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Schlacht an der Aisne (1917)

Schlacht an der Aisne
Teil von: Erster Weltkrieg
Deutsche Schützengräben an der Aisne
Deutsche Schützengräben an der Aisne
Datum 16. April–Ende Mai 1917
Ort An der Aisne, Frankreich
Ausgang Deutscher taktischer Sieg
Konfliktparteien
Deutsches ReichDeutsches Reich
Deutsches Reich
FrankreichFrankreich Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland
Entente
Befehlshaber
Erich Ludendorff, Karl von Einem, Max von Boehn Robert Nivelle, Henri Philippe Pétain, Charles Mangin
Truppenstärke
41 Infanterie-Divisionen 61 Infanterie-Divisionen, 7 Kavallerie-Divisionen
Frontverlauf 1917

Die Schlacht an der Aisne an der Westfront des Ersten Weltkrieges begann am 16. April 1917. Frankreichs Armee startete nach den vergeblichen Durchbruchsversuchen des Jahres 1915 erneut eine, diesmal minutiös vorbereitete Großoffensive gegen den als uneinnehmbar geltenden Höhenzug des Chemin des Dames.

Verlauf

Nach 10-tägiger Artillerievorbereitung griffen 61 französische Infanterie- und 7 Kavalleriedivisionen die deutsche 1., 3. und 7. Armee an. Die deutsche Seite verfügte über lediglich 41 Divisionen, konnte aber den Vorteil des gut verschanzten Verteidigers nutzen, wobei zu beachten ist, dass die deutschen Divisionen schon vorher nicht mehr über normale Divisionsstärke verfügten, da sie bereits längere Zeit im vorderen Frontbereich lagen. Der Angriff, der auf einer Breite von 40 km erfolgte, sollte schon in wenigen Tagen bis zur Linie LaonRethel vorgetragen werden.

Aufgrund ihrer Erfahrungen in der Schlacht an der Somme, die in der zweiten Hälfte des Jahres 1916 getobt hatte, war die deutsche Armee dazu übergegangen, ihre vordersten Frontlinien schwächer zu besetzen. Bei Angriffen konnten auch Frontabschnitte aufgegeben werden, um die gegnerischen Truppen tiefer in das eigene Grabensystem zu locken. Es erfolgte dann ein Gegenangriff deutscher Eingreiftruppen. Dies führte an der Aisne dazu, dass die französischen Sturmangriffe bereits am 16. und 17. April 1917 unter verheerenden Verlusten im deutschen Abwehrfeuer zusammenbrachen. Craonne, der Winterberg, Hurtebise-Ferme, die Drachen-Höhle, der gesamte Chemin des Dames bis hin zur Ecke von Laffaux und dem Mont des Singes (Affenberg) wurden zu Stätten unvorstellbaren Leides auf beiden Seiten. Am 4./5. Mai 1917 wurde die Offensive erneut aufgenommen, obwohl der französische Oberkommandierende Nivelle ihre Einstellung verkündet hatte, sofern die Ziele des ersten Angriffstages nicht erreicht würden. Erst Ende Mai 1917 wurde die Offensive endgültig eingestellt, nachdem französische Einheiten an der Front offen gemeutert hatten. Das Chanson de Craonne spielte hier eine wichtige Rolle. Die Befehlsverweigerungen konnten zum einen durch brutale Strafmaßnahmen wie Erschießungen, zum anderen aber auch durch Verbesserungen der Lebensbedingungen der Poilus und die Ablösung des Generals Robert Nivelle als französischer Oberbefehlshaber durch Pétain am 15. Mai 1917 eingedämmt und schließlich beendet werden. Foch wurde neuer Chef des Generalstabs. Der Frontverlauf mitten auf dem Damenweg (Chemin des Dames) war nach Abschluss der Kämpfe so ungünstig für beide Seiten, dass die Deutschen Ende 1917 zum Rückzug in die Ailette-Stellung gezwungen waren.

Ergebnis

Für Frankreich war dies die letzte Großoffensive vor Eintreffen und Einsatzbereitschaft der US-Amerikaner ab Frühjahr 1918. Aufgrund der hohen französischen Verluste musste die Offensive abgebrochen werden.

Weblinks

 Commons: Schlacht an der Aisne (1917) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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