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San Michele all’Adige

San Michele all'Adige
Kein Wappen vorhanden.
San Michele all'Adige (Italien)
San Michele all'Adige
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Trient (TN)
Koordinaten: 46° 12′ N, 11° 8′ O46.211.1333333333228Koordinaten: 46° 12′ 0″ N, 11° 8′ 0″ O
Höhe: 228 m s.l.m.
Fläche: 5,3 km²
Einwohner: 2875 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 542 Einw./km²
Postleitzahl: 38010
Vorwahl: 0461
ISTAT-Nummer: 022167

San Michele all’Adige (dt. St. Michael an der Etsch) ist eine Gemeinde im Trentino (Italien) mit 2875 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Das Gemeindegebiet befindet sich im Etschtal, mit dem Ortsteil Grumo hat San Michele einen Anteil an der Rotaliana-Ebene.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort entwickelte sich rund um das kunst-, kirchen- und landesgeschichtlich bedeutsame, ehemalige Augustiner-Chorherrenstift St. Michael. Das Kollegiatstift wurde 1144/45 von den Grafen von Eppan unter Assistenz des Trienter Bischofs Altmann oberhalb des alten Zusammenflusses von Etsch und Noce begründet. Das Stift war, ähnlich den Südtiroler Konventen von Neustift bei Brixen und Au bei Gries-Bozen, Teil der von der Erzdiözese Salzburg unter Konrad I. ausstrahlenden Kanonikerreform war. Es wurde 1807 im Zuge der Säkularisierung aufgehoben.

Im ehemaligen Stiftsgebäude wurde im Jahr 1874, also noch zu Zeiten der Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn, der Vorläufer des heutigen Istituto agrario di San Michele all’Adige, ein Lehr- und Forschungszentrum für Landwirtschaft (und im Speziellen für Weinbau), gegründet.

Das Gebiet der Gemeinde wurde im Laufe der Zeit mehrmals verändert. Im Jahr 1928 wurden die aufgelösten Gemeinden Faedo und Grumo San Michele all’Adige zugeschlagen, 1952 erlangte Faedo wieder seine administrative Unabhängigkeit, während Grumo noch heute eine Fraktion der Gemeinde ist.

Grumo

Der Ort Grumo, welcher früher auch zu Mezzocorona gehörte, befindet sich auf dem Schwemmkegel des Noce, der vor seiner Begradigung Mitte des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle in die Etsch mündete. Die Siedlung Grumo, in der Rotaliana-Ebene gelegen, diente als kleiner Hafenort, an dem der Holztransport aus dem Nonstal seinen vorläufigen Endpunkt fand. Selbst die Namen der in Grumo verwurzelten Familien des 19. Jahrhunderts [2] Zeni (auch Zenni, Zini, Zani), Visentin (Visintin) und Pellegrini (Pellegrin, Pelegrin) treten noch heute häufig im Gebiet des oberen Nonstales rund um Sarnonico, Cavareno sowie Romeno — mit Don und Amblar — auf, und deuten auf Wanderungsbewegungen zwischen Grumo und dem Nonstal hin.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Kirchenregister Trentino http://www.natitrentino.mondotrentino.net
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