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| Eine Rekonstruktion der Santa Maria | ||||||||||||
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Die Santa Maria war das Flaggschiff von Christoph Kolumbus’ erster Expedition von 1492 bis 1493, auf der er einen westlichen Weg nach Indien suchte. Begleitet wurde sie von den deutlich kleineren Schiffen Niña und Pinta. Die Santa Maria fuhr unter der Flagge der Königreiche Kastilien und León, was heutzutage spanischem Territorium zuzuordnen ist.
Inhaltsverzeichnis |
Das von Kolumbus als Nao (= altspanischer Ausdruck für Schiff) bezeichnete, robuste Schiff gehörte Juan de la Cosa und wurde für das Vorhaben an Kolumbus vermietet; Juan de la Cosa stellte sich dabei als Kapitän zur Verfügung. Statt eines Seewegs nach Indien entdeckte Kolumbus auf dieser Reise Amerika für Europa wieder. Allerdings nicht den Kontinent, sondern vermutlich die Insel Guanahani am nordöstlichen Rand der Bahamas.
Am Weihnachtstag 1492 lief die Santa Maria auf eine Untiefe vor dem heutigen Haiti auf und konnte nicht mehr gerettet werden. Das Holz wurde für den Bau der ersten spanischen Siedlung auf amerikanischem Boden, La Navidad, verwendet, in der Kolumbus etwa 30 bis 35 seiner Leute zurückließ.
Die Experten streiten sich darüber, in welche Schiffsklasse die Santa Maria einzuordnen ist: Sie ist vom Aufbau her eine Karavelle – die Besegelung ähnelt allerdings mehr der einer Karacke, weshalb sie eher als solche gesehen wird.
Der Großmast hatte eine Höhe von 26,60 m, an dem sowohl ein mit einem roten Kreuz verziertes Haupt- und ein zusätzliches Topsegel befestigt waren. Der Fockmast war mit einem Rahsegel ausgestattet, während der Besanmast mit einem Lateinsegel versehen war. Darüber hinaus konnten an der Rahe zwei Leesegel und am Bugspriet noch die Bugsprietsegel gesetzt werden.
Kolumbus vermerkte, dass die Santa Maria, trotz ihrer Geschwindigkeit von ca. neun Knoten, sehr träge gewesen und eigentlich für solch eine Expedition nicht geeignet sei.