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| Schlacht in Galizien (1914) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Teil von: Erster Weltkrieg | |||||||
| Ostfront 1914 | |||||||
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| Konfliktparteien | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Generalstabschef Conrad von Hötzendorf, Armeegruppenführer Herrmann von Kövess 1. Armee - Viktor Dankl 3. Armee - Rudolf von Brudermann 4. Armee - Moritz von Auffenberg |
Befehlshaber der Südwestfront Nikolai Judowitsch Iwanow 4. Armee - Anton von Saltza / Alexei Ermolajewitsch Ewert 5. Armee - Pawel Adamowitsch von Plehwe 3. Armee - Nikolai Wladimirowitsch Russkij 8. Armee Alexei Alexejewitsch Brussilow | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| 1.000.000 Mann | 1.200.000 Mann | ||||||
| Verluste | |||||||
| 324.000 Tote und Verwundete 130.000 Gefangene |
225.000 Tote und Verwundete 40.000 Gefangene | ||||||
Die sogenannte Schlacht von Galizien war eine Reihe von individuellen Schlachten zwischen den Truppen des russischen Kaiserreichs und Österreich-Ungarn in der Anfangsphase des Ersten Weltkrieges. Die Schlachten endeten trotz anfänglicher Erfolge mit einer Niederlage der österreichisch-ungarischen Truppen, die sich aus Galizien zurückziehen mussten. Die russischen Truppen nahmen Lemberg ein und beherrschten für knapp neun Monate den Osten Galiziens.
Inhaltsverzeichnis |
Als sich Anfang 1914 ein Krieg mit Russland abzeichnete, beschloss der Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabs Conrad von Hötzendorf einen Angriff auf die russische Weichselprovinz mit seinen nördlichen Armeen (1. und 4. Armee). Weil die russische Armee schnell eine deutlich größere Zahl von Truppen an einer östlichen Front würde aufstellen können, als die Mittelmächte dies vermochten hätten, sah er dies als einzige Chance für einen schnellen Sieg. Er hoffte auch, dass das Deutsche Reich ihn bei dieser Offensive unterstützen würde, wurde aber entäuscht, da nur einige rein für die Defensive vorgesehene Truppen nach Ostpreußen entsandt wurden. Die österreich-ungarischen Truppen begannen ihren Angriff ohne sichere deutsche Unterstützung. Die Angreifer trafen auf die 4. und 5. russische Armee. Zur gleichen Zeit erwartete Nikolai Judowitsch Iwanow der russische Befehlshaber der Süd-West Front einen Angriff der österreichisch-ungarischen Truppen auf Lemberg. Für diesen erwarteten Angriff standen die 3. und 8. russische Armee in Bereitschaft.
Die österreichisch-ungarisch 1. Armee unter dem Befehl von Viktor Dankl marschierte nach Norden auf Lublin. Dankl traf auf die 4. Armee unter Anton von Saltza bei Kraśnik. Dankl errang damit in der Schlacht von Kraśnik einen Sieg über die russischen Truppen und nahm 6000 Gefangene.
Auf der rechten Flanke von Dankl marschierte die 4. Armee unter Moritz von Auffenberg auf Chełm. Bei Komarów traf er auf die 5. russische Armee unter dem Befehl von Pawel Adamowitsch von Plehwe. Die österreichisch-ungarischen Truppen nahmen 20.000 Gefangene und fügten den russischen Truppen schwere Verluste zu. Der Versuch einer Umgreifung der russischen Truppen in der Schlacht von Komarów schlug allerdings fehl.
Während die russischen Truppen Erfolge im Norden errangen, rückte die österreichische Armeegruppe Kövess auf den linken Flügel der Truppen Nikolai Iudovich Ivanovs vor. An dieser südlichen Front standen Ivanov standen die russische 3. Armee unter Leitung von Nikolai Ruszky und die russische 8. Armee unter Alexei Brussilow zur Verfügung. Die russischen Truppen setzten den österreichisch-ungarischen Truppen so stark zu, dass sie auch als die Russen zwei Tage wegen der schlechten Straßen pausieren mussten, sich diese nicht neu gruppieren konnten. Die an verschiedenen Schauplätzen ausgetragene Schlacht wurde als Schlacht am Gnila Lipa bekannt.
Als sich die Armeegruppe Kövess auf dem Rückzug befand, zog von Hötzendorf Truppen vom nördlichen Ende der Front ab, weil er meinte dort einen ausreichenden Sieg errungen zu haben. In Wirklichkeit waren die Russen nördlich von Lemberg aber immer noch eine Bedrohung. Ivanov befahl der 5. Armee unter Plehwe die Österreicher anzugreifen. Während die Österreicher Truppen nach Süden verlegten, verwickelte Russki sie bei Rawa-Ruska in das, was als die Schlacht von Rawa bekannt wurde. Zwar wurde hastig die restliche 2. österreichische Armee aus Serbien angefordert, doch konnte auch die nicht mehr verhindern, dass die gesamte österreichische Front in Galizien zusammenbrach und die Russen Lemberg einnahmen.
Als die österreichischen Truppen sich zurückzogen, ergaben sich viele ihrer slawischen Soldaten und boten sogar an für die Russen zu kämpfen. Insgesamt wurden 130.000 Gefangene von den Russen bis zum Ende der Schlacht am 11. September gemacht und die Österreicher erlitten 324.000 weitere Verluste. Die Russen ihrerseits erlitten 225.000 Verluste dazu kamen 40.000 Gefangene. Sie hatten die Front rund 160 km in die Karpaten verschoben, die österreichische Festung von Przemyśl eingeschlossen und belagerten sie für über 100 Tage. Die Schlacht schädigte die österreichisch-ungarische Armee stark, zerstörte einen großen Teil des Offizierskorps und nahm Österreich wichtige Gebiete ab. Auch wenn die Russen in der Schlacht bei Tannenberg geschlagen worden waren, so verminderte ihr Sieg in der Schlacht von Galizien doch deutlich deren Auswirkungen.
Oberbefehlshaber: Nikolai Iwanow, Stabschef: Michail Wassiljewitsch Alexejew
Befehlshaber: Anton von Saltza (nach der Schlacht von Kraśnik ersetzt durch Alexei Ewert)
Grenadier Corps
XIV. Corps
XVI. Corps
Befehlshaber: Pawel von Plehwe
V. Corps
XVII. Corps
XIX. Corps
XXV. Corps
Befehlshaber: Nikolai Ruszky
IX. Corps
X. Corps
XI. Corps
XXI. Corps
Befehlshaber: Alexei Brusilov
VII. Corps
VIII. Corps
XII. Corps
XXIV. Corps
7. Kavalerie Division
Landsturmeinheiten
Befehlshaber: Viktor Dankl
I. Corps (Krakau) – 5. und 46. Infanterie Division
V. Corps (Bratislava) – 14., 33. und 37. Infanterie Division
X. Corps (Przemysl) – 2., 24. and 45. Infanterie Divisions
12. Infanterie Division
3. Kavalerie Division
9. Kavalerie Division
Befehlshaber: Moritz von Auffenberg
II. Corps (Wien) – 4., 13. and 25. Infanterie Division
VI. Corps (Kaschau) – 15., 27. and 39. Infanterie Division
IX. Corps (Leitmeritz) – 10. and 26. Infanterie Division
XVII. Corps (bei Kriegsbeginn aufgestellt) – 19. Infanterie Division
6. Kavalerie Division
10. Kavalerie Division
Befehlshaber: Rudolf Brudermann
XI. Corps (Lemberg) – 30. Infanterie Division
XIV. Corps (Innsbruck) – 3., 8. and 44. Infanterie Division
23. Infanterie Division
41. Infanterie Division
2. Kavalerie Division
4. Kavalerie Division
Befehlshaber: Hermann Kövess von Kövesshaza
III. Corps (Graz) – 6., 28. and 22. Infanterie Division
XII. Corps (Hermannstadt) – 16., 35. and 38. Infanterie Division
11. Infanterie Division
43. Infanterie Division
20. Infanterie Division
1. Kavalerie Division
5. Kavalerie Division
8. Kavalerie Division
1914: Stallupönen | Gumbinnen | Tannenberg | Lemberg | Masurische Seen | Schlacht an der Weichsel (1914) | Galizien | Łódź | Przemyśl | Winterschlacht in den Karpaten
1915: Winterschlacht in Masuren | Gorlice-Tarnów | Bug-Offensive | Großer Rückzug
1916: Naratsch-See | Brussilow-Offensive
1917: Kerenski-Offensive | Operation Albion