SchülerEin Schüler ist eine lernende Person, die von einer anderen Person (in der Regel einem Lehrer) innerhalb eines organisierten Rahmens (z. B. Schule, Lehrgang, Klasse, Einzelunterricht) über einen längeren Zeitraum etwas lernt. Der Schüler steht mit seinem Lehrer in regelmäßigem Kontakt. Sinn und Ziel dieses Schüler-Lehrer-Verhältnisses ist ein kontinuierlicher Lernprozess, bei dem der Schüler seine Fähigkeiten und/oder sein Wissen und/oder seine Einsichten erweitert und vertieft. Oftmals steht am Ende oder an Zwischenetappen dieses Lernprozesses eine Überprüfung des Lernfortschritts (Prüfung, Test).
Schüler in verschiedenen SchulformenDie Art des Schülerseins kann sich je nach Schulform unterscheiden: Schüler gibt es etwa an allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen, Berufsfachschulen, Berufskollegs, Musikschulen, Sportschulen, Tanzschulen, Fahrschulen, Volkshochschulen, aber auch im privaten Rahmen; dann unterrichtet meist ein Privatlehrer, oft ein Nachhilfelehrer. An Hochschulen, Fachhochschulen, Berufsakademien sowie an weiterbildenden Fachschulen werden die Schüler als Studenten bezeichnet. Schüler in verschiedenen UnterrichtssituationenOft ist ein Schüler Teil einer Schulklasse. Besondere Lebenssituationen erfordern aber auch spezielle Arrangements: ReiseschülerBei Zirkuskindern, Kindern von Binnenschiffern und Schaustellern erfolgt in aller Regel der Unterricht in ständig wechselnden Schulen, die sich jeweils nach dem Aufenthaltsort der Eltern richten. Man spricht hierbei auch von Reiseschülern. Zirkuskinder verfügen oftmals über eine Stammschule, da der Zirkus zwischen Oktober und April Winterquartier bezieht. Reiseschüler müssen mit einer Prüfung kurz vor den Zwischenzeugnissen stets nachweisen, ob sie über einem ihren Alter entsprechenden Bildungsstand verfügen. HeimschülerHeimunterricht, sogenanntes Home-Schooling, bei dem die Schüler den Unterricht zu Hause erhalten, ist in Deutschland derzeit nicht zulässig, allenfalls geduldet. Dennoch werden viele Schüler von ihren Eltern, Verwandten, Privat- oder Nachhilfelehrern zu Hause unterrichtet. Dadurch hat man aber noch keine Chance auf einen offiziell anerkannten Schulabschluss, denn es besteht die Schulpflicht. FunkschülerEine besondere Form des Unterrichts findet in den extrem dünn besiedelten Teilen Australiens und Kanadas statt. Da den Kindern dort die weite Anreise in eine Schule nicht zugemutet werden kann, findet der tägliche Unterricht über Funkgeräte (meist CB-Funk) statt. Genauso wie in normalen Schulen regelt ein Unterrichtsplan den Ablauf. Hausaufgaben werden per Post zur Korrektur an die Lehrkraft gesandt oder seit dem Einzug der EDV auch per E-Mail und Internet erledigt. Seit PC und Internet die Regel in den Haushalten geworden sind, wird Unterricht auch per Webcam und Mikrofon erteilt. Jeden Monat werden die Leistungen der Schüler mit einem Testday (Testtag) überprüft, zu dem die „Funkkinder“ sich in einer Schule treffen. Wissenskommunikation in bidirektionaler FormIn öffentlichen Schulen unterrichtet der Lehrer meist den Schüler: Der Wissenstransfer findet schwerpunktmäßig in eine Richtung statt. Seltener findet der Diskurs als bidirektionale Form der Wissenskommunikation und -vervielfachung Anwendung (eher an Hochschulen, in fachwissenschaftlichen Foren). Schüler bei unterschiedlichen Lehrern
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