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| San Gemini | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Umbrien | |
| Provinz: | Terni (TR) | |
| Koordinaten: | 42° 37′ N, 12° 33′ O42.616666666712.55337Koordinaten: 42° 37′ 0″ N, 12° 33′ 0″ O | |
| Höhe: | 337 m s.l.m. | |
| Fläche: | 27,6 km² | |
| Einwohner: | 4947 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 179 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 05029 | |
| Vorwahl: | 0744 | |
| ISTAT-Nummer: | 055029 | |
| Demonym: | Sangeminesi | |
| Schutzpatron: | San Gemine (9. Oktober) | |
| Website: | Gemeinde San Gemine | |
San Gemini ist eine Gemeinde mit 4947 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 28 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 177 Einwohner/km². Sie liegt ca. 60 km südlich von Perugia und ca. 10 km nordwestlich von Terni an der antiken Via Flaminia und der modernen Strada Statale 3 Via Flaminia, an der sie die Anschlussstellen San Gemini Nord sowie San Gemini Sud besitzt. Der Ort gehört zur Cittàslow[2], einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten und wurde zu den schönsten Dörfern Italiens gewählt[3]. Der Ort wurde im Mittelalter durch die Stadttore Porta San Giovanni (Richtung Perugia) und die Porta Burgi (Richtung Rom) betreten. Durch die Erweiterung der Stadtmauer liegt die Porta Burgi mittlerweile zentral im Ortsgebiet und wurde im Süden durch die Porta Romana (1723) ersetzt, das nördliche Stadttor ist mittlerweile die Porta Tuderte. Die älteren Stadttore sind durch die Via Casventino verbunden, die Verlängerung zur Porta Romana ist die Via Roma. Dieser Teil südlich der Porta Burgi wird als Neustadt bezeichnet.
Zu den Ortsteilen gehören Acquavogliera, Colle Pizzuto, Quadrelletto und Sangemini Fonte.
Die Nachbargemeinden sind Montecastrilli, Narni und Terni.
Erstmals schriftlich erwähnt wird der Ort 1036 in einem Dokument der Abtei Abbazia di San Nicolò. Seit 1119 diente der Ort als königliches Gut für Narni. Danach wurde der Ort mit Hilfe des Kirchenstaat freie Kommune, allerdings 1530 von Papst Clemens VII. an die Orsini als Lehen vergeben, die 1590 das Lehen unter Papst Urban VII. in eine Grafschaft umwandelten. 1722 verkauften sie den Ort für 13.500 Scudi an die Familie der Santacroce. 1781 erhielt die Gemeinde von Papst Pius VI. die Stadtrechte[4].
Carsulae ist eine ehemalige Siedlung der Römer aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die ca. 4 km nördlich vom San Gemini im Zuge des Baus der Via Flaminia unter dem Namen Carsulis angelegt wurde. Unter dem Kaiser Augustus wurde der Ort Municipium. Er war ausgestattet mit einem Friedhof, einem Forum, einem Amphitheater, einem Theater, einer römischen Forenbasilika, einer Kirche (Chiesa di San Damiano), den Thermen, den Tempeln (Tempietti gemini) und dem Torbogen des Damiano (Arco di San Damiano, damaliges nördliches Stadttor). Die Nachbargemeinde Montecastrilli erhielt ihren Namen ebenfalls von der Siedlung Montes Carsulis. Erste archäologische Ausgrabungen fanden im 16. Jahrhundert statt, die intensivsten allerdings erst zwischen 1951 und 1972.
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