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| Sarreguemines | ||
|---|---|---|
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| Region | Lothringen | |
| Département | Moselle | |
| Arrondissement | Sarreguemines | |
| Kanton | Chef-lieu zweier Kantone | |
| Gemeindeverband | Communauté d’agglomération Sarreguemines Confluences | |
| Koordinaten | 49° 7′ N, 7° 4′ O49.11055555567.0675202Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 4′ O | |
| Höhe | 202 m (192–293 m) | |
| Fläche | 29,67 km² | |
| Einwohner | 21.965 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 740 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 57200 | |
| INSEE-Code | 57631 | |
| Website | http://www.sarreguemines.fr/de/ | |
Sarreguemines (deutsch Saargemünd) ist eine Stadt mit 21.965 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im Département Moselle in der französischen Region Lothringen. Die Stadt ist Sitz der Unterpräfektur (Arrondissement Sarreguemines) sowie Hauptort der Kantone Sarreguemines und Sarreguemines-Campagne.
Inhaltsverzeichnis |
Sarreguemines liegt im Nordosten Lothringens, unmittelbar an Grenze zum deutschen Bundesland Saarland. In Sarreguemines mündet die Blies in die Saar, die über den Saarkanal mit dem Rhein-Marne-Kanal (Canal de la Marne au Rhin) verbunden ist.
Zu Sarreguemines gehören die Ortsteile Neunkirch-lès-Sarreguemines, Welferding (beide 1964 eingemeindet) sowie das 1971 eingemeindete Folpersviller.
Nachbargemeinden von Sarreguemines sind Kleinblittersdorf im Norden, Blies-Guersviller und Frauenberg im Nordosten, Blies-Ébersing im Osten, Sarreinsming im Südosten, Rémelfing und Neufgrange im Süden, Hambach und Woustviller im Südwesten, Ippling im Westen sowie Rouhling und Grosbliederstroff im Nordwesten.
Der Name ist abgeleitet vom deutschen Wort Gemund (in alten Dokumenten latinisiert gemundia) und bezieht sich auf den Zusammenfluss von Saar und Blies innerhalb des Stadtgebietes.
Der Ort wurde 706 erstmals als Gaimundas erwähnt, 1577 dann erstmals mit dem Saar-Zusatz (Sargemünt). Eine zu Guemunde französisierte Namensform tauchte 1594 auf. Von 1679 bis 1697 war Saargemünd schon einmal französisch besetzt, bevor es 1766 für 105 Jahre zu Frankreich kam. Von 1871 bis 1919 gehörte Saargemünd als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen wieder zum Deutschen Kaiserreich. Zwischen 1919 und 1940 wieder französisch, war es im Zweiten Weltkrieg früh von deutschen Truppen besetzt und ab 1940 von Deutschland annektiert. Anfang Dezember 1944 wurde Saargemünd von amerikanischen Truppen eingenommen und gehört seither wieder zu Frankreich.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 17866 | 24846 | 25684 | 24763 | 23117 | 23202 | 21835 |
Bekannt ist die Stadt für ihre einst blühende Keramikproduktion. Die alte Faïencerie (Steingutmanufaktur) kann noch besichtigt werden. Es ist geplant, den Fabrikgarten nach seiner Restrukturierung in das Ensemble der Gärten ohne Grenzen der Region Saar/Lothringen/Luxemburg aufzunehmen. Insbesondere aus der Epoche des Jugendstils stammen bedeutende Bauwerke. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Casino am Saarufer. Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein Bauwerk, das für die Arbeiter der Faïencerie errichtet wurde. Es enthält einen Saal für kulturelle Veranstaltungen sowie ein Restaurant. Die Außenfassade wird von Keramikbildern geziert.
Die Stadt verfügt über ein reichhaltiges kulturelles Angebot.
Die Saarbahn verbindet Sarreguemines mit Saarbrücken
In Sarreguemines ist unter anderem der Packmittelhersteller Nampack angesiedelt.
Über die N61 ist die Stadt an die südlich verlaufende Autoroute A4 (Paris-Straßburg) und über die Bundesstraße 51 sowie die N61 an die Autoroute A320 bzw. die Bundesautobahnen 6 und 620 angebunden.
Bis 1945 war die Stadt über die Bliestalbahn über Blieskastel bis Homburg an die Pfälzische Ludwigsbahn angebunden. Der Personenverkehr wurde nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen. Bis 1954 wurde von der SNCF die Strecke bis Bliesbruck betrieben. Heute verkehren Züge auf den Strecken in Richtung Bitsch (die Verlängerung über Niederbronn-les-Bains nach Hagenau wurde zwischenzeitlich eingestellt), Sarre-Union, Metz, Straßburg und Saarbrücken. Seit 1997 gibt es die Saarbrücker Stadtbahn, deren Linie 1 Sarreguemines über die Grenze hinweg direkt mit der Saarbrücker Innenstadt und weiteren saarländischen Gemeinden im Nahverkehr verbindet. Die Züge fahren in den Hauptzeiten im 30 Minuten-Takt.
→ Zur Geschichte des Bahnhofes und seiner Strecken siehe Bahnhof Sarreguemines
Sarreguemines ist Knotenpunkt verschiedener Radfernwege. Nach Süden führt der Radweg auf dem ehemaligen Leinpfad am Saarkanal entlang bis zum Rhein-Marne-Kanal. Nach Norden begleitet der Radweg die Saar bis zur Mündung in die Mosel bei Konz. Nach Osten führt der Glan-Blies-Radweg an Blies und Glan bis Staudernheim an der Nahe.