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Der Schienenverkehr in Frankreich ist durch die Ausrichtung des Schienennetzes auf den Großraum Paris, die Île de France geprägt. Der Personenverkehr ist wichtiger als der Güterverkehr, dies hängt mit dem Einsatz des Hochgeschwindigkeitszuges TGV seit 1981 zusammen. Das Streckennetz gehört größtenteils dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen Réseau ferré de France (RFF), die Personenzüge werden fast ausschließlich durch die SNCF betrieben.
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Das Normalspurnetz ist auf Paris ausgerichtet. Dies wurde durch das Gesetz vom 11 Juni 1842, was auch als “étoile de Legrand”(dt. Stern von Legrand) bekannt ist, beschlossen. Das Gesetz schrieb vor, dass, es zusätzlich von vielen Strecken von Paris ausgehend, es nur zwei transversale Strecken geben soll, eine vom Rhein zum Mittelmeer, die andere von der Atlantikküste zum Mittelmeer. Dies ist heute immer noch so, deshalb sind die sechs Kopfbahnhöfe von Paris die am meisten genutzten Bahnhöfe Frankreichs. Diese sind:
Die Bahnhöfe sind in fünf verschiedene Kategorien aufgeteilt, dies hängt mit der Anzahl an Fahrgästen zusammen:
Das französische Streckennetz umfasst 29273 km[1], davon sind 15164 km elektrizifiert, dies sind rund 52%. Das am häufigsten verwendete Zugbeeinflussungsystem ist der Block automatique lumineux (BAL), auf Hochgeschwindigkeitsstrecken kommt das Transmission Voie-Machine (TVM) System zum Einsatz. Auf dem Streckennetz von Réseau ferré de France (RFF) fahren pro Tag rund 15000 Personen- und Güterzüge.
In Frankreich sind 2037 km HGV-Strecken in Betrieb, diese werden mit maximal 320 km/h von Train à grande vitesse (TGV) befahren. Es sind 567 km neuer Schnellfahrstrecken im Bau. Am 22. September 1981 ging die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke in Frankreich in Betrieb, es war die LGV Sud-Est. Am 24. September 1989 wurde die LGV Atlantique in Betrieb genommen, die LGV Nord 1993, die LGV Interconnexion Est und die LGV Rhône-Alpes 1994, die LGV Méditerranée 2001 und die LGV Est européenne 2007. Diese Strecken waren alle auf Paris ausgerichtet. Erst mit der, 2011 eröffneten, LGV Rhin-Rhône gibt es eine Strecke die nicht auf Paris ausgerichtet ist. Diese neuen Strecken unterscheiden sich von alten Strecken vor allem dadurch, dass auf diesen nur TGV-Züge verkehren. Außerdem haben diese Strecken große Radien, aber Steigungen die bis zu 35‰ steil sein können. Der Bau von 100 km Hochgeschwindigkeitsstrecke kostete 2007 ungefähr 1,7 Milliarden Euro.
In Frankreich gibt es zwei verschiedene Stromsysteme, 25 kV 50 Hz Wechselstrom und 1,5 kV Gleichstrom. In Südfrankreich sind die meisten Strecken mit 1,5 kV Gleichstrom elektrizifiert. Im Norden und Osten meistens mit 25 kV 50 Hz Wechselstrom.
Im Großraum Paris gibt es ein S-Bahn ähnliches System, dies wird Réseau express régional d’Île-de-France (RER) genannt. Dieses hat eine Länge von 587 km und besteht aus fünf Linien. Die Linie A und B werden von der SNCF und der RATP gemeinsam betrieben, die Linien C, D und E von der SNCF alleine. Es gibt außerdem noch ein Transilien Netz, dieses wird nur von der SNCF betrieben und reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Diese Linien haben ihren Ausgangspunkt an einem der großen Pariser Kopfbahnhöfen.
Siehe auch: Liste der Nummern französischer Eisenbahnstrecken
Die meisten dieser Strecken waren meterspurig und wurden von privaten und regionalen Eisenbahnverkehrsunternehmen betrieben. Viele dieser Strecken mussten in den 1950 Jahren den Betrieb einstellen, da die Konkurrenz durch die Straße stark zunahm. Einige Strecken sind noch als Museumseisenbahnen erhalten. Die zwei wichtigsten, erhaltenen und regelmäßig betriebenen, Netze sind heute die, Chemins de Fer de Provence und die Chemins de fer de la Corse
In Frankreich gab es bis zu den 1930 Jahren ein sehr ausgedehnetes Straßenbahnnetz in vielen Städten, dieses verschwand aufgrund des zunehmenden Individualverkehrs fast ganz, nur in Lille, Marseille und Saint-Étienne blieben jeweils eine Linie in Betrieb.
Erst ab den 1970er Jahren gab es erneute Planungen, wieder Straßenbahnsysteme zu bauen. Im Jahr 1985 wurde das erste neue Straßenbahnsystem nach dem Krieg in Nantes eröffnet. Heute fahren Straßenbahnen wieder in 22 Agglomerationen, darunter Paris, Lyon und Marseille. Außerdem, gibt es immer öfters Verbindungen zwischen dem Straßenbahnnetz und dem Réseau ferré de France, diese werden als Tram-Train bezeichnet.
Siehe auch: Kategorie:Straßenbahnsystem (Frankreich)
Die Métro Paris ist das wichtigste Métronetz Frankreichs, sie hat das längste Netz Frankreichs. Von 1900 bis 1974 war sie die einzige Métro Frankreichs, im selben Jahr wurde die Métro Lyon eröffnet, 3 Jahre später die Métro Marseille. Die neuen Netze werden immer öfter von Véhicule automatique léger befahren, die automatisch verkehren.
Siehe auch: Kategorie:U-Bahn (Frankreich)
Die Société nationale des chemins de fer français hat weitgehend eine Monopolstellung. Der Personenverkehr (TGV, TER) wird komplett durch die SNCF betrieben. Im Güterverkehr sind aber auch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen tätig, unter anderem Euro Cargo Rail und Veolia Transport.
Die erste Eisenbahnstrecke wurde als Pferdebahn am 30. Juni 1827 eröffnet. 1914 hatte das Netz eine Ausdehnung von 40.000 km erreicht, die maximale Länge betrug 60.000 km.
Bis zum Jahr 2010 gab es keinen landesweiten Taktfahrplan. Die Züge fuhren, hauptsächlich während der Hauptverkehrszeit, Tagsüber fuhren nur wenige Züge. Das Angebot war der Nachfrage angepasst worden, deshalb war der Betrieb von den TGV wirtschaftlich. Seit 2010 wurde von SNCF und RFF die Initiative ergriffen, einen Taktfahrplan einzurichten. Dieser war seit 2007 für die TER Rhône-Alpes realisiert worden. Dies wird seitdem auf das ganze Netz ausgedehnt. 2012 werden 20% der Züge im Takt fahren, gegen 8% im Jahr 2011.[2]
Die Fahrpreise sind für Fernzüge, vom Datum und von der Uhrzeit an der die Reise stattfinden soll, sehr verschieden. Dies heißt zum Beispiel, dass am frühen Nachmittag eine Reise von Paris nach Strasbourg deutlich billiger ist, als am Vormittag. Dies soll bewirken, dass Züge außerhalb der Hauptreisezeiten nicht leer verkehren.
Im Jahr 2006 hat die Eisenbahnindustrie einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro gemacht.[3]
Die zwei wichtigsten Unternehmen in Frankreich sind Alstom und Bombardier Transportation. Der traditionelle Hersteller war Alstom, der auch den TGV fertigt. Durch die Bestellung der SNCF des Autorail à grande capacité hat Bombardier an Gewicht gewonnen.
Die SNCF bezeichnet ihre Lokomotiven nach Achsfolge sowie einer laufenden Seriennummer. Diese wird für jede Baureihe mit einer neuen 100er- oder 1000er-Stelle angefangen.
Siehe auch: Liste der Lokomotiven und Triebwagen der SNCF