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| SV Darmstadt 98 | |||
| Voller Name | Sportverein Darmstadt 1898 e.V. | ||
| Gegründet | 22. Mai 1898 | ||
| Vereinsfarben | Blau-Weiß | ||
| Stadion | Stadion am Böllenfalltor | ||
| Plätze | 19.000 | ||
| Präsident | Hans Kessler | ||
| Trainer | Kosta Runjaic | ||
| Homepage | www.sv98.de | ||
| Liga | 3. Liga | ||
| 2010/11 | 1. Platz (Regionalliga Süd) | ||
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Der SV Darmstadt 98 ist der bekannteste Sportverein in Darmstadt. Die Farben des Vereins sind Blau-Weiß. Neben Fußball werden noch zahlreiche andere Sportarten angeboten. Aufgrund der Lilie sowohl im Darmstädter Stadtwappen als auch auf dem Logo des Vereins wird der SV 98 umgangssprachlich auch Die Lilien genannt.
Die Fußballabteilung trägt ihre Heimspiele im Stadion am Böllenfalltor aus. Sie spielt in der Saison 2011/12 in der 3. Liga. Trainer ist seit dem 23. März 2010 Kosta Runjaic.
Das mit dem 22. Mai 1898 notierte Gründungsdatum entspricht dem des FK Olympia 1898 Darmstadt, welcher von Professor Ensgraber, seinen fünf Söhnen Fritz, Bernhard, Karl, Wilhelm und Ernst sowie anderen Schülern, hauptsächlich Gymnasiasten, die sich mit den Ensgrabern gelegentlich zum Fußballspielen auf dem Schlossgartenplatz trafen, gegründet wurde. Somit zählt der SV 98 zu den ältesten Vereinen in der deutschen Fußball-Landschaft und ist außerdem einer der ältesten großen Traditionsvereine im Rhein-Main-Gebiet. 1901 untersagten die höheren Darmstädter Schulen ihren Schülern das als englisch angesehene Fußballspielen. Doch die Verbreitung dieses Sports war auch in Darmstadt nicht mehr aufzuhalten, sodass das Verbot bereits 1903 wieder fallen gelassen wurde. Lokal verdrängte der FK Olympia bald den Pionierverein Darmstädter FC als führende Kraft im Fußball, überregional feierte man 1908 mit der Westkreismeisterschaft der B-Klasse den ersten Erfolg, unter anderem nach einem 14:1-Sieg gegen den amtierenden Saarmeister Völklingen 03. In der Folge spielten die „Olympier“ zwar bis 1913 in der obersten Spielklasse, konnten sich hier aber gegen die ambitionierteren Vereine aus Mannheim, Ludwigshafen und Kaiserslautern nicht durchsetzen und erreichten in der Spielzeit 1909/10 mit dem fünften Rang ihre beste Platzierung.
Das erste Match gegen einen internationalen Gegner fand im Jahr 1910 statt. Zu Gast in Darmstadt war der Pariser Meister Club Athlétique de Vitry. Das Spiel endete 5:0 für die Darmstädter Mannschaft. Durch die Einberufung zahlreicher Spieler in die Armee während des Ersten Weltkriegs entstanden auch in Darmstadt Spielgemeinschaften, sogenannte Kriegsmannschaften. Als Folge der positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit der Darmstädter Vereine während des Krieges fusionierte der FK Olympia mit dem Stadtkonkurrenten SC Darmstadt 1905 am 11. November 1919 letztendlich auch offiziell. Mit jetzt 1.000 Mitgliedern größter Sportverein Darmstadts war der SV Darmstadt 1898 entstanden. Bereits das erste Spiel nach dem Zusammenschluss wurde gewonnen. Der sportlichen Entwicklung Rechnung tragend, entstand 1921 das Stadion am Böllenfalltor als neue Heimstatt des SV 98.
Von den Folgen der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 blieb auch der Sport nicht verschont. Wie in der Politik wurden auch in den Vereinen demokratische Strukturen abgeschafft. An dessen Stelle trat das sogenannte Führerprinzip. Bereits 1933 traten daraufhin die meisten sportlichen Funktionäre, beim SV 98 von ihren Posten zurück. Der Verein ging auf kritische Distanz zu den neuen Machthabern. Um die Gleichschaltung der Vereine voranzutreiben, wurde 1938 auch in Darmstadt auf Betreiben der örtlichen Nationalsozialisten der Großverein GfL Darmstadt gebildet, dem auch die Lilien beitreten sollten. Die Verantwortlichen des SV 98 leisteten jedoch erfolgreich Widerstand und so konnte der SV Darmstadt 98 als einziger Darmstädter Sportverein seine Eigenständigkeit bewahren. Allerdings mussten die Lilien als Folge dessen auf jegliche staatliche Förderung verzichten, was u.a. eine sportliche Stagnation dieser Zeit nach sich zog. In den Kriegsjahren gelang immerhin zur Saison 1941/42 kurzzeitig der Sprung in die Gauliga Hessen-Nassau, aus der der Verein bereits 1943 wieder abstieg. Durch die zahlreichen Einberufungen der Spieler zur Wehrmacht änderte sich das Gesicht der Mannschaft oft von Spiel zu Spiel. Spätestens nach dem britischen Luftangriff auf Darmstadt im September 1944, bei dem fast 80 % der Stadt zerstört wurde, war an einen geregelten Sportbetrieb auch bei den Lilien nicht mehr zu denken.
Bereits ein halbes Jahr nach Kriegsende konnte der SV 98 neugegründet werden. In den nächsten Jahren kehrten immer mehr ehemalige Spieler aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Nach und nach stiegen damit auch die sportlichen Leistungen des Vereins wieder an. Allerdings beschlagnahmten die amerikanischen Besatzungstruppen das Böllenfalltorstadion für eigene Zwecke. Die ersten Jahre nach dem Ende des Krieges waren vor allem von Lokalderbys gegen SG Arheilgen, VfR Bürstadt und SKV Mörfelden geprägt, die zahlreiche Zuschauer zu den Spielen anzogen. Unter Spielertrainer Adam Keck steigerten sich die spielerischen Leistungen der Lilien von Jahr zu Jahr. Die Saison 1949/1950 wurde besonders erfolgreich abgeschlossen. Vor 12.000 Zuschauern im Hochschulstadion, welches heute zur Universität Darmstadt gehört, besiegte der SV 98 den größten Verfolger Viktoria Aschaffenburg mit 3:2 und qualifizierte sich damit für die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Oberliga Süd, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Mit fünf Siegen aus sechs Spielen meisterten, die als Außenseiter gehandelten Lilien ihre Aufgaben gegen den 1. FC Bamberg, Union Böckingen und den 1. FC Pforzheim siegreich und lösten ein in Darmstadt noch nie da gewesenes Fußballfieber aus. Gleich das erste Spiel in der neuen Spielklasse führte den deutschen Meister von 1949, den VfR Mannheim nach Darmstadt, der mit 5:4 geschlagen werden konnte. An diesen Erfolg konnte in der ersten Oberligasaison nicht angeknüpft werden. Am Ende stand, trotz Siegen u.a. gegen 1860 München, Bayern München und zweier Unentschieden gegen den amtierenden deutschen Meister VfB Stuttgart, der unglückliche Abstieg als Viertletzter, da die Oberliga auf 16 Mannschaften reduziert wurde.
Herausragender Spieler der Nachkriegsjahre war Stürmer Werner Böhmann, der bereits mit 17 Jahren Stammspieler der ersten Mannschaft wurde. Böhmann ist bis heute mit 123 Treffern in 261 Pflichtspielen für die Lilien der erfolgreichste Darmstädter Spieler. Im Jahr 1952 konnte das umgebaute Böllenfalltorstadion wieder von den Lilien bezogen werden. Das gestiegene Zuschauerinteresse nach dem Aufstieg hatte einen Ausbau auf 25.000 Zuschauer notwendig gemacht. In den folgenden Jahren etablierte sich der SV 98 schließlich in der 2. Liga Süd und landete am Ende der Spielzeit meist auf einem Mittelfeldplatz. 1961, 1964 und 1970 musste der SV 98 allerdings Abstiege in die Amateurliga Hessen hinnehmen, denen jedoch im Jahr darauf wieder der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse folgte. 1971/1972 übernahm Udo Klug das Traineramt bei den Lilien und baute das Team grundlegend um. Klug setzte auf eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern aus der Region und propagierte Laufbereitschaft, Kampfgeist und Spielintelligenz. Die überragendsten Spieler dieser neuen Darmstädter Mannschaft waren Walter Bechtold, Herbert Dörenberg und Dieter Ungewitter. Unter Trainer Klug etablierten sich die Lilien im Spitzenfeld der süddeutschen Mannschaften.
Am 5. Mai 1973 besiegte der SV 98 auswärts den SSV Reutlingen 05 mit 2:4 und konnte daraufhin an der Aufstiegsrunde zur 1. Fußball-Bundesliga teilnehmen. Eine Woche später kam es zum denkwürdigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg, der am heimischen Böllenfalltor vor über 20.000 Zuschauern mit 7:0 geschlagen wurde. Die Lilien waren erstmals süddeutscher Fußballmeister. In den Qualifikationsspielen mussten sich die Mannschaft schließlich in der Finalrunde dem VfL Osnabrück mit 1:2 geschlagen geben. In den kommenden beiden Spielzeiten schaffte der SV 98 die Qualifikation für die neu geschaffene 2. Fußball-Bundesliga. Während der Saison 1976/1977 übernahm Lothar Buchmann das Traineramt. Wirtschaftliche Zwänge ließen keine großen Zukäufe zu. Wieder mussten sich die Lilien nach Spielern aus Südhessen umschauen. In die Saison 1977/1978 starte die Mannschaft holprig. Dafür wendete sich in der zweiten Saisonhälfte das Blatt. Nach 12 Siegen in Folge und einem Unentschieden bei Waldhof Mannheim kam erneut der 1. FC Nürnberg an das ausgebaute Darmstädter Böllenfalltor. Vor 26.000 Zuschauern besiegte der SV 98 die Nürnberger mit 2:0. Mit nur einer Niederlage in der Rückrunde und einem 6:1-Erfolg gegen den FK Pirmasens reichte den Lilien ein 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers, um aufzusteigen. Die Meisterschaftsfeier legte die Darmstädter Innenstadt lahm und das Siegerteam wurde am Luisencenter von Oberbürgermeister Heinz Winfried Sabais in Empfang genommen. Der SV Darmstadt 98 war erstklassig.
Der Start in der höchsten deutschen Spielklasse gelang. Am 11. November 1978 spielten die Lilien in München bei den Bayern zur Überraschung aller 1:1. Zwei Minuten vor Abpfiff traf Uwe Hahn aus 25 Metern zum Tor des Monats. Danach häuften sich die Niederlagen und der SV 98 fand sich am Ende der Vorrunde auf einem Abstiegsplatz wider. Auch in der Rückrunde konnte trotz guter Spiele das Ruder nicht mehr herumgerissen werden. Nach der 1:3-Niederlage gegen Nürnberg vor heimischer Kulisse wurde Lothar Buchmann entlassen und Co-Trainer Klaus Schlappner übernahm das Amt des Cheftrainers. Unter Schlappner gab es noch Erfolge gegen die Frankfurter Eintracht und Werder Bremen. Trotz allem war der Abstieg nach nur einem Jahr im Oberhaus des deutschen Fußballs nicht mehr zu verhindern und die besten und bekanntesten Spieler, darunter Bum-Kun Cha, verließen den Verein.
Die darauf folgende Zweiliga-Saison schloss der SV 98 mit einer auf vielen Positionen veränderten Mannschaft mit dem vierten Tabellenplatz ab. Die Erkenntnis aus dem Abstieg war, dass auch in Darmstadt kein Weg am Vollprofitum vorbeiführen würde. Unter Trainer Werner Olk wurde die Saison 1980/1981 angegangen. Ziel war es "oben mitzuspielen" und gleichzeitig die Qualifikation für die neue eingleisige 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen. Die Mannschaft startete stark in die Saison, wobei vor allem der Sturm den erfolgreichsten Mannschaftsteil stellte. Hohe Siege gegen VfR Bürstadt (5:0), ESV Ingolstadt (9:2), Freiburger FC (6:3), FC Homburg (7:1) und Wormatia Worms (5:0) spiegeln die Spielstärke der Lilien wider. Am Ende war man erneut souverän Süddeutscher Meister und Aufsteiger in die Erste Liga geworden. Wieder folgten Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes, die der SV 98 zu erfüllen hatte. Unter anderem sahen die Auflagen vor, eine Flutlichtanlage errichten zu müssen. Diesmal wurden die Lilien nicht von der Stadt finanziell unterstützt. Um den Weg in die Erstklassigkeit zu gehen, verschuldete sich der Verein auf Jahre hinaus. Dies führt auch dazu, dass die Mannschaft kaum mit neuen Spielern verstärkt werden konnte.
Trotzdem gelang der Start in die zweite Saison im deutschen Fußball-Oberhaus und man hielt sich besser als zwei Jahre zuvor. Highlight der Hinrunde war das 1:1 beim Tabellenführer 1. FC Köln. In der Rückrunde führten Spannungen innerhalb der Mannschaft und im Vorstand des Vereins zu sinkenden Leistungen. Nach der Entlassung Olks übernahm Manfred Krafft die sportliche Leitung. Doch auch diese Veränderung konnte den abermaligen Abstieg in die Zweitklassigkeit als Tabellenvorletzter nicht mehr verhindern.
Nach dem letzten Abstieg aus der 1. Fußball-Bundesliga stand der Verein vor einem großen Schuldenberg. Trotzdem versuchte man mit aller Macht den direkten Wiederaufstieg. Von Eintracht Frankfurt wechselte Wolfgang Trapp ans Darmstädter Böllenfalltor. Aus Prag verpflichtete man den tschechoslowakischen Nationalspieler Luděk Macela. Doch wiederum führten Probleme innerhalb der Mannschaft zu ausbleibenden sportlichen Erfolgen. Zur Winterpause wurden weitere bekannte Spieler eingekauft, darunter den Europameister von 1976 Zdeněk Nehoda. Am Ende der Saison hatten sich die Verbindlichkeiten auf über 8 Mio. DM erhöht. Die folgenden Jahre waren von häufigen Wechseln an der Vereinsspitze und im Trainerstab gekennzeichnet.
Ende 1984 kehre Udo Klug nach Darmstadt zurück. Er peilte mittelfristig an, mit einer wesentlich jüngere Mannschaft wieder um den Aufstieg mitzuspielen. Sportlich hielten sich die Lilien gerade so in der zweiten Liga und etablierten sich erst nach und nach im Mittelfeld. Nach dem Ausstieg Klugs als Trainer übernahm Eckhard Krautzun die Mannschaft Anfang der Spielzeit 1986/1987. Er strebte ein laufintensives und offensives Spielsystem an. Krautzun führte die Lilien zwischenzeitlich bis auf den zweiten Rang; landete schließlich als Vierter knapp hinter dem Relegationsplatz, den der FC St. Pauli mit zwei Punkten Vorsprung erreichte. Zu wenig für die Verantwortlichen des Vereins, die mit Klaus Schlappner wiederum ein bekanntes Gesicht als neuen Trainer am Böllenfalltor präsentierten. In der neuen Saison sollte die Mission Wiederaufstieg gelingen. Der SV 98 hielt sich über die gesamte Spielzeit unter den Topteams der Liga und belegte am Ende Platz drei.
Damit kam es am 1. Juni 1988 zum ersten Relegationsspiel gegen den drittletzten der ersten Bundesliga, dem SV Waldhof Mannheim. Das Hinspiel in Darmstadt gewannen die Lilien vor 25.000 Zuschauern knapp mit 3:2 (nach 0:2 Rückstand). Im Rückspiel retteten sich die Darmstädter durch den späten Anschlusstreffer zum 2:1 in das Entscheidungsspiel. Dieses Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach 120 Minuten war kein Tor gefallen - das Elfmeterschießen musste entscheiden. Karl-Heinz Emig verschoss und Waldhof blieb erstklassig. Es folgten zahlreiche erfolglose Zweitligaspielzeiten. 1993 stiegen die Lilien als Letzter in die damals drittklassige Oberliga Hessen ab. Damit war der SV 98 nach 22 Jahren im Profifußball wieder drittklassig.
Nach dem Zweitligaabstieg musste der Verein komplett neu aufgebaut werden, doch die Qualifikation für die neugegründete Regionalliga als neue dritte Spielklasse gelang auf Anhieb. In den Folgejahren hielten sich die Lilien mal mehr, mal weniger knapp drittklassig, 1998 aber stiegen sie nach einer 0:2-Niederlage gegen den direkten Kontrahenten SC Weismain am vorletzten Spieltag ab. Eine Woche später besiegelte der SC Neukirchen durch einen 3:0-Sieg bei den Amateuren des Karlsruher SC den ersten Abstieg der Darmstädter nach dem Zweiten Weltkrieg in die Viertklassigkeit.
Dieser Schock wirkte zunächst heilsam. Nach wesentlichen Änderungen im Vereins- und Vorstandssystem schaffte der SV 98 unter Slavko Petrović den direkten Wiederaufstieg. Durch die Veränderung des drittklassigen Ligasystems von vier in zwei Unterteilungen musste der Aufsteiger gleich unter die elf besten Mannschaften kommen. Nach einem Jahr Abstiegskampf meisterten die Lilien die Qualifikation mit einem neunten Rang. Die Hoffnung für den Sportverein bestätigte sich zunächst und so zählten die Darmstädter ein Jahr später gar zu den Favoriten auf den Zweitligaaufstieg. Dieser Traum wurde ihnen aber vom hochgelobten Trainer Michael Feichtenbeiner nicht erfüllt. Das folgende Jahr 2001/2002 wurde der Ursprung einer weiteren sportlichen Krise. Der Anwärter auf die ersten beiden Plätze belegte nur den 14. Platz. Unter dem neuen Trainer Hans-Werner Moser verschlimmerte sich die Situation weiter und Moser trennte sich einvernehmlich nach dem 28. Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz vom SV98, der am Ende der Saison schließlich doch nach vier Drittliga-Jahren mit Höhen und Tiefen erneut in die Oberliga Hessen absteigen musste, nachdem er bis zum 13. Spieltag noch auf den Aufstieg in die Zweite Liga hoffen durfte.
Mit dem Anspruch des direkten Wiederaufstiegs ging der SV Darmstadt 98 in die Saison 2003/2004, welche eine der eindrucksvollsten der vergangenen Jahre werden sollte. Unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia schafften die Lilien mit 88 von 102 Punkten, der bis heute höchsten Ausbeute in der Ligageschichte, ihr Saisonziel. In einem denkwürdigen Duell gegen den KSV Hessen Kassel setzten sich die Darmstädter mit vier Punkten Vorsprung durch. Das folgende Jahr verlief ähnlich erfolgreich: Mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet, erreichten die Lilien sofort Rang fünf und durften sich sogar zwischenzeitig und völlig unerwartet Hoffnungen auf die Zweite Liga machen. In der Saison 2005/2006 schließlich nahm sich der Verein erneut vor, die Rückkehr in den Profifußball zu schaffen. Damit endete aber vorerst der Höhenflug der 98er. Nach einem holprigen Start begann der Vorstand an dem Erreichen des vorgegebenen Saisonziels zu zweifeln, was Trainer Labbadia zum Rücktritt im Jahre 2006 veranlasste. Der Rückzug des Trainers änderte nichts an der Leistung der Mannschaft und so belegten die Lilien auch in dieser Saison einen diesmal für die Fans enttäuschenden 5. Platz.
Danach entschied sich der Vorstand für einen kompletten Neuanfang im sportlichen Bereich. Vom gesamten Kader wurden nur fünf Spieler gehalten. Als Trainer wurde Gino Lettieri verpflichtet, dessen Aufgabe es war, aus den wenigen finanziellen Möglichkeiten eine komplett neue Mannschaft zu bilden, welche schließlich zu einem großen Teil aus Führungsspielern seines ehemaligen Clubs SpVgg Bayreuth bestand, dem aus Finanzgründen die Lizenz für die Regionalliga verweigert wurde. Nach der Vorgabe, oben mitzuspielen, wurde Lettieri nach nur zehn Spieltagen beurlaubt, da der Sportverein mit 9 von 30 möglichen Punkten auf einen Abstiegsplatz stand. Seine Nachfolge trat am 6. Oktober 2006 Gerhard Kleppinger an. Doch auch unter dem neuen Trainer besserte sich die Lage nicht. Am letzten Spieltag besiegelten die Amateure des FC Bayern München durch einen 2:0-Sieg gegen die Lilien den erneuten Abstieg in die Viertklassigkeit.
Nach dem Abstieg in die Oberliga wurde ein neues Präsidium gewählt und der Spielerkader erfuhr einen kompletten Umbruch. Das Ziel sofortiger Wiederaufstieg wurde am 18. April 2008 nach 14 ungeschlagenen Spielen in Folge realisiert, zudem gelang der Gewinn des Hessenpokals (2:0 im Finale gegen Viktoria Aschaffenburg). Am 5. März 2008 gab das Präsidium bekannt, wegen „finanzieller Belastungen“ in Millionenhöhe ein Insolvenzverfahren einleiten zu müssen. Die Verbindlichkeiten setzten sich aus nicht abgeführter Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zusammen. Unter Führung von Präsident Kessler stemmten sich Fans und Umfeld gegen eine mögliche Insolvenz des Vereins. Durch die zahlreichen Aktionen, Spenden und Hilfe der Freunde und Fans des SV Darmstadt 98 wurde erfolgreich die Lizenz für die Regionalliga-Saison 2008/09 beantragt und im Juni 2009 konnte der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Darmstadt zurückgezogen werden.
In der viertklassigen Regionalliga waren die Lilien in den Saisons 2008/09 und 2009/10 unter den Trainern Gerhard Kleppinger und Živojin Juškić lediglich im Abstiegskampf vertreten, erst unter Kosta Runjaic stellte sich andauernder Erfolg ein. So schafften die 98er bereits 2010/11 durch eine Serie von neun Siegen an den letzten neun Spieltagen relativ überraschend den Aufstieg in die 3. Liga. Das entscheidende 4:0 am letzten Spieltag gegen den FC Memmingen verfolgten 17.000 Zuschauer.
Die Lilien traten seit der Fusion 1919 größtenteils zweitklassig an. 1978 und 1981 gelang der Mannschaft der Sprung in die 1. Fußball-Bundesliga. Nach dem Abstieg 1993 in die Oberliga konnte erst mit der Regionalliga-Meisterschaft 2011 die Rückkehr des SV 98 in den Profifußball gefeiert werden.
| Saison | Spielstufe | Liga | Platz | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1919/20 | 1. | Kreisliga | 9. | 20:60 | 8:24 |
| 1920/21 | 1. | Kreisliga | 9. | 16:57 | 7:29 |
| 1921/22 | 1. | Kreisliga | 3. | 26:17 | 18:10 |
| 1922/23 | 1. | Kreisliga | 8. | 10:32 | 4:24 |
| 1923/24 | 2. | Kreisliga | 1. | 67:15 | 31:5 |
| 1924/25 | 1. | Bezirksliga Rhein | 6. | 16:36 | 10:18 |
| 1925/26 | 1. | Bezirksliga Rhein | 6. | 23:25 | 11:17 |
| 1926/27 | 1. | Bezirksliga Rhein | 6. | 44:55 | 18:18 |
| 1927/28 | 1. | Bezirksliga Main/Hessen | 9. | 42:40 | 12:24 |
| 1928/29 | 2. | Kreisliga | 1. | 54:26 | 33:11 |
| 1929/30 | 1. | Bezirksliga Main/Hessen | 6. | 23:24 | 10:18 |
| 1930/31 | 1. | Bezirksliga Main/Hessen | 8. | 13:31 | 7:21 |
| 1931/32 | 1. | Bezirksliga Main/Hessen | 10. | 27:66 | 8:28 |
| 1932/33 | 2. | Kreisliga | 11. | 45:53 | 24:32 |
| 1933/34 | 2. | Bezirksklasse | 4. | 41:37 | 23:17 |
| 1934/35 | 2. | Bezirksklasse | 4. | 48:33 | 26:18 |
| 1935/36 | 2. | Bezirksklasse | 3. | 52:31 | 25:19 |
| 1936/37 | 2. | Bezirksklasse | 3. | 63:40 | 28:16 |
| 1937/38 | 2. | Bezirksklasse | 8. | 51:39 | 21:23 |
| 1938/39 | 2. | Bezirksklasse | 5. | 62:57 | 28:24 |
| 1939/40 | 2. | Bezirksklasse | 1. | 59:17 | 23:5 |
| 1940/41 | 2. | Bezirksklasse | 1. | ? | ? |
| 1941/42 | 1. | Bereichsklasse Hessen-Nassau | 2. | 41:29 | 15:5 |
| 1942/43 | 1. | Bereichsklasse Hessen-Nassau | 10. | 26:64 | 8:28 |
| 1943/44 | 2. | Bezirksklasse | 1. | ? | ? |
| 1944/45 | - | Kein Spielbetrieb | - | - | - |
| 1945/46 | 2. | Landesliga Hessen | 9. | 40:53 | 13:23 |
| 1946/47 | 2. | Landesliga Hessen | 3. | 58:43 | 30:14 |
| 1947/48 | 2. | Landesliga Hessen | 5. | 53:39 | 31:21 |
| 1948/49 | 2. | Landesliga Hessen | 3. | 56:35 | 32:20 |
| 1949/50 | 2. | Landesliga Hessen | 1. | 73:35 | 44:12 |
| 1950/51 | 1. | Oberliga Süd | 15. | 54:86 | 25:43 |
| 1951/52 | 2. | 2. Liga Süd | 10. | 66:55 | 35:33 |
| 1952/53 | 2. | 2. Liga Süd | 12. | 46:60 | 33:35 |
| 1953/54 | 2. | 2. Liga Süd | 6. | 69:59 | 35:33 |
| 1954/55 | 2. | 2. Liga Süd | 12. | 64:68 | 30:38 |
| 1955/56 | 2. | 2. Liga Süd | 7. | 66:60 | 37:31 |
| 1956/57 | 2. | 2. Liga Süd | 12. | 59:63 | 32:36 |
| 1957/58 | 2. | 2. Liga Süd | 7. | 52:54 | 33:35 |
| 1958/59 | 2. | 2. Liga Süd | 14. | 43:62 | 30:38 |
| 1959/60 | 2. | 2. Liga Süd | 10. | 48:63 | 32:36 |
| 1960/61 | 2. | 2. Liga Süd | 18. | 40:63 | 27:41 |
| 1961/62 | 3. | Amateurliga Hessen | 1. | 69:37 | 45:15 |
| 1962/63 | 2. | 2. Liga Süd | 10. | 46:50 | 35:33 |
| 1963/64 | 3. | Amateurliga Hessen | 1. | 87:25 | 59:13 |
| 1964/65 | 2. | Regionalliga Süd | 14. | 49:66 | 33:39 |
| 1965/66 | 2. | Regionalliga Süd | 13. | 54:71 | 33:35 |
| 1966/67 | 2. | Regionalliga Süd | 14. | 45:55 | 26:42 |
| 1967/68 | 2. | Regionalliga Süd | 14. | 45:71 | 24:44 |
| 1968/69 | 2. | Regionalliga Süd | 8. | 50:45 | 35:33 |
| 1969/70 | 2. | Regionalliga Süd | 18. | 50:89 | 30:46 |
| 1970/71 | 3. | Amateurliga Hessen | 1. | 75:35 | 53:15 |
| 1971/72 | 2. | Regionalliga Süd | 7. | 49:44 | 36:36 |
| 1972/73 | 2. | Regionalliga Süd | 1. | 72:37 | 46:22 |
| 1973/74 | 2. | Regionalliga Süd | 4. | 64:38 | 46:30 |
| 1974/75 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 10. | 68:62 | 39:37 |
| 1975/76 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 7. | 76:64 | 43:33 |
| 1976/77 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 6. | 68:48 | 46:30 |
| 1977/78 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 1. | 90:43 | 58:18 |
| 1978/79 | 1. | 1. Bundesliga | 18 | 40:75 | 21:47 |
| 1979/80 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 4. | 81:42 | 48:32 |
| 1980/81 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 1. | 85:42 | 55:21 |
| 1981/82 | 1. | 1. Bundesliga | 17. | 46:82 | 21:47 |
| 1982/83 | 2. | 2. Bundesliga | 7. | 77:61 | 42:34 |
| 1983/84 | 2. | 2. Bundesliga | 12. | 48:72 | 35:41 |
| 1984/85 | 2. | 2. Bundesliga | 15. | 52:64 | 35:41 |
| 1985/86 | 2. | 2. Bundesliga | 10. | 63:57 | 41:35 |
| 1986/87 | 2. | 2. Bundesliga | 4. | 72:48 | 47:29 |
| 1987/88 | 2. | 2. Bundesliga | 3. | 48:32 | 47:29 |
| 1988/89 | 2. | 2. Bundesliga | 11. | 56:57 | 37:39 |
| 1989/90 | 2. | 2. Bundesliga | 16. | 43:55 | 33:43 |
| 1990/91 | 2. | 2. Bundesliga | 17. | 46:54 | 33:43 |
| 1991/92 | 2. | 2. Bundesliga Süd | 8. | 41:49 | 31:33 |
| 1992/93 | 2. | 2. Bundesliga | 24. | 43:79 | 32:60 |
| 1993/94 | 3. | Oberliga Hessen | 9. | 39:46 | 33:35 |
| 1994/95 | 3. | Regionalliga Süd | 11. | 49:53 | 31:37 |
| 1995/96 | 3. | Regionalliga Süd | 15. | 54:67 | 37 |
| 1996/97 | 3. | Regionalliga Süd | 13. | 49:61 | 36 |
| 1997/98 | 3. | Regionalliga Süd | 16. | 38:57 | 33 |
| 1998/99 | 4. | Oberliga Hessen | 1. | 65:22 | 62 |
| 1999/2000 | 3. | Regionalliga Süd | 9. | 49:51 | 46 |
| 2000/01 | 3. | Regionalliga Süd | 5. | 46:39 | 53 |
| 2001/02 | 3. | Regionalliga Süd | 14. | 43:45 | 42 |
| 2002/03 | 3. | Regionalliga Süd | 17. | 42:53 | 42 |
| 2003/04 | 4. | Oberliga Hessen | 1. | 81:25 | 88 |
| 2004/05 | 3. | Regionalliga Süd | 5. | 50:33 | 54 |
| 2005/06 | 3. | Regionalliga Süd | 5. | 57:44 | 54 |
| 2006/07 | 3. | Regionalliga Süd | 16. | 47:59 | 39 |
| 2007/08 | 4. | Oberliga Hessen | 1. | 73:37 | 69 |
| 2008/09 | 4. | Regionalliga Süd | 15. | 44:54 | 37 |
| 2009/10 | 4. | Regionalliga Süd | 15. | 39:49 | 34 |
| 2010/11 | 4. | Regionalliga Süd | 1. | 50:29 | 62 |
| 2011/12 | 3. | 3. Liga | - | --:-- | -- |
grün = Aufstieg orange = Abstieg
Die Lilien schafften es zuletzt 2001/02 ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Der größte Erfolg in diesem Wettbewerb datiert auf die Saison 1986/87 mit dem Erreichen des Viertelfinales. Den höchsten Sieg erzielten die Darmstädter beim 10:0 gegen die Amateure des FSV Hemmersdorf. Dreimal mussten sich die Lilien mit fünf Toren Unterschied geschlagen geben, davon zweimal bei Werder Bremen (jeweils 0:5) und zuletzt 1988/89 in Köln beim 1. FC (1:6). Eine Entscheidung im Elfmeterschießen musste der SV 98 bislang nur einmal herbeiführen. 2001/02 wurde der Bundesligist SC Freiburg am heimischen Böllenfalltor mit 6:4 besiegt.
| Spielzeit | Spieltag/Runde | Datum | Heim/Auswärts | Gegner | Ergebnis | Zuschauer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1973/74 | 1. Runde | 1. Dezember 1973 | Auswärts | Hamburger SV | 1:3 | 4.000 |
| 1974/75 | 1. Runde | 7. September 1974 | Heim | Wuppertaler SV Borussia | 2:1 | 10.000 |
| 2. Runde | 25. Oktober 1974 | Auswärts | Schwarz-Weiß Essen | 0:2 | 2.500 | |
| 1975/76 | 1. Runde | 1. August 1975 | Heim | VfB Eppingen | 4:1 | 5.000 |
| 2. Runde | 18. Oktober 1975 | Heim | VfR Heilbronn | 4:0 | 3.000 | |
| 3. Runde | 13. Dezember 1975 | Heim | 1. FC Nürnberg | 3:1 n.V. | 9.000 | |
| Achtelfinale | 31. Januar 1976 | Auswärts | FC 08 Homburg | 0:3 | 3.000 | |
| 1976/77 | 1. Runde | 6. August 1976 | Auswärts | SVA Gütersloh | 3:2 n.V. | 2.500 |
| 2. Runde | 16. Oktober 1976 | Auswärts | Spandauer SV | 3:2 | 500 | |
| 3. Runde | 18. Dezember 1976 | Heim | Hertha BSC | 0:1 n.V. | 12.000 | |
| 1977/78 | 1. Runde | 29. Juli 1977 | Auswärts | Südwest Nürnberg | 3:1 | 4.000 |
| 2. Runde | 20. August 1977 | Auswärts | VfL Osnabrück | 1:2 | 3.000 | |
| 1978/79 | 1. Runde | 5. August 1978 | Heim | DJK Abenberg | 4:1 | 2.300 |
| 2. Runde | 23. September 1978 | Heim | Preußen Münster | 2:1 | 4.000 | |
| 3. Runde | 2. Dezember 1978 | Heim | SSV Ulm 1846 | 1:5 | 2.500 | |
| 1979/80 | 1. Runde | 25. August 1979 | Auswärts | Westfalia Weitmar | 2:1 | 2.500 |
| 2. Runde | 29. September 1979 | Heim | 1. FC Kaiserslautern | 4:0 | 11.000 | |
| 3. Runde | 12. Januar 1980 | Heim | Fortuna Köln | 7:2 | 4.000 | |
| Achtelfinale | 13. Februar 1980 | Auswärts | 1. FC Köln | 1:3 | 6.000 | |
| 1980/81 | 1. Runde | 30. August 1980 | Heim | FSV Hemmersdorf | 10:0 | 2.500 |
| 2. Runde | 4. Oktober 1980 | Heim | VfR Bürstadt | 4:1 n.V. | 4.500 | |
| 3. Runde | 22. November 1980 | Auswärts | Hertha BSC | 1:4 | 21.000 | |
| 1981/82 | 1. Runde | 29. August 1981 | Auswärts | 1. FC Eislingen | 3:0 | 1.500 |
| 2. Runde | 10. Oktober 1981 | Heim | Hassia Bingen | 4:1 | 2.200 | |
| 3. Runde | 5. Dezember 1981 | Heim | SV Werder Bremen | 1:3 | 5.000 | |
| 1982/83 | 1. Runde | 29. August 1982 | Auswärts | Hannover 96 | 4:0 | 3.000 |
| 2. Runde | 15. Oktober 1982 | Auswärts | Rot-Weiß Lüdenscheid | 3:1 | 6.500 | |
| Achtelfinale | 15. Dezember 1982 | Auswärts | Borussia Dortmund | 2:4 | 7.000 | |
| 1983/84 | 1. Runde | 27. August 1983 | Auswärts | SV Werder Bremen | 0:5 | 8.000 |
| 1984/85 | 1. Runde | 1. September 1984 | Heim | SC Freiburg | 3:0 | 1.900 |
| 2. Runde | 21. November 1984 | Auswärts | SV Werder Bremen | 0:5 | 4.500 | |
| 1985/86 | 1. Runde | 24. August | Auswärts | FC Wangen 05 | 1:2 | 1.500 |
| 1986/87 | 1. Runde | 27. August 1986 | Auswärts | SC Charlottenburg | 3:0 | 100 |
| 2. Runde | 24. Oktober 1986 | Auswärts | FC Blau-Weiß Friedrichstadt | 2:1 | 2.200 | |
| Achtelfinale | 18. November 1986 | Auswärts | Fortuna Köln | 2:0 n.V. | 1.000 | |
| Viertelfinale | 7. März 1987 | Heim | Hamburger SV | 0:1 | 26.000 | |
| 1987/88 | 1. Runde | 29. August 1987 | Auswärts | TSV Vestenbergsgreuth | 4:0 | 5.000 |
| 2. Runde | 25. Oktober 1987 | Auswärts | Schwarz-Weiß Essen | 0:1 | 5.500 | |
| 1988/89 | 1. Runde | 5. August 1988 | Auswärts | 1. FC Köln | 1:6 | 6.000 |
| 1989/90 | 1. Runde | 19. August 1989 | Auswärts | FC Wangen 05 | 3:0 | 1.200 |
| 2. Runde | 23. September 1989 | Heim | Bayer 04 Leverkusen | 1:0 | 5.000 | |
| Achtelfinale | 11. November 1989 | Auswärts | MSV Duisburg | 1:4 | 10.000 | |
| 1990/91 | 1. Runde | 4. August 1990 | Auswärts | Stuttgarter Kickers | 0:4 | 2.100 |
| 1991/92 | 1. Runde | 27. Juli 1991 | Auswärts | SpVgg Weiden | 2:1 n.V. | 2.000 |
| 2. Runde | 17. August 1991 | Auswärts | Hansa Rostock | 1:3 | 4.000 | |
| 1992/93 | 2. Runde | 12. September 1992 | Auswärts | FC Remscheid | 1:2 | 1.500 |
| 1993/94 | 2. Runde | 24. August 1993 | Heim | FC Bayern München II | 1:2 n.V. | 2.500 |
| 1999/2000 | 1. Runde | 31. Juli 1999 | Heim | Chemnitzer FC | 2:4 | 5.500 |
| 2001/02 | 1. Runde | 26. August 2001 | Heim | FC St. Pauli | 3:1 | 8.000 |
| 2. Runde | 28. November 2001 | Heim | SC Freiburg | 6:4 n.E. | 14.200 | |
| Achtelfinale | 12. Dezember 2001 | Heim | FC Schalke 04 | 0:1 n.V. | 25.000 | |
| 2006/07 | 1. Runde | 10. September 2006 | Heim | Hertha BSC | 0:1 n.V. | 14.700 |
| 2007/08 | 1. Runde | 5. August 2007 | Heim | SpVgg Greuther Fürth | 1:3 | 5.400 |
| 2008/09 | 1. Runde | 10. August 2008 | Heim | SV Wehen Wiesbaden | 0:2 | 5.500 |
| Name | Trainer von | Trainer bis |
|---|---|---|
| Adam Keck | 1945 | 14. September 1950 |
| Bohuslav Snopek | 19. September 1950 | September 1951 |
| Fritz Meusel | September 1951 | November 1951 |
| Rudolf Gramlich | November 1951 | März 1952 |
| Lothar Schröder | 1952 | 1953 |
| Karl Vetter | 1953 | Februar 1955 |
| Hermann Schmidtmer | Februar 1955 | 30. Juni 1956 |
| Ludwig Kolb | 1956 | 1959 |
| Adolf Schmidt | 1959 | 1961 |
| Ernst Lehner | 1961 | Februar 1966 |
| Albert Thalheimer | Februar 1966 | 31. Oktober 1966 |
| Hermann Schmidtmer | 31. Oktober 1966 | 30. Juni 1967 |
| Radoslav Momirski | 1967 | 1968 |
| Heinz Lucas | 1968 | 1970 |
| Adolf Schmidt | 1970 | Oktober 1970 |
| Wolfgang Solz | Oktober 1970 | 30. Juni 1971 |
| Udo Klug | 1. Juli 1971 | 9. November 1976 |
| Lothar Buchmann | 15. November 1976 | 7. April 1979 |
| Klaus Schlappner | 18. April 1979 | 30. Juni 1979 |
| Jörg Berger | 1. Juli 1979 | 18. Januar 1980 |
| Werner Olk | 21. Januar 1980 | 13. März 1982 |
| Manfred Krafft | 22. März 1982 | 30. Juni 1983 |
| Hans-Dieter Zahnleiter | 1. Juli 1983 | 13. April 1984 |
| Lothar Kleim | 14. März 1984 | 23. September 1984 |
| Udo Klug | 27. September 1984 | 29. Juni 1986 |
| Eckhard Krautzun | 9. September 1986 | 9. Juni 1987 |
| Uwe Ebert | 10. Juni 1987 | 30. Juni 1987 |
| Klaus Schlappner | 1. Juli 1987 | 30. Juni 1988 |
| Werner Olk | 1. Juli 1988 | 17. November 1988 |
| Rainer Scholz | 18. November 1988 | 2. März 1989 |
| Eckhard Krautzun | 3. März 1989 | 30. Juni 1989 |
| Dieter Renner | 5. Juli 1989 | 31. März 1990 |
| Uwe Klimaschefski | 3. April 1990 | 6. April 1990 |
| Uwe Ebert | 7. April 1990 | 18. Mai 1990 |
| Slobodan Cendic Vertrag nicht umgesetzt | 1. Juni 1990 | 13. Juni 1990 |
| Jürgen Sparwasser | 21. Juni 1990 | 5. November 1991 |
| Uwe Ebert | 6. November 1991 | 15. Dezember 1991 |
| Rainer Scholz | 1. Januar 1992 | 31. August 1992 |
| Gernot Lutz | 1. September 1992 | 21. September 1992 |
| Alexander Mandziara | 22. September 1992 | 30. Juni 1993 |
| Gernot Lutz | 1. Juli 1993 | 20. Februar 1994 |
| Gerhard Kleppinger | 21. Februar 1994 | 1. Mai 1996 |
| Max Reichenberger | 3. Mai 1996 | 10. Oktober 1996 |
| Martin Bremer | 11. Oktober 1996 | 16. Oktober 1996 |
| Lothar Buchmann | 17. Oktober 1996 | 17. Mai 1998 |
| Slavko Petrović | 18. Mai 1998 | 12. Oktober 1999 |
| Eckhard Krautzun | 12. Oktober 1999 | 27. Mai 2000 |
| Michael Feichtenbeiner | 27. Mai 2000 | 23. April 2002 |
| Hans-Werner Moser | 21. Mai 2002 | 9. April 2003 |
| Bruno Labbadia | 28. Mai 2003 | 31. Juni 2006 |
| Gino Lettieri | 1. Juli 2006 | 5. Oktober 2006 |
| Gerhard Kleppinger | 6. Oktober 2006 | 20. April 2009 |
| Živojin Juškić | 21. April 2009 | 20. März 2010 |
| Kosta Runjaic | 23. März 2010 |
Nachfolgend genannte Spieler haben mindestens zwei Jahre für den SV Darmstadt 98 gespielt. Alle Angaben zu Spielen und erzielten Toren beziehen sich auf die Zeit als Spieler in Darmstadt.
Rolf Barth – Willi Abt, Hermann Schmidtmer, Adam Keck – Georg Reeg, Rudi Leichtlein, Erich Hofmann, Ludwig Herwig, Helmut Michel – Karl Mühlenbach, Werner Böhmann.
Uwe Ebert (Helmut Gass) – Uwe Stephan, Horst Fetick, Rolf Hahl, Karlheinz Bauer (Georg Weber, Matthias Ringhof) – Jürgen Rohweder, Wolfgang Solz, Dieter Kraft (Wolfgang Schütze, Hans Schnepper, Dieter Stangel) – Helmut Koch, Manfred Diehl, Klaus Hahn (Kurt Schmidt), Peter Gimbel.
Uwe Ebert (Erich Thorn) – Gerd Deutsch, Edwin Westenberger, Walter Bechtold, Willi Wagner (Manfred Wirth, Rolf Hahl, Hartwig Droste) – Herbert Dörenberg, Dieter Ungewitter, Hans Lindemann (Volker Rapp, Manfred Mattes) – Joachim Weber, Rudolf Koch, Bernhard Metz (Jochen Schmaltz, Erich Schmiedl, Kurt Schmidt).
Dieter Rudolf (Karl-Heinz Seyffer) – Gerhard Kleppinger, Edwin Westenberger, Walter Bechtold, Otto Frey (Herbert Dörenberg, Stefan Sprey, Herbert Pampuch) – Willi Weiß, Manfred Drexler, Willi Wagner (Hans Lindemann, Dietmar Schabacker) – Joachim Weber, Peter Cestonaro, Uwe Hahn (Bernhard Metz, Rainer Korlatzki, Jürgen Krumbein).
Dieter Rudolf (Frank Berlepp) – Uwe Beginski, Edwin Westenberger, Willi Wagner, Andreas Karow (Günter Menges, Günter Reinhardt) – Willi Weiß, Oliver Posniak, Rudi Collet (Uwe Hahn, Glenn Jordens) – Detlev Bruckhoff, Peter Cestonaro, Horst Neumann (Rainer Korlatzki, Willi Bernecker, Dieter Pötschke, Roland Best).
Jan Zimmermann, Joel Samake (Rainer Adolf) - Fouad Brighache, Jonas Grüter, Markus Brüdigam, Tunay Acar, Cem Islamoglu (Nikolaos Nakas, Timo Becker, George Worcester, Glody Kuba) - Boris Kolb, Sascha Amstätter, Uwe Hesse, Yannick Stark, Sven Sökler, Henry Onwuzuruike (Blerton Muca, Muharrem Reka, Velibor Velemir, Hassan Amin, Aleksandar Mastilovic, Eugen Schiffmann) - Oliver Heil, Matías Cenci, Daniele Toch, Abdelaziz Ahanfouf (Michael Schürg, Christian Henel, Haluk Türkeri, Zülfikar Cosguner).
Dieter Rudolf (Karl-Heinz Seyffer) – Gerhard Kleppinger, Edwin Westenberger, Walter Bechtold, Jürgen Kalb (Otto Frey, Dietmar Schabacker) – Willi Weiß, Manfred Drexler, Kurt Eigl (Willi Wagner, Rudi Weiler, Hans Lindemann) – Joachim Weber, Peter Cestonaro, Uwe Hahn (Bernhard Metz, Rainer Korlatzki, Martin Bremer, Cha Bum-Kun, German Meier)
Dieter Rudolf (Frank Berlepp) – Uwe Beginski, Edwin Westenberger, Willi Wagner, Helmut Zahn (Willi Bernecker, Roland Gerber) – Oliver Posniak, Uwe Hahn, Guido Stetter (Wolfgang Trapp, Willi Weiß, Rudi Collet, Glenn Jordens, Detlef Bruckhoff) – Helmut Vorreiter, Peter Cestonaro, Bodo Mattern (Dieter Pötschke, Jürgen Saur).
| Kader Saison 2011/12 | |||||||
| Nr. | Spieler | Nat. | Geburtsdatum | beim SVD seit | letzter Verein | Drittligaspiele | Drittligatore |
| Torhüter | |||||||
| 1 | Jan Zimmermann |
|
19.04.1985 | 2011 | Eintracht Frankfurt | 29 | 0 |
| 28 | David Salfeld | |
02.11.1990 | 2011 | Rot-Weiß Frankfurt | 0 | 0 |
| 29 | Thomas Bromma | |
22.09.1992 | 2011 | SSV Ulm 1846 U19 | 0 | 0 |
| Abwehr | |||||||
| 2 | Julian Ratei | |
12.07.1988 | 2011 | TSV 1860 München II | 26 | 1 |
| 4 | Fouad Brighache | |
10.05.1982 | 2009 | Kickers Offenbach | 83 | 0 |
| 5 | Andreas Gaebler | |
17.04.1984 | 2011 | SV Wilhelmshaven | 105 | 6 |
| 6 | Christian Beisel | |
08.12.1982 | 2011 | 1. FC Heidenheim | 150 | 8 |
| 15 | Marko Kopilas | |
22.07.1983 | 2012 | Kickers Offenbach | 145 | 3 |
| 16 | Markus Brüdigam | |
07.04.1986 | 2009 | Viktoria Aschaffenburg | 10 | 0 |
| 53 | Cem İslamoğlu | |
04.09.1980 | 2010 | SV Elversberg | 194 | 6 |
| Mittelfeld | |||||||
| 14 | Uwe Hesse | |
16.12.1987 | 2009 | SG Dornheim | 27 | 2 |
| 17 | Matthias Heckenberger | |
09.11.1982 | 2011 | 1. FC Nürnberg II | 61 | 8 |
| 18 | Danny Latza | |
07.12.1989 | 2011 | FC Schalke 04 II | 27 | 6 |
| 19 | Christopher Hübner | |
15.11.1986 | 2011 | SV Wehen Wiesbaden II | 5 | 0 |
| 20 | Henry Onwuzuruike | |
26.12.1979 | 2011 | SSV Ulm 1846 | 66 | 9 |
| 22 | Sascha Amstätter | |
08.11.1977 | 2010 | SV Wehen Wiesbaden | 210 | 23 |
| 23 | Benjamin Baier | |
23.07.1988 | 2011 | RB Leipzig | 48 | 5 |
| 24 | Kevin Wölk | |
28.05.1985 | 2011 | Rot Weiss Ahlen | 71 | 9 |
| 25 | Nikola Mladenovic | |
16.06.1992 | 2009 | 1. FSV Mainz 05 U17 | 0 | 0 |
| 61 | Burak Bilgin | |
19.07.1992 | 2009 | 1. FSV Mainz 05 U17 | 2 | 0 |
| Sturm | |||||||
| 7 | Preston Zimmerman | |
21.11.1988 | 2011 | 1. FSV Mainz 05 II | 63 | 13 |
| 9 | Marcus Steegmann | |
04.02.1981 | 2011 | TuS Koblenz | 270 | 72 |
| 10 | Dimitry Imbongo Boele | |
28.03.1990 | 2011 | TSV 1860 München II | 12 | 0 |
| 13 | Rudi Hübner | |
15.06.1986 | 2011 | Wormatia Worms | 22 | 3 |
| 43 | Oliver Heil | |
19.06.1988 | 2010 | SV Waldhof Mannheim | 18 | 3 |
Stand: 17. März 2012
| Zugänge | Abgänge
|
| Name | Funktion | |
|---|---|---|
| Trainer- und Betreuerstab | ||
| Kosta Runjaic | Trainer | |
| Tuncay Nadaroğlu | Co-Trainer | |
| Thomas Zampach | Co-Trainer | |
| Helmut Koch | Betreuer | |
| Utz Pfeiffer | Betreuer | |
| Präsidium | ||
| Hans Kessler | Präsident | |
| Klaus Rüdiger Fritsch | Vize-Präsident | |
| Markus Pfitzner | Vize-Präsident | |
| Anne Baumann | Finanzen | |
| Wolfgang Arnold | Amateurabteilungen | |
Der Haupt- und Trikotsponsor des SV Darmstadt 98 ist die Software AG. Am 20. Mai 2008 löste das internationale Unternehmen für Softwarelösungen das Darmstädter Haarpflegeunternehmen Wella ab, das rund drei Monate zuvor aufgrund des ausstehenden Insolvenzverfahrens als Hauptinvestor abgesprungen war. Die Bereitschaft der Software AG zur Unterstützung der Lilien und die somit sichergestellte finanzielle Sicherheit für die Saison 2008/2009 führte zur Erfüllung der Bedingungen, die der DFB im Lizenzierungsverfahren um die neue Regionalliga Süd gestellt hatte. Über die Höhe der Gelder wurde Stillschweigen vereinbart. Gründe für das eigentlich ungewöhnliche Sportsponsoring der Software AG sah SAG-Finanzvorstand Arnd Zinnhardt in der Verbundenheit zweier Darmstädter Institutionen sowie in der Wichtigkeit der Jugendförderung und des Breitensports.
Eine weitere wichtige Säule in der finanziellen Planung des SV 98 sind die fünf Premiumsponsoren. Im Zuge der Arbeit an der Rücknahme des Insolvenzvertrags konnte Evonik Industries am 20. Juni 2008 als neuer Premiumsponsor vorgestellt werden. Der Chemiekonzern besitzt mit der Röhm AG ein Tochterunternehmen in Darmstadt. Auch Ex-Hauptsponsor Wella unterstützt die Lilien nun als Premiumsponsor. Ein weiteres in Darmstadt ansässiges Unternehmen ist die HEAG Südhessische Energie (HSE). Das Dienstleistungsunternehmen für Energie, Wasser und Entsorgung unterstützt den Verein als Mutterkonzern sowie mit ihrer Tochter und ehemaligem Trikotsponsor entega. Der fünfte Premiumsponsor ist Amadeus Fire. Das Managementunternehmen ist auch Hauptsponsor der Jugendabteilung.
Des Weiteren wird der SV Darmstadt 98 von zehn Co-Sponsoren unterstützt. Diese sind in Darmstadt und Umgebung ansässige Unternehmen oder sie besitzen eine Zweigstelle in bzw. in der Nähe von Darmstadt. Die Co-Sponsoren sind der Immobiliendienstleiter bauverein AG, das Darmstädter Autohaus Brass, das lokale Reinigungsunternehmen EAD, die HEAG, der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA, die Pfungstädter Brauerei, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, die Sparkasse Darmstadt sowie Sparkasse Darmstadt Immobiliencenter und das Gastronomie- und Cateringunternehmen stolz-service.
Außerdem wird der SV Darmstadt 98 noch von 37 sogenannten "Partnern der Lilien" unterstützt. Als Ausrüster wird das in Darmstadt-Eberstadt platzierte Sportgeschäft Sport Mroczek angegeben. Die Trikots stellt seit 2005 Nike zur Verfügung.
Der SV Darmstadt 98 hat eine sehr breite Fanszene. Aktuell liegt der Zuschauerschnitt in der 3. Liga bei mehr als 8.000 Zuschauern. Das Stadion war beim Benefizspiel gegen den FC Bayern München am 13. Mai 2008 mit 19.800 verkauften Karten letztmals ausverkauft.
Hauptverantwortlich für den akustischen und optischen Support bei Heim- und Auswärtsspielen sind die Ultras Darmstadt, die sich zu Beginn der Rückrunde der Saison 2007/08 zur Rückkehr in den F-Block im Außenbereich der Haupttribüne entschlossen. Dies wurde hauptsächlich durch den dadurch gezeigten Zusammenhalt mit dem Rest der Fanszene in den schwierigen Zeiten der drohenden Insolvenz begründet. Die Ultras Darmstadt wurden 2003 gegründet und setzen sich neben dem Fußball für Antirassismus und gegen Polizeiwillkür ein. Die Gruppe ist derzeit die aktivste und auffälligste Fanorganisation der Lilien. Diverse Choreografien wurden von den Ultras in Eigenregie organisiert und finanziert. Ihre Mitgliederzahl hat sich im Moment bei 40 aktiven Fans eingependelt. Weitere Gruppen, die sich vor allem im oberen Bereich des F-Blocks für die Stimmung engagieren, sind die Allesfahrer Darmstadt (AFD) und der Fanclub „Blue Madness“. Am anderen Ende der Haupttribüne befindet sich der von einzelnen Fans bestimmte A-Block, der eher für einen klassisch-englischen Oldschool-Support steht.
2002 entstand mit der Trägerschaft des Internationalen Bundes das Fanprojekt Darmstadt. Erster Fanprojektleiter war Andreas Gompf, der das Fanprojekt innerhalb der Fanszene etablierte, bevor er 2004 einem schweren Krebsleiden erlag. Heute ist das Fanprojekt eine der wichtigsten Säulen der Darmstädter Fanszene und bezog im Sommer 2006 seine neuen Räumlichkeiten in der Erbacher Straße. Hier ist seitdem der Anlaufpunkt unter der Woche für die Lilienfans entstanden, welcher vor allem von den Ultras Darmstadt genutzt wird.
Im Oktober 2007 gründete sich mit dem "Fanverein Darmstadt 98" der Dachverband der Lilienfans. Der Fanverein sieht sich selbst als Sprachrohr aller Lilienfans und möchte somit als legitime Vertretung der Fans gegenüber dem Verein, der Presse oder anderen Institutionen auftreten. Hierbei sollen vor allem die Interessen, Wünsche und die Kritik der Fans nach außen getragen werden und eine Ansprechstation für Fanfragen geliefert werden. Der Fanverein sieht seine Ziele in der Vereinigung der verschiedenen Fangruppen und deren Interessen, einer verbesserten Kommunikation zwischen den Fans und eine, daraus resultierende, Förderung der Fanaktivitäten und der Fankultur am Böllenfalltor. Durch die bereits vorhandenen Strukturen konnte der Fanverein schon am Tag des Bekanntwerdens der finanziellen Schwierigkeiten des SV 98 unterstützende Aktionen starten. Durch seine hohe Aktivität rund um dieses Thema entwickelte der noch junge Verein rasch einen hohen Bekanntheitsgrad und Mitgliederzuwachs.
Die Lilien spielen im Stadion am Böllenfalltor, benannt nach Pappeln, den so genannten Böllen. Der Rest des Namens leitet sich aus einem Stadttor ab, das sich in unmittelbarer Umgebung des heutigen Stadions befand.
Siehe auch Hauptartikel Stadion am Böllenfalltor
Die U23 des SV 98 wird von Dirk Wolf trainiert spielt in der Verbandsliga Hessen Süd. Sie gilt als Talentquelle für die Profimannschaft, da sie in den letzten Jahren Spieler wie die jetzigen Bundesligaspieler Ivo Iličević oder Mergim Mavraj herausgebracht hat.
Der SV Darmstadt 98 II kommt bereits seit Jahren in der Verbandsliga (zuvor Landesliga) nicht ernstzunehmend auf Aufstiegs- oder Abstiegsränge und ist fester Bestandteil dieser aktuell sechsthöchsten Liga. Die U23 trägt ihre Spiele im HEAG-Stadion aus. Die beiden Kunstrasenplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe des Böllenfalltorstadions, sind mit Flutlicht ausgestattet und haben eine offizielle Kapazität von 1.500 Stehplätzen.
Torhüter
|
Abwehr
|
Mittelfeld
|
Angriff
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Der SV Darmstadt 98 verfügt über ein breit gefächertes Angebot für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 19 Jahren. Besonders erfolgreich sind dabei die A-Junioren, bereits 2006 machten sie mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales auf sich aufmerksam. Am 21. Juni 2009 gelang den A-Junioren der Aufstieg in die Bundesliga Süd nachdem sie sich in der Relegation gegen Saarbrücken durchsetzen konnten, allerdings wurde der Klassenerhalt in der höchsten deutschen A-Jugendklasse zwischen den Nachwuchsabteilungen der ambitionierten Bundesligisten wie beispielsweise dem FC Bayern München, VfB Stuttgart oder dem 1. FSV Mainz 05 nicht erreicht und es folgte auf Platz 12 von insgesamt 14 Teilnehmern der Wiederabstieg.
Als langfristiges Ziel ist vorgesehen, die U19- und U17-Mannschaften, die derzeit in den zweithöchsten Klassen spielen, in die Bundesligen zu führen und zu etablieren. Auch die unteren Jugendabteilungen sind als sehr erfolgreich einzustufen, da fast alle Altersklassen der Darmstädter Jugend in altershöheren Ligen etabliert sind. Die U13 überspringt sogar zwei Altersklassen und spielt im Ligensystem der U15-Junioren mit.
Die Tischtennisabteilung ist die zweiterfolgreichste des SV 98. Bereits 1932/33 wurde die Herrenmannschaft, der u.a. Karl-Heinz Eckardt angehörte, deutscher Vizemeister. Später haben insbesondere die Frauen für Erfolge gesorgt. Die erste Damenmannschaft gehörte bereits seit den frühen 1960er Jahren zu den besten hessischen Frauenteams. Bis zum erstmaligen Abstieg 1960 gehörte die Mannschaft der Oberliga Südwest an. Nach dem Wiederaufstieg in die nun zweitklassige Oberliga 1974 etablierten sich die Lilien bald in der Spitzengruppe und wurden 1978 Vizemeister hinter dem TTC Olympia Koblenz. Ein Jahr später gelang dann der Aufstieg in die Tischtennis-Bundesliga, aus der man aber postwendend wieder abstieg. Der sofortige Wiederaufstieg scheiterte, weil die Darmstädterinnen 1981 hinter dem ATSV Saarbrücken lediglich Zweite in der nun Regionalliga genannten Klasse wurden. Derzeit spielt das Team in der Zweiten Bundesliga Süd, die Herren als Amateure in der Hessenliga (Gruppe Süd-West).
Die 1951 gegründete Judoabteilung ist hauptsächlich durch ihre Jugendarbeit bekannt. Aktuell kämpfen die männlichen Judoka in der Oberliga Hessen.
Außerdem bietet der Sportverein noch Basketball, Wandern, Cheerleading, Leichtathletik, Tischtennis und Futsal an.
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