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Seit 1971 schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bundesweit den Schülerwettbewerb zur politischen Bildung aus. Der Schülerwettbewerb richtet sich darüber hinaus aber auch an die Deutschen Schulen im Ausland, ebenso eingeladen sind die Schulen Österreichs und die Schulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Jährlich beteiligen sich etwa 60.000 junge Menschen, seit 1971 sind es inzwischen mehr als drei Millionen.
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Der Wettbewerb zur politischen Bildung beginnt mit dem neuen Schuljahr und endet am 1. Dezember des Jahres (Einsendetermin). Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 11, an beruflichen Schulen auch 12, erarbeiten in ihrer Klasse, in einem Kurs oder in einer AG gemeinsam ein Unterrichtsprojekt, das sie sich aus sechs Projektvorschlägen aussuchen können. So sollen zwei Ziele erreicht werden: Zum einen sollen die Schülerinnen und Schüler als ganze Klasse oder als Kurs mit Unterstützung einer Lehrkraft im Unterricht aktuelle Themen behandeln, die gerade in unserer Gesellschaft diskutiert werden. Die Projekte passen in die Lehrpläne vieler Klassenstufen.
Zum anderen sollen die Kinder und Jugendlichen selbst aktiv werden und sich auf vielfältige Weise informieren, die zusammengetragenen Erkenntnisse bewerten und filtern. Schließlich ist das ganze Wissen so in einer Präsentation aufzubereiten, dass es für andere interessant und verständlich wird. Jedem Thema sind bestimmte Präsentationen zugeordnet, bei den Aufgaben für die Jüngeren zum Beispiel Wandkalender, Quartette bzw. Brettspiele, Wandzeitungen oder Bildergeschichten, bei den Älteren u. a. Multimediapräsentationen, Internetseiten, bebilderte Dokumentationen oder Zeitungsseiten.
Für die Stufen 5 bis 8 bzw. 8 bis 11 werden zwei Aufgabenstellungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad angeboten. Nach Schulformen sind diese nicht differenziert. In mehreren Auswertungsrunden ist aber sichergestellt, dass auch Einsendungen aus traditionell eher benachteiligten Schulformen eine faire Chance erhalten, in die Preisränge zu gelangen.
Beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung sind 500 Preise zu gewinnen, darunter zehn einwöchige Klassenfahrten ins In- und Ausland, zahlreiche Geldprämien bis zu 1.500 Euro sowie Sach- und Sonderpreise. Die Preisträger/innen bekommen eine Urkunde, alle anderen eine Teilnahmebescheinigung. Unabhängig vom Gewinn eines Preises erhalten alle Teilnehmenden eine Anerkennung - z.Zt. in Form des "Timers", des Schuljahresplaners der bpb - Kultobjekt bei Jugendlichen. Die betreuenden Lehrkräfte können sich aus einer Auswahlliste einen Buchtitel aussuchen.