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Santa Fiora

Dieser Artikel beschreibt eine Stadt in der Provinz Grosseto. Für den gleichnamigen Ortsteil von Sansepolcro siehe Sansepolcro.
Santa Fiora
Wappen
Santa Fiora (Italien)
Santa Fiora
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Grosseto (GR)
Koordinaten: 42° 50′ N, 11° 36′ O42.838055555611.6036111111687Koordinaten: 42° 50′ 17″ N, 11° 36′ 13″ O
Höhe: 687 m s.l.m.
Fläche: 62,9 km²
Einwohner: 2773 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einw./km²
Postleitzahl: 58037
Vorwahl: 0564
ISTAT-Nummer: 053022
Demonym: Santafioresi
Schutzpatron: Heilige Flora und Lucilla (29. Juli)
Website: Gemeinde Santa Fiora
Panorama von Santa Fiora
Lage der Gemeinde Santa Fiora in der Provinz Grosseto

Santa Fiora ist eine Gemeinde mit 2773 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Grosseto in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sie liegt ca. 40 km östlich der Provinzhauptstadt Grosseto und ca. 110 südlich von Florenz und hat eine Fläche von 62,9 km². Sie liegt am Fluss Fiora und in unmittelbarer Nähe zum Monte Amiata.

Der Hauptort ist in drei Stadtdrittel aufgeteilt. Das höchstgelegene und älteste Drittel ist Castello, dort befindet sich die Rocca bzw. der heutige Palazzo Sforza Cesarini. Dieses ist durch die Via Carolina und einem Stadttor mit dem Drittel Borgo verbunden. Durch das Stadttor San Michele gelangt man nach Montecatino, dem jüngsten Stadtdrittel. Hier ist die Peschiera angelegt.

Zu den Ortsteilen zählen Bagnolo, Bagnore, Marroneto und Selva.

Die Nachbargemeinden sind Abbadia San Salvatore (SI), Arcidosso, Castel del Piano, Castell’Azzara, Piancastagnaio (SI), Roccalbegna und Semproniano.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde der Ort 890 in einem Dokument, welches Grenzfragen mit Abbadia San Salvatore behandelt. Funde aus der Jungsteinzeit und den Zeiten der Etrusker und Römer lassen auf eine frühere Besiedelung schließen. Aus dem Jahr 1082 sind Befestigungsarbeiten der Aldobrandeschi nachgewiesen. Seit 1141 zeugen Schriften vom Castello Santa Flore. In der Mitte des 14. Jahrhundert geriet der Ort unter die Kontrolle der Republik Siena. Durch die Heirat von Cecilia Aldobrandeschi mit Bosio Sforza 1439 ging der Ort in den Machtbereich der Sforza über, nach 1674 in den der Cesarini Sforza.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten

  • Convento della Santissima Trinità alla Selva (Ortsteil Selva), Konvent, enthält das Werk Assunzione della Vergine coi Santi Girolamo, Tommaso e Francesco (Altarbild) von Girolamo di Benvenuto[2]
  • Chiesa della Madonna della Neve, Kirche neben der Peschiera, enthält Werke von Francesco Nasini.
  • Chiesa di Sant’Agostino, 1146 als Chiesa di San Michele Arcangelo entstandene Kirche. Seit 1309 dem Augustinerorden zugeteilt. Enthält Werke aus der Schule des Jacopo della Quercia.
  • Palazzo Sforza Cesarini, 1575 auf den Resten der Rocca aldobrandesca erbaut, von der die beiden Türme (Torre degli Aldobrandeschi und Torre dell’Orologio) in den Bau integriert wurden. Seit 2002 befindet sich hier das Quecksilbermuseum (Museo delle Miniere di Mercurio del Monte Amiata).
  • Peschiera, Fischzuchtanlage, ca. 1450 entstanden und 1851 erweitert.
  • Pieve delle Sante Flora e Lucilla, bereits 1142 erwähnte Pieve, enthält die Werke Il battesimo di Gesu, Ultima cena und ein Triptychon von Andrea della Robbia.

Söhne und Töchter der Stadt

Gemeindepartnerschaften

Der Ort pflegt Partnerschaften mit Pedace (Provinz Cosenza) und Pozzuolo del Friuli

Galerie

Literatur

  • Niccolai, Lucio/Bonelli, Fiora: Paesi dell’Amiata, Cesare Moroni Edizioni, 2003

Weblinks

 Commons: Santa Fiora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Webseite der Associazione Culturale per la Selva, abgerufen am 29. Dezember 2011 (ital.)
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