|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Der Schlossturm steht am Burgplatz in Düsseldorf.
Inhaltsverzeichnis |
Der Schlossturm bildete ursprünglich den nördlichen Abschluss des Düsseldorfer Schlosses. Die ersten drei Geschosse des Turms stammen noch aus dem 13. Jahrhundert. Alessandro Pasqualini setzte 1552 auf den Turm ein viertes, polygonales Geschoss hinzu, das mit toskanischen Säulen geschmückt wurde. Die Idee eines fünften Geschosses stammt von König Friedrich Wilhelm IV., sein Hofarchitekt Friedrich August Stüler setzte sie 1845 entwurflich um,[1] im sogenannten Rundbogenstil. 1883 wurde von Eberhard Westhofen ein neues Portal am Turm angebracht. Ferner wurden die Rundbögen im fünften Geschoss verglast. 1909 wurde beim Bau eines Zeltdaches die Maßwerkattika entfernt. Das heutige Zeltdach stammt von 1950.[2] Seit 1984 ist im Turm das Schifffahrtsmuseum beheimatet. 2001 erhielt der Turm eine neue Innenarchitektur.
Nach dem antiken Vorbild des Turms der Winde ist auf der flach geneigten Turmspitze eine Wetterfahne in Gestalt einer allegorischen Figur angebracht. Diese Figur zeigt einen Engel, der eine Posaune bläst, den prophezeiten siebenten Engel aus der Offenbarung des Johannes, der die eschatologische Aufgabe hat, die Fanfare zum Jüngsten Gericht zu blasen. Geschaffen wurde der Engel mit der Posaune um 1960 von dem Graphiker und Flötisten Horst Geldmacher, einem Freund von Günter Grass, den dieser als die Figur Egon Münzer, genannt Klepp, in seinem Roman Die Blechtrommel auftauchen ließ.[3][4]
51.22756.77111111111Koordinaten: 51° 13′ 39″ N, 6° 46′ 16″ O