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| Sansepolcro | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Toskana | |
| Provinz: | Arezzo (AR) | |
| Koordinaten: | 43° 35′ N, 12° 9′ O43.575555555612.1438888889330Koordinaten: 43° 34′ 32″ N, 12° 8′ 38″ O | |
| Höhe: | 330 m s.l.m. | |
| Fläche: | 91,5 km² | |
| Einwohner: | 16.380 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 179 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 52037 | |
| Vorwahl: | 0575 | |
| ISTAT-Nummer: | 051034 | |
| Demonym: | Biturgensi und/oder Borghesi | |
| Schutzpatron: | San Giovanni Evangelista (27. Dezember) | |
| Website: | Gemeinde Sansepolcro | |
Sansepolcro (historisch auch Borgo del Santo Sepolcro oder Borgo Santo Sepolcro[2]) ist eine Stadt mit 16.380 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Arezzo in der Region Toskana in Italien.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 91 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 179 Einwohner/km². Sie liegt etwa 25 Kilometer nordöstlich von Arezzo und 80 Kilometer südöstlich von Florenz am Tiber.
Zu den Ortsteilen zählen Aboca, Basilica, Cignano, Giardino, Gragnano, Gricignano, Melello, Montagna, Santa Fiora und Trebbio.
Die Nachbargemeinden sind Anghiari, Badia Tedalda, Borgo Pace (PU), Citerna (PG), Città di Castello (PG), Pieve Santo Stefano, und San Giustino (PG).
Der Ort ist im 10. Jahrhundert entstanden, der Legende nach durch die Pilger Arcano und Egidio auf dem Rückweg aus dem Heiligen Land, die dort ein Kloster gründeten[3]. Das Kloster, dem Heiligen Grab und den vier Evangelisten gewidmet, wurde erstmals 1012 erwähnt und befindet sich im Außenbezirk Noceati. Die ersten Quellen sprechen von einem Benediktinerorden, danach gehörte das Kloster von 1137 bis 1187 den Kamaldulensern. Im 14. Jahrhundert entstand das heutige Stadtzentrum in der Nähe des Klosters. Die Gemeindeverwaltung wurde dokumentiert im Jahre 1163 von Friedrich dem Ersten, danach entstanden die Podestà (1203) und der Capitano del popolo (in etwa Bürgermeister, Ortsvorsteher) (1251). Im Jahre 1301 fiel der Ort unter die Kontrolle von Uguccione della Faggiola, zwanzig Jahre später an Guido Tarlati. Von 1335 bis 1351 stand Sansepolcro unter der Herrschaft von Perugia, dann bis 1358 unter der Herrschaft der Visconti aus Mailand. Im folgenden Jahrzehnt unterwarf die Gemeinde sich Città di Castello und wurde wiederum 1370 von den Malatesta aus Rimini unterworfen, was zur Glanzzeit des Ortes wurde. In der Schlacht von Anghiari am 29. Juni 1440 kämpften 2.000 Einwohner im Heer von Piccinino mit der Republik Venedig gegen die Koalition aus Florenz und Kirchenstaat. Nach der Niederlage von Piccinino wurde Sansepolcro für 25.000 Dukaten von Papst Eugen IV. an Florenz verkauft[4].
1520 wurde der Ort von Papst Leo X. zum Bischofssitz ernannt[5] und erhielt die Stadtrechte, die bis heute gültig sind. Danach spielte der Ort eine wichtige Rolle in den Planungen der Medici, die Sansepolcro mit einer neuen Stadtmauer ausstattenden. Die letzten Änderungen wurden im 16. Jahrhundert von Giuliano da Sangallo ausgefertigt. Im weiteren Verlauf nannte sich der Ort Biturgia, dokumentiert von Claudius Ptolemäus in seiner Geografia, aufgrund derer sich das heutige Demonym Biturgensi bezieht. Cosimo I. de’ Medici verstärkte dann die Grenzen seiner Republik, um sich auf den herannahenden Krieg mit der Republik Siena vorzubereiten. Um die Kosten einer weiteren Stadtmauererweiterung einzusparen, ließ er 1555 die kleineren Stadtteile außerhalb der Mauern niederreißen. 1638 wurde die Jesuitenschule eröffnet, 1727 die Accademia dei Risorti. Im 17. und 18. Jahrhundert durchlebte der Ort eine Wirtschaftskrise, die sich auch demografisch auswirkte. Im Oktober 1750 wurde der Stadt der Titel città nobile durch das Herzogtum Toskana zuerkannt. Schwere Schäden hinterließen die Erdbeben von 1781 und 1789, infolge derer viele der mittelalterlichen Türme verkleinert werden mussten. Wirtschaftlicher Aufschwung kam durch Kanalbauarbeiten an den Flüssen in den frühen zwanziger Jahren des 19. Jahrhundert und durch die Gründung der Firma Buitoni 1828, kultureller Aufschwung durch die Gründung der Philharmonie Filarmonica dei Perseveranti (1828), der Accademia della Valle Tiberina Toscana (1830) und der Malerschule Scuola di Disegno (1837). 1886 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz Arezzo-Sansepolcro-Città di Castello-Gubbio-Fossato di Vico angeschlossen. Im Zweiten Weltkrieg lag der Ort an der Gotenstellung und wurde in schwere Kampfhandlung involviert, in deren Folge der Stadtturm Torre di Berta zerstört wurde[6].
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