt.[16]
Das U-Bahn-System mit den Linien A und B ist nur mĂ€Ăig ausgebaut, da eine BeschĂ€digung vieler historischer GebĂ€ude und Anlagen durch den Bau der Tunnel befĂŒrchtet werden musste. Obwohl diese Linien insbesondere in den StoĂzeiten hĂ€ufig ĂŒberlastet sein können, ist das U-Bahn-Netz aufgrund seiner relativen KĂŒrze in der Regel zuverlĂ€ssig. Die erste Strecke wurde in den 1930ern eröffnet und verband Termini mit dem Stadtviertel E42, wo 1942 die geplante Weltausstellung stattfinden sollte. Die Strecke wurde 1955 in Betrieb genommen und gehört jetzt zur Linie B. Die Linie A wurde 1980 eröffnet und verband die Bahnhöfe Ottaviano und Anagnina. Von 1999 bis 2000 erfolgte der Ausbau nach Battistini. In den 1990ern wurde die Linie B von Termini nach Rebibbia erweitert. 2005 betrug die GesamtlĂ€nge 38 km.
Die beiden U-Bahnlinien kreuzen sich in Termini. 2012 soll die Line B um eine 3,9 km lange Strecke mit vier Stationen erweitert werden (B1), die vom Bahnhof Piazza Bologna starten und voraussichtlich 500 Millionen ⏠kosten wird. Eine dritte Line C ist zur Zeit im Bau und wird die Regionalbahnstrecke Termini-Pantano ersetzen. Sie wird voraussichtlich 3 Milliarden ⏠kosten, 25,5 km lang sein und 30 Bahnhöfe anfahren. Auf der Strecke sollen vollautomatische fahrerlose ZĂŒge fahren.[17] Der erste Abschnitt sollte 2011 und die letzten Abschnitte 2015 eröffnen, jedoch haben sich die U-Bahnarbeiten aufgrund von archĂ€ologischen Funden immer wieder verzögert. DarĂŒber hinaus ist noch eine vierte Strecke Line D mit 22 Stationen geplant, deren erster Abschnitt 2015 eröffnet und die nicht vor 2035 fertig sein wird.
In Rom werden mehrere Tages- und Wochenzeitungen herausgegeben:
Weiter ist die Filmstadt CinecittĂ sehr bekannt fĂŒr erfolgreiche Produktionen.
Die Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italiana hat ebenfalls ihren Hauptsitz in Rom.
Rom hat drei staatliche UniversitĂ€ten: Die UniversitĂĄ degli Studi di Roma La Sapienza ist eine der Ă€ltesten UniversitĂ€ten Europas (GrĂŒndung: 1303) und mit 147.000 Studenten die gröĂte UniversitĂ€t Europas. Die beiden anderen UniversitĂ€ten sind die Tor Vergata und Roma Tre. Daneben bestehen mehrere katholische UniversitĂ€ten als Einrichtungen des Heiligen Stuhls bzw. einzelner geistlicher Orden.
AuĂerdem ist Rom der Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Accademia dei Lincei), der PĂ€pstlichen Akademien, der Accademia di San Luca, der Nationalen Akademie fĂŒr Tanz, der Nationalen Akademie fĂŒr dramatische Kunst, des Musikkonservatoriums und des Zentralinstituts fĂŒr die Restaurierung von Kunstwerken.
Die Hauptverwaltungen zahlreicher internationaler Unternehmen und Organisationen haben ihren Sitz in Rom. Hierzu zĂ€hlen unter anderem die ErnĂ€hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Internationale Fonds fĂŒr landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), der WelternĂ€hrungsrat (WFC) und das WelternĂ€hrungsprogramm (WFP).
â Hauptartikel: Liste der Söhne und Töchter Roms
â Siehe auch: Liste der altrömischen Könige
â Siehe auch: Liste der römischen Kaiser der Antike
â Siehe auch: Liste der PĂ€pste
Aufgrund der historischen Bausubstanz bietet sich Rom als Hintergrund fĂŒr Film- und Fernsehprojekte an. Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von teilweise in Rom gedrehten Filmen:[18]
Portal:Rom und Römisches Reich â Ăbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rom und Römisches Reich
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Val dâOrcia
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Vicenza (und die Villen Palladios in der Region Venetien)
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ArchÀologische StÀtten von Agrigent |
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Palast von Caserta in Caserta |
Castel del Monte |
Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) |
Santa Maria delle Grazie in Mailand |
Sassi di Matera |
Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena |
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Schiefer Turm, Dom, Baptisterium und Camposanto in Pisa |
FrĂŒhchristliche BaudenkmĂ€ler und Mosaike von Ravenna |
Sacri Monti |
Villa Adriana und Villa dâEste in Tivoli |
Residenzen des Hauses Savoyen in Turin und Piemont |
Villen Palladios im Veneto
â Vorhergehender Ort: La Storta 14,8 km | Rom | NĂ€chster Ort: [Ende des Weges] â
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