|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Safi | ||||
| ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Marokko | |||
| Region: | Doukala-Abda | |||
| Provinz: | Safi (Provinz) | |||
| Koordinaten | 32° 17′ N, 9° 14′ W32.2833333333-9.23333333333Koordinaten: 32° 17′ N, 9° 14′ W | |||
| Einwohner: | 344.800 (1. Januar 2004) | |||
| Webpräsenz (Stadtverwaltung): | ||||
Safi (arabisch أسفي, DMG Asfī oder آسفي / Āsfī) ist eine Stadt in Marokko mit 344.800 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004) an der Atlantikküste, 250 Kilometer südwestlich von Casablanca entfernt, Verwaltungszentrum der Provinz Safi und der Region Doukala-Abda, nach Casablanca wichtigster Hafen und Industriestandort des Landes.
Nachdem bereits im Jahre 1253 die Genuesen einen Stützpunkt in Safi errichtet hatten, dessen weitere Geschichte jedoch im Dunkeln liegt, gründeten Mitte des 15. Jahrhunderts die Portugiesen eine Handelsniederlassung als Zwischenstation auf ihrem Weg nach Schwarzafrika und Indien. Aufgrund wiederholter Angriffe der Berber in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gaben sie den Ort jedoch schon bald wieder auf. Als Handelsstadt war Safi weiterhin von Bedeutung, im 17. Jahrhundert bestanden rege Kontakte nach Europa.
Am 25. Mai 1969 und am 17. Mai 1970 war Safi Ausgangspunkt der beiden Versuche Thor Heyerdahls, den Atlantik mit den Papyrusbooten Ra und Ra II zu überqueren und so die Möglichkeit eines frühen Kulturkontaktes von Nordafrika (Ägypten) nach Mittel- und Südamerika nachzuweisen.
Außerhalb der Altstadtmauern, westlich der Place de l´Indépendance, entstand im 16. Jahrhundert die portugiesische Festung Dar el-Bahar (Meeresschloss) mit später hinzugefügten interessanten Bronzekanonen. Vom südlichen Turm der Festungsanlage bietet sich ein schöner Altstadtblick.
Sehenswert sind die Grande Mosquée, die sich an der Stelle der - möglicherweise unvollendet gebliebenen - portugiesischen Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert erhebt. Im Süden blieb der im manuelinischen Stil errichtete Chor des christlichen Sakralbaus ("Chapelle Portugaise") erhalten.
Am östlichen Rand der Altstadt liegt die ebenfalls aus portugiesischer Zeit stammende, imposante Festung Borj ed-Dar, „Festung der Residenz“, die auch Kechla genannt wird. Innerhalb der starken Mauern befinden sich eine kleine Moschee und der Palast Dar el-Makhzen, in dem ein Keramikmuseum untergebracht ist.
Safi ist auch bekannt für seine Keramik-Märkte und seine Keramik-Industrie. Neben Gebrauchskeramik stellt man hier auch - aus längsgeteilten Röhren - die grünen Dachziegel her, mit denen Moscheen, Mausoleen, Medersen und Königspaläste gedeckt sind.
Alupka | Aluschta | Amastris | Bosporo | Caffa | Cembalo | Cherson | Chios | Foggia | Jalta | Kilija | Korsika | Monaco | Lesbos | Licostomo | Matrida | Maurocastro | Rhodos | Safi | Salé | Samos | Sardinien | Simesso | Sinope | Smyrna | Sudak | Taman-Halbinsel | Tana | Thasos | Tmutarakan | Trebizon | Zypern (Protektorat)