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| Thialf in einem norwegischen Fjord | ||||||||||||||
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Die SSCV Thialf, auch DCV Thialf, ist der leistungsfähigste Schwimmkran der Welt und wird hauptsächlich als Arbeitsschiff für die Errichtung von Offshorebauwerken eingesetzt. Das Schiff befindet sich seit 1997 im Eigentum des niederländischen Unternehmens Heerema Marine Contractors (HMC). SSCV bedeutet Semi-Submersible Crane Vessel (deutsch: „halb-tauchendes Kranschiff“) und DCV steht für Deepwater Construction Vessel (deutsch: „Tiefsee-Arbeitsschiff“). Der Name Thialf leitet sich von „Thialfi“, dem Diener des germanischen Donnergottes Thor, ab.
Inhaltsverzeichnis |
Die Thialf wurde 1985 für das Unternehmen McDermott von Mitsui Engineering & Shipbuilding Co., Ltd., einem Unternehmen des japanischen Mitsui-Konzerns, gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 12. April 1985 und bereits am 1. Dezember 1985 wurde das Schiff geliefert.[2] Das Schiff fuhr bis zum 22. November 1996 als McDermott Derrick Barge No. 102 und dann bis zum 6.März 1998 als DB-102 (Derrick Barge 102).[2]
Das Schiff wird heute offiziell von der „Thialf Shipping Inc.“, einem Unternehmen das auf den Niederländischen Antillen registriert ist, betrieben und fährt unter der Flagge von Panama.[3]
Das Schiff ist als Halbtaucher konzipiert und kann daher seinen Tiefgang zwischen 11,8 und 31,6 Meter (m) variieren, um sich an die Arbeits- und Umgebungsbedingungen anzupassen. Der Rumpf der Thialf besteht aus zwei Schwimmkörpern, die den Decksaufbau über je vier Säulen tragen.
Die beiden Kräne haben eine zugelassene Kapazität von je 7.100 Tonnen (t), womit sich eine Gesamtkapazität im Doppelhub von 14.200 t bei einer Ausladung von bis 31,2 m ergibt.[4] Die Kräne wurden mit einer Last von je 7.810 t getestet.[5] Die Thialf erreicht damit ein maximales Lastmoment von über 443.000 Metertonnen.
Einen Weltrekord für die höchste Last, die je mit einem Schwimmkran gehoben wurde, stellte die Thialf im Jahr 2000 auf, als das 11.800 t schwere Deck der Shell Shearwater-Plattform installiert wurde.[5][6] Der Rekord wurde im Jahr 2004 durch die Saipem 7000 überboten, die ein Deck der Bohrplattform Sabratha im Mittelmeer mit einem Gewicht von 12.100 t hob.[7]
Mittels eines Systems zur dynamischen Positionierung der Klasse III, kann die Thialf auch unter widrigen Umweltbedingungen ihre Position halten. Dafür werden zwei von Kongsberg hergestellte Systeme vom Typ ADP 503 und ADP 311 genutzt. Die Positionierung erfolgt mit sechs einziehbaren Propellergondeln mit einer Leistung von je 5500 Kilowatt (kW). Zur Verankerung des Schiffes können die zwölf 22,5 t schweren „Flipper Delta“-Anker genutzt werden, die an 2400 m langen und 80 Millimeter starken Ankerseilen befestigt sind.
Die Thialf bietet die Möglichkeit, bis zu 736 Personen unterzubringen, die in beheizten und klimatisierten Kabinen wohnen. Das Landedeck für Hubschrauber ist bis zur Größe einer Boeing CH-47 Chinook geeignet.
Abmessungen:
Vermessung:
Sonstiges: