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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemein | ||||||||||||||||||||||
| Name, Symbol, Ordnungszahl | Rubidium, Rb, 37 | |||||||||||||||||||||
| Serie | Alkalimetalle | |||||||||||||||||||||
| Gruppe, Periode, Block | 1, 5, s | |||||||||||||||||||||
| Aussehen | silbrig weiß | |||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7440-17-7 | |||||||||||||||||||||
| Massenanteil an der Erdhülle | 29 ppm[1] | |||||||||||||||||||||
| Atomar [2] | ||||||||||||||||||||||
| Atommasse | 85,4678 u | |||||||||||||||||||||
| Atomradius (berechnet) | 235 (265) pm | |||||||||||||||||||||
| Kovalenter Radius | 220 pm | |||||||||||||||||||||
| Van-der-Waals-Radius | 303[3] pm | |||||||||||||||||||||
| Elektronenkonfiguration | [Kr] 5s1 | |||||||||||||||||||||
| Austrittsarbeit | 2,16 eV [4] | |||||||||||||||||||||
| 1. Ionisierungsenergie | 403,0 kJ/mol | |||||||||||||||||||||
| Physikalisch [2] | ||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand | fest | |||||||||||||||||||||
| Kristallstruktur | kubisch raumzentriert | |||||||||||||||||||||
| Dichte | 1,532 g/cm3 (20 °C)[5] | |||||||||||||||||||||
| Mohshärte | 0,3 | |||||||||||||||||||||
| Magnetismus | paramagnetisch (<math>\chi_{m}</math> = 3,8 · 10−6)[6] | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | 312,46 K (39,31 °C) | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt | 961 K (688 °C) | |||||||||||||||||||||
| Molares Volumen | 55,76 · 10−6 m3/mol | |||||||||||||||||||||
| Verdampfungswärme | 72 kJ/mol | |||||||||||||||||||||
| Schmelzwärme | 2,19 kJ/mol | |||||||||||||||||||||
| Schallgeschwindigkeit | 1300 m/s bei 293,15 K | |||||||||||||||||||||
| Elektrische Leitfähigkeit | 7,52 · 106 A/(V · m) | |||||||||||||||||||||
| Wärmeleitfähigkeit | 58 W/(m · K) | |||||||||||||||||||||
| Chemisch [2] | ||||||||||||||||||||||
| Oxidationszustände | +1 | |||||||||||||||||||||
| Oxide (Basizität) | Rb2O (stark basisch) | |||||||||||||||||||||
| Normalpotential | −2,924 V (Rb+ + e− → Rb) | |||||||||||||||||||||
| Elektronegativität | 0,82 (Pauling-Skala) | |||||||||||||||||||||
| Isotope | ||||||||||||||||||||||
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| Weitere Isotope siehe Liste der Isotope | ||||||||||||||||||||||
| NMR-Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||||
Rubidium (lat. rubidus: tiefrot; wegen zweier charakteristischer roter Spektrallinien) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Rb und der Ordnungszahl 37. Im Periodensystem steht es in der 1. Hauptgruppe und zählt zu den Alkalimetallen. Das weiche, silbrigweiß glänzende Metall entzündet sich spontan bei Luftzutritt.
Inhaltsverzeichnis |
Rubidium wurde 1861 von Robert Wilhelm Bunsen und Gustav Kirchhoff spektroskopisch als Verunreinigung im Lepidolith entdeckt. Bunsen gelang es, Rubidiumsalze aus Quellwasser zu fällen und diese von anderen Alkalimetallsalzen zu isolieren. Bunsen musste 44200 Liter Dürkheimer Quellwasser verarbeiten, um 9 g RbCl zu isolieren.
Rubidium gehört zur Gruppe der inkompatiblen Elemente und tritt in der Regel zusammen mit diesen in erhöhten Konzentrationen auf. Das Element kommt in kleiner Konzentration in einigen Mineralien wie Leucit, Pollucit und Zinnwaldit vor. Lepidolith enthält bis zu 1,5 % Rubidium.
Wie die anderen Alkalimetalle ist Rubidium an der Luft unbeständig und oxidiert. Mit Wasser reagiert es äußerst heftig unter Bildung von Rubidiumhydroxid und Wasserstoff, der sich in der Luft in der Regel entzündet. Mit Quecksilber bildet es ein Amalgam, mit den Metallen Gold, Caesium, Natrium und Kalium ist es legierbar. Rubidiumverbindungen färben Flammen rot. Rubidium ist ein starkes Reduktionsmittel. Metallisches Rubidium kann durch Reduktion von Rubidiumchlorid mit Calcium im Vakuum hergestellt werden[1].
Von den beiden natürlich vorkommenden Isotopen ist nur 85Rb stabil, 87Rb ist ein Betastrahler und zerfällt zu 87Sr. Wegen seiner extrem langen Halbwertszeit von etwa 48 Milliarden Jahren ist die Radioaktivität sehr gering. Das Verhältnis von Rb- und Sr-Isotopen in Gesteinen wird zur radiometrischen Datierung herangezogen.
Rubidium und seine Verbindungen besitzen ein nur kleines Anwendungsspektrum und werden hauptsächlich in der Forschung und Entwicklung eingesetzt. Verwendungsmöglichkeiten bestehen als:
Zum Nachweis von Rubidium kann man seine rotviolette Flammenfärbung nutzen. Im Spektroskop zeigt sich eine deutliche Emissionslinie bei 780,0 nm.[9] Quantitativ lässt sich dies in der Flammenphotometrie zur Bestimmung von Rubidiumspuren nutzen. In der Polarographie zeigt Rubidium eine reversible kathodische Stufe bei −2,118 V (gegen SCE). Dabei müssen als Grundelektrolyt quartäre Ammoniumverbindungen (hier beispielsweise 0,1 M Tetramethylammoniumhydroxid) verwendet werden, weil andere Alkali- oder Erdalkalimetallionen sehr ähnliche Halbstufenpotentiale besitzen.[10]
Für Pflanzen ist Rubidium vermutlich nicht essentiell, bei Tieren scheint es für den normalen Verlauf der Trächtigkeit notwendig zu sein. Der Rubidiumbedarf des Menschen dürfte bei weniger als 100 µg pro Tag liegen. Mit der üblichen Mischkost kommt er auf etwa 1,7 mg am Tag. Ein Rubidiummangel ist bei diesem Angebot ebenso wenig zu erwarten wie eine nutritive Rubidiumbelastung. Tee und Kaffee - Arabica-Kaffee hat den höchsten Rubidium-Gehalt, der in Lebensmitteln festgestellt wurde (Arabica-Bohne: 25,5-182 mg/kg Trockensubstanz) [11] - liefern Erwachsenen im Mittel 40 % der verzehrten Rubidiummenge. Rubidium wirkt im zentralen Nervensystem und beeinflusst dort die Konzentration von Neurotransmittern[12], ein Einsatz von Rubidium als antidepressiver Wirkstoff wird diskutiert. Ein Rubidiummangel kann bei Dialysepatienten vorliegen.[13][14]
Rubidium ist selbstentzündlich und reagiert äußerst heftig mit Wasser. Aus Sicherheitsgründen ist Rubidium in trockenem Mineralöl, im Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre aufzubewahren.
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