|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Rudolf Pörtner (* 30. April 1912 in Bad Oeynhausen; † 12. September 2001 in Bonn) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Historiker.
Der Sohn eines kaufmännischen Angestellten studierte von 1931 bis 1938 Geschichte, Germanistik, Volkswirtschaft und Soziologie an den Universitäten von Marburg, Berlin sowie Leipzig und arbeitete danach zunächst in seiner Geburtsstadt, dann in Berlin und Bonn als Zeitungsredakteur, später als freier Schriftsteller.
Große Bekanntheit erlangte Pörtner mit populärwissenschaftlichen Sachbüchern. Sein 1959 verfasstes Erstlingswerk Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit wurde zum Bestseller. Pörtner beschäftigte sich darin mit den sozialgeschichtlichen Aspekten der Kulturbegegnung zwischen Römern und Germanen, beispielsweise am Limes bei Xanten, Neuss und Trier. Dabei schlug er einen Bogen zwischen archäologischen Funden und der Gegenwart des Lesers.
Ähnlichen Erfolg brachten ihm weitere Sachbücher über die römisch-germanische Antike, die Zeit der Wikinger und über die Kreuzzüge (Operation Heiliges Grab). Darüber hinaus betreute er als Herausgeber eine zehnbändige Weltgeschichte der Archäologie (mit Hans Georg Niemeyer), sowie zahlreiche Sammelbände zur Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts, in der prominente Zeitzeugen über ihre Jugend im Kaiserreich und der Weimarer Republik berichteten.
1974 erhielt Pörtner den Ceram-Preis des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Zudem wurden ihm 1985 das Bundesverdienstkreuz sowie 1990 der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pörtner, Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1912 |
| GEBURTSORT | Bad Oeynhausen |
| STERBEDATUM | 12. September 2001 |
| STERBEORT | Bonn |