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Schildkröten

Schildkr√∂te ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Schildkr√∂te (Begriffskl√§rung) aufgef√ľhrt.
Schildkröten
Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis),einzige in Deutschland beheimatete Schildkrötenart

Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis),
einzige in Deutschland beheimatete Schildkrötenart

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schildkröten
Wissenschaftlicher Name
Testudinata
Linnaeus 1758
Unterordnungen

Die Schildkr√∂ten (Testudinata, Testudines, ehemals auch Chelonia von altgr. ŌáőĶőĽŌéőĹőĻ ‚ÄěSchildkr√∂te‚Äú) sind eine Ordnung der Reptilien (Reptilia) und erschienen erstmals vor mehr als 220 Millionen Jahren im Karnium (Obertrias).

Man unterscheidet derzeit 327 Arten mit √ľber 200 Unterarten.[1] Die Schildkr√∂ten haben sich den unterschiedlichsten Biotopen und √∂kologischen Nischen angepasst. Die Spanne reicht dabei von mediterranen Landschildkr√∂tenarten, Gopher- oder W√ľstenschildkr√∂ten und den besonders zahlreichen, kleineren Wasserschildkr√∂tenarten in Nordamerika und S√ľdostasien √ľber gro√ü werdende Fluss-Schildkr√∂ten in S√ľdamerika, Riesenschildkr√∂ten auf einigen Inselgruppen, Weichschildkr√∂ten in Asien und Schlangenhalsschildkr√∂ten in Australien bis hin zu den gr√∂√üten, den Lederschildkr√∂ten, die neben den Meeresschildkr√∂ten eine eigene Familie bilden.

Schildkröten sind wechselwarme, eierlegende Kriechtiere (Reptilia). Fossilgeschichtlich sind sie am nächsten mit einigen basalen Diapsiden wie Odontochelys semitestacea und Sinosaurosphargis yunguiensis verwandt.[2] Unter den heute lebenden Reptilien sind die Krokodile die nächsten Verwandten.

Die Anpassungsf√§higkeit der Schildkr√∂ten hat ihr Fortbestehen bis in die heutige Zeit sichern k√∂nnen. Durch menschliche Einfl√ľsse sind heute aber viele Arten akut gef√§hrdet.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Verbreitung: Land-, Wasser- und Sumpfschildkr√∂ten (schwarz, es fehlt aber das Habitat von Emys orbicularis), Meeresschildkr√∂ten (blau) Mit Ausnahme der Polargebiete besiedeln Schildkr√∂ten alle Kontinente. Sie kommen in verschiedenen Landstrichen vor, in tropischen W√§ldern und S√ľmpfen, in W√ľsten und Halbw√ľsten, Seen, T√ľmpeln, Fl√ľssen, in Brackwassergebieten und in Meeren, in gem√§√üigten, tropischen und subtropischen Klimazonen.

In Europa gibt es neben den Meeresschildkr√∂ten nur neun autochthone Arten, vier Land- und f√ľnf Wasserschildkr√∂tenarten. Deutschland, √Ėsterreich und die Schweiz beherbergen nur eine einzige einheimische Schildkr√∂tenart, die Nominatform der Europ√§ischen Sumpfschildkr√∂te (Emys orbicularis orbicularis).

Körperbau und Lebensweise

Verallgemeinertes Anordnungsschema der Hornschilde (Scuta) auf dem Carapax Schwarzknopf-H√∂ckerschildkr√∂te mit charakteristischer Auspr√§gung der Vertebralschilde Glatte Weichschildkr√∂te, keine Hornschilde, nur Haut bedeckt den Knochenpanzer Der Carapax (R√ľckenschild) einer Geierschildkr√∂te

Aufbau des Panzers (Pantex)

F√ľr Schildkr√∂ten stellt der Panzer, welcher bereits ca. 30 % des Gewichtes ausmacht, zweifellos das anatomisch entscheidende Charakteristikum dar. Kein anderes Wirbeltier zeigt eine vergleichbare Anatomie. √Ąhnlich wie das Exoskelett der Insekten, umschlie√üt der Panzer der Schildkr√∂ten, der sich aus dem R√ľckenpanzer (Carapax) und Bauchpanzer (Plastron) zusammensetzt, alle wichtigen Organe und K√∂rperregionen.[3]

Der Knochenpanzer besteht aus massiven Knochenplatten, die einen Rippenk√§fig bilden, der entwicklungsgeschichtlich aus den Wirbelb√∂gen und Rippen des Endoskeletts der Wirbeltiere hervorgegangen ist.[2][4] Dabei hat sich der Schulterknochen (lat. Scapula), im Gegensatz zu allen √ľbrigen Wirbeltieren mit Schulterg√ľrtel, unter die Rippen geschoben.[5] Dieser weitgehend starre Knochenpanzer erfordert eine Anpassung der Atmung, die durch eine Bewegung der Extremit√§ten mit Hilfe von kr√§ftigen Muskelpaketen unterst√ľtzt werden muss.

Über dem Knochenpanzer befindet sich je nach Art eine lederartige Hautschicht (so z. B. bei den Weichschildkröten) oder aber die typische Schicht aus Hornschilden (Scuta), welche ihrerseits aus Keratin bestehen. Die Färbung der Hornschilde hängt vor allem von der Herkunft der Schildkröte ab, denn die meisten Arten sind farblich perfekt an ihren Lebensraum angepasst.

Diese Hornschilde lassen sich in folgende Gruppierungen einteilen, wobei artbedingte Abweichungen in Anzahl und Vorhandensein anzutreffen sind:

Hornschilde des R√ľckenpanzers (Carapax)

(von cranial nach caudal bzw. von vorne nach hinten)

  • 1 Nackenschild (Cervicale oder Nuchale)
  • 24 Randschilde (Marginalia)
  • 5 Wirbelschilde (Vertebralia)
  • 8 Rippenschilde (Pleuralia oder Costalia)
  • 1 Schwanzschild (Caudale)

Hornschilde des Bauchpanzers (Plastron)

(von cranial nach caudal bzw. von vorne nach hinten)

  • 2 Kehlschilde (Gularia)
  • 2 Armschilde (Humeralia)
  • 2 Achselschilde (Axillaria)
  • 2 Brustschilde (Pectoralia)
  • 2 Bauchschilde (Abdominalia)
  • 2 H√ľftschilde (Inguinalia)
  • 2 Beinschilde (Femoralia)
  • 2 Afterschilde (Analia)

Die Naht- und Verzahnungsstellen von Horn- und Knochenpanzer liegen nicht √ľbereinander, sondern sind gegeneinander verschoben. Dadurch erh√∂ht sich die Festigkeit des Panzers noch weiter. Das Aussehen des gesamten Panzers unterscheidet sich je nach Spezies stark. So weist der R√ľckenpanzer bei vielen Arten, insbesondere im Jugendalter, einen oder drei L√§ngskiele auf. Bei den H√∂ckerschildkr√∂ten und den Chinesischen Dreikielschildkr√∂ten sind diese kr√§ftig ausgepr√§gten H√∂cker und Kiele sogar namensgebend. Verschiedene Gattungen (beispielsweise die Dosenschildkr√∂ten) k√∂nnen ihren Bauchpanzer mit Hilfe eines Scharniers hochklappen und so den gesamten Panzer verschlie√üen. Eine √§hnliche Funktion bietet das Scharnier im Carapax der Gelenkschildkr√∂ten.

Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Panzer der Schildkr√∂ten als Anpassung an den Lebensraum Wasser entwickelt hat. Der starre K√∂rper erm√∂glichte danach ein schnelleres Vorankommen unter Wasser, insbesondere im Gegensatz zu den schl√§ngelnden Bewegungen anderer Reptilien. Allerdings zeigen bereits die √§ltesten bekannten Schildkr√∂tenfossilien einen hoch entwickelten Panzer, so dass √ľber seine Urspr√ľnge und seine Entwicklung nur spekuliert werden kann.

Sinnesleistungen

Schildkröten sehen sehr gut. Sie können Farben sogar besser differenzieren als Menschen, da ihre Augen wie bei allen Reptilien vier verschiedene Farbrezeptoren aufweisen. Sie sind dadurch in der Lage, auch Teile der nahen Infrarot- und Ultraviolett-Strahlung wahrzunehmen. Grautöne hingegen scheinen sie weniger zu differenzieren.

Die Linse der Wasserschildkr√∂ten ist so gestaltet, dass sie den Brechungswinkel von Wasser ausgleicht. Dadurch k√∂nnen die Tiere Feinde und Nahrung auch im Wasser klar erkennen. Jagende Schildkr√∂tenarten k√∂nnen durch Ver√§nderung ihrer Augenstellung sowohl r√§umlich als auch im Panorama sehen. Die Geschwindigkeit von visuell wahrgenommenen Bewegungen hat Einfluss auf die Fluchtreaktion. N√§hert man sich einer Schildkr√∂te sehr langsam, fl√ľchtet sie sp√§ter als bei schneller Ann√§herung.

Der Geruchssinn ist bei Schildkr√∂ten besonders stark ausgepr√§gt. Wasserschildkr√∂ten riechen durch kauend-pumpende Bewegungen des Unterkiefers und Halses. Die Geruchsrezeptoren befinden sich im Rachenraum. Durch den Geruch erkennen sie geeignete Nahrung oder Erde, in der sie ihre Eier vergraben k√∂nnen. Au√üerdem werden Geschlechtspartner am Geruch erkannt (bei aquatilen Arten auch unter Wasser), wahrscheinlich sogar √ľber gr√∂√üere Distanzen.

Schildkr√∂ten haben ein voll ausgebildetes Innen- und Mittelohr, aber kein Au√üenohr. Sie h√∂ren T√∂ne deshalb nicht im gleichen Umfang wie Menschen. Sie nehmen Schallwellen von etwa 100 Hz bis 1000 Hz wahr, also vor allem tiefe Vibrationen (Trittschall) aus ihrer Umgebung, m√∂glicherweise auch Fressger√§usche von Artgenossen. Einer Studie aus Italien zufolge reagieren weibliche Schildkr√∂ten der Gattung Testudo sogar auf akustische Signale der M√§nnchen beim Paarungsspiel, wobei sie schnell aufeinander folgende Ger√§usche und hohe T√∂ne (kleine M√§nnchen) zu bevorzugen scheinen.

Schildkröten können sich in ihren kognitiven Fähigkeiten mit allen anderen Reptilien messen. So merken sie sich Futterquellen und Fluchtwege. Ihr Orientierungssinn ist ebenfalls hervorragend ausgeprägt und scheint sich mit zunehmendem Lebensalter noch zu verstärken.

Weitere gut entwickelte Sinnesleistungen sind Schmerzempfindung, Temperatursinn und Gleichgewichtssinn.

Lautäußerungen

Schildkr√∂ten sind meist stumm. Ausnahmen stellen jedoch Schreckreaktionen dar. Hier sto√üen diese Tiere durch schnelles Zur√ľckziehen des Kopfes Luft aus, was einen fauchenden Zischlaut erzeugt. Bei Wasserschildkr√∂ten sind gelegentlich auch fauchende Drohlaute zu h√∂ren. M√§nnchen vieler Landschildkr√∂tenarten geben bei der Paarung piepsende oder keuchende Laute von sich, √§hnlich wie auch Weibchen beim gelegentlichen Kampf mit anderen Weibchen um die besten Eiablagepl√§tze. Landschildkr√∂ten k√∂nnen nach hastigem Fressen von Fr√ľchten oder kleinen Schnecken kurzfristig eine Art Schluckauf bekommen, der ein entsprechendes Ger√§usch erzeugt.

Fortbewegung

Schildkr√∂ten bewegen sich sowohl an Land als auch im Wasser mit f√ľr Reptilien typischen schl√§ngelnden Bewegungen fort, wobei der Panzer an Land in der Luft getragen wird. Diese Art der Fortbewegung senkt den Energiebedarf bei der Bewegung im Wasser, wirkt aber an Land zuweilen unbeholfen. Lediglich Meeresschildkr√∂ten haben eine f√ľr Reptilien einmalige Methode der Fortbewegung entwickelt. Sie schlagen die vorderen Gliedma√üen, die sich zu Flossen geformt haben, auf und ab. Auf diese Weise erreichen sie bei optimiertem Energiebedarf hohe Geschwindigkeiten unter Wasser, was ihnen das Zur√ľcklegen auch l√§ngerer Strecken erm√∂glicht. Auch die Gliedma√üen von Landschildkr√∂ten bzw. S√ľ√ü- und Brackwasserschildkr√∂ten sind an den jeweiligen Lebensraum angepasst. So l√§sst sich in den meisten F√§llen die Bindung an das Wasser am Vorhandensein und der Auspr√§gung von Schwimmh√§uten vor allem an den hinteren Extremit√§ten feststellen. Die Beine von Schildkr√∂ten, welche hei√üe Steppengebiete bewohnen, sind dagegen s√§ulenf√∂rmig und ringsherum gegen Verletzung und Austrocknung durch starke Hornschuppen gesch√ľtzt.

Nahrungsaufnahme und Ernährung

Bei den √§ltesten fossilen Schildkr√∂ten finden sich noch Z√§hne,[6] die sich im Laufe der Evolution jedoch umgebildet haben. Heutige Schildkr√∂ten besitzen keine Z√§hne, sondern zu kr√§ftigen Schneidewerkzeugen umgewandelte Kieferleisten. Wie alle Reptilien kauen Schildkr√∂ten ihre Nahrung nicht, sondern verschlingen sie entweder unzerkleinert oder sie rei√üen mit dem Maul St√ľcke ab, wobei sie die vorderen Gliedma√üen zu Hilfe nehmen. Kopf- und Halsform eines Saugschnappers (Fransenschildkr√∂te) Schildkr√∂ten sind gr√∂√ütenteils Allesfresser (sog. Omnivore). Je nach Art √ľberwiegt allerdings meist stark die pflanzliche (herbivore) oder die fleischliche (carnivore) Kost. Manche Arten, insbesondere die im Wasser lebenden, wechseln von eiwei√üreicher Ern√§hrung mit Wasserinsekten als Jungtiere zu energie√§rmerer, daf√ľr aber leicht zu erlangender Pflanzenkost, wenn sie herangewachsen sind. F√ľr das vergleichsweise gro√üe Knochenskelett und teilweise f√ľr die Ausbildung von hartschaligen Eiern brauchen Schildkr√∂ten calciumreiche Nahrung. Meist ist die Nahrung sehr abwechslungsreich, denn die Tiere sind bei der Suche nach Fressbarem wenig w√§hlerisch. Ihr Nahrungsspektrum reicht je nach Art von Wiesenkr√§utern, Bl√ľten, Fr√ľchten, Wasserpflanzen und Algen √ľber Insekten, W√ľrmer, Schnecken, Fische, Seesterne, Krabben und Quallen bis hin zu Aas und Ausscheidungsprodukten von S√§ugetieren. Einige Arten sind jedoch ausgesprochene Nahrungsspezialisten, wie z. B. die Lederschildkr√∂te, die auf Quallen spezialisiert ist oder die Malaysische Sumpfschildkr√∂te, deren englischer Name, Snail Eating Turtle, und kr√§ftigen Kiefer die Vorliebe f√ľr das Knacken von Geh√§useschnecken verraten. Einige weitere Schildkr√∂tenarten haben ihren K√∂rperbau ebenfalls an spezielle Jagdmethoden angepasst, z. B. die Geierschildkr√∂te, die ruhig mit ge√∂ffnetem Maul abwartet, bis sich ein Fisch f√ľr den wurmf√∂rmigen Zipfel in ihrem Maul interessiert. Eine weitere ungew√∂hnliche Fangmethode praktiziert die Fransenschildkr√∂te (Mata-Mata), die im Schlamm mit algenbewachsenem Panzer getarnt lauert und ihre Beute durch pl√∂tzliches Aufrei√üen ihres riesigen Schlundes einsaugt.

Geschlechtsunterschiede und Fortpflanzung

Weibchen der Oliv-Bastardschildkr√∂te legen viele, verh√§ltnism√§√üig kleine Eier Im direkten Vergleich zwischen geschlechtsreifen M√§nnchen und Weibchen stellt man fest, dass sich die Ausscheidungs√∂ffnung in der Schwanzwurzel des Weibchens, die Kloake, n√§her am Panzerrand befindet, die des M√§nnchens dagegen eher zum Schwanzende hin liegt. Der Schwanz ist beim M√§nnchen meist auch deutlich l√§nger und am Ansatz breiter, da er den Penis beherbergt, der nur zur Begattung ausgest√ľlpt wird. Weitere h√§ufige Geschlechtsunterschiede sind geringere K√∂rpergr√∂√üe und ein st√§rker konkav geformter Bauchpanzer bei den M√§nnchen, was die Kopulation erleichtert. Dar√ľber hinaus gibt es sekund√§re Geschlechtsmerkmale, die auf einzelne Gattungen, Arten oder gar Unterarten beschr√§nkt sind, wie zum Beispiel verl√§ngerte Vorderkrallen des M√§nnchens bei den Schmuckschildkr√∂ten oder eine unterschiedliche F√§rbung der Iris bei manchen Dosenschildkr√∂ten und einigen Unterarten der Europ√§ischen Sumpfschildkr√∂te. Die sekund√§ren Geschlechtsmerkmale sind beim Schl√ľpfling noch nicht zu erkennen, sondern werden erst im Vorfeld der Geschlechtsreife ausgebildet. Zur Paarungszeit suchen die M√§nnchen, die bei manchen Arten andere √∂kologische Nischen besiedeln, die Weibchen gezielt auf. Sie werden dabei vermutlich durch Geruchshormone (Pheromone) geleitet. Dem eigentlichen Paarungsakt geht bei den meisten Arten eine Balz voraus, die auf den Menschen eher grob wirkt. Je nach Art kommt es zur Verfolgung und Umkreisung des Weibchens mit teilweise heftigen Bissen in ihre Extremit√§ten und Rammst√∂√üen gegen den Panzer. Bei der Kopulation reiten die M√§nnchen auf und klammern sich teilweise am Panzer des Weibchens fest. Aufgrund der M√∂glichkeit zur Samenspeicherung bleibt das Weibchen nach einer erfolgreichen Kopulation √ľber mehrere Jahre befruchtungsf√§hig, ohne erneut kopulieren zu m√ľssen, was den Erfolg der Schildkr√∂ten bei der Besiedlung neuer Lebensr√§ume, z. B. den Gal√°pagos-Inseln erkl√§ren k√∂nnte.

Breitrandschildkröte,kurz vor dem Schlupf …

Die Paarungszeit liegt bei Arten aus der gem√§√üigten Klimazone √ľberwiegend im Herbst und Fr√ľhjahr, wogegen sich tropische Arten eher nach Regenzeiten und Luftfeuchtigkeit richten. Die Eiablage (Oviposition) erfolgt einige Wochen nach der Befruchtung und findet bei allen Arten an Land statt. Im Einklang mit den Jahreszeiten sucht das tr√§chtige Weibchen eine f√ľr die Eizeitigung geeignete Stelle auf, wof√ľr es h√§ufig lange, gef√§hrliche Wanderungen in Kauf nimmt. Es achtet dabei auf die Sonnenlage des Platzes, dessen Bodenbeschaffenheit, √úberschwemmungssicherheit und vermutlich noch auf weitere Faktoren. Einmal ausgew√§hlt, wird diese Eiablagestelle meist √ľber viele Jahre beibehalten. Das Weibchen gr√§bt mit den Hinterbeinen eine tiefe, h√§ufig birnenf√∂rmige Grube, legt die Eier vorsichtig hinein und scharrt die Grube wieder sorgf√§ltig zu, so dass keine Nestr√§uber angelockt werden. Das Ausbr√ľten der Eier √ľberlassen die allermeisten Schildkr√∂tenweibchen der Sonne. Wenige Schildkr√∂tenarten betreiben eine Art Brutpflege durch Bewachung der Niststelle. Dazu z√§hlt die Braune Landschildkr√∂te, eine Art aus der Gattung der Hinterindischen Landschildkr√∂ten. Weibchen dieser Art scharren mit ihren Vorderbeinen einen Nisthaufen aus Laub, Sand und Gras zusammen, der einen Durchmesser von 1 bis 2,50 Meter hat und zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch sind.[7] In der Haufenmitte gr√§bt das Weibchen mit dem Kopf die Nistgrube. Anschlie√üend bewacht sie das Gelege f√ľr eine Zeitdauer von 2 bis 20 Tagen. Dabei legt sie sich mitunter direkt auf die Nistgrube. Sie verteidigt ihre Nistgrube gegen√ľber Fressfeinden jedoch auch durch Bisse oder den Versuch, den Fressfeind von der Nistgrube wegzuschieben.[8]

Die Eier unterscheiden sich in Form, Gr√∂√üe und Beschaffenheit bei den verschiedenen Arten sehr. Teilweise sind sie wie bei V√∂geln von einer harten Kalkschale umgeben. Manche Arten umh√ľllen ihre Eier aber auch nur mit einer lederartigen Haut und einer sch√ľtzenden Schleimschicht. Anders als bei V√∂geln besitzen die Eier aber keine Hagelschn√ľre, an der der Dotter drehbar aufgeh√§ngt ist. Deshalb d√ľrfen Schildkr√∂teneier nach begonnener Embryonalentwicklung nicht mehr gedreht werden, sonst stirbt der Keimling ab. Die Anzahl von Eiern und Gelegen pro Saison variiert stark, von einem einzigen Ei, z. B. bei der kleinsten Landschildkr√∂tenart (Homopus signatus), bis zu 200 Eiern bei den Meeresschildkr√∂ten.

… und direkt danach: Eischwiele, Bauchfalte und Reste des Dottersackes sind noch vorhanden

Bei einigen Arten wird das Geschlecht nicht genetisch bereits bei der Befruchtung festgelegt, sondern erst durch die Bruttemperatur bestimmt (z. B. bei Europ√§ischen Wasser- und Landschildkr√∂tenarten). In bestimmten Temperaturbereichen schl√ľpfen √ľberwiegend oder sogar ausschlie√ülich Weibchen bzw. M√§nnchen. Dieser Umstand hat sich als Vorteil bei Zuchtprojekten zum Schutz des Artenbestandes erwiesen. Die Inkubation erfolgt je nach Art in etwa 50 bis 250 Tagen. Nach Ende der Entwicklungszeit f√ľllt die kleine Schildkr√∂te das Ei vollst√§ndig aus. Bei hartschaligen Eiern ritzt sie die Schale oft mit der Eischwiele am Oberkiefer an und √∂ffnet ein erstes Fenster. In einigen F√§llen wird die Schale auch mit einem Bein ge√∂ffnet. Danach beginnt sich der gefaltete Bauchpanzer zu strecken und sprengt die Schale vollkommen auf. Nach dem Schlupf bleiben die kleinen Schildkr√∂ten oft bis zur vollst√§ndigen Resorption des Dottersacks in der Nisth√∂hle, bis sie sich in gemeinsamer Anstrengung zur Oberfl√§che graben. In Trockengebieten geschieht das meist nach einem sp√§tsommerlichen Regen, der den Boden aufweicht und f√ľr Pflanzenfresser auch √ľppige Nahrung verspricht. An der n√∂rdlichen Grenze ihres Verbreitungsgebiets √ľberwintern Schildkr√∂tenschl√ľpflinge h√§ufig noch in der Nistgrube und kommen erst im folgenden Fr√ľhjahr an die Oberfl√§che. Das Muttertier leistet in keinem Fall Schutz oder Aufzuchthilfe, die Jungen sind vom Schlupf an auf sich alleine gestellt und sind teilweise sogar eine willkommene Beute f√ľr erwachsene Artgenossen. Bis zur Geschlechtsreife vergehen mehrere Jahre. Sie ist hierbei nicht nur vom Alter, sondern auch von der Ern√§hrungslage des Tieres abh√§ngig.

Mögliches Höchstalter

Schildkr√∂ten k√∂nnen ein sehr hohes Alter erreichen. Das Geburtsjahr der Gal√°pagos-Riesenschildkr√∂te (Geochelone nigra) Harriet, die im Australia Zoo lebte und am 23. Juni 2006 verstarb, wird auf 1830 gesch√§tzt, womit sie mindestens 176 Jahre alt geworden ist. Amerikanische Dosenschildkr√∂ten (Terrapene) sollen weit √ľber 100 Jahre alt werden k√∂nnen und Meeresschildkr√∂ten (Cheloniidae) leben wahrscheinlich 75 Jahre oder mehr. Bei guter Pflege werden als Haustier gehaltene Schmuckschildkr√∂ten 40 Jahre und √§lter.

Zu den ältesten Individuen gehörte auch Timothy, eine weibliche Maurische Landschildkröte (Testudo graeca). Das ehemalige Maskottchen der britischen Marine wurde 160 Jahre alt, obwohl sie die ersten 40 Jahre ihres Lebens an Bord eines Kriegsschiffes vermutlich nicht artgerecht gehalten wurde.

Im Gegensatz zum potenziellen H√∂chstalter steht die durchschnittliche Lebenserwartung der meisten Schildkr√∂tenarten unter nat√ľrlichen Bedingungen, die meist deutlich niedriger ausf√§llt. F√ľr die Griechische Landschildkr√∂te (Testudo hermanni) betr√§gt sie in der Natur nur etwa 10 Jahre ab der Geschlechtsreife (Hailey 1990/2000).

Beispiele f√ľr besonders alte Schildkr√∂ten (laut traditionellen, meist nicht ganz sicheren Angaben) waren:

Meeresschildkröte (Suppenschildkröte) vor Hawaii, USA

Größenunterschiede

Neben vielen Arten, die nur 10 bis 50 Zentimeter gro√ü werden, wie z. B. Vertreter der Gattungen Testudo, Emys und Mauremys, finden sich auch die Riesenschildkr√∂ten auf den Gal√°pagos-Inseln (Geochelone nigra) bzw. den Seychellen (Dipsochelys dussumieri), die eine Panzerl√§nge von √ľber einem Meter erreichen. Noch wesentlich gr√∂√üere Panzerl√§ngen erreichen Meeresschildkr√∂ten sowie die beinahe ausgestorbene Hoan-Kiem-See-Riesenweichschildkr√∂te. Als gr√∂√üte Art gilt die Lederschildkr√∂te Dermochelys coriacea mit bis zu 250 cm Panzerl√§nge und 900 kg Gewicht.

Die kleinsten Schildkr√∂ten sind die M√§nnchen der Ges√§gten Flachschildkr√∂te Homopus signatus aus S√ľdafrika mit einer R√ľckenpanzerl√§nge von durchschnittlich ca. 7,5 cm und einem Gewicht von ca. 70 g.

Gr√∂√üenangaben bei Schildkr√∂ten beziehen sich im Normalfall auf die R√ľckenpanzerl√§nge ohne Kopf, Beine und Schwanz. Gemessen wird im Stockma√ü, also gerade entlang der L√§ngsachse mit Hilfe einer Schiebelehre und nicht mit dem Bandma√ü √ľber dem Panzerbogen.

√Ąu√üere Systematik

Skelett von Proganochelys quenstedti im American Museum of Natural History Die genaue systematische Stellung der Schildkröten innerhalb der Reptilien ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Kontroversen. Da die Schildkröten keine Schädelfenster haben, werden sie meist zusammen mit einigen ausgestorbenen Reptilientaxa in die Anapsida gestellt. Sie sind dann wahrscheinlich die Schwestergruppe der Pareiasauria oder aus diesen hervorgegangen. Daneben vertreten einige Wissenschaftler die Ansicht, dass die Schildkröten die Schädelfenster sekundär wieder verloren haben und somit zu den Diapsida gehören. Die Vertreter dieser Hypothese sind sich aber uneinig, ob die Schildkröten näher mit den Archosauria (dazu gehören die Krokodile, Dinosaurier und Vögel) oder mit den Lepidosauria (Echsen und Schlangen) verwandt sind. Nach der Archosauria-Hypothese gehören die Schildkröten zu den Archosauromorpha und wären wahrscheinlich die Schwestergruppe der Rhynchosauria. Die Anhänger der Lepidosauria-Theorie vermuten einen marinen Ursprung der Schildkröten und sehen sie als Schwestergruppe der Sauropterygia, eine Gruppe großer mariner Reptilien aus dem Mesozoikum, die zusammen mit den Lepidosauria das Taxon Lepidosauromorpha bilden.[10]

2008 wurde Odontochelys semitestacea wissenschaftlich beschrieben, die √§lteste bekannte Schildkr√∂te. Die fossilen √úberreste dieses im Meer lebenden, etwa 40 Zentimeter langen Tieres wurden in der Provinz Guizhou in China gefunden. Odontochelys besa√ü Z√§hne in Ober- und Unterkiefer und hatte keinen R√ľcken-, sondern nur einen Bauchpanzer.[6]


 Testudinata  

 Odontochelys


     

 Proganochelys


     

 Proterochersis


     

 Palaeochersis



     

 Rezente Schildkr√∂ten (Testudines)



Innere Systematik

Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)

Die Halsberger-Schildkr√∂ten, die sich w√§hrend des Jura vor 180 Mio. Jahren zu entwickeln begannen, k√∂nnen ihren Kopf in den Panzer zur√ľckziehen. Die Halswirbel dieser Tiere sind zu diesem Zweck speziell geformt, damit sich das R√ľckgrat S-f√∂rmig kr√ľmmen kann. Sie sind heute mit zehn Familien vertreten.

Halswender-Schildkröten (Pleurodira)

Bei den Halswender-Schildkr√∂ten, die heute mit drei Familien existieren,[11][12] handelt es sich um die entwicklungsgeschichtlich j√ľngere Unterordnung, da sie erst in der Kreide erschien. Sie k√∂nnen ihren Kopf nicht wie die Cryptodira einziehen, sondern legen ihn durch eine horizontale S-f√∂rmige Bewegung seitlich unter den Panzer.

Unter Systematik der Schildkröten werden alle rezenten Arten dargestellt sowie die ausgestorbenen Gattungen, die in der deutschsprachigen Wikipedia beschrieben werden.

Gefährdungssituation und Artenschutz

Bedrohung durch den Menschen

Schildkröte in einem chinesischen Supermarkt

Fressfeinde variieren sehr nach Art und Alter der Schildkr√∂te. W√§hrend Gelege und Schl√ľpflinge selbst Krabben und V√∂geln zum Opfer fallen, haben ausgewachsene Tiere nur noch wenige nat√ľrliche Feinde. Im besonders artenreichen S√ľden der USA sind das z. B. Alligatoren, aber auch viele andere Panzerechsen erbeuten regelm√§√üig Schildkr√∂ten, da sie mit ihren kr√§ftigen Kiefern problemlos die Panzer aufbrechen k√∂nnen. Zu den Fressfeinden von Eiern und erwachsenen Schildkr√∂ten z√§hlt aber auch der Mensch. In vielen Teilen der Welt wurden und werden Wasser-, Land- und Meeresschildkr√∂ten verzehrt und auch deren Nester ausgenommen. Wie schnell der Mensch die Schildkr√∂tenbest√§nde dezimieren kann, l√§sst sich am Beispiel der Europ√§ische Sumpfschildkr√∂te zeigen. Noch bis in das 19. Jahrhundert hinein im deutschsprachigen Raum durchaus h√§ufig anzutreffen, wurde sie hier als Fastenspeise fast bis zum v√∂lligen Verschwinden abgefischt. Inzwischen ist sie in Deutschland und √Ėsterreich so selten geworden, dass sie nicht nur aus unseren Gew√§ssern, sondern auch aus unserem Bewusstsein als urspr√ľnglich einheimische Tierart zu verschwinden droht.

Ebenfalls durch intensive menschliche Nachstellung ausgerottet oder nahezu ausgerottet wurden die Riesenschildkr√∂ten auf den Inselgruppen im Indischen und Pazifischen Ozean. Einem Seefahrerbericht zufolge konnte man um 1700 auf Rodriguez Island (Mauritius) noch Gruppen von 2000‚Äď3000 Tieren finden. Sie lagen so eng zusammen, dass man ‚Äě100 Schritte √ľber ihre Panzer laufen konnte, ohne den Fu√ü auf den Boden zu setzen‚Äú (Legaut 1691). Das Fleisch sei wohlschmeckend und bek√∂mmlich und das Fett schmecke besser als die beste Butter in Europa. Es eigne sich auch hervorragend als Medizin gegen Verdauungsbeschwerden und Kr√§mpfe. Anderthalb Jahrhunderte sp√§ter fand eine wissenschaftliche Expedition nur noch ein paar wenige in der Sonne br√ľchig gewordene Panzerreste auf dieser Insel, aber keine lebenden Tiere mehr. Die Schiffsbesatzungen deckten ihren Bedarf jetzt auf den Galapagosinseln, oft 500‚Äď800 Tiere pro Schiffsladung. Aber auch viele andere Schildkr√∂tenarten gelten als Delikatesse und werden vom Menschen intensiv bejagt. Da es sich hierbei zu einem Gro√üteil um Wildf√§nge handelt und sich die Populationen aufgrund der sp√§ten Geschlechtsreife nur langsam reproduzieren, stehen viele Arten vor der Ausrottung in freier Natur, zum Beispiel einige Arten der Gattung Cuora. In den letzten Jahren richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Lebensmittelm√§rkte in S√ľdostasien, auf denen seit je her Schildkr√∂ten in gro√üer Zahl angeboten werden. So werden j√§hrlich etwa 10 Millionen Tiere in den S√ľden Chinas importiert (van Dijk et al. 2001). H√§ufig sind es Arten, die inzwischen so stark bedroht sind, dass sie durch das Washingtoner Artenschutzabkommens eigentlich streng gesch√ľtzt w√§ren. Die riesigen Vermehrungsfarmen in den USA mit teilweise √ľber 1 Million Schl√ľpflingen pro Jahr und Farm (Herrera 1998), wie auch die in den 1990er Jahren neu entstandenen Schildkr√∂ten-Farmen in China k√∂nnen bislang noch nicht in ausreichendem Ma√üe den Bedarf decken. Zudem haben diese Farmen ein neues Problem geschaffen. Da exotisch aussehende Schildkr√∂ten auf den M√§rkten einen h√∂heren Preis erzielen, versucht man gezielt Hybride zu z√ľchten. Das l√§uft auf der einen Seite der Artenreinerhaltung zuwider. Auf der anderen Seite steht seit Bekanntwerden dieser Tatsache die Systematik der s√ľdostasiatischen Schildkr√∂ten in Frage. Denn bei vielen Arten, die erst in den letzten Jahren anhand auf M√§rkten gefundener Tiere wissenschaftlich beschrieben wurden und deren genaues Herkunftsgebiet unbekannt ist, stellt sich nun die Frage nach der G√ľltigkeit dieses Taxons. F√ľr einige Holotypen konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass es sich um Hybride der Gattungen Chinemys und Cuora handelt.

Haustierhaltung ist die zweite, ebenfalls jahrtausendealte Nutzung von Schildkr√∂ten durch den Menschen. In fast allen Kulturen gelten Schildkr√∂ten, anders als andere Reptilien, als Sympathietr√§ger und Kinderspielzeug, gelegentlich als heilige Tiere, so z. B. in Babylon 1100 v. Chr. und auch im alten √Ągypten. Eine zweieinhalbtausend Jahre alte griechische Vase, Museumsst√ľck im Britischen Museum in London, zeigt dagegen ein M√§dchen im f√ľr unsere Begriffe grausamen Spiel mit einer Landschildkr√∂te. Der Panzer der Echten Karettschildkr√∂te liefert das Schildpatt Armreif und Ohrringe aus Schildpatt (inzwischen CITES-pflichtig)

√Ąhnlich d√ľrfte allerdings das Schicksal der vielen im 20. Jahrhundert in den USA gehaltenen Schmuckschildkr√∂tenbabys und der nach Mittel- und Nordeuropa importierten Europ√§ischen Landschildkr√∂ten gewesen sein. So erlitten vor Einf√ľhrung des Washingtoner Artenschutzabkommen die Wildpopulationen der europ√§ischen Landschildkr√∂tenarten einen erheblichen R√ľckgang aufgrund der Nachfrage europ√§ischer und amerikanischer Tierhalter. F√ľr Gro√übritannien sind z. B. folgende Import-Zahlen bekannt: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden j√§hrlich bis zu 250.000 Landschildkr√∂ten √ľberwiegend aus einem einzigen Land, Marokko, nach England eingef√ľhrt (Lambert 1981). Davon starben 80 % bereits auf dem Transport oder im Laufe des darauf folgenden Jahres. F√ľr die √ľbrigen europ√§ischen L√§nder, Export- wie Importl√§nder, d√ľrfte √§hnliches gelten, auch wenn deren Aus- bzw. Einfuhren zahlenm√§√üig nicht genau erfasst sind. Auch heute noch bringen Touristen aus den Mittelmeerl√§ndern erhebliche Mengen an Schildkr√∂tenjungtieren als Urlaubssouvenirs mit. F√ľr die inzwischen stark zur√ľckgegangene Schildkr√∂tenpopulationen stellt das, neben der Lebensraumzerst√∂rung, eine weitere erhebliche Belastung dar.

Aus dem ehemaligen Kinderspielzeug ist im deutschsprachigen Raum inzwischen aber ein ernsthaftes Hobby geworden, mit zahlreichen Clubs, Vereinen und Stammtischen. Allein im gr√∂√üten herpetologischen Verein Deutschlands, der DGHT und seiner Untergruppierung, der AG Schildkr√∂ten, gibt es fast 3000 Schildkr√∂teninteressierte, die im Jahre 2004 √ľber 6000 kleine Schildkr√∂ten in √ľber 70 Arten nachz√ľchteten, davon etwa 4000 Individuen der Gattung Testudo. Insgesamt wird die j√§hrliche Nachzucht an Europ√§ischen Landschildkr√∂ten inzwischen auf etwa 10.000 allein in Deutschland gesch√§tzt (Schilde, 2005).

Der ‚ÄěRohstoff‚Äú Schildkr√∂tenpanzer ist eine weitere uralte Nutzungsanwendung. Die kleineren Schildkr√∂tenpanzer wurden haupts√§chlich als Schmuck- und Gebrauchsgegenst√§nde im Ganzen verwendet. So wurden bereits im alten Griechenland Leiern mit einem Korpus aus einem Schildkr√∂tenpanzer hergestellt. Hierzu geh√∂rt die h√§ufig auf Tongef√§√üen abgebildete Lyra. Einige afrikanische Saiteninstrumente besitzen Resonanzk√∂rper aus Schildkr√∂tenpanzern, die mit einer Tierhaut bespannt sind, beispielsweise Leiern und Fiedeln in Ostafrika. Auf nordafrikanischen Basaren gibt es Blasebalge aus Schildkr√∂tenpanzern zu kaufen. Von den gro√üen Meeresschildkr√∂ten, vor allem von der kleinsten Art, der Echten Karettschildkr√∂te (Eretmochelys imbricata) wurden dagegen nur die oberen Hornschichten verwendet, die man unter Hitzeanwendung vom Knochenpanzer abl√∂ste, h√§ufig vom lebenden Tier. Dieses durchscheinende, stark gemusterte Schildpatt diente seit der Antike als Werkstoff f√ľr Schmuck, Toilettenartikel (K√§mme) und Intarsienarbeiten an M√∂beln. Laut UNEP liegt der Wert von Schildpatt auf dem Weltmarkt heute bei ca. 5000 Euro pro kg, weswegen es trotz weltweiten Verbotes noch immer zur weiteren Bedrohung der Tiere beitr√§gt.

Weitere Gefährdungssituationen

Aber auch der Lebensraum vieler Schildkr√∂tenarten ist durch Menschen oder Klimawandel bedroht. Landschildkr√∂ten werden von Landwirten in den Herkunftsgebieten als Sch√§dling betrachtet und get√∂tet. Insektizide und Herbizide vergiften die Tiere oder vernichten die Nahrungsgrundlage. Stra√üen durchschneiden die Habitate und f√ľhren zu hohen Opferzahlen, wobei h√§ufig gerade tr√§chtige Weibchen auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz betroffen sind. Sumpf- und Feuchtgebiete werden f√ľr landwirtschaftliche Zwecke trockengelegt und die Industrie leitet Abwasser in die von Wasserschildkr√∂ten bewohnten Gew√§sser ein. Die Wasserschildkr√∂ten verlieren dadurch geeignete Biotope und durch die Umweltverschmutzung ihre Nahrungsgrundlage. Flussbegradigungen und Kanalisierungen resultieren in einem Verlust an Pl√§tzen zum Nisten und Sonnen. Meeresschildkr√∂ten wird die Fortpflanzung durch die touristische Erschlie√üung von zum Nisten geeigneten Str√§nden erschwert. Gelege werden zertrampelt, Schl√ľpflinge, die sich nachts zur Oberfl√§che graben, orientieren sich am Licht, um das relativ sichere Wasser zu finden. K√ľnstliche Lichtquellen f√ľhren zu einem Verlust der Orientierung. Meeresschildkr√∂ten verfangen sich in Treibnetzen oder schlucken Kunststoffteile in der Annahme, es handele sich um Quallen. Eine weitere Gefahr stellt der Schiffsverkehr dar. An einem der Hauptbrutgebiete, dem indischen Strand Orissa, fanden in einer einzigen Brutsaison sch√§tzungsweise 20.000 durch Schiffsschrauben verst√ľmmelte Tiere den Tod. Innerhalb von nur 30 Jahren haben es die Menschen fast geschafft diese Meeresreptilien auszurotten (UNEP 2004).

Maßnahmen zum Schutz der Schildkröten

Griechische Landschildkr√∂te: f√ľr die Vermarktungsgenehmigung vorgeschriebenes ‚ÄěPassfoto‚Äú Ein wichtiger Schritt zum Schildkr√∂tenschutz, wie auch der anderer bedrohter Arten, war 1975 das Inkrafttreten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES, dem inzwischen weltweit fast alle Staaten beigetreten sind. Seitdem wird der Im- und Export, aber auch der innerstaatliche Handel mit immer mehr Tierarten und Produkten daraus, je nach Bedrohungsstufe zum Teil streng √ľberwacht. Bedrohte und daher gesch√ľtzte Tierarten ben√∂tigen beim Verkauf Vermarktungsgenehmigungen mit Individualerkennung des Tieres entweder durch Implantieren von Mikrochips oder durch Fotos von R√ľcken- und Bauchpanzern. Au√üerdem ist jeder private Halter verpflichtet den Kauf, Verkauf, Nachzucht oder Tod seiner Tiere mit Anzahl und Art den Beh√∂rden zu melden, so z. B. bei der besonders h√§ufig gehaltenen Griechischen Landschildkr√∂te. Bei Verst√∂√üen gegen diese Gesetze drohen hohe Bu√ügelder, kostenpflichtige Beschlagnahmung der Tiere und sogar Haftstrafen.

Der langen Liste an Bedrohungen versuchen Wissenschaftler und engagierte Laien in allen Teilen der Welt aber auch aktive Artenschutzprojekte entgegenzusetzen. Der Schutz und die Wiederansiedlung der heimischen Sumpfschildkr√∂te in Deutschland wird zum Beispiel besonders gezielt an der Naturschutzstation Rhinluch in Brandenburg betrieben. Unter Mitwirkung von NABU und einiger weiterer Spendenorganisationen wird hier Feldforschung betrieben, Restpopulationen bzw. deren Biotope gesch√ľtzt, Jungtiere nachgezogen und ausgewildert und auch ganz allgemein Aufkl√§rung der Bev√∂lkerung geleistet.

Eine weitere Hoffnung ist der Turtle Conservation Fund, in dem sich amerikanische, australische und europ√§ische Partner zusammengetan haben, um auf die so genannte Schildkr√∂tenkrise in S√ľdostasien zu reagieren. Innerhalb dieses Verbandes koordiniert u. a. der Allwetterzoo M√ľnster ein viel beachtetes Nachzuchtprojekt von 15 hoch bedrohten Schildkr√∂tenarten, z. B. verschiedene Cuora-Arten.

Bemerkenswertes

McCords Schlangenhalsschildkröte: Der Hals ist etwa so lang wie der Panzer

  • Die √§lteste bekannte Schildkr√∂te starb 2006 mit 256 Jahren im Zoo von Kalkutta,[13] siehe auch Adwaita und Harriet (Schildkr√∂te).
  • Als letzter Vertreter seiner Unterart, eine Riesenschildkr√∂te von Galapagos, f√ľr den intensiv eine Paarungsm√∂glichkeit gesucht wurde, galt der ca. 1920 geborene und im Juni 2012 gestorbene Lonesome George.
  • Die Lederschildkr√∂te (Dermochelys coriacea) ist die gr√∂√üte Schildkr√∂te und zugleich die einzige ohne festen Knochenpanzer. Vielmehr hat sie eine stromlinienf√∂rmige und flexible, lederartige H√ľlle mit 5‚Äď7 versteifenden Kielen in L√§ngsrichtung, die eine Anpassung dieser Meeresschildkr√∂te an ihre au√üergew√∂hnliche Tauchtiefe darstellen. Obwohl ihre Beute, Quallen, √ľberwiegend Oberfl√§chenbewohner sind, wurden einzelne Exemplare in √ľber 1000 m Tiefe angetroffen. Sie besiedelt auch die gr√∂√üten Reviere, denn sie streift von ihren tropischen Brutgebieten bis in die kalten Gew√§sser des Nordatlantik. Erm√∂glicht wird das durch ihre F√§higkeit √§hnlich wie Dinosaurier und sp√§ter Warmbl√ľtler ihre K√∂rpertemperatur bis zu 10 ¬įC und m√∂glicherweise sogar mehr √ľber der Umgebungstemperatur zu halten (James & Mrosovsky 2004).
  • Die schnellste Schildkr√∂te ist die Lederschildkr√∂te mit 35 km/h (Guinness Book of Records 1992), die langsamste Schildkr√∂te ist die Gattung Gopherus mit 0,21‚Äď0,48 km/h (National Geographic, 1999).

Suppenschildkröte

  • Das langsamste Jugendwachstum hat die Suppenschildkr√∂te (Chelonia mydas), die manchmal erst mit 50 Jahren geschlechtsreif wird. Sie kann bei Tauchg√§ngen ihre Herzfrequenz bis auf wenige Schl√§ge pro Stunde senken und so bis zu f√ľnf Stunden unter Wasser bleiben.
  • Die Kehlschild-Schlangenhalsschildkr√∂te (Chelodina rugosa) legt als einzige Schildkr√∂tenart ihre Eier im Schlamm unter Wasser ab. Die Entwicklung der Embryonen beginnt erst, nachdem das Gew√§sser austrocknet und die Eier nicht mehr vom Wasser bedeckt sind.
  • Bei Kommentk√§mpfen der m√§nnlichen Gal√°pagos-Riesenschildkr√∂ten (Geochelone nigra) siegt derjenige, der den Hals am h√∂chsten strecken kann.
  • Im Jahre 456 v. Chr. wurde der griechische Theaterschriftsteller Aischylos der Legende nach durch eine Schildkr√∂te get√∂tet, die ein Adler auf seinen Kopf fallen lie√ü. Adler erbeuten Schildkr√∂ten, indem sie ihren Panzer durch einen Sturz auf einen Stein zu zerbrechen versuchen.
  • Testudo, die Schildkr√∂tenformation, ist eine r√∂mische Milit√§rtaktik.
  • Seit 1990 wird jeweils am 23. Mai der ‚ÄěWelt-Schildkr√∂tentag‚Äú begangen.[14]

Mythologie

In den alten Kosmogonien vieler asiatischer V√∂lker treibt die Erde als runde Fl√§che auf dem Urmeer. Um nicht zu versinken und ruhig in Position zu bleiben braucht es einen Tr√§ger, der die Erde st√ľtzt. Dieser ist in jedem Fall ein Tier und sehr h√§ufig eine Schildkr√∂te. Den Ausgangspunkt f√ľr viele asiatische Ursprungsmythen bildet die indische Vorstellung des Gottes Vishnu, der auf der Weltenschlange Ananta-Shesha auf dem Grund des Ozeans liegt und die Sch√∂pfung bewacht. Er selbst verwandelt sich in seiner zweiten Inkarnation in die Schildkr√∂te Kurma, die als Basis f√ľr die vom Berg Mandara gebildete Weltenachse dient. Beim Quirlen des Milchozeans setzen G√∂tter und D√§monen im Kampf gegeneinander auf dem R√ľcken der Schildkr√∂te einen Quirlstab in Drehung und erschaffen so eine Reihe g√∂ttlicher Wesen und kostbarer Gegenst√§nde.

Mit der Ausbreitung des Buddhismus gelangte die kosmische Schildkr√∂te nach Tibet, China und weiter ins n√∂rdliche Zentralasien. Bei den Mongolen tr√§gt eine goldene Schildkr√∂te den zentralen Weltenberg. Zum buddhistischen Sagenkreis Zentralasiens geh√∂ren der Sch√∂pfergott Otschirvani (er entspricht dem Bodhisattva Vajrapani) und sein Diener Tsagan-Schukuty. Als beide vom Himmel herabkamen sahen sie eine Schildkr√∂te im Wasser tauchen. Der Diener fing die Schildkr√∂te und lie√ü sie mit dem Bauch nach oben auf dem Wasser treiben. Otschirvani legte sich auf ihren Bauch und wies seinen Begleiter an, vom Meeresgrund Erde heraufzuholen. Diese Erde streuten sie auf die Schildkr√∂te und schliefen schlie√ülich ein. Wenig sp√§ter ‚Äď die neue Erde war noch sehr klein ‚Äď kam der Teufel vorbei und wollte die Erde mitsamt den Schlafenden ins Meer rei√üen. Alsbald wuchs die Erde so schnell, dass der fliehende Teufel kaum Zeit hatte, um sich zu retten. Die Schildkr√∂te liegt seither unsichtbar unter dem Wasserspiegel.

Bei den ebenfalls buddhistischen Kalm√ľcken verwandelt sich der Bodhisattva Manjushri in eine gro√üe Schildkr√∂te, die auf dem R√ľcken liegend die Erde √ľber der Wasseroberfl√§che h√§lt. Wenn die Schildkr√∂te eine Zehe bewegt, gibt es ein Erdbeben. Wenn die Erde bei den Burjaten und Tungusen bebt, zittert das Tier vor M√ľdigkeit. Die burjatische Schildkr√∂te blickte anfangs bewegungslos aufs Wasser, bis der Sch√∂pfergott sie umdrehte und auf ihrem Bauch die Erde errichtete.

Vergleichbare Ursprungsmythen kennen auch einige nordamerikanische Indianer. So erz√§hlen die Sioux von einer Schildkr√∂te mit Schlamm im Maul und einem Wasservogel mit Gras im Schnabel, die gemeinsam auf dem Urmeer schwammen. Beides vermengten sie, brachten es auf den R√ľcken der Schildkr√∂te und schufen so die Erde. In der Wyandot-Sch√∂pfung tauchte aus dem Wasser eine Schildkr√∂te auf, die der Reihe nach einige Tiere auf den Meeresgrund schickte, um Schlamm zu holen, bis dies endlich dem Fisch gelang. Auf dem R√ľcken der Schildkr√∂te wurde aus dem Schlamm die Erde.[15]

Auf zahlreichen polynesischen Inseln zeigen Petroglyphen Schildkr√∂ten einzeln oder in Gruppen. Bei der Interpretation der Abbildungen ist h√§ufig unklar, ob sie aus religi√∂sen, gesellschaftlichen oder √§sthetischen Gr√ľnden angefertigt wurden. M√∂glicherweise wurde eine solche Unterscheidung nicht vorgenommen. Schildkr√∂ten besa√üen in Polynesien gro√üe Bedeutung bei traditionellen Bestattungszeremonien, so kam ihnen auf den Marquesas eine Rolle beim √úbergang des Verstorbenen in die jenseitige Welt zu. Weil Seeschildkr√∂ten in der Lage sind, aus gro√üen Merestiefen aufzusteigen und an Land ihre Eier zu legen, scheinen sie ‚Äď in den Mythos √ľbertragen ‚Äď geeignet, eine Verbindung zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt herzustellen.[16] Australische Aborigines kennen die mythische Erz√§hlung Emu und Schildkr√∂te.

In Afrika gelten Schildkröten als besonders kluge Tiere. In Märchen verschaffen sie sich meist durch eine List Vorteile und gewinnen bei Geschwindigkeitswettbewerben gegen Tiere, die deutlich größer oder schneller sind.

‚ÄěG√∂ttliche Schildkr√∂te‚Äú. Gem√§lde von 1156‚Äď1161 aus der chinesischen Jin-Dynastie Die chinesische Sch√∂pferg√∂ttin N√ľwa schuf die Erde, indem sie einer Schildkr√∂te ihre F√ľ√üe abschnitt und daraus die vier Himmelss√§ulen in den vier Himmelsrichtungen formte. In China ist die mythische Schildkr√∂te Ao ein Symbol des Universums. Als heilige Tiere schwimmen Schildkr√∂ten in Wasserbecken auf dem Gel√§nde vieler buddhistischer Tempel und werden von den Besuchern gef√ľttert, damit sie f√ľr Gl√ľck und langes Leben sorgen m√∂gen. Durch ihr langes Leben haben sie den Ruf, f√ľr die Wahrsagerei geeignet zu sein.[17]

Selten fanden Schildkr√∂ten auch Eingang in den islamischen Volksglauben. In der marokkanischen Kleinstadt Lalla Takerkoust wurden wunscherf√ľllende Schildkr√∂ten fr√ľher in einem Becken neben einem Heiligengrab von muslimischen und j√ľdischen Pilgern verehrt[18].

In der Mythologie der griechischen Antike war Chelone eine Jungfrau, die in eine Schildkr√∂te verwandelt wurde. Die griechische G√∂ttin Urania wurde gelegentlich mit einem Fu√ü auf einer Schildkr√∂te stehend dargestellt, womit sich ihre Verbindung zu Aphrodite zeigt, deren Attribut unter anderem die Schildkr√∂te ist. Zusammen mit Apollon galt Hermes f√ľr die Griechen als der mythische Erfinder der Leier. Hermes h√∂hlte die Schildkr√∂te aus, befestigte zwei Schilfrohre und eine Querstange daran, zog sieben Saiten aus Schafsdarm √ľber die Konstruktion und begann mit dem g√∂ttlichen Musizieren.[19]

Der Fantasy-Schriftsteller Terry Pratchett greift den Indischen Mythos in seinem Scheibenwelt-Zyklus auf: Die Scheibenwelt wird von vier Elefanten Getragen, die auf einer kosmischen Schildkröte Groß-A'Tuin stehen, welche durch das Universum schwimmt.

Siehe auch

Literatur

Allgemeine Literatur und Feldstudien:

  • Alderton D, 1988, Turtles and Tortoises of the World, New York ISBN 0-8160-1733-6
  • Cann J, 1998 Australian Freshwater Turtles, Beaumont Publishing, Singapore
  • Ernst C H, Barbour R W, 1992, Turtles of the World, New York City, ISBN 1-56098-212-8
  • Ernst C H, Altenburg R G M, Barbour R W, 1999, Turtles of the World, Win/MAC CD, ISBN 3-540-14547-8
  • Ernst C H, Lovich J E, Barbour R W, 2000, Turtles of the United States and Canada, New York, ISBN 1-56098-823-1
  • Fritz U, 2001/2005, Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas, Aula Verlag, Wiebelsheim
    Band 3/3A: Schildkröten (Testudines) I, Bataguridae, Testudinidae, Emydidae, ISBN 3-89104-004-0
    Band 3/3B: Schildkröten (Testudines) II, Meeresschildkröten, ISBN 3-89104-654-5
  • Klemens, M. W., 2000, Turtle Conservation, Washington, London, ISBN 1-56098-372-8
  • Obst F J, 1985, Die Welt der Schildkr√∂ten, Hohenwarsleben, ISBN 3-275-00855-2
  • Pritchard P C H, Trebbau P, 1984, Turtles of Venezuela, Society for the Study of Amphibians and Reptiles. Oxford, Ohio
  • Manfred Rogner: Schildkr√∂ten ‚Äď Biologie, Haltung, Vermehrung, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5440-1
  • Senn D G, 1992, Eine Naturgeschichte der Schildkr√∂ten, Bottmingen/Schweiz
  • Vetter H, 2004, Turtles of the World ‚Äď Schildkr√∂ten der Welt, Frankfurt/M.

Ratgeber Heimtierhaltung:

Schildkröten-Zeitschriften:

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ The ReptileDatabase: Species Numbers (as of Feb 2014)
  2. ‚ÜĎ a b Tatsuya Hirasawa, Hiroshi Nagashima & Shigeru Kuratani: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=The endoskeletal origin of the turtle carapace}} Nature Communications 4, Article number: 2107, doi:10.1038/ncomms3107, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (english).
  3. ‚ÜĎ Dominik M√ľller: Mediterrane Landschildkr√∂ten ‚Äď Biologie, Haltung, Vermehrung, Erkrankung
  4. ‚ÜĎ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Geheimnis um Ursprung des Schildkr√∂tenpanzers gel√ľftet}} Der Standard, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  5. ‚ÜĎ Press Release: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=The secret of the turtle shell}} Riken, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} (english).
  6. ‚ÜĎ a b Chun Li, Xiao-Chun Wu, Olivier Rieppel, Li-Ting Wang & Li-Jun Zhao: An ancestral turtle from the Late Triassic of southwestern China. Nature Vol 456, 27. November 2008, DOI:10.1038/nature07533
  7. ‚ÜĎ Manfred Rogner: Schildkr√∂ten ‚Äď Biologie, Haltung, Vermehrung, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5440-1, S. 89.
  8. ‚ÜĎ Website der University of Michigan
  9. ‚ÜĎ Bericht auf n-tv
  10. ‚ÜĎ Michael S. Y. Lee: Molecules, morphology, and the monophyly of diapsid reptiles
  11. ‚ÜĎ Fritz Uwe, Peter Havas (2007): Checklist of the Chelonians of the World (PDF; 925 kB) zusammengestellt im Auftrag von CITES
  12. ‚ÜĎ The Reptile Database
  13. ‚ÜĎ Bericht √ľber die angeblich √§lteste Schildkr√∂te
  14. ‚ÜĎ Timo Lokoschat: Es wird eng im Kalender. 365 kuriose Gedenk- und Feiertage. Sanssouci im Hanser Verlag. S. 86 ISBN 978-3-8363-0218-0
  15. ‚ÜĎ Uno Harva: Die religi√∂sen Vorstellungen der altaischen V√∂lker. FF Communications N:o 125. Suomalainen Tiedeakatemia, Helsinki 1938, S. 27f, 99f
  16. ‚ÜĎ Barry Rolett: The interpretation of Polynesian petroglyphs. In: Patrick Vinton Kirch (Hrsg.): Island Societies: Archaeological Approaches to Evolution and Transformation (New Directions in Archaeology). Cambridge University Press, Cambridge 1986, S. 86f, ISBN 978-0521301893
  17. ‚ÜĎ Pierre Grimal: Mythen der V√∂lker. Band 2. Perser ‚Äď Inder ‚ÄďJapaner ‚Äď Chinesen. Fischer, Frankfurt/Main 1977, S. 291
  18. ‚ÜĎ Edward Westermarck: Ritual and Belief in Morocco. Bd. 1, Macmillan and Co., London 1926, S. 86, 229
  19. ‚ÜĎ Karl Ker√©nyi: Die Mythologie der Griechen. Band 1. Die G√∂tter- und Menschheitsgeschichten. Dtv, M√ľnchen 1977, S. 130

Weblinks

 Commons: Schildkr√∂ten ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Artenschutzprojekte und Reptilienauffangstationen:

Schildkröten-Interessengemeinschaften:

Wissenschaftliche Schildkrötenseiten:

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