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| San Casciano dei Bagni | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Toskana | |
| Provinz: | Siena (SI) | |
| Koordinaten: | 42° 52′ N, 11° 53′ O42.866666666711.8833333333582Koordinaten: 42° 52′ 0″ N, 11° 53′ 0″ O | |
| Höhe: | 582 m s.l.m. | |
| Fläche: | 81,9 km² | |
| Einwohner: | 1703 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 21 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 53040 | |
| Vorwahl: | 0577 | |
| ISTAT-Nummer: | 052027 | |
| Demonym: | Sancascianesi | |
| Schutzpatron: | San Cassiano di Imola (13. August) | |
| Website: | Gemeinde San Casciano dei Bagni | |
San Casciano dei Bagni (dt. ca. Bäder von San Casciano) ist ein Ort mit 1703 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort erstreckt sich über 81,86 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 21 Einwohner/km². Er liegt ca. 70 km südöstlich von Siena und ca. 110 km südöstlich von Florenz am südlichen Hang des Monte Cetona im Chianatal. Er grenzt an die Regionen Umbrien und Latium.
Zu seinen Stadtteilen zählen Celle sul Rigo, Fighine, Palazzone und Ponte a Rigo.
Die Nachbargemeinden sind Abbadia San Salvatore, Acquapendente (VT), Allerona (TR), Cetona, Città della Pieve (PG), Fabro (TR), Piancastagnaio, Proceno (VT), Radicofani und Sarteano.
Entstehung und Entwicklung des Ortes stehen in Zusammenhang mit den Thermen: Im Ort gibt es über 42 Quellen, die eine Durchschnittstemperatur von 40 °C aufweisen und die ca. 5,5 Millionen Liter Thermalwasser täglich an die Oberfläche befördern (drittgrößte Menge in Europa).
Der Sage nach wurden die "Bagni Chiusini" (Chiusinischen Bäder) von den Etruskern gegründet und danach, aufgrund der Nähe zu Rom und der Via Cassia von den Römern benutzt. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ging die Nutzung der Thermalbäder zurück. Die Invasionen der Barbaren und Kriege zwischen Byzanz und den Langobarden führte zu einem Bevölkerungsrückgang vor allem in den Außenbezirken. Im 11. Jahrhundert wurden dank der Nähe zur Via Francigena die Therme wieder häufiger frequentiert. Zu dieser Zeit stand der Ort unter der Herrschaft der Visconti di Campiglia, die ihrerseits von der Kloster San Salvatore di Monte Amiata abhängig waren. Erste Urkunden belegen die Schenkung von Curtis de Bagno um 995 des Marchese Ugo di Toscana an das Kloster. Die örtlichen Herrscher der Visconti di Campiglia entschieden sich im Konflikt zwischen Ghibellinen und Guelfen zuerst für die Erstgenannten und unterstützten Siena sowie Friedrich I., wechselten aber bereits 1215 zu den Guelfen und somit zu Orvieto und Florenz, mit denen sie am 4. September 1260 in der Schlacht von Montaperti bei Siena eine Niederlage gegen die Ghibellinen hinnehmen mussten. Am Anfang des 14. Jahrhunderts teilte sich die Familie der Visconti in zwei Linien auf, einerseits die der aus Campiglia d’Orcia (heutiger Ortsteil der Gemeinde Castiglione d'Orcia) auf senesischer Seite, anderseits die in San Casciano verbliebenen auf Seiten Orvietos und der Monaldeschis. Mit den Friedensverträgen von 1383 und 1386 näherte sich San Casciano wieder Siena an und unterwarf sich endgültig am 15. Juni 1412. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort in die Kriege zwischen Florenz und Siena involviert, die 1555 mit der Niederlage Sienas endeten und den Ort zum Teil des Großherzogtum Toskana machten[2].
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