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Schlacht um Midway

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schlacht um Midway (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Schlacht um Midway
Teil von: Zweiter Weltkrieg, Pazifikkrieg
Anmarschwege der beteiligten VerbÀnde
Anmarschwege der beteiligten VerbÀnde
Datum 4.–7. Juni 1942
Ort Midwayinseln
Ausgang Amerikanischer Sieg
Konfliktparteien
US flag 48 stars.svg
USA
Naval Ensign of Japan.svg
Japan
Befehlshaber
Chester W. Nimitz
Frank Jack Fletcher
Raymond A. Spruance
Yamamoto Isoroku
Nagumo Chƫichi
Kondƍ Nobutake
TruppenstÀrke
3 FlugzeugtrÀger
50 weitere Schiffe
4 FlugzeugtrÀger
150 weitere Schiffe
Verluste
1 FlugzeugtrÀger
1 Zerstörer
98 Flugzeuge
307 Tote
4 FlugzeugtrÀger
1 Kreuzer
ca. 300 TrÀgerflugzeuge
3.057 Tote

Die Schlacht um Midway war eine große TrĂ€gerschlacht wĂ€hrend des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg. Vom 4. bis zum 7. Juni 1942 kĂ€mpften bei den Midwayinseln große VerbĂ€nde der Kaiserlich Japanischen Marine und der United States Navy. Die Schlacht, die mit der Versenkung von vier japanischen FlugzeugtrĂ€gern endete, gilt als Wendepunkt des Pazifikkriegs.

Inhaltsverzeichnis

Auslösende Faktoren

Seitdem Japan im Dezember 1941 die westlichen Alliierten angegriffen hatte, fĂŒhrten seine StreitkrĂ€fte einen Ă€ußerst erfolgreichen Feldzug zur Eroberung der britischen und niederlĂ€ndischen Kolonien in SĂŒdostasien. Als sich im FrĂŒhjahr 1942 die Operationen zur Eroberung der rohstoffreichen Gebiete in Malaysia und NiederlĂ€ndisch-Indien ihrem Ende nĂ€herten, kam es daher im japanischen Oberkommando zur Diskussion ĂŒber das weitere Vorgehen. Eine Fraktion der japanischen MilitĂ€rs wollte weiter nach Westen in Richtung Indien und Sues vorstoßen und dort schließlich die Verbindung mit dem deutschen Afrikakorps herstellen. Eine andere Fraktion hingegen favorisierte ein Vorstoßen in Richtung Fidschi–Samoa, um die Verbindungslinien der Alliierten zwischen Australien und den USA zu unterbrechen.[1]

Mit dem amerikanischen Luftangriff auf Tokio (Doolittle Raid) am 18. April 1942 Ă€nderten sich jedoch die japanischen PlĂ€ne. Bis zu diesem Zeitpunkt war die nach dem Überfall auf Pearl Harbor geschwĂ€chte US-Pazifikflotte als keine ernstzunehmende Bedrohung erschienen, und da es im Zentralpazifik keine Ziele gab, deren Eroberung sich lohnte, waren die Japaner seit den Eroberungen von Wake und Guam nicht weiter in dieses Gebiet vorgestoßen. Nach dem Angriff auf Tokio erklĂ€rte Admiral Yamamoto Isoroku die Vernichtung der verbliebenen US-Flotte, insbesondere ihrer FlugzeugtrĂ€ger zur höchsten PrioritĂ€t. Dies sollte nicht nur weitere Angriffe gegen Japan unmöglich machen, sondern auch jede denkbare Bedrohung durch die Amerikaner in nĂ€chster Zeit ausschließen und wĂŒrde vielleicht sogar zu einem Verhandlungsfrieden zwischen Japan und den USA fĂŒhren.[1]

Die Midwayinseln sind nach dem kleinen Kure-Atoll die westlichsten der Nordwestlichen Hawaii-Inseln und waren zu dieser Zeit der am weitesten im Westen liegende Vorposten der US-Amerikaner im Zentralpazifik. Der strategische Wert der Inseln selbst war gering, aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe eigneten sie sich nur als AufklĂ€rungstĂŒtzpunkt, aber nicht als grĂ¶ĂŸere Basis. Als Auftankstation fĂŒr die aus Pearl Harbor gegen Japan operierenden U-Boote erwiesen sie sich allerdings als recht nĂŒtzlich, die Boote konnten so erheblich lĂ€nger im Einsatzgebiet bleiben, da Hin- und RĂŒckweg zwischen Pearl Harbor und Midway zusammen ĂŒber 3500 Kilometer ausmachen. PlĂ€ne zur Eroberung von Midway gab es auf Seiten der Japaner zwar schon seit dem Beginn des Krieges, sie waren jedoch nie ausgefĂŒhrt worden, da der Aufwand zur Versorgung der eroberten Inseln als grĂ¶ĂŸer erachtet wurde als ihr Nutzen als AufklĂ€rungsbasis.

Aufgrund der relativen NĂ€he zu Pearl Harbor, dem einzigen als große Flottenbasis verwendbaren Hafen, der den US-StreitkrĂ€ften abseits der HĂ€fen an der US-WestkĂŒste im Pazifik zur VerfĂŒgung stand, konnten die Amerikaner es sich jedoch nicht leisten, die Insel ohne weiteres zu verlieren. Eine Invasion von Midway bot die Möglichkeit, die US-Pazifikflotte trotz ihrer SchwĂ€che zu einer Entscheidungsschlacht zu zwingen.[1]

Die japanische Strategie

Das Midway-Atoll 1941.

Der Plan sah vor, die beiden kleinen Atoll-Inseln (Sand Island und Eastern Island) einzunehmen und dort eine eigene Luftbasis aufzubauen. Dies sollte die Amerikaner veranlassen, ihre TrĂ€gerflotte nach Midway in Marsch zu setzen. Die kampferprobte japanische Übermacht wollte sie dort angreifen und möglichst alle feindlichen TrĂ€ger vernichten. Als Ablenkungsmanöver war gleichzeitig ein Schlag gegen die Aleuten im nördlichen Pazifik vorgesehen, die ebenfalls einen strategisch wichtigen Punkt bildeten (vgl. Schlacht um die Aleuten).

Danach wĂ€re die Übermacht der Japaner im Pazifik so groß geworden, dass eventuell ein Friedensvertrag in den existierenden Grenzen hĂ€tte ausgehandelt werden können – wie es die japanische Endsieg-Strategie vorsah.

Ausgangslage

Nach der Schlacht im Korallenmeer am 7. und 8. Mai 1942, bei welcher der FlugzeugtrĂ€ger USS Lexington der Amerikaner verloren ging und der TrĂ€ger USS Yorktown schwer beschĂ€digt worden war, verhielten sich die Japaner abwartend. Die FĂŒhrungsebene der amerikanischen Marine vermutete, dass der Gegner seine KrĂ€fte sammelte, um eventuell die Invasion Australiens vorzubereiten. Als weiteres mögliches Ziel fasste man Port Moresby auf Neu Guinea ins Auge. Je lĂ€nger die japanische Flotte verborgen blieb, desto stĂ€rker richtete sich der Verdacht auf einen bevorstehenden Angriff auf die Flottenbasis in Pearl Harbor. Als nĂ€chstes Ziel erschien das Midway-Atoll als Ausgangsbasis fĂŒr weitere Angriffe der Japaner plausibel.

FunkaufklÀrung

Ein wesentlicher Faktor im Vorfeld der Schlacht von Midway war die EntschlĂŒsselung des japanischen JN-25-Marinekodebuchs und die vereinte FunkaufklĂ€rung amerikanischer, britischer, australischer und niederlĂ€ndischer KrĂ€fte. Zu nennen wĂ€ren die Stationen HYPO auf Hawaii und CAST auf den Philippinen, die Gruppe OP-20-G in Washington, die britischen Stationen in Hongkong und Singapur, die Gruppe in Bletchley Park sowie niederlĂ€ndische KrĂ€fte im ost-indischen Batavia. Ungenannt bleiben die Posten, die das Abfangen und die Weiterleitung der Nachrichten ĂŒbernahmen. In der Literatur wird betreffend der Midway-Codes oft die Arbeit von Joseph Rochefort betont, der 36-Stunden-Schichten schließlich im Bademantel durcharbeitete, wĂ€hrend die maßgeblichen Ideen zur Positionsbestimmung von Midway von Jasper Holmes stammten.

Die US-FunkaufklĂ€rung OP-20-G empfing einige Tage nach der Korallenmeerschlacht eine Nachricht, die an alle großen japanischen FlugzeugtrĂ€ger gerichtet war und einem Einsatzbefehl glich. Kurz danach erging ein weiterer Funkspruch an die Goshu Maru, in dem von einem ZielkĂŒrzel AF die Rede war. Den Amerikanern war bekannt, dass solche KĂŒrzel fĂŒr diverse Ziele im Pazifikraum benutzt wurden. So stand beispielsweise RZP fĂŒr Port Moresby, R fĂŒr Rabaul, PS fĂŒr Saipan und AH fĂŒr Oahu. Da einige der A-KĂŒrzel Hawaii und umliegende Inseln bezeichneten, vermuteten einige FunkaufklĂ€rer Midway als AF.

Die amerikanischen Funker auf der Insel Corregidor in der Bucht von Manila hatten schon im MĂ€rz AF als Midway identifiziert, aber durch die japanische Besetzung der Philippinen bestand kein Kontakt mehr zu ihnen. Admiral Chester W. Nimitz entschied sich recht schnell fĂŒr Midway und ließ am 18. Mai Admiral Ernest J. King ĂŒber den geplanten japanischen Großangriff unterrichten, der zunĂ€chst noch an die Aleuten als Angriffsziel dachte.

Zur Absicherung des FunkkĂŒrzels AF bediente sich die US-Marine einer List. Über das nach Midway gelegte Kabel wurde die dortige Station aufgefordert, einen Funkspruch im Klartext an das Oberkommando zu senden, in dem angegeben wurde, dass die Destillationsanlage fĂŒr die Trinkwassergewinnung defekt sei und man sehr bald unter Wassermangel leiden wĂŒrde. Das Oberkommando funkte anschließend auch im Klartext zurĂŒck, dass mit Wasserlieferungen Abhilfe geschaffen werde. Nun lag es an den Japanern, ob sie die FunksprĂŒche abgehört hatten und wie sie darauf reagieren wĂŒrden. Kurz danach sendete Tokyo den tĂ€glichen Geheimdienstreport an alle Schiffe. Eine der Nachrichten lautete, dass auf AF das Wasser knapp werde. Damit war Midway eindeutig identifiziert, und Nimitz beorderte sofort alle TrĂ€ger zurĂŒck nach Pearl Harbor.

Gegen Ende Mai gelang es den Amerikanern anhand von FunksprĂŒchen der Japaner, auch den vorgesehenen Angriffstag zu identifizieren. Er war fĂŒr den 4. Juni vorgesehen. Am 28. Mai Ă€nderten die Japaner die Kodierung ihres Funkverkehrs, so dass vorlĂ€ufig keine weiteren Meldungen mehr entschlĂŒsselt werden konnten.

Verhinderung der japanischen AufklÀrung

Im MĂ€rz waren drei japanische Flugboote vom Typ Kawanishi H8K1 von Kwajalein in den Marshall-Inseln gestartet, hatten ĂŒber Oahu Bomben abgeworfen und waren zu einer Gruppe von Korallenriffen sĂŒdlich von Midway geflogen. Dort wurden sie von U-Booten aufgetankt. Beeindruckten damals die enormen Langstreckenleistungen der Flugboote dieses letztlich nutzlosen Angriffs das US-MilitĂ€r, waren es nun andere Faktoren, welche diese sehr leistungsfĂ€higen Flugboote ins Visier der Strategen rĂŒckte. Die US-Marine vermutete zu Recht, dass dieses Spiel wiederholt werden wĂŒrde, nur dieses Mal mit dem Ziel, die amerikanische Flotte durch die schnellen Langstrecken-Flugboote aufzuklĂ€ren. Deshalb wurde ein US-Flugboot bei den Korallenriffen platziert, das auch prompt drei japanische U-Boot-Periskope ausmachte. Vor den japanischen U-Booten war das Flugboot durch den KorallengĂŒrtel geschĂŒtzt. Die Japaner mussten so auf die tatsĂ€chlich geplanten AufklĂ€rungsflĂŒge der H8K1-Flugboote verzichten und konnten sich somit kein Bild von der tatsĂ€chlichen StĂ€rke der unterlegenen US-KrĂ€fte machen. Allerdings bewerteten die Japaner dies nicht als großen Verlust, da sie in jedem Fall die mehrfache Überlegenheit hatten, auch besaßen sie die grĂ¶ĂŸere Erfahrung und ihre Besatzungen waren zudem besser ausgebildet und kampferprobt.

Flottenbewegung

Die Japaner setzten den TrĂ€gerkampfverband Kido Butai von Vizeadmiral Nagumo ChĆ«ichi mit vier FlugzeugtrĂ€gern, dem Flaggschiff Akagi, der Kaga, der HiryĆ« und der SƍryĆ«, in Richtung Midway in Fahrt. Etliche hundert Meilen hinter diesen kamen die Schlachtschiffe des Oberkommandierenden Admirals Yamamoto Isoroku. Aus sĂŒdwestlicher Richtung nĂ€herte sich die dritte japanische Welle unter Vizeadmiral Kondƍ Nobutake. Mit seinen Zerstörern und Kreuzern bildete er die Invasionsflotte fĂŒr Midway. Yamamoto hatte aber das Pech, dass zwei seiner FlugzeugtrĂ€ger, die er dringend vor Midway gebraucht hĂ€tte, fĂŒr die Schlacht ausfielen. Der TrĂ€ger Shƍkaku war in der Schlacht im Korallenmeer schwer beschĂ€digt worden, wĂ€hrend die Zuikaku einen Großteil ihres Bordgeschwaders verloren hatte. So konnte er nur mit vier großen TrĂ€gern den Angriff starten.

Die USS Yorktown bei Reparaturarbeiten im Trockendock in Pearl Harbor, 29. Mai 1942

Admiral Nimitz machte seine aus zwei großen TrĂ€gern bestehende FlugzeugtrĂ€gerflotte – USS Enterprise (Capt. Murray) und USS Hornet (Capt. Mitscher) – klar und wartete auf die Japaner. Die USS Yorktown (Capt. Buckmaster) war im Korallenmeer schwer beschĂ€digt worden und lief am 27. Mai zur Instandsetzung in ein Trockendock in Pearl Harbor ein. Eine erste Begutachtung der SchĂ€den an der Yorktown ergab, dass ein Zeitraum von drei Monaten zur Reparatur der SchĂ€den nötig sein wĂŒrde.

Da das Schiff dringend fĂŒr die Verteidigung Midways benötigt wurde, wurden die Arbeiten an allen anderen in der Werft liegenden Schiffen vorĂŒbergehend eingestellt und das freigewordene Personal zur Yorktown geschickt; 2000 Werftarbeiter arbeiteten daraufhin ununterbrochen in Tag- und Nachtschichten. ZusĂ€tzlich wurden die Arbeitsprozesse drastisch vereinfacht. So wurden zerschossene Stahlplatten nicht durch neue ersetzt, sondern nur die verbogenen Teile mit Schneidbrennern herausgetrennt und die Löcher mit auf der Werft vorgefundenem Stahl â€žĂŒberplattet“. Am 29. Mai um 9 Uhr, nur zwei Tage spĂ€ter und nicht nach den geschĂ€tzten drei Monaten, war die Yorktown wieder einsatzfĂ€hig. Sie lief, jetzt als Flaggschiff von Admiral Frank J. Fletcher, dem Befehlshaber der Task Force 17, hinter den zwei vorauslaufenden TrĂ€gern her. ZusĂ€tzlich wurde die Luft- und Landverteidigung von Midway erheblich aufgerĂŒstet.

AufklĂ€rungsflĂŒge und erster Kontakt

Sichtung der japanischen Minensucher (Diorama)

Um dem Angriff erfolgreich begegnen zu können, sandte Nimitz die Kampfgruppen TF-16 (KAdm. Spruance, USS Enterprise und USS Hornet) und TF-17 (KAdm. Fletcher, USS Yorktown) in eine Position 300 Meilen nordwestlich von Midway. Dazu kamen als FernaufklĂ€rer Flugboote vom Typ PBY-5/-5A „Catalina“, die in einem Radius von 600 Seemeilen um Midway herum aufklĂ€rten.

Auch am Morgen des 3. Juni waren die amerikanischen FernaufklĂ€rer wieder in der Luft. Die erste Sichtung geschah gegen 9:00 Uhr, als etwa 470 Meilen westsĂŒdwestlich vor Midway zwei japanische Minensuchboote entdeckt wurden. Eine halbe Stunde spĂ€ter machte eine weitere PBY in einer Entfernung von rund 700 Meilen die japanische Transportflotte aus, die in Richtung Osten lief. SpĂ€ter am Tag bombardierten amerikanische B-17 den Konvoi, richteten aber keinen Schaden an. Am Nachmittag hoben von Midway vier PBY ab, um in der Nacht die japanische Transportflotte anzugreifen. In den ersten Stunden des 4. Juni konnte der Tanker Akebono Maru mit einem Torpedo getroffen werden. Er wurde aber nur leicht beschĂ€digt und fuhr mit der Flotte weiter.

Die Schlacht am 4. Juni 1942

Der Angriff

Eine Vindicator startet von Midway zum Angriff auf die japanische Flotte

Kurz nach 5:30 Uhr meldete eine AufklĂ€rungsmaschine die Sichtung der japanischen TrĂ€gerflotte nordwestlich von Midway in einer Entfernung von knapp 200 Meilen. Einige Minuten spĂ€ter konnte eine andere Maschine diese Nachricht bestĂ€tigen und zusĂ€tzlich melden, dass die Japaner mehr als 100 Kampfflugzeuge und Bomber von ihren FlugzeugtrĂ€gern in Richtung Midway gestartet hatten. Sofort wurden auf dem Atoll alle Vorbereitungen zur Verteidigung der Insel getroffen. Die amerikanischen Flugzeuge auf Midway wurden gestartet. Die FlottenverbĂ€nde TF-16 und TF-17 hatten die Meldungen ebenfalls vernommen. Diese sprachen jedoch nur von zwei – statt der erwarteten vier – FlugzeugtrĂ€gern.

Folgende VerbÀnde flogen von Midway gegen die japanische Flotte:

Eastern Island im Bombenhagel

Die Jagdstaffel VMF-221 (Maj. Floyd B. Parks) mit 20 F2A-3 „Buffalo“ und 5 F4F-3 „Wildcat“ wurde nicht zum Schutz der Bomber, sondern zum Schutz Midways eingesetzt und fing die japanische Formation um 6:15 Uhr ab. Die japanischen Mitsubishi A6M-Zero-JĂ€ger, welche die Bomber begleiteten, fĂŒgten den amerikanischen JagdverbĂ€nden erhebliche Verluste zu. 17 JĂ€ger der US Navy wurden abgeschossen, nur zwei Maschinen waren nach der Landung noch flugtauglich. Ein Pilot des US Marine Corps bemerkte bitter in Bezug auf die ungĂŒnstige Ausgangslage des ĂŒberstandenen Luftkampfes: „Jeder Kommandeur muss sich bewusst sein, dass, wenn er seine Piloten in einer F2A-3 aufsteigen lĂ€sst, diese verloren sind, bevor sie den Boden verlassen haben.“[2]

Um 6:30 Uhr erreichte die japanische Kampfgruppe Midway und bombardierte 20 Minuten lang beide Inseln. Auf Eastern Island wurden Ziele getroffen, aber die Start- und Landebahnen blieben fast unbeschĂ€digt. Auf Sand Island wurden Öltanks, der Wasserflugzeughangar und andere GebĂ€ude zerstört. Der kommandierende japanische Pilot Kaigun-Shƍi[3][4] Joichi Tomonaga meldete wegen der geringen SchĂ€den, dass eine zweite Welle nötig sei, um die amerikanische Verteidigung entscheidend zu schwĂ€chen. Admiral Nagumo hatte die HĂ€lfte seiner Flugzeuge fĂŒr einen Angriff gegen die US-TrĂ€gerflotte an Deck, falls diese wider Erwarten auftauchen sollte. Da sie bisher nicht entdeckt worden war, ordnete er die UmrĂŒstung der Bomber von See- auf Landzielbomben und von Torpedos auf Bomben an.

Der TrĂ€ger Soryu fĂŒhrt wĂ€hrend eines Angriffs von B-17E Flying Fortress ein Ausweichmanöver durch

WĂ€hrend sich die japanischen Maschinen auf dem RĂŒckweg zu ihren TrĂ€gern befanden, griffen die amerikanischen Bomber aus Midway die feindlichen Schiffe an. Ohne Jagdschutz und mit vielen unerfahrenen Piloten waren die Verluste der Amerikaner hoch, ohne dass sie auch nur einen Treffer erzielen konnten. Als erstes griffen die sechs von Midway gestarteten landgestĂŒtzten TBF Avenger-Torpedobomber an. FĂŒnf von sechs wurden, beim ersten Kampfeinsatz dieses Flugzeugtyps ĂŒberhaupt, abgeschossen. Ihnen folgten vier B-26, gleichfalls von Midway kommend, welche Torpedos abwarfen. Zwei B-26 wurden abgeschossen.

Zur selben Zeit sichtete ein japanisches AufklĂ€rungsflugzeug die amerikanische Flotte, ohne zunĂ€chst die TrĂ€ger zu entdecken. Vizeadmiral Nagumo ließ sofort die UmrĂŒstung der Bombenflugzeuge stoppen.[5]

Es folgten 16 SBD-Sturzkampfbomber, die nichts trafen, aber acht SBD verloren. FĂŒr die meisten amerikanischen Piloten war dies der erste Kriegseinsatz. Sie hatten nur eine ĂŒberstĂŒrzte Ausbildung erhalten. Es folgte ein Angriff von 15 B-17-Bombern aus 4000 m Höhe, die nichts trafen. Nun erreichten die elf „Vindicator“ aus Midway die Schiffe und griffen sie erfolglos mit Bomben an. Sie verloren drei Maschinen.

Wendepunkt

Die TBD der Enterprise vor dem Start. 12 von 14 Maschinen gingen verloren.

Um 7:00 Uhr starteten die TrĂ€ger USS Hornet und USS Enterprise ihre TrĂ€gergeschwader. Von der Enterprise startete die Staffel VT-6 mit 14 Torpedobombern (TBD-1 „Devastator“), VB-6 und VS-6 mit 34 Sturzkampfbombern (SBD „Dauntless“) und VF-6 mit zehn JĂ€gern (F4F-4 „Wildcat“), um die japanischen TrĂ€ger anzugreifen. Von der USS Hornet startete VT-8 mit 15 TBD-1, VB-8 und VS-8 mit 34 SBD-3 und VF-8 mit zehn F4F-4. Bald darauf, beginnend um 8:38 Uhr, wurden auch die Flugzeuge der USS Yorktown gestartet, die zuerst zurĂŒckgehalten wurden, falls die beiden anderen japanischen TrĂ€ger noch auftauchten. Von dort startete VT-3 mit 12 TBD-1, VB-3 mit 17 SBD-3 und VF-3 mit sechs F4F-4. Insgesamt wurde der Angriff von 84 SBD-3, 41 TBD-1 und 26 F4F-4 geflogen.

Unklarheit herrschte an Bord der amerikanischen TrĂ€ger ĂŒber den Kurs, den die Flugzeuge nehmen sollten. So befahl der Commander Air Group der USS Hornet, Cmdr. Stanhope Ring, einen nördlicheren Kurs, wĂ€hrend der StaffelkapitĂ€n der Torpedostaffel VT-8, Lt.Cmdr. John Waldron, auf einem sĂŒdlicheren Kurs bestand. Wegen einer KursĂ€nderung der Japaner verfehlten die Staffeln VB-8, VS-8 und VF-8 die Japaner, Waldron fand die Japaner als Erster. VT-8 wurde vollstĂ€ndig vernichtet. Danach griff die Torpedostaffel VT-6 der USS Enterprise an und verlor 10 von 14 TBD. Lediglich VT-3 der USS Yorktown griff spĂ€ter im Verband mit den anderen Staffeln an, verlor jedoch auch zehn von zwölf TBD. Diese verlustreichen Angriffe hatten aber zur Folge, dass der japanische JĂ€gerschirm auf niedrige Höhe gezogen wurde und die kurz darauf eintreffenden Sturzkampfbomber freie Bahn hatten.

Die Sturzbomberstaffeln der Enterprise hĂ€tten ebenfalls beinahe den Feind verfehlt. Als am Abfangpunkt nur leere See zu sehen war, nahm der Commander Air Group der Enterprise, Lt.Cmdr. Wade McClusky, an, dass die Japaner nur nach Norden abgedreht haben konnten – und nicht nach SĂŒden, wie Ring dies annahm. Daher entschloss er sich, ebenfalls in diese Richtung zu fliegen. KAdm Spruance sah wegen dieser Entscheidung in McClusky „den herausragenden Helden der Schlacht von Midway“, dessen Vorgehen „das Schicksal der amerikanischen TrĂ€gerverbĂ€nde und der StreitkrĂ€fte auf Midway entschied“. Gegen 10 Uhr sah McClusky unter sich den Zerstörer Arashi, der die Jagd auf das amerikanische U-Boot USS Nautilus aufgegeben hatte und zu Nagumos Kampfverband zurĂŒckkehrte. McClusky entschloss sich, dem Zerstörer zu folgen, und erblickte kurze Zeit spĂ€ter den japanischen TrĂ€gerverband. Die spĂ€ter gestarteten Staffeln der Yorktown hatten den Kurs der Japaner richtig eingeschĂ€tzt und trafen deshalb durch Zufall gleichzeitig mit McCluskys Staffeln ein.

Eine beschÀdigte Douglas SBD-3 Dauntless ist nach Angriff auf den TrÀger Kaga auf der Yorktown gelandet

Da die japanischen Jagdflugzeuge die Torpedobomber der Staffel VT-3 bekĂ€mpften und dazu den Jagdschutz auf eine geringe Höhe herunter ziehen mussten, konnten die SBD der Enterprise und der Yorktown gegen 10:20 Uhr drei der japanischen FlugzeugtrĂ€ger aus großer Höhe unbemerkt angreifen. Nachdem zuvor in sieben unkoordinierten Angriffen kein einziger Treffer erzielt worden war, gelang es den erfahrenen US-Piloten binnen sechs Minuten, die japanischen TrĂ€ger Akagi, Kaga und SƍryĆ« schwer zu treffen. Diese fielen komplett aus und konnten sich nicht mehr an der weiteren Schlacht beteiligen. Die SƍryĆ« und die Kaga sanken in den Folgestunden. Die Akagi war schwer beschĂ€digt und die Feuer nicht mehr zu kontrollieren, so dass das Schiff aufgegeben wurde. Die Akagi brannte völlig aus, und japanische Zerstörer versenkten sie im Morgengrauen des folgenden Tages mit Torpedos, damit das ehemalige Flaggschiff nicht in Feindeshand fiel.

Die USS Yorktown kurz nach der ersten Bomber-Attacke

Der einzige ĂŒbriggebliebene große japanische FlugzeugtrĂ€ger war die HiryĆ«. Im Bestreben, den Torpedoflugzeugen auszuweichen, hatte sie sich weit vom ĂŒbrigen Verband entfernt und wurde daher von den SBDs nicht entdeckt. Von ihr aus startete gegen 11:00 Uhr eine Kampfgruppe von 18 Sturzkampfbombern mit sechs Begleitmaschinen und etwa eineinhalb Stunden darauf eine zweite Gruppe, bestehend aus zehn Torpedobombern und sechs Kampfflugzeugen. Ziel war der TrĂ€ger USS Yorktown. Gegen Mittag trafen die Bomber die Yorktown, und die BeschĂ€digung der Kesselanlagen zwang das Schiff vorĂŒbergehend zum Anhalten. Die Japaner meldeten, dass sie den TrĂ€ger als qualmendes und bewegungsloses Wrack zurĂŒckließen. Es gelang den Amerikanern jedoch, die Feuer zu löschen und die Maschinenanlage zumindest teilweise wieder in Betrieb zu nehmen. Das Flugdeck konnte ebenfalls wieder klar gemacht werden. Um 14:45 Uhr stießen die japanischen Torpedobomber zufĂ€llig erneut auf die Yorktown. Da das Schiff Fahrt machte, nicht brannte und einen intakten Eindruck bot, hielten sie es fĂŒr den zweiten in der Region vermuteten US-TrĂ€ger und erzielten zwei Torpedotreffer mittschiffs, welche die Yorktown erneut manövrierunfĂ€hig und sie zum brennenden treibenden Wrack machten, aber immer noch nicht tödlich trafen. Viele japanische Maschinen gingen im Luftkampf mit der amerikanischen Verteidigung verloren, jedoch zeigten die japanischen Flieger ihr ĂŒberlegenes Können im Kampf gegen die Schiffe. Hatten vorher sieben Angriffe der US-Piloten auf vier japanische FlugzeugtrĂ€ger keinen einzigen Treffer gelandet, so hatten die erfahrenen japanischen Piloten jeden Angriff auf ein Ziel zum Erfolg gemacht und das Ziel in Brand gebombt. Ein letztes Mal zeigten die Japaner ihre grĂ¶ĂŸere Erfahrung, bessere Ausbildung und vorerst auch noch besseren Flugzeuge im Kampf mit den USA, aber dort lief inzwischen das grĂ¶ĂŸte RĂŒstungsprogramm aller Zeiten an und sollte die Japaner schon bald in die Defensive treiben. Es kehrten genug japanische Kampfflugzeuge zur HiryĆ« zurĂŒck, um eine dritte Angriffswelle vorbereiten zu können. Die Yorktown konnte ihre eigenen Maschinen jedoch in die Luft bringen und nach der HiryĆ« suchen lassen. Sie fanden diese am Nachmittag.

Als Hiobsbotschaft fĂŒr die Japaner meldete nun auch noch ein japanischer AufklĂ€rer den TrĂ€gerverband USS Hornet und USS Enterprise. Beim Umkreisen machte der Beobachter aber einen Fehler und meldete einen Verband von vier FlugzeugtrĂ€gern.

Die brennende Hiryƫ

Gegen 17:00 Uhr starteten SBD-Sturzbomber von der Enterprise, wobei zehn Bomber von der Yorktown kamen. Sie trafen die HiryĆ« trotz Jagdschutz mit vier Bomben, die das vordere Flugdeck zerstörten und den FlugzeugtrĂ€ger in Brand setzten. Bis Mitternacht arbeitete der Antrieb der HiryĆ« noch, dann stoppte das Feuer die Maschinen. Die Besatzung verließ das Schiff, und japanische Zerstörer erhielten den Befehl, das ausgebrannte Wrack mit Torpedos zu versenken, damit es nicht den Amerikanern in die HĂ€nde fiel. FrĂŒh am Morgen des 5. Juni fand ein Suchflugzeug des kleinen TrĂ€gers Hƍshƍ das scheinbar verlassene Schiff und stellte fest, dass noch Überlebende an Bord waren. Der Zerstörer Tanikaze fuhr zur Position der HiryĆ«, fand aber niemanden. Er wurde spĂ€ter am Tag von mehr als 50 amerikanischen Flugzeugen attackiert, konnte aber mit erfolgreichen Ausweichmanövern entkommen und dabei noch eine SBD abschießen.

In der Nacht fuhr der Verband aus Schlachtschiffen noch mit Höchstgeschwindigkeit nach Midway, um den StĂŒtzpunkt zu zerstören. Der Angriff wurde aber abgebrochen, da man die Kampfkraft der Flugzeuge von vier angenommen FlugzeugtrĂ€gern und Midways als zu gefĂ€hrlich ansah, selber aber keinen Jagdschutz mehr hatte.

Am 5. Juni um 02:55 Uhr befahl Yamamoto schließlich den Abbruch der Schlacht und den RĂŒckzug der gesamten Flotte nach Westen.

Nachspiel

USS Yorktown und USS Hammann werden torpediert (Diorama)

Die USS Yorktown wurde am 6. Juni vom japanischen U-Boot I-168 torpediert und schwer getroffen. Die Amerikaner lagen zu diesem Zeitpunkt mit dem Zerstörer USS Hammann lĂ€ngsseits, um Reparaturarbeiten auszufĂŒhren. Auch er bekam einen Treffer ab und sank innerhalb von Minuten. Die USS Yorktown sank am nĂ€chsten Morgen.

Bis zum 7. Juni bombardierten amerikanische Flugzeuge immer wieder einzelne Schiffe der japanischen Flotte. Bei diesen Angriffen wurde der Schwere Kreuzer Mikuma versenkt.

Der sinkende Schwere Kreuzer Mikuma

Die USS Trout, ein amerikanisches U-Boot, entdeckte am 9. Juni zwei Überlebende des schweren japanischen Kreuzers Mikuma, der drei Tage zuvor von amerikanischen TrĂ€gerflugzeugen versenkt worden war.

Am 14. Juni sichtete ein AufklĂ€rer hunderte von Meilen westlich von Midway ein kleines Boot. Diese Sichtung wurde am 19. Juni wiederholt, und die USS Ballard fuhr in das Gebiet. Dort fand sie die 35 Überlebenden der HiryĆ«, die bereits am Morgen des 5. Juni von den Japanern noch an Bord gesehen worden waren. Kurz bevor das Schiff gesunken war, hatten sie ein Boot gefunden und trieben seitdem im Meer.

Bedeutung der Schlacht

Die Japaner verloren bei Midway vier ihrer insgesamt sechs großen FlugzeugtrĂ€ger und viele ihrer ausgebildeten Piloten. Ihre Verluste an Flugzeugbesatzungen wogen gegenĂŒber denen der Amerikaner besonders schwer, weil sich darunter viel Ausbildungspersonal befand, das fĂŒr die FronteinsĂ€tze aus den Fliegerschulen abberufen worden war. Die Japaner hatten in der Folge grĂ¶ĂŸere Schwierigkeiten bei der Pilotenausbildung als die Amerikaner.

Dadurch wurde die Schlacht um Midway der Wendepunkt im Pazifikkrieg. Vor Midway hatten die Japaner die Initiative, aufgrund ihrer Überlegenheit bestimmten sie, wo und wann gekĂ€mpft wurde, wĂ€hrend die Alliierten fĂŒr grĂ¶ĂŸere eigene Operationen zu schwach waren und nur auf den nĂ€chsten japanischen Angriff warten konnten. Durch die schweren Verluste an TrĂ€gern und Piloten Ă€nderte sich dies, nun waren beide Seiten in etwa gleich stark. Japanische Operationen nach Midway waren allesamt letztendlich vergebliche Versuche, die bei Midway verlorene Initiative zurĂŒckzugewinnen. Zwei Monate nach der Schlacht begannen die Alliierten mit der Landung auf Guadalcanal ihre erste Offensive. Von nun an bis zur japanischen Kapitulation 1945 reagierte die japanische Flotte nur noch auf die VorstĂ¶ĂŸe der immer stĂ€rker werdenden Alliierten, die immer tiefer in den japanischen VerteidigungsgĂŒrtel eindrangen.

Trotzdem war die Schlacht um Midway nicht die Entscheidungsschlacht, als die sie oft angesehen wird. Zwar schwĂ€chte sie die japanische Flotte gewaltig und stellte das Gleichgewicht der KrĂ€fte im Pazifik wieder her, doch dies war schon von Beginn des Krieges an unausweichlich. „Bekomme ich Befehl, ohne RĂŒcksicht auf die Konsequenzen Krieg zu fĂŒhren, so werde ich sechs Monate oder ein Jahr lang wild um mich schlagen. Sollte der Krieg aber ein zweites oder drittes Jahr dauern, sehe ich Ă€ußerst schwarz!“ hatte Admiral Yamamoto vor dem Krieg die Lage Japans in Kenntnis der gewaltigen industriellen Überlegenheit der USA eingeschĂ€tzt[1]. Zwar gelang es den Japanern, die vier verlorenen FlugzeugtrĂ€ger wieder zu ersetzen, aber in der Zeit wurden in den USA ĂŒber 100 StĂŒck gebaut.

In den USA war zu dieser Zeit schon das weltweit grĂ¶ĂŸte militĂ€rische Schiffbauprogramm aller Zeiten angelaufen. Die Produktion von Kriegsschiffen lief auf Hochtouren. Auch eine vollstĂ€ndige Niederlage der USA mit Verlust aller bei Midway eingesetzten TrĂ€ger ohne japanische Verluste wĂ€re fĂŒr Japan nur ein kurzfristiger, temporĂ€rer Erfolg gewesen. Schon Mitte 1943 ĂŒberstieg die Anzahl der bis dahin vom Stapel gelaufenen und einsatzfĂ€higen neuen FlugzeugtrĂ€ger inklusive ihrer Kampfflugzeuge die Produktion der TrĂ€ger der Japaner. Bis zum Ende des Krieges war das Übergewicht der USA erdrĂŒckend, selbst wenn die Japaner bis dahin keinen weiteren TrĂ€ger verloren hĂ€tten. Der amerikanische Sieg bei Midway beschleunigte dies und erlaubte es den USA, frĂŒher als erwartet gemĂ€ĂŸ der „Germany first“-Strategie („Deutschland zuerst“) in großer StĂ€rke auf dem europĂ€ischen Kriegsschauplatz eingreifen zu können.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d Walter Lord: Midway: The Incredible Battle. Wordsworth Editions Ltd., 2000, ISBN 1-84022-236-0.
  2. ↑ Bericht von Captain P.R. White, 6. Juni 1942 [1]
  3. ↑ Der jap. Rang Shƍi entspricht dem deutschen Dienstgrad Leutnant zur See. Der Vorsatz Kaigun- zeigt an, dass es sich um einen Marinedienstgrad handelt.
  4. ↑ Joachim WĂ€tzig: Die japanische Flotte – Von 1868 bis heute. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1996, ISBN 3-89488-104-6, S. 183.
  5. ↑ http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/42-06.htm

Literatur

  • Robert D. Ballard: RĂŒckkehr nach Midway. Die Suche nach den versunkenen Schiffen der grĂ¶ĂŸten Schlacht im Pazifik. Ullstein, Berlin 1999, ISBN 3-550-08302-5.
  • Robert J. Cressmann (Hrsg.): A Glorious Page in Our History. The Battle of Midway, 4–6 June 1942. Pictoral Histories Publishing, Missoula/Montana 1990, ISBN 0-929521-40-4.
  • Fuchida Mitsuo, Masatake Okumiya: Midway: The Battle That Doomed Japan, the Japanese Navy's Story. Bluejacket Books, 2001, ISBN 1-55750-428-8.
    • dies.: Midway – Die entscheidendste Seeschlacht der Weltgeschichte. Stalling, Oldenburg 1956.
  • Mark Healy: Midway, 1942 (Campaign). Osprey Publishing, 1998, ISBN 1-85532-335-4.
  • Daniel V. Hernandez (mit Lt.CDR Richard H. Best, USN Ret.): SBD-3 Dauntless and the Battle of Midway. Aeronaval Publ., Valencia 2004. ISBN 84-932963-0-9.
  • Walter Lord: Midway. The Incredible Battle. Wordsworth, 2000, ISBN 1-84022-236-0.
    • ders.: Incredible Victory 1967; dt. v. Helmut Degner, Die Schlacht um Midway. Scherz 1977 ISBN 3-502-18417-8; LĂŒbbe, Bergisch Gladbach 1979 ISBN 3-404-01009-4; Naumann & Göbel, Köln o. J.(ca. 1985) (SĂ€mtlich Neubearb. von ders., Schickt sie auf den Grund des Meeres.)
  • John B. Lundstrom: Black Shoe Carrier Admiral. Frank Jack Fletcher at Coral Seas, Midway & Guadalcanal. Naval Institute, Annapolis (Maryland) 2006, ISBN 1-59114-475-2.
  • Samuel Elliot Morison: Coral Sea, Midway and Submarine Actions: May 1942-August 1942 (History of United States Naval Operations in World War II, Volume 4). Reprint, Castle Books, 2001, ISBN 0-7858-1305-5.
  • Elmar B. Potter, Chester W. Nimitz, JĂŒrgen Rohwer: Seemacht. Eine Seekriegsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Pawlak, Herrsching 1982, ISBN 3-88199-082-8.
  • Gordon W. Prange: Miracle at Midway. Penguin, Harmondsworth 1982, ISBN 0-14-006814-7
  • Jonathan Parshall, Anthony Tully: Shattered Sword. The untold story of the Battle of Midway. Potomac, Dulles (Virginia) 2005, ISBN 1-57488-923-0
  • Earle Rice: The Battle of Midway (Battles of World War II), Lucent, 1995, ISBN 1-56006-415-3.
  • Oliver Warner: Große Seeschlachten. Ariel, Frankfurt 1963.
  • Harry ThĂŒrk: Midway Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1991, ISBN 3-327-01211-3.

Filme

Dokumentation

Verfilmungen

Weblinks

 Commons: Schlacht um Midway â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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