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Der Schatz von Staffordshire ist ein Hortfund des frühen Mittelalters.
Die Entdeckung des Fundes, der aus mehr als 1500 Einzelstücken besteht und unter anderem Gegenstände aus Gold im Gesamtgewicht von mehr als fünf Kilogramm umfasst, wurde am 24. September 2009 bekanntgegeben. Danach ist der Schatz von Staffordshire der bislang größte ans Tageslicht gekommene Hort aus angelsächsischer Zeit. Er ist wohl ins 7. Jahrhundert n. Chr. zu datieren.
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Der Fund wurde nicht bei einer archäologischen Ausgrabung geborgen, sondern vom Sondengänger Terry Herbert, der nahe Lichfield auf dem Feld eines befreundeten Bauern suchte. Die Entdeckung geschah am 5. Juli 2009.[2] Er verständigte die örtliche Denkmalpflege, und im Umkreis des Fundortes wurde eine Grabung durchgeführt. Ausgewählte Stücke des Schatzes wurden im September 2009 kurzzeitig im Britischen Museum ausgestellt. Der Fund wurde durch die lokalen Behörden zum Schatz (Treasure trove) erklärt und dadurch automatisch Eigentum der Krone. Der Entdecker und der Grundbesitzer haben aber Anspruch auf eine Entschädigung, die auf mehr als eine Million Pfund geschätzt wird.[3] [4]
Nach den Presseberichten handelt es sich ungefähr um rund 1500 Einzelteile, darunter zahlreiche Objekte aus Gold und Silber, aber auch Kupfergegenstände. Zu den Fundstücken gehören fein gearbeitete silberne und goldene Hefte von Schwertern und Dolchen, Teile von Prunkhelmen und zwei Kreuze. Viele Objekte sind mit Tierstilornamenten versehen, auch Almandineinlagen kommen vor.
Ein weiteres Objekt ist ein schmaler Streifen aus Gold mit einer lateinischen Inschrift aus dem Buch Numeri (Num 10,35 EU): „surge d[omi]ne [et] disepentur inimici tui et fugent qui oderunt te a facie tua“ (Steh auf, Herr, dann zerstreuen sich deine Feinde, / dann fliehen deine Gegner vor dir.).[5]
Die meisten anderen Fundstücke haben einen militärischen Hintergrund, und der Goldstreifen könnte an einem Schild oder Schwertgürtel befestigt gewesen sein. Es liegen keine Gegenstände vor, die von Frauen gebraucht wurden.
Die Funde befinden sich zur Katalogisierung und Restaurierung im Britischen Museum London.
Der Fund wurde mit einer Neuentdeckung der Lindisfarne Gospels oder des Book of Kells verglichen. Historiker erwarten, dass aus dem Schatz gewonnene Erkenntnisse die Sicht auf das angelsächsische England ebenso radikal oder noch stärker verändern werden als der Fund von Sutton Hoo.[6]
52.6552777778-1.90666666667Koordinaten: 52° 39′ 19″ N, 1° 54′ 24″ W