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Romberg ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dass seinen ursprünglichen Sitz auf der Namen gebenden Burg Rodenberg (oder Rodenburg) bei Menden hatte.
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Das Geschlecht erschien erstmals im Jahr 1249 urkundlich unter diesem Namen mit Gozvinus miles (Ritter) de Rodhenburg [1], der 1243 auch als Gozwinus de Menedin und 1246 als Gozvinus villicus de Menedhen [2] nachweisbar ist und zu den seit 1170 urkundlich festgestellten ritterbürtigen Schultheißen von Menden gehörte [3], vermutlich einem Seitenzweig der Edelherren von Volmarstein.
Schon 1483 fiel Schloss BrĂĽnninghausen in Dortmund an die Rombergs, die dieses bis 1927 hielten. Ende der 19. Jahrhunderts wurde der Sitz der Familie von Schloss BrĂĽnninghausen in Dortmund nach Schloss Buldern in DĂĽlmen im sĂĽdlichen MĂĽnsterland verlegt.
Neben dem eigentlichen Schloss in Brünninghausen gehörten zählreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz der Familie. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Nordhängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen. Die genannten Gebiete gehörten damals allerdings nicht zu Dortmund, sondern zu Hörde. Die Rombergs waren die Holzrichter in der Eichlinghofer Mark, Hacheneyer Mark und der Bittermark. Eine wichtige wirtschaftliche Einnahmequelle der Rombergs waren die Mühlen an der Emscher.
Schon früh wurden die oberflächennahen Kohleflöze des Ardeys abgebaut. Die Rombergs entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der größten Bergwerksbesitzer im Ruhrgebiet. Sie betrieben zunächst Stollenbergbau und gingen dann mit fortschreitender Industrialisierung zu Tiefbau über. Die mit dem Bergbau verbundene Umweltverschmutzung und die auftretenden Bergschäden ließ die Familie später von Förderern des Bergbau zu Kritikern werden. Hier liegt auch der Grund für den Umzug der Familie nach Schloss Buldern.
Auch geschickte Heiratspolitik zeichnete die Familie aus. Durch die Verbindung von Caspar von Romberg mit Anna Theodora von Viermund gelangte deren gemeinsamer Sohn Conrad Philipp in den Besitz des Schlosses Bladenhorst im Amt Castrop. Ebenso erwarb Conrad Philipp die Adelssitze Haus Colvenburg bei Billerbeck, Haus Dönhoff bei Wetter und Haus Wiesche in Bochum.
Die Rombergs waren Patronatsherren der Kirche in Wellinghofen.
Mitglieder der Familie taten auch in der Verwaltung und Politik ihren Dienst. Gisbert von Romberg I. war während der französischen Herrschaft Präfekt des Ruhrdepartements.
Das Stammwappen zeigt in Silber drei im Schächerkreuz stehende, durch einen goldenen Ring verbundene rote Büffelohren. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein mit dem Schildbild belegtes Schildchen zwischen einem roten und einem silbernen Büffelhorn, die außen mit je vier Kugeln verwechselter Farbe besteckt sind.
In Dortmund-Brünninghausen befindet sich heute noch südlich des Torhauses der botanische Garten Rombergpark, sowie in Dortmund-Hacheney das städtische Gisbert-von-Romberg-Kolleg mit den Fachbereichen Soziales, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Nahrung und Gastgewerbe.
Zu den genannten Adelssitzen und Häusern gehörten jeweils umliegende Ländereien und angeschlossene Wirtschaftsbetriebe.