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Das Schlachtgeschwader 2 (SG 2) Immelmann (vormals Sturzkampfgeschwader 2) war ein Traditionsgeschwader der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, benannt nach dem Fliegerass des Ersten Weltkriegs Max Immelmann. Das SG 2 kämpfte überwiegend am südlichen Teil der Ostfront.
Inhaltsverzeichnis |
Das Geschwader wurde zunächst unter dem Namen Sturzkampfgeschwader 2 „Immelmann“ am 1. Mai 1939 neu aufgestellt. Unterteilt war es in drei Gruppen: die in Cottbus stationierte I. Gruppe, die II. Gruppe in Stolp und die III. Gruppe in Bad Langensalza. Die Geschwaderkennung war T6.
Alle drei Gruppen nahmen 1939 am Polenfeldzug teil. Dabei kam es am Morgen des 1. September 1939 zum Angriff auf die polnische Kleinstadt Wieluń. Bei diesem Luftangriff starben 1200 Zivilisten. Militärische Ziele waren durch die Flugzeugführer nicht festgestellt worden.[1]
1940 nahm es mit dem VIII. Fliegerkorps am Westfeldzug und der Luftschlacht um England teil. Im Januar 1941 wurde die Einheit nach Rumänien verlegt und kämpfte während des Balkanfeldzugs in Griechenland. Während des Unternehmens Merkur gelang Ernst Kupfer am 22. Mai 1941 die Versenkung des britischen Kreuzers HMS Gloucester und Alwin Boerst am 23. Mai 1941 die Versenkung der Zerstörer HMS Kelly und HMS Kashmir der Royal Navy.
Ab Juni desselben Jahres wurde das SG 2 als Teil der Operation Barbarossa an die Ostfront verlegt. Am 26. Juni 1941 attackierte das Geschwader südlich von Grodno 60 sowjetische Panzer, konnte dabei aber lediglich einen Panzer T-34 zerstören.
Vom 21. bis 24. September 1941 startete das Geschwader einen Angriff auf die Baltische Flotte im Hafen von Kronstadt. Während dieses Angriffs versenkte Oberleutnant Hans-Ulrich Rudel mit einer 1.000-kg-Bombe das Schlachtschiff Marat, das Schlachtschiff Oktjabrskaja Revoljuzija wurde durch sechs mittlere Bomben schwer getroffen und der Kreuzer Kirow durch eine abstürzende Ju 87 stark beschädigt. Der Zerstörer Stereguschtschi kenterte nach einem Volltreffer, die Kreuzer Maxim Gorki und Grosjaschtschi sowie die Zerstörer Gordy, Grosjaschtschi und Silny wurden bei dem Angriff beschädigt.
Ende 1942 wurde dem Geschwader aufgrund der schlechten Erfahrungen bei der Panzerbekämpfung eine „Panzerjäger-Staffel“ zugeteilt, die so erfolgreich war, dass anschließend jedem Stuka-Geschwader eine solche Staffel hinzugefügt wurde. Ab Frühjahr 1943 erhielt das Geschwader neue Flugzeuge des Typs Ju 87 G-1 „Kanonenvogel“, die mit zwei Rheinmetall-Borsig-Flak 37 mm 18 unter den Tragflächen ausgestattet waren. Den ersten erfolgreichen Abschuss eines Feindpanzers verzeichnete wiederum Rudel im März 1943. Diese Maschinen wurden aber schon 1944 durch verbesserte Maschinen des Typs Ju 87 G-2 ersetzt.
Das Sturzkampfgeschwader 2 wurde am 18. Oktober 1943 in Schlachtgeschwader 2 „Immelmann“ umbenannt und die II. Gruppe erhielt neue Jagdbomber Focke-Wulf Fw 190, ab Juni 1944 auch die I. Gruppe.
Anfang 1944 unterstützte die II./SG 2 den Rückzug der deutschen Verbände aus Kirowohrad und war stark an den Gefechten auf der Krim beteiligt. Hier flog die II. Gruppe auch viele Jagdeinsätze und verbuchte den Abschuss von 247 sowjetischen Flugzeugen, Leutnant August Lambert allein 70 innerhalb von nur drei Wochen.
Bis zum 8. Mai 1945 unterstützte das Geschwader weiterhin den Rückzug der deutschen Truppen an der Ostfront. Geschwaderkommodore Rudel entschied aber dann, in Richtung Westen zu ziehen, um sich den Amerikanern zu ergeben. Rudel selbst und einige andere Piloten mit drei Ju-87 und vier FW-190 flogen in Richtung Westen und landeten sicher auf dem von den Amerikanern kontrollierten Flugfeld in Kitzingen, der Rest des Geschwaders, der mit einem Konvoi dorthin unterwegs war, hatte weniger Glück. Sie wurden auf dem Weg angegriffen und es gab nur wenige Überlebende.