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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Altmarkkreis Salzwedel | |
| Höhe: | 19 m ü. NN | |
| Fläche: | 304,53 km² | |
| Einwohner: |
24.874 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 29410, 29413, 29416 | |
| Vorwahlen: | 03901, 039032, 039033, 039037, 039038 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SAW | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 81 455 | |
| LOCODE: | DE SZW | |
| NUTS: | DEE04 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
An der Mönchskirche 5 29410 Salzwedel | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Sabine Danicke (parteilos) | |
| Lage der Kreisstadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel | ||
Die Hansestadt Salzwedel ist Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Salzwedel liegt im nordwestlichen Teil der Altmark an der Einmündung der Salzwedeler Dumme in die Jeetze. Benachbarte regional bedeutsame Städte sind Uelzen (im Westen, 44 km), Lüchow (im Norden, 12 km), Gardelegen (im Süden, 41 km) und Arendsee (im Osten, 24 km).
Als Ortschaften der Stadt sind ausgewiesen (in Klammern angegeben sind die zugehörigen Ortsteile[2], falls die Ortschaft mehrere Ortsteile umfasst):
Die frühesten archäologischen Funde, die auf eine Ansiedlung hinweisen, befinden sich weit außerhalb des heutigen Innenstadtbereichs. Allerdings ist ein Gerät aus Salzwedel bisher als „echt“ zu bezeichnen und könnte etwa 200.000 Jahre alt sein – also aus der Altsteinzeit. Es stammt aus einer Kiesgrube westlich der Stadt vom Lichtenberg. Im benachbarten Wendland, insbesondere aus der Umgebung um Lüchow, sind sehr viel mittel- und jungsteinzeitliche Fundplätze bekannt, die teilweise ausgegraben wurden und noch werden. Somit kann man davon ausgehen, dass seit mindestens 200.000 Jahren die nähere Umgebung um Salzwedel immer wieder durch Gruppen von Jägern und Sammlern aufgesucht wurde.
Nach der letzten Eiszeit, die etwa vor 14.000 Jahren endete, befand sich zwischen Salzwedel und Wustrow im Wendland ein See. Menschen, die zeitweise an den Ufern des Sees siedelten, hinterließen viele Feuersteingeräte, aber auch Geweih- und Knochengeräte. Einzelne dieser Geweihgeräte wurden in der Jeetze gefunden.
Auch in der mittleren und späten Jungsteinzeit (etwa 3600–2000 v. Chr.) stammen nur wenige Stücke aus dem Stadtgebiet. Ein spätbronzezeitlicher Fund vom alten Wasserwerk und ein Gräberfeld (etwa an der heutigen B71) deuten auf eine ständige Besiedlung des näheren Stadtgebiets Salzwedels seit etwa 1000 v. Chr. hin. In der frühen Eisenzeit bestand ein Friedhof etwa auf diesem Gebiet (ab 700 v. Chr.) und es entstand ein neuer Friedhof namens „Auf dem hohen Felde“, also ganz in der Nähe. Zum Ende der vorrömischen Eisenzeit ab ca. 200 v. Chr. werden neue Friedhöfe auf dem Perver Windmühlenberg (südöstlich von Salzwedel) und auf dem ehemaligen Exerzierplatz bei Kricheldorf (südlich von Salzwedel) angelegt. Aus der spätrömischen Kaiserzeit und der Völkerwanderung (180–500 n. Chr.) gibt es bisher nur sehr wenige Einzelfunde.
Seit dem Jahr 800 ist eine Siedlung an der Stelle der heutigen Stadt bekannt, die sich in Nachbarschaft einer Burg, der Burg Salzwedel, befand. Der alte Name Soltwidele weist auf eine Furt durch die Jeetze an der alten Salzstraße hin. Im Jahre 1112 wird die Burg bei Salzwedel zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Salzwedel führt seine Stadtgründung auf Albrecht den Bären (1100–1170) aus dem Hause der Askanier zurück, der zeitweilig auf der Burg Salzwedel lebte; die erste Bezeichnung als „Stadt“ datiert aus dem Jahre 1233. Ab 1247 entstand unmittelbar nordöstlich der Altstadt die Neustadt als planmäßige Gründung und eigenständige Stadt. Beide Städte lagen innerhalb der Stadtmauer. Erst im Jahr 1713 wurden Altstadt und Neustadt vereinigt. Von 1263 bis 1518 war Salzwedel Mitglied der Hanse.
In der im 18. Jahrhundert ausgestorbenen polabischen („wendischen“) Sprache der Gegend wurde Salzwedel Ljosdit (Lôsdît, Lósdy) genannt, welches eventuell von ljos (slawisch lěsă, „Wald“) abgeleitet wurde.
Die Reformation fasste in Salzwedel 1541 Fuß. Der Dreißigjährige Krieg brachte die Stadt an den Rand des Ruins, ohne dass sie belagert wurde. Grund dafür war die Einquartierung fremder Truppen. 1870 erhielt die Stadt einen Eisenbahnanschluss. In der Folge kamen weitere Strecken hinzu.
Nach dem Ersten Weltkrieg entstand Hoyersburg als Ortsteil von Salzwedel. Die Gründung der Siedlung erfolgte vorrangig, um Russlanddeutsche, die vor allem als Forstarbeiter für die Stadt tätig waren, anzusiedeln.
Während des Zweiten Weltkrieges war ab 1942 auf dem Gelände einer Düngemittelfabrik in der Gardelegener Straße ein Lager für Zwangsarbeiter eingerichtet, das von Ende Juli 1944 bis zum 14. April 1945 als Außenlager Salzwedel, ein Frauenlager des KZ Neuengamme, weiter betrieben wurde. Anfänglich 400 und später bis zu 1.500 zumeist jüdische Frauenhäftlinge unterschiedlicher Nationalitäten mussten für die Draht- und Metallfabrik Salzwedel, eine Tochterfirma der Magdeburger Polte-Werke, in zwei 12-Stunden-Schichten Schwerstarbeit in der Munitionsherstellung verrichten. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden immer mehr Frauen aus anderen Konzentrationslagern vor den anrückenden Alliierten ins Lager Salzwedel transportiert und am 14. April 1945 befreite die 9. US-Armee dort 3.000 Häftlinge[3].
Die Gestapoleitstelle Magdeburg betrieb des Weiteren im Ort im Rahmen der Brabag ein Zwangsarbeiterlager für sogenannte Halbjuden.
Ein Bombenangriff am 22. Februar 1945 zerstörte den Bahnhofsbereich und forderte etwa 300 Tote. Die mittelalterliche Altstadt blieb jedoch weitgehend erhalten, da Ziele des Angriffs die Bahnstrecken und Industriegebäude waren. Zur DDR-Zeit verfielen allerdings zahlreiche alte Häuser.
Von 1946 bis 1950 war Salzwedel eine kreisfreie Stadt. 1952 wurde es dem neugegründeten Bezirk Magdeburg zugeordnet.
In der DDR wurde die Stadt von April 1971 bis April 1986 Standort der Hubschrauberstaffel 16 der Fliegerkräfte der Grenztruppen der DDR, danach noch Außenstelle des Standortes Nordhausen, zuletzt mit Hubschraubern der Typen Mil Mi-2 und Mil Mi-8.
Seit dem 1. April 2008 trägt die Stadt den Namenszusatz Hansestadt.
(jeweils zum 31. Dezember)
Eingemeindungen nach Salzwedel fanden in den Jahren 1908 (Perwer), 1950 (Böddenstedt)[4], 1974 (Krinau)[4], 2003 (drei Gemeinden)[5], 2005 (Stappenbeck)[6], 2009 (Benkendorf)[7], 2010 (zehn Gemeinden)[8] und 2011 (zwei Gemeinden)[9] statt.
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Andorf | 1. Mai 1992 | Eingemeindung nach Henningen |
| Barnebeck | 1. Mai 1992 | Eingemeindung nach Henningen |
| Benkendorf | 1. Januar 2009 | |
| Böddenstedt | 1. Juli 1950 | |
| Bombeck | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Osterwohle |
| Brewitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Dambeck |
| Brietz | 1. Januar 2003 | |
| Buchwitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Stappenbeck |
| Cheine | 1. März 1973 | Eingemeindung nach Seebenau |
| Chüden | 1. Januar 2010 | |
| Chüttlitz | 1. März 1973 | Eingemeindung nach Brietz |
| Dambeck | 1. Januar 2003 | |
| Depekolk | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Liesten |
| Eversdorf | 1. August 1972 | Zusammenschluss mit Wieblitz zu Wieblitz-Eversdorf |
| Gerstedt | 1. Oktober 1972 | Eingemeindung nach Osterwohle |
| Grabenstedt | 1. Januar 1973 | Eingemeindung nach Andorf |
| Groß Chüden | 1. Dezember 1972 | Zusammenschluss mit Ritze zu Chüden |
| Groß Grabenstedt | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Klein Grabenstedt zu Grabenstedt |
| Groß Wieblitz | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Klein Wieblitz zu Wieblitz |
| Henningen | 1. Januar 1974 1. Mai 1990 1. Januar 2010 |
Eingemeindung nach Langenapel, Ausgliederung aus Langenapel, Eingemeindung nach Salzwedel |
| Hestedt | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Andorf |
| Jahrsau | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Jeebel |
| Jeebel | 1. Januar 1963 | Eingemeindung nach Riebau |
| Kemnitz | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Ziethnitz zu Steinitz |
| Klein Chüden | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Ritze |
| Klein Grabenstedt | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Groß Grabenstedt zu Grabenstedt |
| Klein Gartz | 1. Januar 2010 | |
| Klein Wieblitz | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Groß Wieblitz zu Wieblitz |
| Königstedt | 1. Januar 1992 | Eingemeindung nach Pretzier |
| Kricheldorf | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Sienau zu Krinau |
| Krinau | 15. März 1974 | |
| Langenapel | 1. Januar 2010 | |
| Liesten | 1. Januar 2010 | |
| Mahlsdorf | 1. Januar 2003 | |
| Maxdorf | Eingemeindung nach Mahlsdorf | |
| Osterwohle | 1. Januar 2010 | |
| Perver | 1. Juli 1908 | |
| Pretzier | 1. Januar 2010 | |
| Riebau | 1. Januar 2010 | |
| Ritze | 1. Dezember 1972 | Zusammenschluss mit Groß Chüden zu Chüden |
| Rockenthin | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Andorf |
| Seebenau | 1. Januar 2010 | |
| Sienau | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Krichelsdorf zu Krinau |
| Stappenbeck | 1. Januar 1974 1. Mai 1990 1. Januar 2005 |
Eingemeindung nach Mahlsdorf, Ausgliederung aus Mahlsdorf, Eingemeindung nach Salzwedel |
| Steinitz | 1. Januar 2011 | |
| Tylsen | 1. Januar 2010 | |
| Wieblitz | 1. August 1972 | Zusammenschluss mit Eversdorf zu Wieblitz-Eversdorf |
| Wieblitz-Eversdorf | 1. Januar 2011 | |
| Wistedt | 1. Oktober 1972 | Eingemeindung nach Osterwohle |
| Ziethnitz | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Kemnitz zu Steinitz |
Am 9. März 2008 wurde die parteilose Sabine Danicke zur Bürgermeisterin der Hansestadt Salzwedel gewählt. Auf Grund der Eingemeindung von Steinitz und Wieblitz-Eversdorf zum 1. Januar 2011 stieg die Einwohnerzahl Salzwedels über 25.000, sodass Sabine Danicke seither Oberbürgermeisterin ist.[10]
| Partei | Prozent | Sitze |
|---|---|---|
| LINKE | 27,0 | 10 |
| CDU | 25,7 | 9 |
| SPD | 14,6 | 5 |
| FDP | 8,6 | 3 |
| GRÜNE | 3,9 | 1 |
| MDB | 9,6 | 4 |
| WG Für Salzwedel | 6,3 | 2 |
| BB-SAW | 4,4 | 2 |
MDB = Wählergemeinschaft MDB (steht für die Orte Mahlsdorf, Dambeck, Brietz)
BB-SAW = Bürgerbund Salzwedel
Blasonierung: „Gespalten in Silber; vorn ein halber roter Adler mit goldener Bewehrung und Brustspange, daneben ein aufgerichteter roter Schlüssel mit rückgewendetem Bart; hinten ein roter Adler mit goldener Bewehrung und Brustspangen, in den Fängen zwei liegende rote Schlüssel pfahlweise, über die Schwingen gestülpt zwei stahlfarbene Kübelhelme mit schwarzem goldverziertem Flug, in der Halsbeuge ein sechseckiger goldener Stern.“
Vor 1713 waren die Alt- und Neustadt von Salzwedel zwei getrennte Städte mit eigenen Wappen. Die Geschichte der Wappen lässt sich an der Entwicklung der Siegelbilder beider Städte verfolgen. Ursprünglich führte die Altstadt einen ganzen Adler, in den Fängen einen liegenden Schlüssel. Das oben blasonierte Altstadtwappen entwickelte sich erst später im Laufe des Mittelalters. Nach Vereinigung von Altstadt und Neustadt setzte man beide Wappen nebeneinander in einen Schild. Die Altstadt führte den halben brandenburgischen Adler mit aufgerichtetem Schlüssel, die Neustadt den ganzen brandenburgischen Adler mit zwei liegenden Schlüsseln, zwei Helmen und Stern.
Die Farben der Hansestadt Salzwedel sind Silber (Weiß) - Rot. Die Stadtflagge zeigt in der Längsrichtung eine weiße und eine rote Hälfte. In der Mitte befindet sich das Stadtwappen.
Salzwedel unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:
Einer der Protagonisten in der Salzwedeler Bandgeschichte ist die Post-Punk-Band Rosengarten.
Das Parkfestival ist ein im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindendes Musikfestival mit mehreren tausend Besuchern und Beteiligung von nationalen und internationalen Bands und Musikern. Das Smack-Festival ist eines der größten Hard-Rock-Festivals Sachsen-Anhalts, das seit 2006 stattfindet. Weitere Veranstaltungen sind die Salzwedeler Kneipennacht, das Hansefest, Norddeutschlands größte Winter-Beach-Party und der Dionysiusmarkt.
Die Stadt war ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung.
Es gibt mehrere Sportvereine, wie den SV Eintracht Salzwedel 09, ESV Lok Salzwedel, SV Brietz, BSV Salzwedel, Freizeit & Sport Siebeneichen e.V., Reitverein St. Georg Salzwedel, die Schützengilde der Stadt Salzwedel und der Schiffsmodellclub Salzwedel 1985.
Darüber hinaus gibt es einige Salzwedeler Sportler, die auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich waren, wie Doris Maletzki, Irmgard Praetz, Petra Westing und Thomas Ulbricht.
Spezialität aus Salzwedel sind der Salzwedeler Baumkuchen,[12] die Altmärkische Hochzeitssuppe, Tiegelbraten (Hammelfleisch) und das Zungenragout.
Rund 80 Prozent der Einwohner Salzwedels sind konfessionslos.
Die meisten Einwohner, die einer Kirche oder anderen Religionsgemeinschaft angehören, sind evangelisch. Die Gemeinden sind innerhalb der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland organisiert. Die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius gehört administrativ zum Dekanat Stendal des Bistums Magdeburg. Die Gottesdienste der Gemeinde werden in der Lorenzkirche abgehalten.
In Salzwedel gibt es Gemeinden verschiedener Freikirchen. Hierzu gehören die Adventgemeinde, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) sowie eine Pfingstgemeinde.
Die Neuapostolische Kirche ist ebenfalls vor Ort vertreten.
Im deutschlandweiten Vergleich gering ist heutzutage die Anzahl der Angehörigen des Islam und des Judentums.
Der Salzwedeler Baumkuchen, der heute hier in mehreren Betrieben produziert wird, ist über die deutschen Grenzen bekannt. Die „Erste Salzwedeler Baumkuchen-Fabrik“ gründete sich hier bereits 1808 [13] und wurde 1865 „Königlicher Hoflieferant“. König Wilhelm I, der spätere Deutsche Kaiser besuchte damals die Stadt. 1958 zur DDR-Zeit wurde das Unternehmen enteignet. Die Inhaberin wurde im Alter von 72 Jahren zu zwei Jahren Haft verurteilt. Man legte ihr zur Last, durch den Versand des Baumkuchens in die Bundesrepublik der DDR-Bevölkerung wertvolle Rohstoffe entzogen zu haben. 1990 erfolgte die Rückgabe des enteigneten Unternehmens.
Die B 71 (Halle – Gardelegen – Salzwedel – Uelzen – Bremerhaven) quert Salzwedel in Nordwest-Südost-Richtung und die B 248 (Northeim –Wolfsburg – Salzwedel – Dannenberg) in Süd-Nord-Richtung, während die B 190 (Salzwedel – Arendsee – Seehausen) in östlicher Richtung von Salzwedel ausgeht. Salzwedel ist der von einer Autobahnauffahrt am weitesten entfernte größere Ort Deutschlands (gemessen in beliebiger Fahrtrichtung über öffentliche Straßen, Stand: Januar 2004). Zur A 39 nach Lüneburg sind es 80,9 km, zur A 2 am Dreieck zur A 14 81,4 km und zur A 39 in Wolfsburg 59,5 km. Eine Altmark-Autobahn von Magdeburg über Stendal und Osterburg bis zum Dreieck Schwerin befindet sich in Planung (A 14). Ursprünglich (1995) war eine X-Variante in Planung, welche auch durch den ADAC befürwortet wurde. Diese Lösung sah ein Autobahnkreuz Salzwedel aus verlängerter A 39 und A 14 vor.
Die einzige genutzte Eisenbahnverbindung ist die Bahnstrecke Stendal–Uelzen, die ursprünglich Bremen mit Berlin verband und als sogenannte Amerikalinie bis nach Bremerhaven zur Columbuskaje weiterführte. Salzwedel liegt an dem in den 1990er Jahren Richtung Uelzen vervollständigten Teilstück Stendal–Uelzen. Auf dieser Strecke bestehen Verbindungen durch einen Regional-Express in Richtung Uelzen und Stendal–Magdeburg sowie durch eine Regionalbahn in Richtung Stendal, die alle Unterwegsbahnhöfe bedient. Einmal täglich verkehrt zudem ein Eurocity nach Uelzen–Lüneburg–Hamburg und Stendal–Berlin–Krakau. Wöchentlich hält zusätzlich ein Intercity der Linie Berlin–Stendal–Uelzen–Munster (Örtze) in Salzwedel, der sich besonders an die in Munster stationierten Soldaten richtet.
Die Strecke nach Wittenberge (über Arendsee) und die Strecke nach Oebisfelde wurden 2004 bzw. 2002 stillgelegt. Der Personenverkehr wurde durch Busse ersetzt.
Apenburg-Winterfeld | Arendsee (Altmark) | Beetzendorf | Dähre | Diesdorf | Gardelegen | Jübar | Kalbe (Milde) | Klötze | Kuhfelde | Rohrberg | Salzwedel | Wallstawe
Amt Dambeck | Andorf | Barnebeck | Benkendorf | Böddenstedt | Bombeck | Brewitz | Brietz | Buchwitz | Büssen | Cheine | Chüttlitz | Dambeck | Darsekau | Depekolk | Eversdorf | Groß Chüden | Groß Gerstedt | Groß Grabenstedt | Groß Wieblitz | Henningen | Hestedt | Hoyersburg | Jeebel | Kemnitz | Klein Chüden | Klein Gartz | Klein Gerstedt | Klein Grabenstedt | Klein Wieblitz | Königstedt | Kricheldorf | Langenapel | Liesten | Mahlsdorf | Maxdorf | Niephagen | Osterwohle | Pretzier | Riebau | Ritze | Rockenthin | Seebenau | Sienau | Stappenbeck | Steinitz | Tylsen | Wistedt | Ziethnitz