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Samhita (Sanskrit, f., संहिता, saṃhitā, "Sammlung") ist im Hinduismus ein Überbegriff für "Textsammlung" und wird sowohl im Veda, im Ayurveda als auch im Tantra verwendet.
Die Samhitas des Veda bestehen größtenteils aus Hymnen und Mantren und bilden die älteste Textschicht. Jeder der vier Veden (Rigveda, Samaveda, weißer und schwarzer Yajurveda und Atharvaveda) hat seine eigene Samhita. Außer den Samhitas gehören zu jedem Veda die Brahmanas, die Aranyakas und die Upanishaden.
Die bekannteste Samhita ist die Rigvedasamhita (1200 v. Chr.-900 v. Chr.). Die Hymnen sind an die vedischen Gottheiten Agni, Indra und Varuna gerichtet. Die Götterwelt ähnelt der der indogermanischen Götterwelt. Man bittet die Götter um Reichtum, Gold und Rinder und hofft von Krankheiten und sonstigem Übel verschont zu werden.
Eine der bekanntesten Samhitas des Ayurveda ist die Charaka-Samhita, benannt nach dem indischen Arzt Charaka, dessen Werke im 8. Jahrhundert ins Arabische übersetzt wurden. Eine andere medizinische Samhita ist die Sushruta-Samhita, die von dem indischen Arzt Sushruta stammen soll und sich hauptsächlich mit chirurgischem Wissen beschäftigt.