|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Sachbuch ist die deutschsprachige Bezeichnung für ein Buch, das ein bestimmtes Sachthema für ein Laienpublikum darstellt. Teils wird der Begriff Sachbuch synonym zum englischen „non-fiction“ verwendet und bildet dann das Gegenstück zur Belletristik im weiteren Sinne, entsprechend der „fiction“ im Englischen (von lateinisch „fictum“, erfunden).
Im Gegensatz dazu richtet sich ein Fachbuch an die Spezialisten eines bestimmten wissenschaftlichen oder auch etwa handwerklichen Faches.
Inhaltsverzeichnis |
Sachbücher, Lehrbücher und Fachbücher unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Zielsetzung.
Nachschlagewerke, Enzyklopädien, Schulbücher, Musikbücher oder Reiseliteratur, auch Almanache zählen in der Regel zu den Sachbüchern.
Buchhandlungen, Bibliotheken und Verlage teilen ihre SachbĂĽcher ganz unterschiedlich in Abteilungen und Schwerpunkte ein; es gibt keine einheitliche Systematik der Warengruppen. So passt ein Buch ĂĽber die Digitalfotografie in das Regal Kunst/Fotografie ebenso wie in die Abteilung Computer/Bildbearbeitung.
Eine mögliche Einteilung der wichtigsten Sachbuchgattungen:
Das auflagenstärkste deutsche Sachbuch war (und ist) Götter, Gräber und Gelehrte von C. W. Ceram, das, obgleich es sich „Roman der Archäologie“ nannte, das Sachbuch als literarisches Genre populär machte. Als auflagenstärkstes Sachbuch aller Zeiten gilt in den USA die Autobiografie von Lee Iacocca: Iacocca – eine amerikanische Karriere. Und das Guinness-Buch ist das weltweit am häufigsten verkaufte urheberrechtlich geschützte Buch.
Die germanistische Definition ist umstritten. So grenzt die Poetologie des Sachbuchs die Ratgeberliteratur gerne aus und nimmt nur das sogenannte erzählende Sachbuch in die Kategorie auf (siehe Weblink). Es wird an verschiedener Stelle auf Sergej Tretjakow und seine Begriffsprägung der „Biographie des Dings“ hingewiesen.
Es wird allgemein zwischen Sachbuch und Fachbuch unterschieden, wobei die Abgrenzung nicht immer klar erfolgen kann. Beispielsweise kann ein Buch, das psychologische Themen abhandelt und sich an Ingenieure und Wirtschaftsleute wendet, sowohl als Sachbuch betrachtet werden, da die Zielgruppe keine Psychologen sind, jedoch auch als Fachbuch, da dennoch Kernthemen der Zielgruppe, wie Arbeitssicherheit behandelt werden. Die Einordnung hängt unter anderem davon ab, welche Kompetenzen der Autor seinen Lesern zubilligt.
Rund jedes dritte verkaufte Buch kann als Ratgeber bezeichnet werden. Ein wesentlicher Teil wird heute über amazon.com und andere Internet-Anbieter verkauft. Doch noch immer macht der stationäre Buchhandel den größten Umsatz mit Ratgebern bzw. Sachbüchern, wenn auch tendenziell leicht rückläufig. In den letzten Jahren wird dafür zunehmend in den sogenannten „Nebenmärkten“ – also in Geschäften, die nicht zur Buchbranche gehören, wie z. B. Baumärkten, Apotheken, Reformhäusern – ein wachsender Anteil von thematisch zum jeweiligen Warenangebot passenden Sachbüchern verkauft.
Der Anteil der Sachbücher am Gesamtumsatz verkaufter Bücher ist sehr stark von der Art des Einbandes abhängig. Im Bereich der Hardcover-Bücher (fest „gebundene“ Bücher) liegt der Anteil der Sachbücher bei 84 Prozent, hingegen bei den Softcover-Büchern (Taschenbücher oder auch Paperback genannt) nur bei 14 Prozent. Hier führt die Belletristik mit 54 Prozent.[1]
Anteil am Umsatz aller verkauften SachbĂĽcher in Deutschland[1] (Stand Mai 2008):
2008 ging die Nachfrage speziell nach Gesundheitsratgebern zurück. Im Vergleich zu 2007 wurden hier 3,9 Prozent weniger Umsatz gemacht. Als mögliche Ursache werden kostenlose Gesundheitsratgeber-Sites online genannt.[2]