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| Schwaben | |||
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| Staat: | Deutschland | ||
| Bundesland: | Bayern | ||
| Verwaltungssitz: | Augsburg | ||
| Größte Städte: | 1. Augsburg 2. Kempten 3. Neu-Ulm 4. Kaufbeuren | ||
| Fläche: | 9.992,03 km² | ||
| Einwohner: | 1.786.483 (31.12.2008) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 179 Einwohner je km² | ||
| Bezirkstagspräsident: | Jürgen Reichert (CSU) | ||
| Regierungspräsident: | Karl Michael Scheufele | ||
| Webpräsenz: | |||
| Lage in Bayern und Deutschland | |||
Schwaben ist in Bayern sowohl ein Bezirk als auch ein Regierungsbezirk. Da er einen großen Teil des schwäbischen Siedlungsgebietes umfasst, der heute zu Bayern gehört, wird er landläufig auch Bayerisch-Schwaben genannt. Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Regierungssitz des Regierungsbezirks ist Augsburg. Schwaben ist der einzige Teil des mittelalterlichen Herzogtums Schwaben, der noch heute den Namen Schwaben trägt, während die anderen Teile den heutigen Gebieten Baden-Württembergs, Oberbayerns, Frankreichs (Elsass), Österreichs und der Schweiz zugeordnet sind. Daraus ergibt sich im Alltag häufig eine Verwechslung Schwabens mit Baden-Württemberg, auch daher ist die Bezeichnung „Bayerisch-Schwaben“ verbreitet.
Inhaltsverzeichnis |
Die Bezirke sind in Bayern Selbstverwaltungskörperschaften, zu denen sich mehrere Kreise zusammengeschlossen haben. Die Kreise eines Bezirks gehören jeweils zu einem gleichnamigen Regierungsbezirk, dem Zuständigkeitsgebiet der Bezirksregierung (oft nur kurz Regierung) als staatlicher Mittelbehörde. Anders als bei den Landratsämtern, die gleichzeitig staatliche und kommunale Behörde sind („Janusköpfigkeit“), existieren hierfür in Bayern mit den Bezirksverwaltungen und den Regierungen getrennte Behörden.
Der Regierungsbezirk Schwaben umfasst vier kreisfreie Städte und zehn Landkreise:
Frühere Landkreisnamen:
Vor der Landkreisreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk zehn kreisfreie Städte und 20 Landkreise:
1803 wurde die Baierische Provinz Schwaben unter einer Landesdirektion in Ulm aus schwäbischen Gebieten, die durch den Reichsdeputationshauptschluss an Bayern fielen, gebildet. Teile wurden allerdings erst zwei Jahre später mit dem Frieden von Pressburg bayerisch. Im neuen Königreich Bayern wurden diese Teile 1808 in drei Kreise untergliedert (Oberdonaukreis, Lechkreis, Illerkreis), die 1817 zum Oberdonaukreis mit Verwaltungssitz Augsburg vereinigt wurden. 1837 wurde dieser in Anlehnung an das Herzogtum Schwaben, dessen ehemaligen Ostteil er bildet, in Kreis Schwaben und Neuburg umbenannt, wobei der Gerichtsbezirk Neuburg an der Donau neu zum Kreis kam, die Gerichtsbezirke Aichach, Friedberg und Rain aber wieder zurück an Oberbayern fielen. Rain kam 1879 wieder an den Kreis. Im Jahre 1900 wurde im Zuge einer Neugliederung der Bezirke das Bezirksamt Schwabmünchen durch Aufteilung des Bezirksamts Augsburg errichtet. Im Jahr 1929 wurde das Bezirksamt Zusmarshausen aufgelöst. Die Gemeinden dieses Bezirksamtes wurden anschließend den Bezirksämtern Augsburg und Wertingen zugeordnet. 1939 wurden die Bezirksämter „reichseinheitlich“ in Landkreise umbenannt. Im Jahr 1940 verlor die Stadt Donauwörth den Status einer kreisunmittelbaren Stadt. 1944 trat der Landkreis Friedberg vom Regierungsbezirk Oberbayern zum Regierungsbezirk Schwaben über. Der Landkreis Lindau wurde 1945 als Teil der französischen Besatzungszone aus dem Regierungsbezirk aus-, 1955 jedoch durch einen Volksentscheid wieder eingegliedert. Während der Zeit trug es das historische deutsche Kfz-Kennzeichen FBY für „Französisch-Bayern“. 1972 fielen die Stadt und der Hauptteil des Landkreis Neuburg a.d. Donau sowie die Fuchstalgemeinden des bisherigen Landkreises Kaufbeuren an Oberbayern und der Hauptteil des bisherigen Landkreises Aichach an Schwaben.
Die Landschaft Bayerisch-Schwaben liegt im Südwesten Bayerns und reicht vom Ries im Norden bis zum bayerischen Allgäu im Süden. Im Westen wird Bayerisch-Schwaben weitgehend von der Iller begrenzt, im Süden teilweise durch den Bodensee und im Osten durch den Lech bzw. durch den Lechrain. Es grenzt im Norden an Mittelfranken, im Osten an Oberbayern, im Süden an Tirol und Vorarlberg in Österreich, im Bodensee an den Kanton St. Gallen in der Schweiz und im Westen an Baden-Württemberg.
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Naturräumliche Einheiten (von Nord nach Süd):→ Naturräumliche Haupteinheiten Deutschlands) |
Landschaften |
größere Flüsse |
Seen
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Der Strom wird im Regierungsbezirk, im Gegensatz zum restlichen Bayern, durch die RWE AG bereitgestellt.
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Straßen Autobahnen: Bundesstraßen: |
Wichtige Bahnlinien
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Radwege
Wanderwege
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Schwaben ist wie Altbayern überwiegend katholisch, wenngleich eine wichtige protestantische Minderheit besteht, die sich vor allem im Nördlinger Ries und auf den ehemals reichsstädtischen Territorien Ulms und Memmingens befindet. Außer in den ehemaligen Reichsstädten Augsburg, Lindau, Memmingen, Nördlingen, Kaufbeuren und Kempten hielt sich die lutherische Konfession nur noch in wenigen einst reichsritterschaftlichen Orten (Bächingen an der Brenz, Burtenbach, Haunsheim). Die katholischen Christen werden hauptsächlich durch das Bistum Augsburg vertreten, im Landkreis Donau-Ries teilweise auch durch das Bistum Eichstätt. Das Allgäu ist fast ausschließlich katholisch.
In Augsburg gibt es auch eine Jüdische Gemeinde.
Das Gebiet fiel in den Jahren nach der Säkularisation 1803 an Bayern. Lediglich der spätere Landkreis Aichach-Friedberg gehörte von Anfang an (seit dem 6. Jahrhundert) zu Bayern. Abgesehen vom altbayerischen Aichach werden schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen, doch auch in und um Aichach sind schwäbische Anklänge zu finden („Konnsch, muasch“ für kannst/musst), da es sich um einen im westlichen Altbayern typischen Übergangsdialekt handelt. Im Selbstverständnis sind die Aichacher jedoch trotz dieser dialektalen Besonderheit Oberbayern.
Die Sprachfärbungen weichen aufgrund des Dialektkontinuums von den in Württemberg gesprochenen schwäbischen Mundarten ab. Östliche Sprachgrenze gegenüber den bairischen Ortsdialekten ist der Lech mit einigen Verlagerungen um Augsburg, Landsberg/Lech, Schongau und Füssen. Dies ist sogar auf einer Landkarte erkennbar: Viele Orte westlich des Lechs enden auf dem schwäbisch-alemannischen -ingen, während viele Orte östlich des Lechs mit dem bairischen -ing enden.
Der Wortschatz der Dialekte von Bayerisch-Schwaben wird erfasst und beschrieben im Schwäbischen Wörterbuch. Die Sprachgeographie der verschiedenen Ortsdialekte ist dargestellt im Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben.
| Zusammensetzung des Bezirkstags | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wahl | CSU | SPD | FW | Grüne | FDP | Die Linke | REP | ödp | NPD | GDP¹ | BP | Gesamt |
| 2008 | 13 | 4 | 4 | 2 | 2 | 1 | 26 | |||||
| 2003 | 18 | 4 | 2 | 2 | 1 | 27 | ||||||
| 1998 | 17 | 8 | 2 | 1 | 1 | 29 | ||||||
| 1994 | 18 | 7 | 2 | 1 | 1 | 29 | ||||||
| 1990 | 18 | 7 | 2 | 1 | 1 | 29 | ||||||
| 1986 | 19 | 7 | 2 | 1 | 29 | |||||||
| 1982 | 20 | 8 | 1 | 29 | ||||||||
| 1978 | 20 | 8 | 1 | 29 | ||||||||
| 1974 | 20 | 8 | 1 | 29 | ||||||||
| 1970 | 19 | 9 | 1 | 29 | ||||||||
| 1966 | 16 | 10 | 1 | 2 | 29 | |||||||
| 1962 | 16 | 9 | 1 | 2 | 1 | 29 | ||||||
| 1958 | 16 | 7 | 1 | 3 | 2 | 29 | ||||||
| 1954 | 14 | 7 | 1 | 3 | 4 | 29 | ||||||
¹ 1954 und 1958 GB/BHE
Seit dem 16. Oktober 2003 ist Jürgen Reichert (CSU) Bezirkstagspräsident. Seine Stellvertreter sind Alfons Weber und Ursula Lax (beide CSU) sowie Manfred Klopf (SPD).
Das Wappen wurde am 15. Oktober 1965 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.
Blasonierung: „Unter goldenem Schildhaupt, darin ein wachsender, rotbewehrter und golden nimbierter schwarzer Doppeladler, gespalten; vorne gespalten von Rot und Silber, hinten fünfmal schräglinks geteilt von Silber und Rot, überdeckt mit einem goldenen Pfahl.“
Der Adler des alten Reichs soll nicht nur die schwäbischen Reichsstädte Augsburg, Kaufbeuren, Memmingen, Kempten, Lindau, Donauwörth, Nördlingen, und (mit einigen Gebietsteilen) Ulm versinnbildlichen, sondern auch das ehemalige umfangreiche Reichsgut der Staufer und die reichsritterschaftlichen Territorien.
Der von Rot und Silber gespaltene Schild des Hochstifts Augsburg ist stellvertretend für die geistlichen Territorien bis 1803, unter denen insbesondere das Fürststift Kempten, die Abteien Ottobeuren, Irsee, Roggenburg, Wettenhausen, Ursberg, Kaisheim und Elchingen, sowie das Damenstift Lindau zu nennen sind. Die hochstiftisch-augsburgischen Gebiete zogen sich von der Gegend südlich von Neresheim bis in die Allgäuer Alpen hin, so daß mit diesem Zeichen ein breiter Landstreifen links des Lechs unmittelbar angesprochen wird.
Mit dem alten Wappen der Markgrafschaft Burgau ist im Hoheitszeichen des Bezirks insbesondere Mittelschwaben mit Teilen der Landkreise Günzburg, Illertissen, Neu-Ulm und Krumbach vertreten. Darüber hinaus soll es an alle unmittelbaren weltlichen Territorien im schwäbischen Bereich bis zum Ende des alten Reichs erinnern, z.B. an die weithin verstreuten fuggerischen Gebiete, den Besitzkomplex der Linien des Hauses Oettingen um Nördlingen und schließlich auch an die alten wittelsbachischen Gebiete am Lech und an der Donau, sowie Wemding, Schwangau und Mindelheim. Statt heraldischer Hinweise auf die Wittelsbacher bot sich im vorliegenden Fall als schwäbische Besonderheit das Wappen der bis 1805 vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau an, das auch in künstlerischer Hinsicht einen guten Bezug zum farblich verwandten Augsburger Hochstiftswappen herstellt.
Die Flagge ist Rot - Gelb gestreift mit aufgelegtem Bezirkswappen.
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