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Die Royal Academy of Arts in London ist eine der wichtigsten Kunstinstitutionen in Großbritannien. Sie widmet sich der Lehre und Förderung von Malerei, Bildhauerei und Architektur.
Inhaltsverzeichnis |
Die Royal Academy of Arts wurde 1768 von 40 Künstlern unter Leitung von Joshua Reynolds gegründet. Auslöser war ein Streit innerhalb der damals führenden Künstlervereinigung Society of Artists. Der Architekt William Chambers verließ diese Vereinigung, nachdem er vergeblich für die Präsidentschaft kandidiert hatte. Nachdem er seine guten Verbindungen zum englischen Königshaus genutzt hatte, bewilligte Georg III. schließlich die Gründung einer neuen Künstlervereinigung. Sie nahm ihre Arbeit offiziell im Folgejahr 1769 auf. Die Akademie nimmt maximal 80 Mitglieder auf.
Während der ersten drei Jahre war die Royal Academy in Pall Mall in der City of Westminster untergebracht. Kurz darauf zog sie in das neu fertiggestellte Somerset House um. 1837 wurde sie in die National Gallery am Trafalgar Square verlegt. Seit 1868 befindet sich die Royal Academy im Burlington House.
Obwohl die Akademie offiziell unter der Schirmherrschaft des Königs stand, erhielt sie keine Fördermittel aus der Staatskasse. Die Haupteinnahmequelle waren und sind die Ausstellungen der Akademie, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießen. Neben Ausstellungen mit Leihgaben ist die jährliche Sommerausstellung eines der zentralen Ereignisse der Londoner Kunstwelt. Neben Mitgliedern können andere Künstler ihre Werke einreichen und bei positivem Bescheid auf der Sommerausstellung zeigen.
Die Anzahl der Mitglieder, Members oder RAs (letzteres als Abkürzung für „Royal Academicians“) genannt, ist auf 80 beschränkt. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass der künstlerische Beruf zumindest teilweise in Großbritannien ausgeübt wird. Die Mitglieder werden in folgende drei Gruppen unterschieden:
Neue Mitglieder werden durch den Kreis der RAs gewählt. Dieser Wahl zum Vollmitglied geht in der Regel eine mehrjährige Anwartschaft als ARA (Abkürzung für „Associated Royal Academician“) voraus. Hierbei ist vorgeschrieben, dass zu jeder Zeit mindestens 14 Bildhauer, 12 Architekten und 8 Drucksetzer unter den maximal 80 RAs sein müssen.
Durch die Mitgliedschaft wird allen RAs das Recht verliehen, bis zu sechs eigene Werke in der – seit 1769 ununterbrochen stattfindenden – jährlichen Sommerausstellung (Summer Exhibition) auszustellen. Darüber hinaus können sie kleine Ausstellungen im Friends' Room abhalten; gelegentlich bekommen sie Gelegenheit zu großen Ausstellungen ihrer Werke in den Sackler Galleries. Im Rahmen des RA Education Programme sind viele RAs als Dozenten in der Bildung engagiert.
Hier eine (unvollständige) Liste von ehemaligen und heutigen RAs:
Wie bei anderen britischen Königlichen Gesellschaften erhält der Präsident der Royal Academy of Arts die Ritterwürde. Hier eine Übersicht über die Präsidenten und ihre Amtszeiten seit Gründung der Gesellschaft:
| Präsident | Amtszeit |
|---|---|
| Sir Joshua Reynolds | 1768–1792 |
| Benjamin West | 1792–1805 |
| James Wyatt | 1805–1806 |
| Benjamin West | 1806–1820 |
| Sir Thomas Lawrence | 1820–1830 |
| Sir Martin Archer Shee | 1830–1850 |
| Sir Charles Lock Eastlake | 1850–1865 |
| Sir Francis Grant | 1866–1878 |
| Lord Frederic Leighton | 1878–1896 |
| Sir John Everett Millais | Feb–Aug 1896 |
| Sir Edward Poynter | 1896–1918 |
| Sir Aston Webb | 1919–1924 |
| Sir Frank Dicksee | 1924–1928 |
| Sir William Llewellyn | 1928–1938 |
| Sir Edwin Lutyens | 1938–1944 |
| Sir Alfred Munnings | 1944–1949 |
| Sir Gerald Kelly | 1949–1954 |
| Sir Albert Richardson | 1954–1956 |
| Sir Charles Wheeler | 1956–1966 |
| Sir Thomas Monnington | 1966–1976 |
| Sir Hugh Casson | 1976–1984 |
| Sir Roger de Grey | 1984–1993 |
| Sir Philip Dowson | 1993–1999 |
| Phillip King | 1999–2004 |
| Sir Nicholas Grimshaw | 2004–heute |
51.5091666667-0.139444444444Koordinaten: 51° 30′ 33″ N, 0° 8′ 22″ W