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Schmallenberg

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schmallenberg
Schmallenberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schmallenberg hervorgehoben
51.15361111118.28527777778400Koordinaten: 51° 9â€Č N, 8° 17â€Č O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Höhe: 400 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 303,07 kmÂČ
Einwohner:

25.281 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 57392
Vorwahlen: 02971, 02972, 02974, 02975, 02977, 02725
Kfz-Kennzeichen: HSK
GemeindeschlĂŒssel: 05 9 58 040
Stadtgliederung: 22 Bezirke mit 83 Ortschaften bzw. Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Unterm Werth 1
57392 Schmallenberg
WebprÀsenz: www.schmallenberg.de
BĂŒrgermeister: Bernhard Halbe (CDU)
Lage der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis
HessenHammKreis HöxterKreis OlpeKreis PaderbornKreis Siegen-WittgensteinKreis SoestMärkischer KreisArnsbergBestwigBrilonEslohe (Sauerland)HallenbergMarsbergMedebachMeschedeOlsbergSchmallenbergSundern (Sauerland)WinterbergKarte
Über dieses Bild
Luftbild von Schmallenberg

Schmallenberg ist eine Stadt im Hochsauerlandkreis. Mit 303 Quadratkilometern ist sie die flĂ€chengrĂ¶ĂŸte kreisangehörige Stadt Nordrhein-Westfalens und eine der flĂ€chengrĂ¶ĂŸten StĂ€dte Deutschlands.

Die Handelsstadt an der Lenne war im Mittelalter Mitglied der Hanse. Nachweislich gab es in der Kernstadt seit dem 15. Jahrhundert Textilgewerbe. Vierhundert Jahre spÀter wurde die Stadt mit dem Produktionsschwerpunkt Strumpfwaren zum Zentrum der SauerlÀnder Textilindustrie. Dies brachte Schmallenberg den Beinamen Strumpfstadt ein. Heute dominieren neben der Textilindustrie auch mittelstÀndische Unternehmen vor allem in Industrie und Handwerk. Eine wichtige Bedeutung hat auf Grund der wald- und bergreichen Lage auch die Holz- und Tourismuswirtschaft.

Die Struktur der heutigen Stadt geht auf die kommunale Neugliederung von 1975 zurĂŒck. Damals wurden die Stadt Fredeburg und die Stadt Schmallenberg sowie eine Reihe von weiteren Gemeinden zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte Schmallenberg zum Kreis Meschede.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Karte der Stadt Schmallenberg

Geographische Lage

Die Stadt Schmallenberg liegt sĂŒdlich der Kreisstadt Meschede an der SĂŒdgrenze des Hochsauerlandkreises. Die typische Mittelgebirgslandschaft Schmallenbergs wird im SĂŒden durch den Hauptkamm des Rothaargebirges, im SĂŒdwesten durch die Saalhauser Berge und im Nordosten durch den Höhenzug der Hunau geprĂ€gt.[2]

Der Hauptkamm des Rothaargebirges bildet, ausgehend vom Kahlen Asten, die sĂŒdliche Stadtgrenze. Der 840,7 m hohe Gipfel liegt etwa 200 m östlich der Stadtgrenze auf dem Gebiet von Winterberg. Am Kahlen Asten entspringt, ebenfalls auf Winterberger Gebiet, die Lenne, der grĂ¶ĂŸte Fluss des Stadtgebiets. Auch die mit 831 m ĂŒ. NN höchste Stelle im Stadtgebiet liegt am Kahlen Asten. Der Hauptkamm des Rothaargebirges bildet einen Abschnitt der Rhein-Weser-Wasserscheide: Nördlich des Hauptkamms fließen die GewĂ€sser ĂŒber Lenne und Ruhr in den Rhein, sĂŒdlich davon ĂŒber Eder und Fulda in die Weser. Am Hauptkamm des Rothaargebirges befinden sich mit dem Hömberg (695,4 m), Ennest (690,5 m), Albrechtsberg (770 m), Saukopf (715,4 m), Großen Kopf (740,3 m) einige der höchsten Berge des Stadtgebietes. SĂŒdlich von Schmallenberg erhebt sich zwischen Lenne und Latrop die Schmallenberger Höhe (668,2 m).[2]

Die Lenne fließt nördlich vom Hauptkamm des Rothaargebirges rund 29,8 km durch das Stadtgebiet in ĂŒberwiegend westliche Richtungen. Dabei nimmt sie rechts- und linksseitig zahlreiche kĂŒrzere WasserlĂ€ufe auf. Wichtigste NebenflĂŒsse der Lenne im Stadtgebiet sind Schwarzes Siepen (5,1 km), Nesselbach (7,4 km), Sorpe (10,3 km), Gleierbach (7,1 km), Grafschaft (6,4 km), Latrop (11,0 km) und Uentrop (5,8 km). Die Lenne verlĂ€sst sĂŒdwestlich von Hundesossen auf einer Höhe von 324 m ĂŒ. NN das Schmallenberger Stadtgebiet.[3]

Im Westen liegen nördlich der Lenne die östlichen AuslĂ€ufer der Saalhauser Berge. Über die dazu gehörenden Erhebungen HĂŒlsberg (660,9 m), Auergang (684,1 m), Ösenberg (678,7 m) und Hohen Hagen (642,2 m) verlĂ€uft die Ruhr-Lenne-Wasserscheide, die im Stadtgebiet von der Hunau (818 m) bis hierher verlĂ€uft. Die nördlich dieser Wasserscheide im Stadtgebiet entspringenden FlĂŒsse Wenne (31,1 km), Henne (Fluss) (22,5 km), Valme (19,7 km) und Elpe (18,7 km) fließen in nördlicher Richtung ab und sind direkte NebenflĂŒsse der Ruhr. Die bei Bad Fredeburg entspringende Leiße (13,9 km), ein Nebenfluss der Wenne, passiert auf 318 m ĂŒ. NN die Stadtgrenze. Das ist der tiefste Punkt im Stadtgebiet.[2][3]

Das sĂŒdliche Stadtgebiet des staatlich anerkannten Luftkurortes gehört zum Naturpark Rothaargebirge, an den sich im SĂŒdwesten der Naturpark Ebbegebirge anschließt. Im Nordwesten, schon außerhalb des Stadtgebietes, liegt der Naturpark Homert.[3]

Geologie

Die Gesteine im Umfeld von Schmallenberg entstanden vor allem wĂ€hrend des Unter- und Mitteldevons. Gesteine des jĂŒngeren Unterkarbons sind vor allem im SĂŒdwesten bei Attendorn und Elspe in der Attendorn-Elsper Mulde verbreitet. Die Ablagerungen sĂŒdlich des Lennetals gehörten noch dem Unterdevon an. Die TalzĂŒge des Grafschafter Baches und der Lenne, etwa bis Fleckenberg aufwĂ€rts verlaufend, sind aus Gesteinen des Mitteldevons aufgebaut.

Geologische Entwicklung

Im Zeitalter des Devon bedeckte ein ausgedehntes Meer das Rhenoherzynikum (auch rhenoherzynische Zone genannt) und damit auch das Gebiet des spĂ€teren Rheinischen Schiefergebirges, dessen nordöstlichen Teil das Sauerland einnimmt. Gewaltige KrĂ€fte pressten im oberen Karbon wĂ€hrend der Variszischen Orogenese die ursprĂŒnglich horizontal abgelagerten Gesteinsschichten zu Falten.[4] Die gefalteten Schichten wurden wĂ€hrend und nach der Faltung durch Bruchstörungen ĂŒberprĂ€gt. Das aufgefaltete Gebirge wurde geologisch rasch durch die Verwitterung wieder eingeebnet und war lange Zeit ein nur leicht welliges, hĂŒgeliges Flachland.

Seit etwa einer Million Jahre steigt das Gebiet des heutigen Schiefergebirges wieder auf, so dass sich FlĂŒsse und BĂ€che einschneiden konnten, um das heutige Mittelgebirge auszubilden. Erosion und Verwitterung durch Wasser und Frost schufen die heutigen OberflĂ€chenformen. Die FlĂŒsse bildeten TĂ€ler im weicheren Gestein. Sichtbare Kuppen und steile HĂ€nge blieben stehen, so etwa der von Kuppen gekrönte RĂŒcken, der im Westen mit dem Wilzenberg beginnt und sich östlich bis in den Raum Altastenberg fortsetzt.

Gesteine

Obwohl die Bezeichnung Schiefergebirge zur Annahme verleitet, dass im Rheinischen Schiefergebirge besonders viel und fast ĂŒberall Schiefer vorkommt, trifft dies nur eingeschrĂ€nkt zu. Geschieferte sandige Tonsteine, Sandsteine, Grauwacken, Quarzite, Kalkstein und Schiefer sind die am hĂ€ufigsten vorkommenden Gesteine. Der als Baumaterial beliebte Dachschiefer ist nur in begrenzten Bereichen aufgeschlossen. Im Gebiet um Schmallenberg ist Schiefer neben Sandstein jedoch das vorherrschende Gestein. Der Geologe Johannes Wolburg, der in den 1930er Jahren das obere Lennetal untersuchte, unterteilte die mĂ€chtigen SchieferzĂŒge in Schmallenberger und Fredeburger Schiefer, in Robbeke- und Wilzenberger Schichten und eine fĂŒnfte nördliche Schicht, die sich jenseits der Linie Berghausen – Heiminghausen – Fredeburg – Rehsiepen erstreckt.[5] Im Schmallenberger Schiefer fand er bei seinen Untersuchungen unter anderem einen ArmfĂŒĂŸer (Brachiopode) und benannte das Tier nach seinem Fundort Leptostrophia schmallenbergensis.[6]

Teile des Sauerlandes zeugen von mehreren Phasen vulkanischer TĂ€tigkeiten zur Zeit des Devon. So ist beispielsweise der Rinsleyfelsen bei Saalhausen oder der Burgfelsen von Bilstein ein unterdevonisches Ergussgestein. Unterschiedlich dicke Lagen vulkanischer Tuffe breiten sich beidseitig des Lennetals bis nach Lenne aus und ziehen sich sĂŒdöstlich bei Werntrop auf der SĂŒdseite der Lenne bis Milchenbach und vom Großen Heidkopf bei Jagdhaus bis nach Schanze hin. Die Ă€ltesten dieser Keratophyr-Tuff-Lagen sind bis zu 25 Meter mĂ€chtig, wĂ€hrend die jĂŒngeren, meist grĂŒnlich oder beige gefĂ€rbten dichten Gesteine, die von Winkhausen, Niedersorpe, Oberkirchen und Lengenbeck bekannt sind, oft nur wenige Zentimeter, in AusnahmefĂ€llen bis zu 2 Meter mĂ€chtig sind.[4]

Geologische Struktur

Die Gesteine des Devons sind in enge Spezialfalten und große FaltenzĂŒge gelegt, die durch Überschiebungen und Querstörungen gegliedert werden. Die im Gebiet vorkommenden vorherrschenden Tonsteine wurden durch die Gebirgsbildung im Karbon in Schiefer umgewandelt, hĂ€rtere Gesteine wie Sandstein oder Quarzit erhielten eine mehr oder weniger gut ausgebildete KlĂŒftung.

Das Sauerland im Gebiet der oberen Lenne weist von Nordwesten nach SĂŒdosten drei tektonische Großelemente auf: den Latrop-ZĂŒschener Sattel, die Attendorn-Elsper Doppelmulde und das Nordostende des SiegerlĂ€nder Hauptsattels.[5] Im Stadtgebiet Schmallenberg sind einzelne SpezialsĂ€ttel und -mulden ausgebildet, deren Faltenachsen nach Osten und Nordosten fĂ€cherförmig ausstrahlen.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet von Schmallenberg erstreckt sich ĂŒber etwa 22 km in Nord-SĂŒd-Richtung, vom Forst Brabecke im Norden bis zum Hauptkamm des Rothaargebirges beim Großen Kopf sĂŒdlich von Latrop. In West-Ost-Richtung erstreckt es sich ĂŒber etwa 25 km von der Stadtgrenze bei Hebbecke in den Saalhauser Bergen bis zum Kahlen Asten.

Das 303 kmÂČ große Stadtgebiet verteilt sich auf 59,03 % WaldflĂ€che, 30,29 % LandwirtschaftsflĂ€che, 6,08 % VerkehrsflĂ€che, 3,46 % GebĂ€ude- und FreiflĂ€che, 0,53 % WasserflĂ€che, 0,46 % ErholungsflĂ€che, 0,76 % BetriebsflĂ€che und 0,06 % ĂŒbrige NutzflĂ€che.[7]

Nachbargemeinden

Schmallenberg liegt im SĂŒden des Hochsauerlandkreises. Nachbargemeinden im Hochsauerlandkreis sind im Nordwesten Eslohe, im Norden Meschede sowie Bestwig und im Osten Winterberg. Im SĂŒden grenzt Schmallenberg an die Stadt Bad Berleburg, die im Kreis Siegen-Wittgenstein liegt, und im SĂŒdwesten an Lennestadt im Kreis Olpe.

Eingemeindungen

Orte in der Stadt Schmallenberg und Gliederung der ehemaligen Gemeinden vor 1975

Die Stadt Schmallenberg wurde am 1. Januar 1975 mit den Gemeinden des gleichnamigen Amtes und des Amtes Fredeburg vereint.

Nach dem Sauerland/Paderborn-Gesetz vom 5. November 1974 kam es zum Zusammenschluss der Gemeinden Berghausen, Freiheit Bödefeld, Gemeinde Bödefeld-Land (außer Altenfeld und Valme), Dorlar, Fleckenberg, Stadt Fredeburg, Grafschaft, Lenne (außer Milchenbach; zuvor Kreis Olpe), Oberkirchen, Rarbach und Wormbach zur neuen Stadt Schmallenberg und Eingliederungen in diese.[8] Gleichzeitig wurden die Ämter Fredeburg und Schmallenberg aufgelöst.

Stadtgliederung

Schmallenberg (Blick auf die Kirche St. Alexander)

Zum Stadtgebiet Schmallenberg gehören seit der kommunalen Neugliederung die folgenden 83 Ortschaften unterschiedlichster GrĂ¶ĂŸe. Sie wurden nach der Hauptsatzung in 22 Bezirke unterteilt. Der Stadtrat wĂ€hlt nach der Satzung in 19 Bezirken einen Ortsvorsteher. Ferner bildet der Rat in drei Stadtbezirken BezirksausschĂŒsse. [9]

Klima

In Schmallenberg herrscht typisches Mittelgebirgsklima. Das Klima wird durch den im Rothaargebirge vorherrschenden Übergangsbereich zwischen dem ozeanischen und dem kontinentalen Klima geprĂ€gt. Die Sommer waren in einigen Jahren trocken-warm mit Spitzenwerten von ĂŒber 35 Â°C, manchmal aber auch feucht-kĂŒhl. Im Winter sind, in einer der schneereichsten Regionen Nordrhein-Westfalens, Tiefstwerte von unter −20 Â°C gemessen worden.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Schmallenberg (Mittelwerte fĂŒr den Zeitraum 1971-2000)
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 0,0 0,5 3,4 6,5 11,3 13,8 16,0 15,8 12,3 8,1 3,4 1,2 Ø 7,7
Niederschlag (mm) 123 84 103 78 81 98 98 83 95 94 114 130 Σ 1.181
T
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Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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123
84
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98
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114
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  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Software: Geoklima 2.1 [10]

Die Durchschnittstemperatur lag in den Jahren 1971–2000 im Jahresmittel bei 7,7 Â°C. Die Jahresniederschlagsmenge lag im gleichen Zeitraum bei durchschnittlich 1181 mm pro Jahr. Die Monatsdaten können dem Klimadiagramm entnommen werden. Im Stadtgebiet gibt es ein staatlich anerkanntes Kneippheilbad, einen staatlich anerkannten Heilklimatischen Kurort und zwei staatlich anerkannte Luftkurorte. Eine ĂŒberregionale Wetterstation steht in Westernbödefeld.

Schmallenberg Panoramabild

Geschichte

In diesem Abschnitt wird im Wesentlichen die Geschichte der Kernstadt Schmallenberg dargestellt. Die Schmallenberger Ortsteilartikel enthalten mehrheitlich eigene Geschichtsabschnitte.

Das Schmallenberger Sauerland war schon vor mehr als 2000 Jahren besiedelt, wovon vorgeschichtliche Waffenfunde und die Überreste zweier RingwĂ€lle auf dem Wilzenberg zeugen. Wegen ihrer Anbindung an Leipzig und Köln war die ĂŒber 1000 Jahre alte rund 500 km lange Heidenstraße, die durch viele Schmallenberger Orte verlief, im Mittelalter die wichtigste Straße fĂŒr das sĂŒdliche Sauerland.

AnfÀnge

Kapelle auf dem Werth von 1682 und vermutlicher Standort der „Smalen Burg“ im Hintergrund Kloster Grafschaft

Im Jahr 1072 errichteten Benediktinermönche das Kloster Grafschaft am Fuße des Wilzenbergs. Auf einem nahe gelegenen BergrĂŒcken wurde um 1200 eine kleine („smale“) Burg zum Schutz der Abtei und gegen die benachbarte Grafschaft Arnsberg errichtet. Aus dem Namen der Burg hat sich der moderne Name der Stadt entwickelt. Diese Burg war offensichtlich in irgendeiner Form an eine offene Siedlung angelehnt, deren Kirche vermutlich um 1220 erbaut wurde.[11] Die Burg gehörte dem Erzbischof von Köln, offenbar zusammen mit dem Kloster Grafschaft. Auf ihr saß zunĂ€chst der Burgmann Johann genannt Kolve.[12] Der Name des sich an die Burg anlehnenden kleinen Burgfleckens, eines Vogthofes und eines Grafschafter Zehnthofes, findet sich im Jahre 1228 in der Benennung des Zeugen Alexander de Smalenburg.

1244 beschloss der Erzbischof von Köln, sich mit dem Kloster Grafschaft zusammenzutun, um die Siedlung zu befestigen. Beide teilten sich die Kosten fĂŒr die Befestigungsanlage. Die Lage auf dem BergrĂŒcken, welcher auf drei Seiten von dem Fluss Lenne umflossen wird, ließ Schmallenberg als uneinnehmbar gelten. Nach dem offenen Norden hin war die Stadt durch eine Landwehr geschĂŒtzt. Drei Tore im Norden, SĂŒden und Osten gewĂ€hrten Einlass in die Stadt.[13] Die Burg verblieb außerhalb der Befestigung und verlor damit ihre Funktion.[12] Im selben Jahre – es wird heute angenommen, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits verfallen war - verlieh der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in seiner Funktion als Herzog von Westfalen Schmallenberg die Stadtrechte.

GrĂŒndungsurkunden

Die Urkunde des Erzbischofs und die Ratsurkunde wurden laut den Urkunden im Jahr 1243 ausgestellt. Ein Tagesdatum, den 3. MÀrz 1243, enthÀlt nur die stÀdtische Urkunde. Zu jener Zeit wurde in der Erzdiözese Köln die ZÀhlung der Jahre mit Ostern umgesetzt. Nach kölnischer Rechnung hÀtte demnach das Jahr 1243 den Zeitraum vom 12. April 1243 (Ostersonntag) bis zum 2. April 1244 (Karsamstag), umfasst. Die Stadturkunde wÀre, die Anwendung der kölnischen JahreszÀhlung vorausgesetzt, dem 3. MÀrz 1244 zuzuweisen.[14]

Struktur der Stadt bis um 1800

Nachbildung des Schmallenberger Pfennigs

Die Stadt erhielt neben der Befestigung ein Marktrecht, eine eigene Gerichtsbarkeit sowie ein MĂŒnzrecht. Die MĂŒnzprĂ€gung in Schmallenberg begann vermutlich um 1244 unter dem Erzbischof Konrad von Hochstaden und endete unter dem Erzbischof Siegfried von Westerburg. Insgesamt gibt es 13 verschiedene MĂŒnztypen (bekannt als Schmallenberg Pfennig) aus der Schmallenberger MĂŒnzstĂ€tte.[15]

Ein Jahr vor der erstmaligen urkundlichen ErwĂ€hnung der Pfarrei Schmallenberg ĂŒbernahm im Jahr 1261 ein Grafschafter Mönch die Seelsorge in Schmallenberg. Die Grafschafter Abtei bemĂŒhte sich seit dieser Zeit darum, die Pfarrstelle in Schmallenberg zu besetzen. Wegen der Einflussnahme des Klosters Grafschaft auf die geistlichen und weltlichen Geschicke der Stadt kam es im Laufe der nĂ€chsten Jahrhunderte immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden Kontrahenten. Dabei ging es nicht nur um die Besetzung der Pfarrstelle sondern auch um die Nutzungsrechte an den angrenzenden WĂ€ldern, um Weide-, Jagd- und Fischereirechte und Ă€hnliche Anrechte.

Im Jahr 1427 verlieh der Erzbischof Dietrich II. von Moers der Stadt eine besondere Rechtsstellung, nach der die BĂŒrger nicht mehr durch den Gografen vor dessen Gericht außerhalb der Stadt gezogen werden durften.[16]

Schmallenberg war im Mittelalter Stadt der HĂ€ndler und der Handwerker. Bereits 1273 und 1292 gab es Gewerbe in der Stadt. Nachweisbar fĂŒr diese Zeit waren mehrere Schmieden. 1416 besaßen die stĂ€dtischen Wullenweber bereits eine WalkmĂŒhle. 1575 gab es drei JahrmĂ€rkte in Schmallenberg.

Im SpĂ€tmittelalter machten zahllose Fehden das Land unsicher. Infolgedessen wurden die schutzlosen Dörfer in der Umgebung Schmallenbergs nach und nach von ihren Einwohnern verlassen und wurden wĂŒst. Die FlĂŒchtlinge begaben sich in den Schutz der Mauern Schmallenbergs, wo sie nach Jahr und Tag BĂŒrger wurden. Weil die neuen BĂŒrger ihren Grundbesitz beibehielten, vergrĂ¶ĂŸerte sich das Stadtgebiet in dieser Zeit wesentlich.[17] Anfang des 16. Jahrhunderts war die Einwanderung aus den umliegenden Dörfern nach Schmallenberg abgeschlossen. In der Umgebung Schmallenbergs traten in dieser Zeit die ersten FĂ€lle von Pest auf. 1526 starben fast alle Einwohner von Gleidorf an der Pest.[18]

Raum Schmallenberg 1645

Im Jahre 1608 vernichtete ein grĂ¶ĂŸerer Brand 24 HĂ€user und damit einen großen Bruchteil allen Wohnraums in der Stadt. Nach einem Hochwasser wurde 1682 die Kapelle auf dem Werth an der Stelle der ehemaligen „Schmalen Burg“ gebaut. Drei Jahre spĂ€ter wurden die ersten Juden in Schmallenberg im Schatzungs- und Steuerregister des Herzogtums Westfalens registriert.[19] In den Jahren 1732 und 1746 gab es zwei vernichtende StadtbrĂ€nde, denen die Ă€ltere Bausubstanz völlig zum Opfer viel. [20] 1787 wurde das „Wassertor“ am Ostteil der Stadt abgebrochen. Am 27. August 1798 genehmigte KurfĂŒrst Maximilian von Köln die Errichtung der ersten Apotheke in Schmallenberg.

Schmallenberg 1653

Die Verwaltung der Stadt lag in den HĂ€nden des von den BĂŒrgern gewĂ€hlten Rates, der sich aus vier Ratsherren (Senatores), zwei Reckleuten (Rechenleute bzw. Cammerarii oder auch KĂ€mmerer) und zwei Gemeindevorstehern zusammensetzte. An der Verwaltungsspitze standen der BĂŒrgermeister und sein Stellvertreter (Proconsul). Der BĂŒrgermeister besaß richterliche und polizeiliche Gewalt, vertrat die Interessen Schmallenbergs auf dem westfĂ€lischen Landtag in Arnsberg und war Lehnsherr ĂŒber die Schmallenberger Vasallen. JĂ€hrlich auf dem St. Kunibert-Tag (12. November) wurde das Stadtoberhaupt vom Rat und zwei Zunftmeistern gewĂ€hlt.[21]

In den Jahren 1789, 1792 und 1793 kam es bei den BĂŒrgermeisterwahlen zu Streitigkeiten, Unruhen und sogar zu blutigen KĂ€mpfen mit tödlichem Ausgang.[22]

1307 zĂ€hlte man in Schmallenberg 120 HausstĂ€tten. Nach den Angaben des Historikers Albert K. Hömberg war Schmallenberg 1515 in vier Stadtteile eingeteilt, die Aldenbruch, Nygestadt, Luttyke Vyrdel und Gersten Vyrdeln genannt wurden. Trotz Aufstieg und Niedergang, Krieg und Frieden, BrĂ€nden und Wiederaufbau, verĂ€nderte sich das Ă€ußere Bild der Stadt, deren Einwohnerzahl bis ins 19. Jahrhundert stets unter 1.000 blieb, in den ersten 600 Jahren ihres Bestehens nicht wesentlich.[23] Erstmals wuchs die Stadt ein wenig ĂŒber die alte Bebauung hinaus, nachdem man im Jahr 1812 die Mauern und Tore der Stadt niedergerissen hatte.[24]

Mittelalter und FrĂŒhe Neuzeit

Schmallenberg war im Mittelalter eine Handelsstadt und Mitglied der Hanse. [25] Zu ihrer Absicherung beteiligte sich die Stadt im 14. Jahrhundert an zahlreichen LandfriedensbĂŒndnissen und schloss Abkommen mit den umliegenden StĂ€dten Hallenberg, Medebach und Winterberg zum gegenseitigen Schutz ab. Noch im DreißigjĂ€hrigen Krieg halfen sie sich untereinander mit der Entsendung von stĂ€dtischen SchĂŒtzen bei drohender Gefahr.

Ältestes Haus in Schmallenberg, Anno 1639

1444 zur Zeit der Soester Fehde nahmen Truppen des Kölner Erzbischofs die Fredeburg ein. Dadurch hatte die Umgebung nur noch einen Landesherrn, wodurch Schmallenberg und Fredeburg von nun an im Landesinnern lagen und dadurch ihre Funktion als Grenzbefestigungen verloren. FĂŒr die Sicherheit der Stadt hatte das fatale Auswirkungen, da wegen der Entwicklungen in der Waffentechnik die Bedrohung durch Kriege anstieg. Der Kölner Erzbischof jedoch – wie auch andere Landesherren – hielt nur strategisch bedeutende Orte auf dem jeweils modernsten Befestigungsstand[26]. Die Stadt selbst konnte wegen geringer eigener Stadteinnahmen nicht einmal mehr die renovierungsbedĂŒrftigen Stadttore und Mauern hinreichend reparieren lassen.

Schmallenberg 1724

Die Bedrohung Schmallenbergs 1632 im DreißigjĂ€hrigen Krieg durch Hessen wurde abgewendet, weil Kaspar von Dorlar genannt Decker, schwedischer Kriegskommissar, dort GĂŒter hatte.[27] Im Jahr 1673 kam es zu einem Streit zwischen dem Abt des Klosters Grafschaft Godfried Richardi und den BĂŒrgern der Stadt Schmallenberg, um die Besetzung der Pfarrstelle und der PastoratsgĂŒter außerhalb der Stadt. Der Konflikt wurde beendet, indem der Landdrost Freiherr Johann Adolf von FĂŒrstenberg einen FĂ€hnrich mit 35 Soldaten nach Schmallenberg schickte.[28] Die Jahre des SiebenjĂ€hrigen Krieges mit seinen hĂ€ufigen Einquartierungen von Soldaten und drĂŒckende Steuern verschlimmerten noch einmal die Situation in Schmallenberg.

Ab dem Jahr 1794 beeinflussten die Koalitionskriege das Leben in Schmallenberg. 1794 musste die Stadt erstmals 6 Rekruten stellen. Im Mai des nĂ€chsten Jahres kamen 300 österreichische Soldaten in die Stadt. In den folgenden Jahren mussten die Schmallenberger immer wieder Nahrung und Kleidung an die durchziehenden Truppen liefern. Vom 14. September bis zum 31. Oktober 1797 quartierte sich französische Infanterie mit einem General in Schmallenberg und im Amt Fredeburg ein. Die blauen Reiter, Napoleons Elite, lagerten vom 8. Mai bis zum 27. August 1798 in Schmallenberg.[29] Zwei Tage darauf quartierten sich am 29. August 900 Mann der französischen Infanterie fĂŒr einen Tag in der Stadt ein. Ein Jahr spĂ€ter starben in Schmallenberg 30 Personen an der Schwindsucht.[30]

Anfang 19. Jahrhundert bis Ende Zweiter Weltkrieg

Schmallenberg (mit Stadtmauer die zuvor um 1812 abgerissen wurde) gezeichnet 1815 von Anton Mönig
Schmallenberger Bahnhof 1890
Skulptur „Breybalg“ von Werner Klenk

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lagerten ab dem 26. April 1804 erneut französische Dragoner fĂŒr einige Monate in Schmallenberg. Am 22. September 1807 wurde die Stadt Schmallenberg per Gesetz zur Neueinteilung des Herzogtums Westfalen vom Amt Medebach abgetrennt und dem Amt Fredeburg zugeordnet.

WĂ€hrend der Befreiungskriege verweilten mehrfach Truppen in der Stadt und im Umland. Am 1. November 1813 durchzogen zaristische Truppen das Stadtgebiet, davon quartierten einige in den umliegenden Orten. Der zaristische General Kerna kam nachfolgend am 14. November 1813 mit Infanterie und Kavallerie nach Schmallenberg. Nach einer Bewirtung durch die Schmallenberger zog er anschließend mit seinen Begleitern weiter. In den nĂ€chsten Wochen folgten weitere TruppendurchzĂŒge. Am 21. Februar 1814 versammelten sich ĂŒber 1.500 zaristische Rekruten in der Stadt. Sie verblieben dort zwei Tage bis zum Eintreffen weiterer Truppen. Das gesamte 3.000 Mann starke Regiment zog am 23. Februar 1814 weiter in Richtung Saalhausen. Im Jahr 1815 kam es erneut zum Durchzug von sĂ€chsischen Truppen. Gegen Ende der Befreiungskriege verweilten in der Zeit vom 3. Juni bis zum 7. Juni 1815 nochmals 1.464 Soldaten in Schmallenberg und im Amt Fredeburg.[31] Nach den napoleonischen Kriegswirren wurde das Herzogtum Westfalen und mit ihm Schmallenberg 1816 preußisch.

Am 31. Oktober 1822 vernichtete der letzte verheerende Stadtbrand einen Großteil der 115 HĂ€user. Nur 16 WohnhĂ€user und die Pfarrkirche blieben erhalten. Der Brand vernichtete ebenfalls die fĂŒr den Winter eingelagerten Nahrungs- und Futtermittel. Aufgrund dieser Notsituation halfen die Einwohner der Nachbarorte den Schmallenbergern mit Grundnahrungsmitteln aus, welche spĂ€ter zu Brei verarbeitet wurden. Diese einseitige ErnĂ€hrung soll zu BreibĂ€uchen sogenannten „BreybĂ€lgen“ gefĂŒhrt haben. Seit dieser Zeit werden die Schmallenberger von den Einwohnern der Nachbarorten „De Schmallersken BreybĂ€lge“ genannt. Eine Skulptur im historischen Stadtkern erinnert an dieses Ereignis. [32]

Nach diesem Brand begann im Zusammenhang mit dem planmĂ€ĂŸigen Wiederaufbau Schmallenbergs, unter Mitwirkung von Ludwig von Vincke, eine bedeutende Erweiterung der Stadt. Der Wiederaufbau erfolgte im preußischen Klassizismus. Der Ortskern wird seitdem von zwei parallel verlaufenden Hauptstraßen gebildet, die regelmĂ€ĂŸig durch Querstraßen miteinander verbunden sind. Die beiden Hauptstraßen wurden zum Schutz gegen mögliche Feuer breiter angelegt. Im Herbst 1825 ĂŒberzeugte sich Vincke selbst vom Stand der Arbeiten.[33] SpĂ€ter schrieb er der am Ort eingesetzten Baukommission, er habe sich außerordentlich darĂŒber gefreut, dass der Wiederaufbau der Stadt nach den vereinbarten zweckmĂ€ĂŸigen PlĂ€nen durchgefĂŒhrt worden sei.[34] Die baulich durchdachte Planung des 19. Jahrhunderts unter Anpassung an die örtlichen VerhĂ€ltnisse und das von FachwerkhĂ€usern und SchieferdĂ€chern geprĂ€gte Ortsbild haben dem Innenstadtbereich den Titel „Historischer Stadtkern“ eingebracht.

Im Jahr 1834 erweiterte man die bereits 1826 eingerichtete Briefsammelstelle zu einer Postexpeditionsstelle. Mit der EinfĂŒhrung der ersten Landgemeindeordnung fĂŒr die Provinz Westfalen im Jahre 1841 entstand das Amt Schmallenberg. 1842 kam es zum Bau einer Straße, der heutigen B 236, nach Gleidorf und 1844 weiter nach Fleckenberg.[35] Im selben Jahr legte man im Norden der Stadt auf dem GelĂ€nde der frĂŒheren Landwehr, dem sogenannten sumpfigen „Schlingen“, GĂ€rten und Wiesen an. 1849 wurde ein Weg nach Grafschaft und 1856 einer nach Wormbach gebaut.[36] In der Zeit nach 1850 entstand die Schmallenberger Textilindustrie.

Im FrĂŒhjahr 1857 kam es zum Ausbruch von Scharlach und im August von Ruhr. Nach den Aufzeichnungen des Stadtchronisten starben an den beiden Krankheiten viele Kinder. Im selben Jahr errichtete die jĂŒdische Gemeinde in der damaligen Nordstraße ihre Synagoge.[35] 1888 erhielt Schmallenberg einen Bahnhof mit Gleisanschluss nach Altenhundem. Die Eisenbahngleise wurde 1911 von Schmallenberg weiter nach Wenholthausen verlegt. Am 16. Juli 1881 erhielt der spĂ€tere Postverwalter den ersten Fernsprechapparat in Schmallenberg. Im Jahr 1889 errichtete man eine Volksschule. Das neue Amtshaus (denkmalgeschĂŒtzter Teil des heutigen Rathauses), welches im Ersten Weltkrieg noch mal erweitert wurde, war 1897 bezugsfertig.

Schmallenberg 1898

Nach den PlĂ€nen des Aachener Dombaumeisters Joseph Buchkremer wurde 1905/06 im neuromanischen Stil die Pfarrkirche erweitert. Ein Schmallenberger Arzt erwarb im Jahr 1908 fĂŒr 3300 Goldmark das erste Auto in Schmallenberg, einen Apolda Piccolo.[37] Im Jahr 1910 wurde ein Haus in der Weststraße von der Stadt gekauft und zum ersten Krankenhaus ausgebaut.[38]

WĂ€hrend der Novemberpogrome 1938 (auch „Reichskristallnacht“ oder „Reichspogromnacht“ genannt) wurden die Schmallenberger Synagoge niedergebrannt und einige Schmallenberger jĂŒdischen Glaubens ermordet. Heute steht an dieser Stelle in der Synagogenstraße eine Gedenktafel, die auf eine Initiative des nach Auschwitz deportierten und nach Schmallenberg zurĂŒckgekehrten Deutschen jĂŒdischen Glaubens, Hans Frankenthal[39], zurĂŒck geht.

Schmallenberg 1910
Gedenkstein fĂŒr die ermordeten Juden

Im Zweiten Weltkrieg wurde Schmallenberg am 7. April 1945 wĂ€hrend des Ruhrkessels, nach den Ortschaften Gleidorf und Grafschaft, von der amerikanischen 7. Panzerdivision mit LuftunterstĂŒtzung angegriffen. Bei dem schweren Kampf um Schmallenberg starben 72 deutsche Soldaten und 11 Zivilisten. 350 Soldaten wurden gefangen genommen. 37 HĂ€user brannten ab und 151 wurden beschĂ€digt. Der Angriff auf Schmallenberg wurde, vermutlich von einem amerikanischen Soldaten, auf 32-Millimeter-Film festgehalten.[40]

Vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart

Im Sommer 1945 setzte der FlĂŒchtlingsstrom der Heimatvertriebenen aus dem Osten nach Schmallenberg ein, der angesichts der Wohnungsnot und des Lebensmittelmangels eine große Belastung fĂŒr die heimische Bevölkerung war. Bereits wĂ€hrend des Krieges wurden 324 Familien und Einzelpersonen aus zerbombten StĂ€dten nach Schmallenberg evakuiert. Weitere 300 mussten wegen des Zustroms zusĂ€tzlich untergebracht werden.[41]

Der Zustand der stĂ€dtischen Straßen war in der Nachkriegszeit sehr schlecht. Nur die Hauptstraßen waren ausgebaut. Gepflastert waren lediglich die Bundesstraße 236 im Bereich der Ortsdurchfahrt und die West,- SchĂŒtzen,- Nord,- Kirch,- und Fleckenberger Straße sowie die Straße Unterm Werth. Allein die Bahnhofstraße hat eine Teerdecke. Die anderen Straßen im Stadtgebiet hatten lediglich wassergebundene Decken. Im Jahr 1949 begann man mit dem Ausbau, der Erweiterung und der Instandsetzung von Straßen. [42]

1952 begannen die Planungen fĂŒr den Bau einer Stadthalle. In einem Wettbewerb errang der Dortmunder Architekt und Erbauer der Westfalenhalle Horst Retzki[43] der ersten Preis. Er wurde deshalb mit der Planung beauftragt.[44] Die Stadthalle errichtete man anschließend vom FrĂŒhherbst 1953 bis zum 11. September 1954. Vier Tage spĂ€ter begann in der Stadthalle das erste BundesschĂŒtzenfest des SauerlĂ€nder SchĂŒtzenbundes. Rund 7.000 SchĂŒtzen, 179 Fahnenabordnungen und 30 Musikkapellen bzw. Tabourcorps beteiligten sich an dem Festumzug am 16. September 1954. [45]

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe trafen sich 1956 in der Schmallenberger Stadthalle eine Reihe von Autoren, Kritikern und Literaturwissenschaftlern. Zur Überraschung der Veranstalter entwickelte sich das LiteratengesprĂ€ch zum schĂ€rfsten Konflikt ĂŒber die Rolle der regionalen Literatur in Westfalen in den Nachkriegsjahren. Über den Konflikt, der unter dem Begriff Schmallenberger Dichterstreit bekannt wurde, berichtete die ĂŒberregionale Presse.[46] Im Jahr 1974 erhalten Schmallenberg und Grafschaft den Status von staatlich anerkannten Luftkurorten.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung folgte im Jahr 1975 die Zusammenlegung von Stadt und Amt Schmallenberg mit dem Amt Fredeburg zur jetzigen Stadt Schmallenberg. Die Deutsche Bundesbahn stellte im Juli 1991 aus GrĂŒnden der Wirtschaftlichkeit den Betrieb der eingleisigen Nebenbahnstrecke Wenholthausen–Schmallenberg auf Dauer ein. Die Schmallenberger SchĂŒtzengesellschaft war im Jahr 2001 erneut Ausrichter eines BundesschĂŒtzenfestes. Das 18. BundesschĂŒtzenfest des SauerlĂ€nder SchĂŒtzenbundes fand in der Zeit vom 14. bis 16. September 2001 statt. An dem Festumzug am letzten Tag des Festes beteiligten sich etwa 10.000 SchĂŒtzen und 74 Musikvereine. [47]

Waldgebiet nach dem Orkan Kyrill

Im selben Jahr begann der Bau des neuen Kirchturmes. Diese Maßnahme war in der Schmallenberger Bevölkerung sehr umstritten, weil ein moderner Kirchturm errichtet werden sollte. Der Kirchturmstreit in Schmallenberg wurde durch eine BĂŒrgerinitiative auch vor Gericht ausgetragen. Er wurde durch gegenseitige Beleidigungen in öffentlichen Briefen sowohl seitens der BĂŒrgerinitiative als auch seitens der Gemeindeverwaltung begleitet. Der Streit gipfelte im RĂŒcktritt des Kirchenvorstands und der Einsetzung eines außenstehenden Gemeindeverwalters durch das Erzbistum Paderborn. Der Bau des neuen Turmes verzögerte sich deshalb. Erst im September 2004 wurde der neue Kirchturm nach Fertigstellung eingesegnet.

Der Orkan Kyrill verursacht am 18./19. Januar 2007 große SchĂ€den in den Schmallenberger WĂ€ldern. In der Zeit 4. bis 7. Juni 2008 fand auf dem FlugplatzgelĂ€nde Rennefeld und dessen Umgebung die 15. Tagung des Kuratorium fĂŒr Waldarbeit und Forsttechnik mit ĂŒber 43.000 Besuchern[48]statt. 515 Aussteller aus 23 LĂ€ndern beteiligten sich, in ersten Jahr nach Kyrill, an Tagung mit dem Thema Forsttechnik live im Sturmholz.

Religionen

St. Alexander-Kirche

Wie das gesamte kurkölnische Sauerland, dessen Landesherr bis 1803 der Erzbischof von Köln war, ist Schmallenberg katholisch geprÀgt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es nur wenig evangelische Christen und Juden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Vertriebene und OstflĂŒchtlinge evangelischen Glaubens in das Schmallenberger Sauerland. In Gleidorf wurde die erste evangelische Gemeinde im Schmallenberger Stadtgebiet bereits kurz nach 1900 gegrĂŒndet. In Schmallenberg gibt es 20 katholische Kirchen und vier evangelische Kirchen. Eine Synagoge gibt es seit den Novemberpogromen von 1938 nicht mehr.

Heute ist der Großteil der Bevölkerung, etwa 79 %, katholisch, 11 % der Einwohner sind evangelisch und 10 % haben einen anderen Glauben oder sind religionslos.[49]

Einwohner Schmallenbergs nach Konfessionen
von 1840 bis 1964 (Kernstadt)[50][51]
Jahr Katholisch Evangelisch JĂŒdisch
1840 882 5 24
1885 1.443 25 52
1900 1.587 58 45
1932 2.210 36 52
1948 3.023 488 4
1964 3.898 590 1

Einwohnerentwicklung

Die Ă€lteste Einwohnerzahl Schmallenbergs stammt auch dem Jahr 1301. Damals lebten in 120 Haushaltungen 545 BĂŒrger. Bis zum Jahr 1900 stieg die Einwohnerzahl auf 1690 Einwohner in der Kernstadt an. Davon waren 789 MĂ€nner und 901 Frauen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es durch die Bevölkerungsbewegung einen Einwohnerzuwachs. 1946 wurden erstmals 356 Ostvertriebene und 324 Evakuierte registriert. [52]

Von den 25.992 Einwohnern Schmallenbergs am 31. Dezember 2005 lebten 6.341 Einwohner in der Kernstadt. Im zweitgrĂ¶ĂŸten Ortsteil, Bad Fredeburg, wohnten 4.062 Einwohner und in Bödefeld, Fleckenberg, Gleidorf und Grafschaft jeweils ĂŒber 1.000 Einwohner. In den meisten Ortsteilen (rund zwei Drittel der 83 Ortsteile) sind weniger als 150 Einwohner ansĂ€ssig.

Haus im historischen Stadtkern von Schmallenberg
DenkmalgeschĂŒtztes AckerbĂŒrgerhaus
Einwohner von Schmallenberg
Jahr Kernstadt[53][54] Heutiges Stadtgebiet[55]
1818 863
1840 911
1858 1000 10.547
1860 1013
1885 1524
1900 1690
1914 2000
1925 2202
1939 2553 15.944
1946 3432
1948 3530
1950   21.530
1959 4120
1964 4457
1975 24.640
2000 26.556
2005 6341 25.992
2007 6366 25.882

Politik

Ergebnis der Kommunalwahlen

Auf Stadtebene gab es bis Anfang der 90er Jahre nur zwei Parteien, die CDU und SPD. Wegen allgemeiner Unzufriedenheit mit der politischen Landschaft in Schmallenberg und nach Auseinandersetzungen innerhalb der Schmallenberger CDU wurde am 24. September 1993 die UnabhĂ€ngige WĂ€hlergemeinschaft (UWG) gegrĂŒndet. Vor der Kommunalwahl 2004 verließen wegen Meinungsverschiedenheiten einige SPD-Mitglieder ihre Partei und grĂŒndeten anschließend die BĂŒrgergemeinschaft fĂŒr Schmallenberg (BfS).

Aktuell sind im Stadtrat fĂŒnf Parteien und WĂ€hlergruppen vertreten. Bei den Kommunalwahlen 2004[56] und 2009[57] errangen die Parteien und Gruppierungen folgende Stimmanteile und Anzahl von Sitzen im Stadtrat.

Stimmenanteile
Jahr CDU SPD GrĂŒne UWG BfS
2004 62,1 11,3 – 14,9 11,7
2009 59,8 8,4 5,7 14,6 11,4
Sitzverteilung
Jahr CDU SPD GrĂŒne UWG BfS
2004 24 4 – 6 4
2009 23 3 2 6 4

Die Wahlbeteiligung lag im Jahr 2004 bei 63,4 %, im Jahr 2009 bei 60,1 %.

Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahlen

DenkmalgeschĂŒtztes Schmalen Haus am Rathaus

Bei der letzten Landtags- und Bundestagswahl erhielten die Parteien in Schmallenberg folgende Stimmenanteile:

Partei Landtagswahl 2005[58] Bundestagswahl 2005
(Zweitstimmen)[59]
Bundestagswahl 2009
(Zweitstimmen)[60]
Landtagswahl 2010
(Zweitstimmen)[61]
CDU 68,6 % 57,6 % 49,9 % 57,2
SPD 20,0 % 24,2 % 17,2 % 21,5
FDP 4,8 % 9,5 % 18,1 % 6,5
Die GrĂŒnen 3,3 % 3,9 % 6,3 % 7,8
Die Linke (2,1 %[62]) 2,9 % 4,9 % 2,8
Sonstige 1,2 % 2,0 % 3,6 % 4,3

→ Siehe auch: Ergebnisse der Reichstagswahlen 1932 und 1933 und der Landtagswahlen 1947 und 1966 im Amt Schnmallenberg

BĂŒrgermeister ab 1945

Von 1952 bis 1994 stellte in der alten und neuen Stadt Schmallenberg die Union den BĂŒrgermeister. 1994 wurde der Sozialdemokrat Franz Josef Pape zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt. FĂŒnf Jahre spĂ€ter schwang das Pendel zur Union zurĂŒck, die seither mit Bernhard Halbe den BĂŒrgermeister stellt.

Ehemaliges Amtshaus und heutiges Rathaus
  • Klaus Siebenkotten (AmtsbĂŒrgermeister und zugleich StadtbĂŒrgermeister von Juli 1945 bis April 1946)[63]
  • Albert Dameris (AmtsbĂŒrgermeister und zugleich StadtbĂŒrgermeister von April 1946 bis September 1946)
  • Willi WĂŒllner (27. September 1946 bis 16. Oktober 1948, erste gewĂ€hlte Stadtvertretung)
  • Josef Balzer-Lönzen (1948–1952, zweite Stadtvertretung)
  • Paul Falke, CDU (1952–1975, dritte bis siebte Stadtvertretung)
  • Paul Falke, CDU (1975–1984, nach der kommunalen Neugliederung)
  • Otto Schulte, CDU (1984–1989)
  • Rötger Belke-Grobe, CDU (1989–1994)
  • Franz Josef Pape, SPD (1994–1999)
  • Bernhard Halbe, CDU (seit 1999)

Wappen

Stadtwappen Schmallenberg.svg

Das heutige Stadtwappen war erstmals im Jahr 1335 auf dem zweiten Stadtsiegel der Stadt Schmallenberg zu sehen. Ob Schmallenberg bereits bei der StadtgrĂŒndung ein Wappen besaß, ist unbekannt. In der sogenannten Arnsberger Sammlung aus dem Jahre 1700 befindet sich eine farbige Zeichnung mit dem Stadtwappen von Schmallenberg. Die bindende Festsetzung des heutigen Stadtwappens (in unverĂ€nderter Form von 1335) erfolgte durch einen Beschluss der Stadtverordneten im Jahre 1909.

Blasonierung

In Silber eine rote Burg mit zwei ZinnentĂŒrmen und einem Tor, dessen Giebel in einer Lilie endet. In der Toröffnung findet sich ein aufrechter schwarzer SchlĂŒssel.

Beschreibung

Der SchlĂŒssel weist auf das Patronat des Erzbistums Köln hin. Bei der Burg dĂŒrfte es sich um die Smalenburg handeln.[49]

StÀdtepartnerschaften

Schmallenberg unterhÀlt StÀdtepartnerschaften mit dem französischen Wimereux (seit 1972) und mit dem englischen Burgess Hill (seit 1988).

Kultur, Sport und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Die Stadt Schmallenberg hat kein festes Theater. Im Stadtgebiet gibt es vier Theatervereine, eine Theatergruppe und eine Musicalgruppe fĂŒr Kinder.

Kino/Lichtwerk

Das Schmallenberger Kino in der Bahnhofstraße wurde 1929 unter dem Namen Lichtspiele Schmallenberg errichtet und gilt als eines der Ă€ltesten LichtspielhĂ€user seiner Art in Deutschland.[64] Nach dem 2. Weltkrieg, in dem der Kinosaal zeitweise als Lazarett genutzt wurde, wurde 1951 eine grundlegende Modernisierung durchgefĂŒhrt.[65] Die beiden damals hochmodernen Projektoren befinden sich bis heute im Einsatz. Da es aus wirtschaftlichen GrĂŒnden nicht möglich war, mit den aktuellen Entwicklungen der großen Multiplex-Kinos mitzuhalten, wurde 2005 der Betrieb zunĂ€chst eingestellt. Nach einer einjĂ€hrigen Umbauphase wurde das alte Kino schließlich unter dem Namen Lichtwerk unter neuer Leitung wiedereröffnet.[64] Die bei FilmvorfĂŒhrungen hinter der Leinwand verborgene BĂŒhne wird nun wieder regelmĂ€ĂŸig genutzt: ZusĂ€tzlich zum Kinobetrieb finden Theater- und KabarettvorfĂŒhrungen, sowie Konzerte statt.[66] FĂŒr den regelmĂ€ĂŸigen Clubbetrieb mit wechselnden DJs[67] wurden die vordersten Sitzreihen entfernt, sodass dieser Bereich nun als TanzflĂ€che zur VerfĂŒgung steht.

Museen

Unter den neun Museen ist das 2.200 mÂČ große Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen hervorzuheben. In dem Museum befindet sich die Abteilungen Schiefer, Tier- und Pflanzenwelt, Textilverarbeitung, Volkskunde, Druckwerkstatt und Kunst. Seit 1984 ist dort eine Dauerausstellung unter dem Titel „Hexen-Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland“ untergebracht. Es werden das Ausmaß der Hexenprozesse im Sauerland dokumentiert und verschiedene Folterwerkzeuge gezeigt.

In der Besteckfabrik Hesse in Fleckenberg ist ein Technisches Museum untergebracht. Die Besteckfabrik wurde 1990 mit ihrer fast vollstÀndig erhaltenen Inneneinrichtung unter Denkmalschutz gestellt. Im Gerichtsmuseum, das sich im Amtsgericht in Bad Fredeburg befindet, erhÀlt der Besucher Einblicke in die Geschichte der Rechtsprechung. Das Klostermuseum im Kloster Grafschaft zeigt neben wechselnden Sonderausstellungen sakrale Objekte aus verschiedenen Jahrhunderten zur Kunst und Geschichte des Klosters.

Weitere Museen sind das Erlebnismuseum in Bödefeld, die SGV Heimatstube in Nordenau, ein Museumshof (Schultenhof) in Winkhausen, ein kleines Waldarbeitermuseum in Latrop und das Kunsthaus Alte MĂŒhle in der Kernstadt.

Musik

In Schmallenberg gibt es 47 Musik- und Gesangvereine. Davon sechs Tambourcorps, fĂŒnf Musikvereine, drei Jugendblasorchester, zwei JagdhornblĂ€sercorps, einen Spielmannszug, eine Kur- und Knappenkapelle, ein Blasorchester, eine Mandolinen-Gitarren-Akkordeongruppe, eine Stadtkapelle, fĂŒnfzehn MĂ€nner- und sechs Frauenchöre, einen Kammer- sowie einen Kinder- und Jugendchorchor. Des Weiteren gibt es im Schmallenberger Raum eine eigene Blues- und Rockmusikszene.[68].

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Schmallenberger Woche

Ein mehrtĂ€giges Straßenfest mit Musik und anderen Veranstaltungen, das alle zwei Jahre Ende August in Schmallenberg stattfindet, ist die Schmallenberger Woche.[69] Die Schmallenberger FrĂŒhjahrstagungen des Bund Katholischer Unternehmer finden jĂ€hrlich seit 1960 in Schmallenberg statt. [70] In 21 Ortschaften finden jĂ€hrlich SchĂŒtzenfeste statt. Sitzungskarneval wird ebenfalls in mehreren Ortsteilen gefeiert. Einen Karnevalsumzug gibt es nur in Niederberndorf. Bödefeld delikat ist ein kulinarisches Straßenfest, das jĂ€hrlich seit dem Jahr 1992 in Bödefeld stattfindet. Seit 1985 veranstaltet die Werbegemeinschaft Schmallenberg rund um die St. Alexander-Kirche den grĂ¶ĂŸten Schmallenberger Weihnachtsmarkt. Nikolaus- und WeihnachtsmĂ€rkte gibt es auch in anderen Ortsteilen.

SehenswĂŒrdigkeiten

Damwildgehege in Schmallenberg

Der Raum Schmallenberg gehört zu den 29 landesbedeutsamen Kulturlandschaftsbereichen in Nordrhein-Westfalen. [71] Zu den wertgebenden Merkmalen in die Einstufung landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich in Nordrhein-Westfalen gehört das Bodendenkmal Wilzenberg mit Kapelle und Kreuzwegen und Kloster Grafschaft. Der historischer Stadtkern Schmallenberg sowie die Kirchdörfer Lenne, Oberkirchen und Wormbach mit den Pfarrkirchen und PfarrhÀusern und der dörflichen Bebauung seit dem spÀten 17. Jahrhundert beziehungsweise auch aus der Zeit nach 1945. Zudem der Weiler Winkhausen und die Orte Nieder- und Obersorpe mit den Bauernhöfen seit dem 17. Jahrhundert. Ferner gibt es im Stadtgebiet 174 BaudenkmÀler, 7 BodendenkmÀler und 3 bewegliche DenkmÀler.

DarĂŒber hinaus haben viele Dörfer im Stadtgebiet an dem Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen, von denen zahlreiche Dörfer auch Auszeichnungen erlangten. Neun Dörfer erhielten in den vergangenen Jahren die höchste Auszeichnung „Bundesgold“. Dies ist ein bundesweit einmaliger Rekord. Diese neun Bundesgolddörfer sind: Fleckenberg, Grafschaft, Holthausen, Kirchrarbach, Latrop, Niedersorpe, Oberhenneborn, Oberkirchen und Westfeld.

→ Siehe auch: Liste_der_DenkmĂ€ler_in_Schmallenberg

Bauwerke

Im historischen Stadtkern von Schmallenberg werden regelmĂ€ĂŸig StadtfĂŒhrungen angeboten. Im benachbarten Ortsteil Grafschaft liegt das Kloster Grafschaft. Das Kloster war von 1072 bis zur SĂ€kularisation 1804 eine Benediktinerabtei. Vom 19. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht monastisch genutzt, beherbergt die Anlage seit 1948 BorromĂ€erinnen.

Der benachbarte Wilzenberg war eine heidnische KultstĂ€tte unbestimmter Datierung. Neben den als Bodendenkmal eingestuften Resten einer Wallburg (RingwĂ€lle) befinden sich hier eine Wallfahrtskapelle aus dem Jahr 1633, der 17 m hohe eiserne Wilzenbergturm aus dem Jahre 1891 und ein hohes Gipfelkreuz. Östlich von Kirchilpe befindet sich auf einer Anhöhe eines Steilhanges die Wallburg Kirchilpe.

Die Ruine der Burg Rappelstein liegt auf einem Felsen, dem so genannten Rappelstein, im Ortszentrum von Nordenau. Die Burg Rappelstein, deren ursprĂŒnglicher Name Burg Norderna war, wurde von den Edelherren von Grafschaft an der alten Heidenstraße Köln – Kassel um 1200 erbaut.

In Berghausen und Wormbach befinden sich Romanische Kirchen. Die St. Cyriakus Kirche im Berghausen wurde um 1220 errichtet. Die Kirche St. Peter und Paul in Wormbach stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die in der europÀischen Kirchenmalerei seltenen Darstellung der 12 Tierkreiszeichen im Mittelschiff der Kirche und die Orgel aus dem 15. Jahrhundert sind besonders sehenswert.

Parks

Der Kurpark in der Kernstadt Schmallenberg befindet sich zwischen der Grafschaft und der Lenne. In Bad Fredeburg grenzt der Rudolf-Becker-Park an das Kurhaus. Das Naturschutzgebiet „Nasse Wiese“ befindet sich auf der Hunau oberhalb von Bödefeld. In dem rund 8.000 Jahre alten Hochmoor befindet sich ein kleiner See. [72]

Der Waldskulpturenweg Wittgenstein−Sauerland ist ein 22 km langer Wander- und Skulpturenweg zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg. Der Weg wurde im Jahr 2000 eröffnet und wird von der Kunststiftung NRW unterstĂŒtzt.

Sport

Skilift in Schmallenberg

In der Zeit von 1978 bis 1999 wurden viele internationale und nationale Grasski-Meisterschaften in Schmallenberg durchgefĂŒhrt. Die Grasski-Junioreneuropameisterschaft fanden 1983 und 1988[73] und die Deutschen Grasski-Meisterschaften 1995 und 1996 am Schmallenberger Skilift statt. Der FIS Rollski-Weltcup wurde in der Zeit vom 15. bis 17. August 2008 in Schmallenberg durchgefĂŒhrt. Die Deutsche Rollski Meisterschaft in den beiden Disziplinen (Sprint und Verfolgung auf der Flachstrecke) fand in der Zeit vom 21. bis 22. August 2010 statt. [74]

Bad Fredeburg war am 4. September 2008 offizieller 6. Radsport-Etappenort der 10. Deutschland Tour. In Gleidorf finden auf einer speziellen Autocross-Strecke einmal im Jahr Autocross-Veranstaltungen statt. 2004 wurden auf der Strecke der Lauf zur Deutschen Autocross-Meisterschaft (DMSB) und der Meisterschaftslauf des Deutschen Rallyecross-Verbandes (DRCV) ausgetragen.

In Westfeld befindet sich das Nordiczentrum NRW und das Skilanglaufzentrum Hochsauerland. Der LandesleistungsstĂŒtzpunktes Biathlon NRW war an die Biathlon-Anlage in Jagdhaus angebunden. Auf der Biathlon-Anlage wurden unter anderem die Deutsche Jugend- u. Juniorenmeisterschaften Biathlon (DSV), der Deutschlandpokal Biathlon (DSV) und die Bundesskispiele Biathlon (DSV) ausgetragen. Die SchießstĂ€nde der Anlage wurden im Jahre 2004 geschlossen.

Zudem befinden sich auf Schmallenberger Stadtgebiet ein Hochseilklettergarten, elf Skilifte, neun Turnhallen, zwei Golf-, achtzehn Sport- und zwanzig TennisplĂ€tze sowie diverse Reitmöglichkeiten. Ferner gibt es 130 km gespurte Loipe (Rothaarsteigloipe), ca. 2.500 km gekennzeichnete Wanderwege (u. a. Rothaarsteig) sowie den Waldskulpturenweg (Sauerland-Wittgenstein). In Schmallenberg sind 53 Sportvereine gemeldet, die unter anderem Angeln, Badminton, Bogensport, Fallschirmspringen, Flugsport, Fußball, Golf, Handball, Kampfsportarten, Kanu fahren, Motorsport bzw. Motocross, Radsport, Reiten, Schießen, Schwimmen, Tennis, Turnen und Wandern anbieten.

Kulinarische SpezialitÀten

Im Stadtgebiet werden diverse SauerlĂ€nder SpezialitĂ€ten wie Pumpernickelpfannekuchen, BĂ€rlauchsuppe, SauerlĂ€nder FrĂŒhlingstopf oder die Potthucke, ein mit Mettwurst gefĂŒllter Kartoffelauflauf, angeboten. Allgemein gelten deftige Speisen wie Bockwurst und Pumpernickel als typisch sauerlĂ€ndisch. DarĂŒber hinaus werden typischen Gerichte des alten Bauernlandes wie Himmel und Erde oder Pillekuchen serviert. Bei Wanderungen wird der Holzhauerkaffee teilweise noch in rußgeschwĂ€rzten Kesseln empfohlen. Die ĂŒberregional bekannte Schmallenberger KĂŒche bietet auch feinere SpezialitĂ€ten wie Bachforelle, RehrĂŒcken mit Pumpernickelsauce, Schmallenberger Poulardenbrust oder Hirschkalbsteak an.

Mundart, Plattdeutsch

Bis Ende des 19. Jahrhunderts war im Raum Schmallenberg Niederdeutsch als Umgangssprache weit verbreitet. Das Schmallenberger oder Schmallmereger Platt bzw. Groskoper Platt ist eine Variante des SauerlĂ€nder Platt mit spezifischer Aussprache und ausgeprĂ€gtem eigenen Wortschatz. Typisch fĂŒr dieses Platt ist die starke Rolle des "a" und seines Umlautes "Ă€" (z.B. "lĂ€pen" fĂŒr laufen statt lĂ€upen). Charakteristisch sind ebenfalls, anstatt der "iu"-Laute, die am NiederlĂ€ndischen erinnerden und fĂŒr Sprecher anderer deutschen Mundarten sehr schwierigen "Ă¶ĂŒ"-Laute (beispielsweise "HĂ¶ĂŒs" fĂŒr Haus). [75] Unter dem Einfluss des Hochdeutschen hat die Bedeutung dieses Dialekts bis heute rapide abgenommen. Als alltĂ€gliche Umgangssprache hat das Platt heute keine Bedeutung mehr.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbegebiet Lake
Hochregallager der Firma Falke in Schmallenberg

Traditionell ist Schmallenberg seit dem 19. Jahrhundert Zentrum der SauerlĂ€nder Textilindustrie (grĂ¶ĂŸtes Unternehmen: Falke-Gruppe). Da die Entwicklung der Textilindustrie jedoch rĂŒcklĂ€ufig ist, dominieren mittelstĂ€ndische Unternehmen. Diese sind vor allem in Industrie und Handwerk angesiedelt. Zu den bedeutenden Schmallenberger Unternehmen gehören die Firmen Audiotec Fischer GmbH (Car-Hifi: Brax / Helix) und Burgbad AG (Badmöbelhersteller mit Sitz in Bad Fredeburg) sowie die Firma Feldhaus (Bau- und Bergbauunternehmen). Auf Grund der waldreichen Lage kommt der Holzwirtschaft eine wichtige Bedeutung zu. In Bad Fredeburg existiert etwa ein Holzgewerbepark, der kleinen und mittleren Unternehmen GewerbeflĂ€che bietet. Einen großen Anteil am Dienstleistungssektor haben aufgrund der landschaftlich reizvollen Lage und der Wintersportmöglichkeiten Gastronomie und Fremdenverkehr.

Im Jahr 2010 gab es 8.286 sozialversicherungspflichtige ArbeitsplÀtze. Davon waren 3.306 im produzierendes Gewerbe, 3.071 in sonstigen Dienstleistungen, 1.818 im Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie 91 in der Land- und Forstwirtschaft angesiedelt. Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2011 bei 4,1 Prozent.[76]

Tourismus

UnterkĂŒnfte

Im Stadtgebiet Schmallenberg werden rund 6.300 Betten in 400 Ferienwohnungen, 200 Pensionen, 65 Gasthöfen, 30 Hotels (davon 16 mit eigenem Schwimmbad) und einer Jugendherberge bereitgehalten.

Kurorte

Vier staatlich anerkannte Kurorte gibt es im Stadtgebiet: Bad Fredeburg, das einzige Kneippheilbad im Hochsauerlandkreis, ist ein staatlich anerkannter Kneippkurort. Grafschaft ist ein anerkannter Heilklimatischer Kurort. Die Schmallenberger Kernstadt und Nordenau sind staatlich anerkannte Luftkurorte.

Verkehr

Tunnel B 236 in Schmallenberg

Straßen

Das Stadtgebiet wird insgesamt von 34 km Bundesstraßen, 62 km Landesstraßen, 73 km Kreisstraßen und 248 km Gemeindestraßen erschlossen. Die Stadt unterhĂ€lt neben den Gemeindestraßen rund 400 km Wirtschaftswege.

Die beiden Bundesstraßen in Schmallenberg sind die B 236 und die B 511. Die B 236 fĂŒhrt von Lennestadt ĂŒber Lenne, Schmallenberg, Gleidorf und Oberkirchen nach Winterberg. Sie verlĂ€uft zu einem großen Teil durch das Lennetal. Der historische Stadtkern Schmallenbergs, durch den die B 236 zuvor fĂŒhrte, ist seit dem Jahr 1997 untertunnelt (TunnellĂ€nge 235 m).[77] Die B 511 verbindet die Orte Gleidorf an der B 236 und Bremke an der B 55. Sie verlĂ€uft durch Bad Fredeburg und Dorlar.

Die nÀchsten Autobahnanschlussstellen befinden sich in Olpe an der A 4/A 45 und in Meschede an der A 46.

Schienen- und Busverkehr

Bahnhof Schmallenberg im Jahr 1986

Von 1888 bis 1994 war Schmallenberg an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der regelmĂ€ĂŸige Personenverkehr zwischen Altenhundem und Wenholthausen, mit Halt in Lenne, Fleckenberg, Schmallenberg, Gleidorf, Fredeburg und Heiminghausen, wurde am 28. Mai 1964 eingestellt. Der Streckenabschnitt Altenhundem–Schmallenberg wurde 1967 abgebaut. Die Verbindung von Schmallenberg nach Wennemen an der Oberen Ruhrtalbahn blieb noch bis zum 30. Dezember 1994 als GĂŒterverkehrsstrecke bestehen. Auf dem Bahndamm zwischen Schmallenberg und Eslohe-Bremke befindet sich seit 2006 ein Radweg, der so genannte Sauerlandring.

Buslinien fĂŒhren von Schmallenberg unter anderem nach Altenhundem, Eslohe, Meschede und Winterberg. Dabei wird ein Großteil der Linien von der Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH (BRS) betrieben. In Schmallenberg gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL).

Flugplatz Rennefeld

Der Busverkehr ist am Wochenende und in kleineren Orten teilweise stark eingeschrĂ€nkt. Deshalb betreibt seit dem 2. November 2004 ein Verein mehrere BĂŒrgerbus-Linien im Stadtgebiet. Der BĂŒrgerbus wird in Gebieten eingesetzt, in denen keine Buslinie verkehrt oder nur ein eingeschrĂ€nkter Busverkehr vorhanden ist. Bedient werden unter anderem die Ortschaften Wormbach, Felbecke, Dorlar, Berghausen, Bad Fredeburg und Kirchilpe.

Projekt "LenneSchiene"

Im Rahmen des Förderprogramms Regionale 2013 SĂŒdwestfalen beteiligen sich neben Schmallenberg weitere 7 Gemeinden, die durch den Flusslauf der Lenne und die Bahn miteinander verbunden sind (u.a. Iserlohn, Altena, Finnentrop und Lennestadt) an dem Projekt „LenneSchiene“.[78] Die Probleme, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen Fluss und Bahn, Landschaft, Ortschaft, Industrie und Verkehr ergeben haben, sind noch an vielen Stellen sichtbar. Ziel ist es, die Lenne – Schiene wieder zu einer lebendigen Achse werden zu lassen und die LebensqualitĂ€t der BĂŒrger zu steigern. Das Projekt „LenneSchiene“ der 8 Kommunen wurde im Juli 2010 in einer gemeinsamen Ratssitzung ins Leben gerufen. Von den insgesamt 84 Maßnahmen, sollen 13 Vorhaben bis ins Jahr 2013 umgesetzt werden.

Luftverkehr

Der als Sonderlandeplatz klassifizierte Flugplatz Schmallenberg-Rennefeld aus dem Jahr 1954 befindet sich zwischen Schmallenberg und Werpe. Der nÀchste Verkehrsflughafen ist der Siegerlandflughafen.

Medien

Die wichtigsten Tageszeitungen Schmallenbergs sind die Westfalenpost und die WestfĂ€lische Rundschau. Die Zeitungen, die beide zur WAZ-Gruppe gehören, unterhalten jeweils ein RedaktionsbĂŒro und eine gemeinsame GeschĂ€ftsstelle in Meschede. Die Westfalenpost besitzt außerdem eine weitere Redaktion direkt in Schmallenberg. DarĂŒber hinaus erscheint mittwochs und sonntags der kostenlose „Sauerlandkurier“, dessen Lokalredaktion und -geschĂ€ftsstelle sich ebenfalls in der Kernstadt befindet.

Der gesamte Hochsauerlandkreis ist Sendegebiet von Radio Sauerland, eines lokalen Radiosenders, der im Schmallenberger Sauerland sowie in der Gemeinde Eslohe (Sauerland) ĂŒber die Antennenfrequenz 89,1 MHz empfangen werden kann. Das fĂŒr Schmallenberg zustĂ€ndige Fernseh- und Hörfunkstudio des Westdeutschen Rundfunks ist das WDR-Studio Siegen. Ein RegionalbĂŒro des Senders befindet sich in Arnsberg.

Öffentliche Einrichtungen

Haupteingang Rathaus
Stadthalle in Schmallenberg

Behörden und Institutionen

Das Amtsgericht Schmallenberg und die Polizeiwache Schmallenberg befinden sich in Bad Fredeburg. Die Stadtverwaltung (Rathaus), die Stadthalle (Fassungsvermögen 1.500 SitzplĂ€tze oder 2.500 StehplĂ€tze), die Agentur fĂŒr Arbeit, die Post und die fĂŒr den Fremdenverkehr zustĂ€ndige Kur- und Freizeit GmbH Schmallenberg befinden sich in Schmallenberg. Die Stadt unterhĂ€lt die Freiwillige Feuerwehr und 18 FeuerwehrhĂ€user. Die Feuerwehr gliedert sich in zwei LöschzĂŒge und 16 Löschgruppen.

SchwimmbÀder

Mit dem Sauerlandbad in Bad Fredeburg, dem Wellenfreibad in Schmallenberg sowie dem Hallenbad in Bödefeld gibt es in Schmallenberg drei öffentliche SchwimmbÀder.

KrankenhÀuser/Fachkliniken

Neben einem Krankenhaus und zwei Fachkliniken in Bad Fredeburg gibt es in Holthausen noch eine Jugendklinik. Das Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, eine Lungenfachklinik, befindet sich in Grafschaft.

Martinswerk Dorlar

Das Martinswerk Dorlar ist ein freier TrĂ€ger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Diakonischen Werk. Es entstand ab 1932 aus einem evangelischen Jugendheim in Dorlar. Dieses Jugendheim, der Martinshof, wurde von seinem GrĂŒnder Pastor Friedel Birker nach Ende des Zweiten Weltkrieges weiter auf- und ausgebaut.

1951 wurde die Kirche St. Petri eingeweiht. Im selben Jahr entstand der Heidhof. Es folgten die Errichtung des Kinder- und Erholungsheimes La Fontanella in San Nazzaro/Tessin (1953), des Martin-Luther-Hauses (1954), der Wohnheime Maria-Martha-Haus (1954) und St. Michaelshaardt (1964) sowie des Personalwohnhauses Haus Hedwig (1968). 1969 begann die Planung des 1972 fertig gestellten Kinderdorfes. 1985 eröffnete die Martinsschule, 1989 Haus Twismecke. 1998 wurden die HÀuser in Berghausen und Gleidorf erworben.

Auslandsmaßnahmen wurden 1997 auf Island begonnen und anschließend in Schottland, auf Korsika (2000) und in RumĂ€nien (2001) fortgesetzt.[79]

Sozialwerk St. Georg

Das Sozialwerk St. Georg ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das in Nordrhein-Westfalen Hilfen fĂŒr Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung bereitstellt. In Schmallenberg befindet sich der Hauptsitz des Sozialwerk St. Georg Westfalen-SĂŒd gGmbH und die Hauptverwaltung des Sozialwerks St. Georg Bauen und Wohnen GmbH sowie das Internat Bad Fredeburg. DarĂŒber hinaus betreibt das Sozialwerk eine Kontakt- und Beratungsstelle fĂŒr ambulantes Wohnen sowie die TagesstĂ€tte fĂŒr Begegnung und Arbeit (Tabea).[80]

Bildung und Forschung

Schulen

Die Stadt Schmallenberg hat neun Grundschulen (in Berghausen, Bödefeld, Dorlar, Felbecke, Fleckenberg, Bad Fredeburg, Gleidorf, Kirchrarbach, Oberkirchen/Westfeld, Schmallenberg-Kernstadt), eine Hauptschule (Stammschule in Schmallenberg und Teilstandort Bad Fredeburg), eine Realschule (in Bad Fredeburg), ein Gymnasium (in Schmallenberg-Kernstadt) und zwei Förderschulen (in Schmallenberg-Kernstadt und Dorlar).[81] In den 50er Jahren wurde in der Kernstadt eine Berufsschule gebaut und die Bauernhochschule des Deutschen Bauernverbandes in der Akademie Bad Fredeburg eingerichtet. Beide Schulen verlegte man in den 60er Jahren an andere Standorte.

Fraunhofer Institut

Institut fĂŒr Molekularbiologie und Angewandte Oekologie

Schmallenberg ist seit 1959 Sitz des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME). Dieses wird wegen der dort in der Vergangenheit durchgefĂŒhrten Versuche an Ratten von den Einheimischen auch scherzhaft „Rattenburg“ genannt. Das Institut ist in dem Bereich Angewandte Ökologie tĂ€tig. Die Kompetenzen des IME liegen bei der Umweltchemie, Umweltsimulation, Umwelt- und Lebensmittelanalytik, Cryobanking, Ökologie und Ökotoxikologie, Mathematische Modellierung sowie Risikobewertung und -kommunikation.[82] Durch Projektbearbeitung im Auftrag von Behörden und entsprechende BeratungstĂ€tigkeit ĂŒbt das Institut einen maßgeblichen Einfluss auf umweltpolitische Entscheidungen aus.

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Schmallenberg

In der Stadt Schmallenberg oder ihren VorgĂ€ngerstĂ€dten und Gemeinden wurden so unterschiedliche Persönlichkeiten wie die KĂŒnstler Thomas Astan, Tom Astor, Renate und Werner Leismann, Politiker wie Carl Johann Ludwig Dham, Albert Falke, Josef SchĂŒttler, Theologen wie Franziskus Hennemann, Heinrich Schauerte sowie zahlreiche weitere Personen geboren. Es wirkten und lebten im Stadtgebiet unter anderem der Priester Friedrich Albert Groeteken oder der Baumeister Michael Spanner.

Das EhrenbĂŒrgerrecht erhielt am 29. August 1953 zur Vollendung ihres 90. Lebensjahres die Fabrikantin Sophie Stecker sowie 1977 Paul Falke bei seinem 25-jĂ€hrigen AmtsjubilĂ€um als BĂŒrgermeister. Zudem erhielten mehrere BĂŒrger den Ehrenring bzw. die Verdienstmedaille der Stadt Schmallenberg.

Literatur

  • Alfred Bruns, Marita Völnicke, und Reinhold Weber: Bau- und KunstdenkmĂ€ler der Stadt Schmallenberg. Band 2. Kirchen, Kapellen, Wegekreuze, HeiligenhĂ€user, Bildstöcke. F.W. Becker GmbH (2002)
  • Franz Arnold Dahm: Chronica Schmallenbergensis I (1787–1822), Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 19. bis 24. Ausgabe, 1969–1970
  • Dr. Clemens Dham: Chronica Schmallenbergensis II (1840–1858), Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 25. bis 30. Ausgabe, 1971–1972
  • Friedrich Albert Groeteken: Geschichte der Pfarrei Stadt Schmallenberg., o.O. 1958
  • Helga Tröster: Geschichte und Schicksal der Juden in Schmallenberg, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 55. Ausgabe, 1983–85
  • Tobias A. Kemper: „
der allnoch anwachsenden bluenden jugend zum abscheulichen exempel
“. Kinderhexenprozesse in Oberkirchen (Herzogtum Westfalen). In: SĂŒdWestfalen Archiv Jg.4/2004. S.115-136.
  • Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land, MĂŒnster, ISBN 3-402-05497-3 S.200-203
  • Jochen Krause: Zeichen am Wege, Schmallenberger Geschichten von Stadt und Land, Hrsg. Volksbank Schmallenberg, 1994
  • Horst MĂŒller: Ein Streifzug durch die geologische Vergangenheit der Stadt Schmallenberg, Geologisches Landesamt NW, Krefeld, aus Schmallenberger HeimatblĂ€tter 45./46. Ausgabe, 1976
  • Karl Eugen Mummenhoff: Das Stadtbild von Schmallenberg, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 33./34 Ausgabe, 1973
  • Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BĂŒrger und ihre Stadt, Westfalendruck, Dortmund, 1964
  • Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969. Schmallenberg, 1969.
  • Schieferbergbaumuseum Schmallenberg-Holthausen (Hrsg.): Schmallenberger Köpfe. Schmallenberg, 1985.
  • SchĂŒtzengesellschaft Schmallenberg 1820 e.V. (Hrsg.): Schmallenberger HeimatblĂ€tter, April 1965 (Erstausgabe) bis heute (2008).
  • Heinz Stoob: Schmallenberg, WestfĂ€lischer StĂ€dteatlas, Historische Kommission fĂŒr Westfalen, Verlag W. Grösschen, Dortmund, 1975, ISBN 3-8087-0216-8
  • Landesbildstelle Westfalen und der Literaturkommission fĂŒr Westfalen, (Hrsg.) Bd. 1, Der Schmallenberger Dichterstreit 1956, MĂŒnster, 2000, Tonzeugnis.
  • Manfred Wolf: Die AnfĂ€nge der Stadt Schmallenberg, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 63. Ausgabe 1996/1997
  • SchĂŒtzengesellschaft Schmallenberg, SchĂŒtzenbruderschaft Grafschaft (Hrsg.): Plattdeutsches Wörterbuch fĂŒr Schmallenberg und Grafschaft, 160 Seiten, Druck: Stadt Schmallenberg, 2005

Filme

  • Delta-Production, Gunther Dudda, Schmallenberg-Bad Fredeburg: Die Eroberung von Schmallenberg am 7. April 1945 (12 Min.), 1997
  • Gunther Dudda, Schmallenberg: Die Ruhrkesselschlacht 1945 (100 Min.)

Weblinks

 Wikisource: Schmallenberg â€“ Quellen und Volltexte
 Commons: Schmallenberg â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ a b c Topografische Karte 1:25.000
  3. ↑ a b c Landesvermessungsamt NRW
  4. ↑ a b Horst MĂŒller: Ein Streifzug durch die geologische Vergangenheit der Stadt Schmallenberg, S. 14, Geologisches Landesamt Krefeld, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 45./46. Ausgabe, 1976
  5. ↑ a b Johannes Wolburg: Das Devon im Gebiet der oberen Lenne, S. 31, Preußischen Geologischen Landesanstalt, Heft 151, Berlin, 1933
  6. ↑ Carl-Josef Fretter: Vom Werden und Wesen des Hochsauerlandes – Ein Versuch, Erdgeschichte zu erzĂ€hlen, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, S. 159 ff., Schmallenberg, 1969
  7. ↑ Landesamt fĂŒr Information und Technik; Stand 31. Dezember 2008
  8. ↑  Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.</span>
  9. ↑ Stadt Schmallenberg, Hauptsatzung (PDF) abgerufen am 4. April 2011
  10. ↑ Website Geoklima
  11. ↑ Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 20, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  12. ↑ a b Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 21
  13. ↑ Frenn:Wiethoff: Aus Schmallenbergs Vergangenheit, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 1, 58. Ausgabe, 1991
  14. ↑ Johannes Bauermann: Die Schmallenberger Urkunden, S. 6, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  15. ↑ Peter Berghaus: Die mittelalterliche MĂŒnzprĂ€gung der Erzbischöfe von Köln in Schmallenberg und anderen MĂŒnzstĂ€tten des Sauerlandes, S. 34, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  16. ↑ Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 24
  17. ↑ Frenn Wiethoff: Aus Schmallenbergs Vergangenheit, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 1, 58. Ausgabe, 1991
  18. ↑ Jochen Krause: Zeichen am Wege, Schmallenberger Geschichten von Stadt und Land, S. 238
  19. ↑ Helga Tröster: Geschichte und Schicksal der Juden in Schmallenberg, S. 55
  20. ↑ Heinz Stoob: Schmallenberg, WestfĂ€lischer StĂ€dteatlas, Faltbogen, S. 3, Verlag W. Grösschen, Dortmund, 1975
  21. ↑ Frenn Wiethoff: Aus Schmallenbergs Vergangenheit, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 2, 58. Ausgabe, 1991
  22. ↑ Franz Arnold Dahm: Chronica Schmallenbergensis I Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 3 ff., 19. Ausgabe, 1969
  23. ↑ Klaus Siebenkoten: Schmallenberg, das Gesicht einer Stadt in Vergangenheit und Gegenwart, S. 219, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  24. ↑ Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 26
  25. ↑ Karte: WestfĂ€lische StĂ€dte der Hanse, lwl.org
  26. ↑ Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 24
  27. ↑ Groeteken S. 21f
  28. ↑ Monumenta Monasterii Grafschaftensis. DenkwĂŒrdigkeiten aus der Geschichte des Klosters Grafschaft. Übersetzung von Manfred Wolf, MĂŒnster, Hrsg. von der Spar- und Darlehenskasse Schmallenberg, 1975
  29. ↑ Jochen Krause: Zeichen am Wege, Schmallenberger Geschichten von Stadt und Land, S. 245
  30. ↑ Franz Arnold Dahm: Chronica Schmallenbergensis I Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 1 ff., 20. Ausgabe, 1969
  31. ↑ Franz Arnold Dahm: Chronica Schmallenbergensis I Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 7 ff., 22. Ausgabe, 1969
  32. ↑ Hinweisschild neben der Skulptur „Breybalg“ in Schmallenberg
  33. ↑ Heinz Stoob: Grundrissbild und Stadtentwicklung von Schmallenberg, S. 42, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  34. ↑ Schreiben Nr. 2587 vom 3. November 1825 des OberprĂ€sidenten Vincke an die Baukommission zu Schmallenberg, Original im Stadtarchiv Schmallenberg
  35. ↑ a b Dr. Clemens Dahm: Chronica Schmallenbergensis II, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 14 ff., 26./27. Ausgabe, 1971
  36. ↑ Frenn Wiethoff: Aus Schmallenbergs Vergangenheit, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 4, 58. Ausgabe, 1991
  37. ↑ Sauerlandkurier vom 13. Januar 2008
  38. ↑ Klaus Siebenkoten: Schmallenberg, das Gesicht einer Stadt in Vergangenheit und Gegenwart, S. 225, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  39. ↑ Siehe Artikel, erschienen in der Westfalen-Post, Ausgabe Olpe vom 21. Dezember 2001
  40. ↑ Josef Wiegel: Dokumentarfilm ĂŒber die Eroberung von Schmallenberg am 7. April 1945, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 3, 63. Ausgabe, 1996/97
  41. ↑ Klaus Siebenkoten: Schmallenberg, das Gesicht einer Stadt in Vergangenheit und Gegenwart, S. 228, aus BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244–1969, Schmallenberg, 1969
  42. ↑ Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BĂŒrger und ihre Stadt, S. 15
  43. ↑ Horst Retzki. In: archINFORM. Abgerufen am 14. Dezember 2009
  44. ↑ Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BĂŒrger und ihre Stadt,S. 37
  45. ↑ Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 57. Ausgabe 2000/01, S. 64
  46. ↑ Schmallenberger Dichterstreit, lwl.org
  47. ↑ Schmallenberger HeimatblĂ€tter, 57. Ausgabe 2000/01, S. 73
  48. ↑ Geschichte KWF-Tagungen abgerufen am 5. Januar 2012
  49. ↑ a b Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land, MĂŒnster, ISBN 3-402-05497-3, S.200
  50. ↑ Helga Tröster: Geschichte und Schicksal der Juden in Schmallenberg, Schmallenberger HeimatblĂ€tter, S. 76, 55. Ausgabe, 1983–85
  51. ↑ Stadt Schmallenberg: BĂŒrger und ihre Stadt, S. 7, 1964
  52. ↑ Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BĂŒrger und ihre Stadt, S. 6 ff.
  53. ↑ Carl Haase: Schmallenberg im Rahmen der Geschichte der deutschen Stadt, S. 26f
  54. ↑ Groeteken, Friedrich Albert: Geschichte der Pfarrei Stadt Schmallenberg, o.O. 1958 = Geschichte der Pfarreien des Dekanates Wormbach im Kreise Meschede in der Erzdiözese Paderborn, II. Band 4. Teil S. 12
  55. ↑ Alle 83 Orte, auch vor 1975. Daten ab 1998 jeweils zum 31. Dezember. Quellen: Stadt Schmallenberg, ab 2005 LDS-NRW
  56. ↑ KDVZ Kommunalwahl 2004
  57. ↑ KDVZ Kommunalwahl 2009
  58. ↑ Landtagswahl 2005 (PDF)
  59. ↑ Bundestagswahl 2005 (PDF)
  60. ↑ Bundestagswahl 2009
  61. ↑ KDVZ Landtagswahl 2010
  62. ↑ Bei der Landtagswahl 2005 traten PDS und WASG getrennt an. Sie erhielten zusammen 2,1 % der Stimmen.
  63. ↑ Stadt Schmallenberg (Hrsg.): BĂŒrger und ihre Stadt, S. 65
  64. ↑ a b Geschichte des Schmallenberger Kinos auf der Website des Lichtwerk, Abgerufen am 3. Aktober 2010
  65. ↑ 80 Jahre und kein Ende...: Beitrag zur Geschichte des Kinos anlĂ€sslich des AchtzigjĂ€hrigen JubilĂ€ums auf der Website des Lichtwerk, Abgerufen am 3. Aktober 2010
  66. ↑ Kulturprogramm des Lichtwerks, Abgerufen am 3. Aktober 2010
  67. ↑ Clubprogramm des Lichtwerks, abgerufen am 3. Oktober 2010
  68. ↑ Schmallenberger Blues- und Rockmusikszene
  69. ↑ Schmallenberger Woche
  70. ↑ BKU - Schmallenberger FrĂŒhjahrstagungen
  71. ↑ Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen, Hrsg.: LWL mit UnterstĂŒtzung des Ministeriums fĂŒr Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, S. 66 ff. und S. 93 (PDF)
  72. ↑ Naturschutzgebiet Nasse Wiese
  73. ↑ Oesv.at - Siegertafel abgerufen am 12. Dezember 2011
  74. ↑ Deutsche Rollski Meisterschaften abgerufen am 27. August 2010
  75. ↑ SchĂŒtzengesellschaft Schmallenberg, SchĂŒtzenbruderschaft Grafschaft (Hrsg.): Manfred Raffenberg S. 11, in Plattdeutsches Wörterbuch fĂŒr Schmallenberg und Grafschaft
  76. ↑ Schmallenberg, Regionale Standortdaten abgerufen am 1. April 2011
  77. ↑ Autobahn-Online
  78. ↑ Website des Projekts LenneSchiene abgerufen am 20. September 2011
  79. ↑ Homepage des Martinswerks Dorlar, abgerufen am 15. MĂ€rz 2008
  80. ↑ Homepage Sozialwerk St. Georg
  81. ↑ Homepage der Stadt Schmallenberg
  82. ↑ Homepage Fraunhofer IME
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Dieser Artikel wurde am 27. April 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
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