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Schwarz-Rot-Gold

Dieser Artikel beschĂ€ftigt sich mit den deutschen Nationalfarben; fĂŒr die Fernsehserie „Schwarz-Rot-Gold“ siehe Schwarz-Rot-Gold (Fernsehserie).

Das GemĂ€lde Germania von Philipp Veit schmĂŒckte 1848 die Frankfurter Paulskirche, wo es anstelle der Orgel platziert wurde. Schwarz-Rot-Gold sind nach Art. 22 Abs. 2 des deutschen Grundgesetzes die Farben der Flagge der Bundesrepublik Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung und Bedeutung

Historisch galten diese Farben seit der Zeit der Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts als Symbol der nationalen Einheit Deutschlands unter demokratischen Vorzeichen.

? Königs/Kaiserfahne, 11. Jh.–1806(hier die modernere Form mit dem doppelköpfigen nimbierten Adler)

Uniformen des LĂŒtzowschen Freikorps

Ein Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold liegt auch in den Befreiungskriegen 1813 gegen Napoleon, nĂ€mlich bei den Uniformen des LĂŒtzowschen Freikorps. Die Freikorps setzten sich zumeist aus Studenten zusammen, die sich gegen die Besatzung Deutschlands durch Frankreich formierten (siehe hierzu auch Urburschenschaft). Da die Freiwilligen unter dem preußischen Major Adolf von LĂŒtzow aus allen Teilen Deutschlands stammten und von dort höchst unterschiedliche Uniformen und Zivilkleidung mitbrachten, war die einzige Möglichkeit, eine einheitliche Bekleidung herzustellen, die unterschiedlich farbigen Uniformen schwarz einzufĂ€rben. Hinzu kamen goldene (messingfarbene) Knöpfe sowie schließlich Rot als Abzeichenfarbe fĂŒr AufschlĂ€ge und VorstĂ¶ĂŸe.

Diese Farbzusammenstellung wurde aus den Befreiungskriegen heraus auch so gedeutet:

Aus der SchwÀrze (schwarz) der Knechtschaft durch blutige (rot) Schlachten ans goldene (gold) Licht der Freiheit.[1]

Zur Popularisierung hat die Tatsache beigetragen, dass die Farben die gleichen wie die der Reichsfahne im Heiligen Römischen Reich waren. Abreschs „Ur-Fahne“ im Hambacher Schloss

Beim Hambacher Fest im Jahr 1832 wurden viele schwarz-rot-goldene Trikoloren, als Symbol fĂŒr das Streben nach Freiheit, BĂŒrgerrechten und deutscher Einheit, gezeigt. Als Hauptfahne des Hambacher Festes fertigte Johann Philipp Abresch die erste Trikolore in der heute gebrĂ€uchlichen Reihenfolge mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“. Diese „Ur-Fahne“ von 1832 befindet sich heute im Museum im Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße.

Schwarz-Rot-Gold oder Schwarz-Rot-Gelb?

In einem Urteil aus dem Jahr 1959 fĂŒhrte der Bundesgerichtshof[2] aus:

„[Die] Bezeichnung der Bundesfarben als schwarz-rot-gelb, verbunden mit der sich harmlos gebenden Erörterung, ob ‚Gold eine Farbe‘ sei [
] stellt [
] das Wiederhervorholen einer der hĂ€mischsten Goebbels’schen Kampfparolen gegen die durch die Bundesfarben verkörperten Verfassungsgedanken der freiheitlichen Demokratie dar. Die Redewendung ‚schwarz-rot-gelb‘ hat [
] durch jahrelange nationalsozialistische Hetze die Bedeutung einer bösartigen Beschimpfung des demokratischen Staatssymbols erlangt.“

Dieser Entscheidung aus dem Jahr 1959 steht eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. September 2008 entgegen. Hier gab das Gericht der Beschwerde eines Neonazis statt, der von verschiedenen Strafgerichten verurteilt worden war, weil er die Farben der deutschen Nationalflagge in einer öffentlichen Rede als „Schwarz-Rot-Senf“ bezeichnet hatte, wie es rechtsextreme KrĂ€fte bereits in der Weimarer Republik taten.[3][4]

Bei heraldischer Betrachtung lÀsst sich indes vertreten, was Arnold Rabbow 1969 prÀgnant formulierte:

„Die deutschen Farben sind Schwarz-Rot-Gelb, aber sie heißen Schwarz-Rot-Gold.“

Es bestehen die heraldischen Regeln, dass Gold und Gelb gleichwertig sind und Flaggen nie großflĂ€chige Anteile metallischer Farbtöne (Silber oder Gold) enthalten dĂŒrfen. Das Flaggengesetz von 1848 bezeichnete den untersten Streifen der Flagge ausdrĂŒcklich als gelb.

Andererseits stellt die Bundesflagge bereits deshalb einen heraldischen Verstoß dar, weil nicht Farbe auf Farbe und nicht Metall auf Metall folgen darf und demgemĂ€ĂŸ der goldene Streifen der mittlere hĂ€tte sein mĂŒssen. DarĂŒber setzte sich die Deutsche Nationalversammlung jedoch 1848 zugunsten der damals bereits ĂŒblich gewordenen Farbenfolge bewusst hinweg. Auch befindet sich im Plenarsaal des Deutschen Bundestages seit 1949 eine Flagge mit einem goldenen dritten Streifen. Die Originalflagge schenkte die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen dem Parlament anlĂ€sslich seines ersten Zusammentretens in Bonn als Nachbildung der so genannten Hambacher Hauptfahne; wegen Verschleißerscheinungen wurde sie 1999 wĂ€hrend der parlamentarischen Sommerpause durch eine originalgetreue Nachbildung ersetzt. Bei der erhalten gebliebenen Hambacher Hauptfahne von 1832 ist der dritte Streifen ebenso mit GoldfĂ€den gewebt wie etwa auch bei der im Stadtmuseum Rastatt befindlichen Fahne aus dem Jahr 1848. Da die Anordnung ĂŒber die deutschen Flaggen vom 13. November 1996 (BGBl I, 1729) von „goldfarben“ spricht, ist die (seltene) Darstellung mit metallischem Farbton (s.o.) nicht nur historisch begrĂŒndbar, sondern bei rechtlicher Betrachtung sogar vorzuziehen.

Auf der Grundlage des Beschlusses des Bundeskabinetts vom 2. Juni 1999 wurde aber das Corporate Design der Bundesregierung entwickelt.[5] FĂŒr die technische Beschreibung verwendet die Bundesregierung momentan folgende RAL-Farbwerte, mit deren Entsprechung im Pantone- und CMYK-System fĂŒr Wort-Bild-Marken („Logos“) und RGB fĂŒr Online-Medien:

Farbe RAL[6] Pantone CMYK RGB (Hex und Farbe)
Schwarz 9005
Tiefschwarz
0A 0A 0D
Black 0-0-0-100 00 00 00
Rot 3020
Verkehrsrot
C1 12 1C
485 0-100-100-0 FF 00 00
Gold 1021
Rapsgelb
EE C9 00
Yellow: 765 g, Red 032: 26 g, Black: 11 g,
transp. White: 198 g, Alternativ 7405
0-12-100-5 FF CC 00

Offizieller Status

Offiziellen Status erlangte die schwarz-rot-goldene Flagge

VorlÀufer und Legende

Kaiser Heinrich VI. im Codex Manesse mit dem Reichswappen (Im goldenen Schild ein schwarzer, rotbewehrter Adler, als Helmzier auf goldener Krone ebenfalls ein schwarzer, rotbewehrter Adler)

In der Zeit des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation gab es keine Nationalfarben; als kaiserliche Farben wurden Schwarz und Gold verwendet, die in den Wappen vieler ReichsstĂ€dte vorkamen (siehe auch Stadtfarben) und vom Kaisertum Österreich noch bis 1918 verwendet wurden.

In der Entstehungszeit der Heraldik im 12. Jahrhundert wurde es ĂŒblich, in einen kaiserlich-goldenen Schild den schon seit der Antike als Reichssymbol verwendeten Adler in schwarz zu setzen. Das erste Reichswappen dieser Art ist auf einem Silberpfennig Kaiser Friedrich Barbarossas zwischen 1172 und 1190 belegt, die erste farbige Darstellung in schwarz-gold unter Kaiser Otto IV. zwischen 1198 und 1218.

Eine Version der ersten Verwendung von schwarz-rot-goldenen Farben erwĂ€hnt die Zeremonie der Wahl von Friedrich Barbarossa zum deutschen König im Jahr 1152: Angeblich sei die Strecke vom Frankfurter Dom bis zum Römerplatz mit einem Teppich in den Farben Schwarz, Rot und Gold ausgelegt worden. Nach der Zeremonie wurde dieser Teppich an die Bevölkerung verteilt, wobei viele einzelne StĂŒcke abgerissen wurden. Diese Stofffetzen prĂ€sentierte man anschließend in der Stadt als kleine FĂ€hnchen.[7]

Ab dem 14. Jahrhundert wurden FĂ€nge und Schnabel des Reichsadlers rot tingiert. Dieses nun dreifarbige Wappen hat seinen frĂŒhesten Beleg in der um 1300 entstandenen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) auf einem Bild Kaiser Heinrichs VI.

Auf diese Farbgebung (im goldenen Schild ein schwarzer, rotbewehrter Adler) im Wappen des Heiligen Römischen Reiches wurde spÀter oft Bezug genommen, wenn es darum ging, den Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold zu erklÀren.

WĂ€hrend des Deutschen Bauernkrieges sollen 1525 die Bauern der Landgrafschaft StĂŒhlingen, gemĂ€ĂŸ Friedrich Engels und dem kommunistischen Politiker und Journalisten Albert Norden, unter der schwarzrotgoldenen Reichsfahne in den Aufstand gezogen sein.[8][9]

Ursprung wÀhrend der Befreiungskriege

In Zusammenhang mit der Idee eines deutschen Nationalstaates traten die drei Farben erstmals wĂ€hrend der Befreiungskriege (1813–1815) gegen NapolĂ©on I. in Erscheinung. Sie entstammen den Farben der Uniformen des LĂŒtzowschen Freikorps, einer Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres unter FĂŒhrung von Ludwig Adolf Wilhelm von LĂŒtzow. Die Truppe trug schwarze Uniformen mit roten VorstĂ¶ĂŸen und goldfarbenen Messingknöpfen. FĂŒr diese Farbwahl fĂŒhren Historiker ganz pragmatische GrĂŒnde an: Die Angehörigen des Freikorps, darunter viele Studenten und Akademiker, waren sogenannte Selbstversorger, d. h. sie empfingen keinen Sold und rĂŒsteten sich selbst aus. Sie waren deshalb darauf angewiesen, mitgebrachte Bekleidung zur Uniform umzufĂ€rben, und das war mit Schwarz als Grundfarbe am leichtesten. Goldfarbene Messingknöpfe waren weit verbreitet und leicht erhĂ€ltlich. Die Ulanen des Freikorps fĂŒhrten rot-schwarze Lanzenwimpel.

Über die weitergehende Verwendung der Farben berichtet Friedrich Christoph Förster, der Kompaniechef der Eleonore Prochaska, in einem Brief, dass er Anfang April 1813 eine schwarz-rote Fahne mit goldenen Fransen in der Dresdner Werbestube der LĂŒtzower JĂ€ger gesehen habe. Dabei dĂŒrfte es sich um eine von Berliner Frauen gestiftete Fahne aus roter und schwarzer Seide mit goldenen Fransen und der in Gold gestickten Inschrift „Mit Gott fĂŒrs Vaterland“ gehandelt haben. Der König lehnte es jedoch am 8. April 1813 ab, dass das Freikorps unter dieser Fahne in den Kampf zog.[10] Angeblich – wie man in der am Grab Theodor Körners gelegenen Mahn- und GedenkstĂ€tte Wöbbelin erfahren kann – unter dem Wahlspruch Von schwarzer Nacht durch rotes Blut der goldenen Sonne entgegen. „LĂŒtzows Schwarze JĂ€ger“ waren damals in der Bevölkerung sehr populĂ€r; sie verdankten ihre große Bekanntheit vor allem ihren vielen prominenten Mitgliedern, wie beispielsweise dem 1813 gefallenen Dichter Theodor Körner, der dem Freikorps das bekannte Lied LĂŒtzows wilde verwegene Jagd (Musik: Carl Maria von Weber) widmete, dem „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn und Joseph von Eichendorff.

Im Jahr 1815 wurden die Farben des Freikorps fĂŒr die Fahne der in Jena gegrĂŒndeten Urburschenschaft verwendet, der einige ehemalige Freiwillige der LĂŒtzower JĂ€ger angehörten. Die von der Idee eines deutschen Nationalstaates begeisterten Studenten lösten nach ihrer RĂŒckkehr aus den Befreiungskriegen die bestehenden, nach Herkunftsregionen organisierten Verbindungen („Landsmannschaften“) auf und grĂŒndeten eine einheitliche, Studenten („Burschen“) aus allen deutschen LĂ€ndern umfassende Burschenschaft – so wie auch die deutschen LĂ€nder sich zugunsten eines deutschen Nationalstaates auflösen sollten. Die Satzung der Jenaischen Burschenschaft enthielt den Passus:

„Eingedenk, daß bey den jugendlichen Freuden auch stets der Ernst des Lebens zu bedenken sey, bestimmten sie Roth und Schwarz zu den Farben ihres Paniers.“

Replikat der Fahne der Urburschenschaft von 1816 Ihre Fahne war Rot-Schwarz-Rot mit einem goldenen Eichenzweig in der Mitte und goldenen Fransen am Rand. Sie war 1816 von den „Frauen und Jungfrauen von Jena“ gestickt worden und wurde auf dem Wartburgfest 1817 erstmals öffentlich gezeigt. Sie befindet sich heute im Stadtmuseum von Jena. Auf der Fahrt zum Wartburgfest, wo Teilnehmer bereits schwarz-rot-goldene Kokarden trugen, dichtete der Kieler Student August Daniel von Binzer ein Lied mit der Textzeile Stoßt an, Schwarz-Rot-Gold lebe! Dies ist die frĂŒheste ErwĂ€hnung des Dreiklangs Schwarz-Rot-Gold.

Auszug der Jenenser Studenten in den Freiheitskrieg 1813, gemalt vom Schweizer Maler Ferdinand Hodler fĂŒr die UniversitĂ€t Jena im Jahr 1908

Über den Ursprung der Farben der Urburschenschaft ist viel diskutiert worden. Die gĂ€ngige Theorie besagt, dass viele Studenten der Jenaer UniversitĂ€t wĂ€hrend der Befreiungskriege Angehörige des LĂŒtzowschen Freikorps waren und ihre Uniformen in Jena als Studentenuniform in ihren Verbindungen weiter trugen. Die schwarz-rot-goldenen Uniformfarben galten ihnen als Symbol fĂŒr den Kampf um nationale Befreiung und fanden deshalb Verwendung in der Fahne der Urburschenschaft.

Daneben gibt es aber auch die Vermutung, dass die Farben aus den Farben der frĂŒhen Corps („Landsmannschaften“) entstanden seien, aus denen die Urburschenschaft hervorgegangen war. So hatte z. B. die Thuringia die Farben „Schwarz-Rot-Weiß von unten“.

Einige der GrĂŒnder der Urburschenschaft haben sich Jahrzehnte spĂ€ter selbst zur Wahl der Farben geĂ€ußert. So Heinrich Herrmann Riemann, Sprecher der Urburschenschaft und Redner beim Wartburgfest 1817, anlĂ€sslich der 300-Jahrfeier der UniversitĂ€t Jena 1858:

„[
] die Burschenschaft trug, treu ihrem Ursprung, die Farben der LĂŒtzower, nĂ€mlich Schwarz und Roth mit gold’ner Paspelierung.“

MitbegrĂŒnder Carl Horn sagte zu gleichem Anlass:

„Die Wahl der Farben Rot und Schwarz mit Gold verziert, stammt nicht aus den Abzeichen der Landsmannschaften, wenn auch die Farben der Vandalia roth und gold gewesen sind.“

Karl Hermann Scheidler aus Gotha, zuerst Mitglied der Thuringia und dann MitgrĂŒnder der Jenaischen Urburschenschaft, schrieb 50 Jahre nach der GrĂŒndung der Urburschenschaft in der Leipziger „Illustrirten Zeitung“ vom 5. August 1865, Seite 98:

„Ihre Farben – schwarzrothgold â€“ waren eigentlich zunĂ€chst die von König Friedrich Wilhelm III. fĂŒr das LĂŒtzow’sche Freicorps gewĂ€hlten [
] Jene Farben waren allerdings zugleich die alten deutschen Reichsfarben und ließen ĂŒberdies eine auch mehrfach gegebene symbolische Deutung zu [
] schwarz als Bezeichnung der Nacht, die wĂ€hrend der Fremdherrschaft ĂŒber Deutschland lag, gold die Morgenröthe der errungenen Freiheit und roth das Herzblut, mit dem sie erkĂ€mpft ward.“

Die hĂ€ufige Berufung auf die „alten deutschen Reichsfarben“, auf das „alte Reichspanier“, macht vor allem eines deutlich: Man versuchte die Farben auf das frĂŒhere kaiserliche Wappen zurĂŒckzufĂŒhren: In Gold ein rotbewehrter (ein- oder zweiköpfiger) schwarzer Adler. Dabei wird allerdings vergessen, dass die Reichsfarben nur schwarz und gold waren. Das Rot wurde erst ĂŒber die im Wappen rot abgebildeten FĂ€nge hinzuinterpretiert.

Der Deutsche Bund verbot durch die Karlsbader BeschlĂŒsse von 1819 bis 1848 alle selbstverwalteten studentischen ZusammenschlĂŒsse. AnlĂ€sslich der Auflösung der Jenaer Burschenschaft dichtete August Daniel von Binzer im Jahr 1819 das Lied Wir hatten gebauet ein stattliches Haus. Dort heißt es in der 7. Strophe:

„Das Band ist zerschnitten,
war Schwarz, Rot und Gold,
und Gott hat es gelitten,
wer weiß was er gewollt!“

Die Niederschrift des Liedes im Stammbuch des ersten Wartburgfestes ist die Ă€lteste schriftlich fixierte ErwĂ€hnung der Farben Schwarz-Rot-Gold in dieser Reihenfolge. ZunĂ€chst hatte Binzer die Reihenfolge „war Roth Schwarz und Gold“ gewĂ€hlt, dies anschließend aber korrigiert, indem er den Farben die Nummern 1, 2 und 3 zuwies und sie so in die heutige Reihenfolge brachte.[11]

Bis heute tragen die studentischen Burschenschaften sehr hĂ€ufig Schwarz-Rot-Gold als Couleurfarben, aber auch die Kombinationen Schwarz-Gold-Rot sowie Schwarz-Rot auf Gold sind gebrĂ€uchlich. Alle Varianten existieren auch in der umgekehrten Reihenfolge bzw. in der Lesweise von unten (wie bei den Jenenser, Hallenser und Leipziger Verbindungen ĂŒblich).

Auch Wilhelm Hauff, der in seinen Studentenjahren in TĂŒbingen der dortigen Burschenschaft angehörte oder ihr zumindest nahestand, schrieb zu Ehren seines Bruders „Seni“ in seinem Gedicht Die Seniade. Ein scherzhaftes Heldengedicht in vier GesĂ€ngen aus dem Jahr 1825 mit Bezug auf die Jahre nach 1820 als letzte Strophe:

„Denn nicht ein Meteor, das, schnell entzĂŒndet,
Am schwarzen Himmel wieder untergeht,
Nein dieses Rot hat Schöneres verkĂŒndet,
Nicht Eitles, was die eitle Zeit verweht,
Die schwarze Nacht muß sinken,
Ein Morgenrot erblinken.
Schon bricht sein goldner Strahl hervor mit Kraft –
Das ist dein Zeichen, teutsche Burschenschaft!“

Beim Hambacher Fest im Jahr 1832 wurden viele Schwarz-Rot-Goldene Trikoloren, als Symbol fĂŒr das Streben nach Freiheit, BĂŒrgerrechten und deutscher Einheit, gezeigt. Die Farben hatten sich bis dahin, im Zusammenhang mit der Burschenschaftsbewegung, weit verbreitet. Deshalb waren die Fahnen auf dem Hambacher Schloss noch mehrheitlich in der burschenschaftlichen Reihenfolge „schwarz-rot-gold von unten“ zu sehen (siehe Abbildung unten).

In einem Hambacher Festlied wurden die Farben des LĂŒtzowschen Reiterkorps der Freiheitskriege aktuell umgedeutet:

„Schwarz sei der Trauer ew’ge Nacht,
Die rings ihn soll umgeben,
Solang’ er unter FĂŒrstenmacht
FortfĂŒhrt sein Sklavenleben.
Rot sei der Farben dunkle Glut,
Die rings er will entzĂŒnden.
Auf Thrones Schutt mit edlem Mut
Der Freiheit Reich zu grĂŒnden
Gold sei der heil’gen Wahrheit Licht,
Die rings er will verbreiten,
Dass finstrer MĂ€chte LĂŒge nicht
Mehr hemmt den Gang der Zeiten.“[12]

Nach dem Hambacher Fest und dem gescheiterten Frankfurter Wachensturm im Jahr darauf folgte eine Zeit der reaktionĂ€ren UnterdrĂŒckung, in der die Farben Schwarz-Rot-Gold das Symbol fĂŒr die Demokratie blieben. Hoffmann von Fallersleben gab in seinem Gedicht „Deutsche Farbenlehre“ von 1843 seiner Hoffnung auf VerĂ€nderung Ausdruck. HoffnungstrĂ€ger waren fĂŒr ihn die deutschen Farben:

Teilnehmer des Hambacher Fests 1832 mit Flaggen in Schwarz-Rot-Gold (in heute ungewohnter Reihenfolge)

Deutsche Farbenlehre
Über unserem Vaterland ruhet eine schwarze Nacht,
und die eigene Schmach und Schande hat uns diese Nacht gebracht.
Ach wann erglÀnzt aus dem Dunkel der Nacht
unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?
Und es kommt einmal ein Morgen, freudig blicken wir empor:
Hinter Wolken lang verborgen, bricht ein roter Strahl hervor.
Ach wann erglÀnzt aus dem Dunkel der Nacht
unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?
Und es zieht durch die Lande ĂŒberall ein goldnes Licht,
das die Nacht der Schmach und Schande
und der Knechtschaft endlich bricht.
Ach wann erglÀnzt aus dem Dunkel der Nacht
unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?
Lange hegten wir Vertrauen auf ein baldig Morgenrot;
kaum erst fing es an zu grauen, und der Tag ist wieder tot.
Ach wann erglÀnzt aus dem Dunkel der Nacht
unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?
Immer unerfĂŒllt noch stehen Schwarz, Rot, Gold im Reichspanier:
Alles lĂ€ĂŸt sich schwarz nur sehen, Rot und Gold, wo bleibet ihr?
Ach wann erglÀnzt aus dem Dunkel der Nacht
unsere Hoffnung in funkelnder Pracht?
(aus: Deutsche Salonlieder 1843)

Eine alternative Deutung der Farben in der DDR setzte Schwarz mit dem verschossenen Pulver der Befreiungs- und Einigungskriege (Deutsches Reich), Rot mit dem dabei und in den Revolutionen 1848/1918 vergossenen Blut und Gold sowohl mit der erhofften goldenen Zukunft als auch mit den dafĂŒr erbrachten hochkarĂ€tigen Opfern („Gold gab ich fĂŒr Eisen“) gleich.

Verwendung der Farben in Flaggen

Die FĂŒrstentĂŒmer Reuß-Greiz, Reuß-Gera und Waldeck-Pyrmont

Flagge Waldeck-Pyrmonts im Schlossmuseum Waldeck

Drei FĂŒrstentĂŒmer des Deutschen Bundes und des spĂ€teren Deutschen Kaiserreichs verwendeten Schwarz-Rot-Gold als Landesfarben.

1814 verfĂŒgte der FĂŒrst von Waldeck-Pyrmont fĂŒr seine MilizionĂ€re, dass sie als Erkennungszeichen eine schwarz-gelb-rote Kokarde tragen sollten. Gelb und Schwarz waren bereits im 17. Jahrhundert die Farben des FĂŒrstentums. Die Abbildung einer Flagge im Archiv von Bad Wildungen zeigt eine rot-gelb-schwarze Flagge mit einem schwarzen Stern im Zentrum und der Jahreszahl 1775. Da angenommen wird, dass Wildungen keine eigene Flagge besaß, sondern die Flagge des Landes benutzte, wird diese dem FĂŒrstentum zugeordnet. 1830 entsandte Waldeck ein Bataillon in das Bundesheer. Dieses verwendete die schwarz-rot-goldene, horizontale Trikolore. Ab etwa 1890 wurde zusĂ€tzlich das FĂŒrstenwappen in dessen Standarte verwendet.

Auch in der 5. Strophe des „Waldecklieds“ finden sich die Landesfarben:

„Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben,
dunkler Nacht folgt gold’nes Morgenrot.
FĂŒr Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu’ bewahrend bis zum Tod.“

Die Flagge wurde auch nach der Umwandlung des FĂŒrstentums in einen Freistaat 1918 beibehalten, bis dieser schließlich 1929 Preußen eingegliedert wurde.[13]

Die Farben des FĂŒrstenhauses Reuß waren bereits im 17. Jahrhundert Schwarz und Gold. Seit den Zeiten des Rheinbundes ist auch Rot als dritte Farbe belegt. 1820 wurden Schwarz-Rot-Gold als Landesfarben der Reuß’schen FĂŒrstentĂŒmer festgelegt. WĂ€hrend die Ă€ltere Linie die Farben fĂŒr ihre Flagge als horizontale Streifen verwendete, zeigte die jĂŒngere Linie die Trikolore im französischen Stil, also in vertikaler Anordnung. Die beiden FĂŒrstentĂŒmer wurden 1918 zu Freistaaten umgewandelt. 1919 wurde aus den beiden Reuß-Staaten der Volksstaat Reuß, der die schwarz-rot-goldene, horizontale Trikolore verwendete. 1920 wurde er in ThĂŒringen eingegliedert.[14]

MĂ€rzrevolution

Zeitgenössische Lithografie des Gefechts bei Kandern aus der Perspektive der RevolutionĂ€re am 20. April 1848, bei der der Heckeraufstand niedergeschlagen wurde MĂ€rzrevolution in Berlin (19. MĂ€rz 1848) Bereits zu Beginn der aufkeimenden Unruhen von 1848/1849, die unter dem Begriff MĂ€rzrevolution zusammengefasst werden, machten die herrschenden FĂŒrsten zuerst ZugestĂ€ndnisse in der Symbolik und eigneten sich die Farben Schwarz-Rot-Gold an, wohl um das Volk schnell zufriedenzustellen.

Schon am 9. MĂ€rz 1848 erklĂ€rte der Bundestag des Deutschen Bundes, also das Gremium der FĂŒrstenvertreter und damit strengster Gegner aller demokratischen Bestrebungen, in Frankfurt am Main Schwarz-Rot-Gold zu den Bundesfarben:

„Eben so werden die Bundesfarben der deutschen Vorzeit zu entnehmen seyn,
wo das deutsche Reichspanier schwarz, roth und golden war.“

Am 10. MÀrz 1848 wehte die schwarz-rot-goldene Fahne auch in Wien vom Stephansdom. Der österreichische Kaiser Ferdinand I. sah sich als formales Oberhaupt des Deutschen Bundes genötigt, sich mit einer entsprechenden Fahne in einem Fenster der Hofburg zu zeigen.

In Berlin verlief die Entwicklung dramatischer. Dort kam es am 18. MĂ€rz 1848 zu BarrikadenkĂ€mpfen. Unter dem Druck der Ereignisse sagte König Friedrich Wilhelm IV. am 19. MĂ€rz in einer Proklamation zu, seine Truppen aus den Straßen Berlins zurĂŒckzuziehen. König und Königin mussten den mit schwarz-rot-goldenen Fahnen geschmĂŒckten SĂ€rgen der gefallenen AufstĂ€ndischen ihre Reverenz erweisen. Am 21. MĂ€rz ritt der König mit einer schwarz-rot-goldenen Armbinde durch die Stadt und schloss sich damit symbolisch der bĂŒrgerlichen Freiheitsbewegung an.

Der Dichter Ferdinand Freiligrath hatte zu diesen Ereignissen am 17. MĂ€rz 1848 in London das spĂ€ter vertonte Gedicht „Schwarz-Rot-Gold“ geschrieben, das zum bewaffneten Kampf fĂŒr eine gesamtdeutsche Republik aufrief. Auch fĂŒr ihn stellten die Farben die heraldischen Farben des Wappens des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation dar:

Schwarz-Rot-Gold
In KĂŒmmernis und Dunkelheit,
Da mußten wir sie bergen!
Nun haben wir sie doch befreit,
Befreit aus ihren SĂ€rgen!
Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!
Hurra, du Schwarz, du Rot, du Gold!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!
Das ist das alte Reichspanier,
Das sind die alten Farben!
Darunter haun und holen wir
Uns bald wohl junge Narben!
Denn erst der Anfang ist gemacht,
Noch steht bevor die letzte Schlacht!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!


Die Freiheit ist die Nation,
Ist aller gleich Gebieten!
Die Freiheit ist die Auktion
Von dreißig FĂŒrstenhĂŒten!
Die Freiheit ist die Republik!
Und abermals: die Republik!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!


(aus: Neuere politische und soziale Gedichte, 1849–1851)
Die Nationalversammlung in der Paulskirche

Kriegsflagge zur See, 1848 Am 18. Mai 1848 trat in Frankfurt am Main die Deutsche Nationalversammlung zum ersten Mal zusammen. Dabei zogen 7.000 Menschen durch die schwarz-rot-gold geschmĂŒckten Straßen. Der Saal in der Paulskirche war ebenfalls in diesen Farben geschmĂŒckt und mit dem doppelköpfigen Bundesadler ausgestattet. Dieses Parlament erließ am 12. November 1848 das erste Gesetz, das die Farben Schwarz-Rot-Gold als nationales Symbol festlegte, und zwar das „Gesetz betreffend EinfĂŒhrung einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge“. Dabei erhielt die Kriegsflagge zusĂ€tzlich zu den drei Farben noch in einem gelben Obereck am Flaggenstock den „doppelten schwarzen Adler mit abgerundeten Köpfen, ausgeschlagenen roten Zungen und goldenen SchnĂ€beln und desgleiche offenen FĂ€ngen“.

Beim Umsetzen dieser Gesetzgebung stellte sich heraus, dass die deutsche Zentralgewalt nicht stark genug war. So konnte sie die Handelsflagge nicht gegen den Widerstand der Einzelstaaten durchsetzen. Nur die neu aufgestellte Reichsflotte fĂŒhrte die schwarz-rot-goldene Flagge auf ihren Kriegsschiffen. Allerdings war diese Flagge den anderen Staaten nicht offiziell angezeigt worden, so dass zum Beispiel die britische Seemacht sie als „Piratenflagge“ betrachtete. Auch wurde die Reichsflotte bereits 1852 wieder aufgelöst, ihre Schiffe versteigert. Dies war das vorlĂ€ufige Ende der ersten deutschen Nationalflagge.

Die von der Nationalversammlung ab 28. MĂ€rz 1849 verabschiedete und nie in Kraft getretene Verfassung eines zu grĂŒndenden Deutschen Reiches enthielt gar keinen Passus zum Thema gesamtdeutsche Symbole. Nach dem Scheitern der Revolution löste sich das Rumpfparlament der Nationalversammlung am 18. Juni 1849 in Stuttgart auf. Am 2. September 1850 wurden die Farben Schwarz-Rot-Gold vom Turm der Paulskirche eingeholt, am 15. August 1852 vom Frankfurter Bundespalais, dem Sitz des Bundestages. In einigen deutschen Staaten wurden diese Farben ausdrĂŒcklich verboten.

Dennoch blieben die Farben das Symbol der republikanisch-revolutionĂ€ren und antimonarchischen Bewegung in Deutschland und blieb fĂŒr viele die „wahre“ Flagge Deutschlands. So wurde sie beispielsweise 1863 auf dem deutschen FĂŒrstentag in Frankfurt gehisst.

Heinrich Heine brachte seine EnttĂ€uschung ĂŒber das Scheitern der Demokratiebewegung spĂ€ter in seinem Gedicht Michel nach dem MĂ€rz zum Ausdruck und bezieht sich in seiner Kritik auch auf die Farben:

„Doch als die schwarz-rot-goldene Fahn,
Der altgermanische Plunder,
Aufs neue erschien, da schwand mein Wahn
Und die sĂŒĂŸen MĂ€rchenwunder.
Ich kannte die Farben in diesem Panier
Und ihre Vorbedeutung:
Von deutscher Freiheit brachten sie mir
Die schlimmste Hiobszeitung.“

Die Entscheidung um die Vorherrschaft bei der Einigung Deutschlands fiel im Deutschen Krieg von 1866, als Österreich und Preußen mit ihren jeweiligen Bundesgenossen gegeneinander ins Feld zogen. Das VIII. Armeekorps, die sogenannte Reichsarmee, bestehend aus Truppenkontingenten sĂŒddeutscher Staaten, die auf Seiten Österreichs kĂ€mpften, fĂŒhrte dabei Schwarz-Rot-Gold auf Armbinden.

GrĂŒndung des Deutschen Reiches

→ Hauptartikel: Schwarz-Weiß-Rot

Das Königreich Preußen bestimmte von nun an die Bedingungen der Einigung und setzte Zeichen bei der Symbolik. So formte der Norddeutsche Bund seine Flagge aus den Farben Preußens (Schwarz-Weiß) und den Farben der norddeutschen HansestĂ€dte (Weiß-Rot) zu einer Trikolore in Schwarz-Weiß-Rot. Diese Flagge wurde ab der ReichsgrĂŒndung 1871 auch als Handelsflagge des Kaiserreichs ĂŒbernommen. Die allgemein anerkannten Farben schwarz-rot-gold konnten schon deshalb keine Verwendung finden, weil die Truppen des Deutschen Bundes 1866 vielfach mit derartigen Armbinden ins Feld gezogen waren. Aber interessanterweise setzte eben die Reichsverfassung auch gar keine eigentliche Nationalflagge fest. Erst in den neunziger Jahren wurde Schwarz-Weiß-Rot fĂŒr die „Kauffahrteischiffe“ in die Rolle einer wirklichen „Nationale“ ĂŒberfĂŒhrt, gleichsam „faute de mieux“. Und die Deutsch-Österreicher fĂŒhrten bis 1918 Schwarz-Rot-Gold als Kennzeichen, was die Entscheidungen der jungen deutschen Republik nicht unwesentlich beeinflusst hat, die Trikolore von 1848 zu wĂ€hlen.

Interessant ist die Tatsache, dass einige rechtsextreme Gruppierungen und Parteien die Farben Schwarz-Rot-Gold als Ausdruck ihrer „nationalen Opposition“ wĂ€hlten. So hieß es in den „Leitzielen“ der im Jahr 1900 aus der Spaltung der Deutsch-Sozialen Reformpartei hervorgegangenen antisemitischen Gruppierung gleichen Namens: „Wir brauchen ein deutsches Zentrum, eine deutsch-soziale Reformpartei. Ihr Banner sei schwarz-gold-rot, die Fahne des geeinten Großdeutschlands (österreichisch schwarz-gold und deutsch schwarz-weiß-rot vereinigt)“.[15]

Der in völkischen und antisemitischen Kreisen beliebte Autor Julius Langbehn erklĂ€rte bereits im Jahr 1890 in seinem Buch Rembrandt als Erzieher die Farben Schwarz-Rot-Gold zu „deutschen Idealfarben“. Er erklĂ€rte unter anderem, dass die politische Entwicklung in Deutschland noch nicht abgeschlossen und daher ein abermaliger Wechsel der Nationalfarben erforderlich sei:

„Wenn man die bloß geistige und Racengemeinschaft in Betracht zieht, welche das jetzige Deutschland mit Österreich verbindet und derselben irgendeinen Ausdruck geben wollte, so dĂŒrfte sich eine HerĂŒbernahme des österreichischen Gelb in die deutsche Flagge als erstes empfehlen. Auch auf diesem Wege wĂŒrde man wieder zu Schwarzrothgold gelangen.“

Insgesamt sah das gesamte „großdeutsche Lager“ in Schwarz-Rot-Gold den Ausdruck der eigenen politischen Zielsetzung. Neben den antisemitischen Parteien gehörten dazu vor allem auch die Linksliberalen in Bayern, Baden und WĂŒrttemberg.[16]

Die Farben Schwarz-Rot-Gold spielten auch eine nicht unbedeutende Rolle in der Völkischen Bewegung. GrundsĂ€tzlich bestand dort die Tendenz, die Farben der alten Nationalbewegung zu ĂŒbernehmen und fĂŒr die eigenen Zwecke anzupassen. Vertrat man zunĂ€chst bei der Interpretation der schwarz-rot-goldenen Farben noch die Auffassung, das Schwarz stehe fĂŒr den Reichsadler, das Rot fĂŒr seine Bewehrung und das Gold fĂŒr das Wappenfeld, so Ă€nderte sich die Deutung bald. Durch eine VerĂ€nderung des politischen Idealbildes kam es zur Ausbildung esoterischer Vorstellungen und einer Verbindung der Farben mit der germanischen Götterwelt: Danach sollten die nun so bezeichneten „Wotans-Farben“ zurĂŒckgehen auf den schwarzen Adler als heiligen Vogel Odins, auf den roten Schild des germanischen Kriegsgottes Zio und auf den „golden wallenden Lockenschmuck unserer Ahnen“.[17] Andere Gruppen stellten bei der Interpretation der Farben ZusammenhĂ€nge mit völkischen Verschwörungstheorien her. Eine so genannte „Deutsche Loge“ vertrat die Auffassung, die Farben symbolisieren den Kampf gegen die schwarze, die rote und die goldene Internationale.[18] Die so zum „völkischen“ gemachten Farben Schwarz-Rot-Gold wurden von verschiedensten völkisch orientierten Gruppen, wie dem „Deutschen Schulverein“ oder dem „Deutschen Volksbund“ verwendet.[19] In den Jahren 1904 und 1905 erschien in Stuttgart eine Zeitschrift mit dem Titel „Schwarz-Rot-Gold“ und in zahlreichen Vereinigungen war der Ruf „Heil Schwarz-Rot-Gold!“ eine beliebte Form, seine WertschĂ€tzung fĂŒr die Farbkombination zum Ausdruck zu bringen.[20] Hin und wieder wurde an Stelle des Liedes „Wacht am Rhein“ auch das Lied „Midgard“ gesungen:

Stoßt an, Schwarz-Rot-Gold lebe!
Hurra Hoch! Der die Sterne lenkt am Himmelszelt,
Der ist’s, der uns’re Fahne hĂ€lt.
Heil, Deutschland, Heil!
Stoßt an! Midgard soll leben!
Hurra hoch! Von des Bottenmeeres höchstem Hort,
bis Donau, Zuidersee und Fjord.
Heil Midgard! Heil!
(aus: Der Deutsche Herold, MĂŒnchen, o. J. (vor 1914))

Schwarz-Rot-Gold in Österreich

Die Farben Schwarz-Rot-Gold lebten seit der Revolution von 1848 vor allem in den österreichischen Burschenschaften und der Turnerbewegung fort. Eine propreußische bzw. „großdeutsche“ Tendenz machte sich schon in den 1860er Jahren bemerkbar. Bedeutsamerweise wurde die schwarz-rot-goldene Fahne des 1. Wiener Turnvereins von 1861 in der Ostsee getauft.[21] Die steigende PopularitĂ€t der Farben konnte auch durch Verbote und Strafandrohungen der Regierung nicht beseitigt werden.[22] Eine besondere Rolle bei der Verbreitung der schwarz-rot-goldenen Farben spielte der österreichische, deutschnationale Politiker Georg von Schönerer, der unter anderem glĂŒhender Verehrer von Kaiser Wilhelm I. sowie von Otto von Bismarck war. Als solcher verfocht er unter anderem die Idee einer Vereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich. Selbst nachdem die Schönererbewegung ihre Bedeutung deutlich eingebĂŒĂŸt hatte, blieb Schwarz-Rot-Gold beliebt und wurde teilweise als „Kampffarbe gegen den Panslawismus“ (slawische Farben = rot-weiß-blau) eingesetzt.[23] Noch kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 war Schwarz-Rot-Gold insbesondere im jĂŒngeren Teil der Bevölkerung die vorherrschend gezeigte Farbkombination. Mit dieser und dem Tragen der Kornblume (der Parteiblume Schönerers) sollte die großdeutsche Gesinnung hervorgehoben werden.[24]

Weimarer Republik und Drittes Reich

Flagge des ReichsprÀsidenten 1919 bis 1921 Dienstflagge zu Land 1921 bis 1933

Erst mit der Bildung der Weimarer Republik im Jahr 1919 wurde Schwarz-Rot-Gold zur Nationalflagge Deutschlands, allerdings wurde als Handelsflagge weiterhin Schwarz-Weiß-Rot mit Schwarz-Rot-Gold in der linken oberen Ecke gefĂŒhrt. Diese Regelung galt von 1922 bis 1933. Burschenschafter erklĂ€rten sich nicht mit der Übernahme „ihrer“ Farben als Nationalflagge einverstanden, da nach ihrem SelbstverstĂ€ndnis auch Österreich zu einem vereinten Deutschland gehörte.

Obwohl konservative, monarchistische KrĂ€fte und radikale Rechte die neue Nationalflagge spĂ€ter als „Schwarz-Rot-Gelb“, „Schwarz-Rot-Senf“, „Schwarz-Rot-Mostrich“ oder derb auch „Schwarz-Rot-Scheiße“ bezeichneten und die alten kaiserlichen Farben Schwarz-Weiß-Rot befĂŒrworteten, darf erwĂ€hnt werden, dass der erste Vorschlag, Schwarz-Rot-Gold zu den Reichsfarben zu machen, von der politischen Rechten kam. Ein bereits am 9. November 1918 vom „Alldeutschen Verband“ publizierter Aufsatz propagierte klar diese Farben:

„Die Geburtsstunde Großdeutschlands naht! [
] Jubelt den alten schwarz-rot-goldenen Farben zu! SchmĂŒckt wie Wien eure HĂ€user mit den schwarz-rot-goldenen Fahnen, tragt Schleifen und BĂ€nder Schwarz-Rot-Gold und zeigt aller Welt von Aachen und Königsberg bis Bozen, Klagenfurt und Laibach, daß wir sind ein einzig Volk von BrĂŒdern, in keiner Not uns trennend und Gefahr.“[25]

Dieser Aufruf traf jedoch auf zum Teil heftigen Widerstand anderer rechter Gruppierungen und auch aus Reihen innerhalb des Verbandes selbst.[26]

Eine mögliche ErklĂ€rung fĂŒr diese und die spĂ€ter folgende vehemente Ablehnung der Farben könnten verschiedene Publikationen der Weimarer Zeit gewesen sein. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass die Farben Schwarz-Rot-Gold wĂ€hrend des Weltkrieges von Exildeutschen als Propagandamittel benutzt worden seien. Diese so genannte Gruppe „Freunde der deutschen Republik“ sei von der französischen Regierung finanziert worden. Noch im Jahr 1918 seien FlugblĂ€tter von französischen Flugzeugen ĂŒber die deutschen Frontlinien abgeworfen worden. Diese riefen zur Desertion und zum Umsturz auf und waren mit schwarz-rot-goldenen Markierungen versehen.[27] Weitere Polemik gegen die neuen Reichsfarben kam vom esoterischen FlĂŒgel der „Rechten“, die in der Reichsflagge das Zeichen der „dreifachen Internationale“ sahen: Das Schwarz stand fĂŒr den „ultramontanen Katholizismus“, das Rot fĂŒr den „internationalen Sozialismus“ und das Gold fĂŒr das „internationale Kapital“. Alles zusammen habe sich Deutschland gemeinsam unterworfen.[28] Teilweise wurde Schwarz-Rot-Gold selbst von der Sozialdemokratie abgelehnt. So war es Anfang der 1920er Jahre ĂŒblich, auf Deutschen Volkstagen im damaligen Eger in Böhmen ĂŒberall Schwarz-Rot-Gold zu flaggen. Die deutschen Sozialdemokraten Böhmens lehnten diese Farben auf das Heftigste ab, wobei die Farben als Symbol der deutschen Nationalisten und der Bourgeoisie bezeichnet wurden.[29]

Die Nationalsozialisten wĂ€hlten die Farben Schwarz-Weiß-Rot fĂŒr ihre Hakenkreuzfahne. Schwarz-Rot-Gold wurde damit in den Auseinandersetzungen bis zur MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten zum Symbol der von gemĂ€ĂŸigten KrĂ€ften gestĂŒtzten Republik. Dadurch erhielten die beiden Flaggen eine emotionale Bedeutung („links“ und „rechts“), wie sie sie vorher so nicht hatten.

Flagge des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold Am 22. Februar 1924 wurde in Magdeburg die Organisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold gegrĂŒndet. Aktiv darin waren die Liberalen (Deutsche Demokratische Partei), das katholische Zentrum, vor allem aber die SPD und die Gewerkschaften. Das Ziel war der Schutz der parlamentarischen Demokratie, die in der Weimarer Republik unter starkem Druck seitens rechts- und linksextremistischer KrĂ€fte stand. Hauptgegner waren der Nationalsozialismus und der Kommunismus. Ihr erster Vorsitzender Otto Hörsing bezeichnete ihre Aufgabe als „Kampf gegen Hakenkreuz und Sowjetstern“.

GemĂ€ĂŸ Satzung war das Reichsbanner ein Bund republikanisch gesinnter Kriegsteilnehmer. Die Mitglieder verbanden ihre Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg mit ihrem Eintreten fĂŒr die Demokratie. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde bald zu einer der grĂ¶ĂŸten Massenorganisationen der Weimarer Republik, der im Jahr 1932 ĂŒber drei Millionen Menschen angehörten.

Im Laufe der Zeit wurde die Auseinandersetzung mit der SA, dem Stahlhelm und dem RotfrontkĂ€mpferbund immer hĂ€rter, so dass sich das „Reichsbanner“ mit anderen Arbeiter- und Gewerkschaftsorganisationen zusammentat und die Eiserne Front bildete. Durch eine zunehmende Militarisierung und die Annahme des FĂŒhrerprinzips wurde die Organisation den radikalen Gruppen immer Ă€hnlicher. Bei StraßenkĂ€mpfen und in Saalschlachten verloren schließlich 47 Reichsbannerleute ihr Leben. Retten konnten sie die parlamentarische Demokratie in Deutschland jedoch nicht. Auch die Farben, fĂŒr die sie eintraten, gingen mit ihnen unter.

Nach der Machtergreifung erklĂ€rten die Nationalsozialisten Schwarz-Weiß-Rot zur Nationalfahne des Deutschen Reiches. Schwarz-Rot-Gold war als nationales Symbol abgeschafft. Von 1933 bis 1935 wurde die schwarz-weiß-rote Fahne zusammen mit der Hakenkreuzfahne, eigentlich Parteifahne der NSDAP, gezeigt. Ab 1935 wurde nur noch die Hakenkreuzfahne gehisst.

Adolf Hitler Ă€ußerte sich in Mein Kampf zu Schwarz-Rot-Gold: Er erklĂ€rte, die Trikolore habe vor allem in Deutschösterreich einmal einen guten Sinn als „bĂŒrgerliche Parteifahne“ und Ausdruck großdeutscher Ziele gehabt.[30] Er verschwieg in diesem Zusammenhang jedoch die offensichtliche Vorbildrolle, die die österreichische DAP gespielt haben dĂŒrfte, denn die österreichischen Nationalsozialisten verwendeten selbstverstĂ€ndlich Schwarz-Rot-Gold, um ihre Zugehörigkeit zum deutschnationalen Lager deutlich zu machen. Ihr Parteiabzeichen bestand unter anderem aus einem schwarz-rot-goldenen Schildfuß. Auch trugen Saalordner noch im Jahr 1920 auf dem so genannten „Zwischenstaatlichen Vertretertag“, bei dem auch Hitler anwesend war, schwarz-rot-goldene Armbinden.[31]

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden alle aus der Zeit des Nationalsozialismus stammenden deutschen Hoheitssymbole durch das erste Kontrollratsgesetz vom 20. November 1945 offiziell aufgehoben. Die deutschen Handelsschiffe fuhren gemĂ€ĂŸ alliiertem Kontrollratsgesetz Nr. 39 vom 12. November 1946 bis zum 23. Februar 1951 mit dem modifizierten Stander „C“ des Internationalen Signalbuches (siehe Flaggenalphabet), einer schwalbenschwanzförmig ausgeschnittenen Flagge in blau-weiß-rot-weiß-blau. In den Beratungen zur GrĂŒndung der Bundesrepublik war zunĂ€chst die Flagge des 20. Juli 1944, die ein sogenanntes skandinavisches Kreuz in den Nationalfarben zeigt, favorisiert worden.[32]

Die nationalen Minderheiten Jugoslawiens, hatten das Recht, die Flagge ihrer Nationalstaaten zu setzen. Allerdings musste den Flaggen der rote Stern mit der gelben Umrandung zugefĂŒgt werden. Grundlage fĂŒr diese Flaggen waren jene, die von Partisaneneinheiten der Armee Josip Broz Titos wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs verwendet wurden. Mit der MachtĂŒbernahme von Slobodan MiloĆĄević verschwanden die offiziellen Minderheitenflaggen.

Bundesrepublik Deutschland

→ Hauptartikel: Flagge Deutschlands

Bundesdienstflagge

Im Westen verabschiedete der Parlamentarische Rat am 8. Mai 1949 das neue Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das die schwarz-rot-goldene Flagge wieder zur Nationalflagge machte. In Art. 22 GG heißt es ausdrĂŒcklich: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.“

Ludwig BergstrĂ€sser, Abgesandter der Sozialdemokraten, begrĂŒndete das so:

„Die Tradition von Schwarz-Rot-Gold ist Einheit und Freiheit. Diese Flagge soll uns als Symbol gelten, daß die Freiheitsidee, die Idee der persönlichen Freiheit, eine der Grundlagen unseres zukĂŒnftigen Staates sein soll.“

Die Bundesdienstflagge der Bundesrepublik Deutschland zeigt zusĂ€tzlich den Bundesschild, im goldenen Schild den rotbewehrten, rotgezungten schwarzen Adler, in der dreifarbigen Flagge. Diese Flagge darf jedoch nur von offiziellen Dienststellen der Bundesrepublik Deutschland gefĂŒhrt werden; wird sie von Privatpersonen öffentlich gefĂŒhrt, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit OWiG § 124 dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Nationalflagge besteht nur aus den drei Farben.

Die Deutsche Bundespost verwendete bis zum 28. November 1994[33] eine eigene Dienstflagge. Diese zeigte im roten Streifen, der deutlich breiter als 1/3 war, ein goldenes Posthorn mit schwarzen Konturen.

Einige westdeutsche BundeslĂ€nder – vorwiegend diejenigen, die aus verschiedenen EinzellĂ€ndern zusammengefĂŒgt worden waren, wie Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie das Saarland â€“ wĂ€hlten ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg Schwarz-Rot-Gold zu ihrer Flagge, allerdings immer in Verbindung mit dem Landeswappen. WĂ€hrend es sich bei den Flaggen des Saarlandes und Niedersachsens um die deutschen Farben handelt, sind die Farben von Rheinland-Pfalz aus dem Landeswappen entnommen. Deshalb liegt das rheinland-pfĂ€lzische Wappen nicht im Zentrum der Fahne.

Deutsche Demokratische Republik

→ Hauptartikel: Flagge der DDR

Schwarz-Rot-Goldene Flagge (als Flagge der DDR) am Alten Rathaus in Leipzig, 1956 Variante in Schwarz-Weinrot-Gold:Flaggen der Bundesrepublik und der DDR vor dem UNO-GebĂ€ude in New York (1973) Flagge der DDR (1959–1990)

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) kam die Frage nach einer Flagge fĂŒr das Territorium bereits anlĂ€sslich der Versammlung des Zweiten Deutschen Volkskongresses am 17. und 18. MĂ€rz 1948 auf die Tagesordnung. WĂ€hrend dieser Versammlung war bereits der GebĂ€udeeingang mit einem Band in den Farben Schwarz-Rot-Gold geschmĂŒckt. Schließlich erklĂ€rte am 18. Mai 1948 Otto Grotewohl, der erste MinisterprĂ€sident der spĂ€teren Deutschen Demokratischen Republik, wĂ€hrend einer Sitzung des Verfassungsausschusses, dass als Flagge nur Schwarz-Rot-Gold in Frage kĂ€me, da einzig diese Farben alle Deutschen zu einigen vermochten. Friedrich Ebert junior, Sohn des ersten deutschen ReichsprĂ€sidenten und damals Vorsitzender des Brandenburger Landtags, stellte daraufhin folgenden Antrag:

„Der Deutsche Volksrat wolle beschließen, den Verfassungsausschuss zu beauftragen, in den Entwurf einer Verfassung eine Bestimmung darĂŒber aufzunehmen, daß die Farben der Deutschen Demokratischen Republik Schwarz-Rot-Gold sind.“

Das war in dieser Form zu dieser Zeit noch fĂŒr ein zu vereinigendes Deutschland gemeint. Ebert begrĂŒndete seinen Antrag folgendermaßen:

„Ich bin der Meinung, daß es kein besseres, in der deutschen Geschichte tiefer begrĂŒndetes Zeichen der deutschen Einheit gibt, als die alten Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold. Um dieses Banner scharten sich zu allen Zeiten die KĂ€mpfer fĂŒr Deutschlands Einheit, fĂŒr eine glĂŒckliche Zukunft des Landes und des Volkes.

Ihr Tuch deckte die Leiber jener, die im Kampf gegen die feudale despotische Monarchie Preußens fĂŒr Deutschlands Einheit und Freiheit ihr Leben gaben. Diese Stunde gebietet, die große Tradition der deutschen Geschichte wieder aufzunehmen und das Banner der deutschen Einheit ĂŒber dem ganzen Land zu entrollen. Damit vollstrecken wir auch das revolutionĂ€re Ergebnis der KĂ€mpfe vom Jahre 1848.“

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen, auf den Tag genau hundert Jahre nach dem ersten Zusammentreten der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main.

SpĂ€ter zerschlug sich die Hoffnung auf eine frĂŒhe Einheit Deutschlands. Nach der GrĂŒndung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde die DDR gegrĂŒndet. Beide Staaten behielten rund zehn Jahre lang die gleiche Staatsflagge, ein Unikum in der Geschichte der Staaten Europas.

Ab dem 1. Oktober 1959 setzte die DDR zur Abgrenzung in ihre Flagge das Staatswappen der DDR, ein goldenes Emblem bestehend aus Hammer und Zirkel, die von einem Ährenkranz umrankt sind. Diese sollten die Einheit von Bauern, Arbeitern und Intelligenz symbolisieren. Innenminister Karl Maron begrĂŒndete dies vor der Volkskammer der DDR noch am selben Tag mit den Worten:

„Diese ErgĂ€nzung der Staatsflagge macht sich erforderlich, damit sich die DDR als der einzige rechtmĂ€ĂŸige deutsche Staat auch in der FlaggenfĂŒhrung sichtbar von dem westzonalen Separatstaat unterscheidet.

Es genĂŒgt nicht, daß sich die beiden deutschen Staaten Ă€ußerlich nur durch ihre Hymne unterscheiden. Indem unsere Staatsflagge kĂŒnftig Hammer, Zirkel und Ährenkranz, d. h. die Symbole unseres friedlichen Aufbaus trĂ€gt, wird sowohl fĂŒr das deutsche Volk als auch fĂŒr die ganze Welt sinnvoll veranschaulicht, daß unter dieser Flagge das neue Deutschland auftritt, dem die Zukunft gehört und von dem der Friede ausgeht.“

? Flagge der gesamtdeutschen Olympia-Mannschaft 1960 und 1964, sowie der getrennten Mannschaften 1968

Zwischen 1956 und 1964 gab es eine gemeinsame olympische Mannschaft der beiden deutschen Staaten; sie verwendete die schwarz-rot-goldene Trikolore, ab 1960 (bis 1968) mit weißen olympischen Ringen im roten Streifen.[34]

In der Bundesrepublik gab es anfangs viele Proteste gegen die „Spalterflagge“. Das Hissen oder das Zeigen der Flagge der DDR war in der Bundesrepublik Deutschland zeitweilig strafbar. Diplomatische und konsularische Vertretungen der Bundesrepublik im Ausland versuchten, das Hissen dieser Flagge als „unfreundlichen Akt“ zu brandmarken und zu verhindern, wo es möglich war (siehe: →Hallstein-Doktrin und: →Alleinvertretungsanspruch).

Das begann sich erst in den Jahren 1969 und 1970 zuerst unter der Großen Koalition und dann im Zuge der Neuen Ostpolitik unter der sozialliberalen Koalition zu legen. Wichtigstes gesamtdeutsches Ereignis dieser Zeit war das Treffen von Bundeskanzler Willy Brandt mit dem DDR-MinisterprĂ€sidenten Willi Stoph in Erfurt. Protokollarische Anerkennung durch die Bundesrepublik Deutschland fanden Flagge und Hymne der DDR schließlich im Jahr 1987 anlĂ€sslich des Empfangs von Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker durch Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Bundeskanzleramt in Bonn.

Auch die Deutsche Post der DDR hatte bis zum 1. Mai 1973[35] eine eigene Dienstflagge, die der Flagge der Deutsche Bundespost Àhnelte, aber ein anderes Posthorn trug. Diese wurde jedoch auch in den Anfangsjahren der Bundespost von 1947 bis 1950 verwendet, als sie ebenfalls noch mit Deutsche Post bezeichnet wurde.

Deutsche Wiedervereinigung

DDR-Flagge mit herausgeschnittenem Emblem Ansprache des BundesprĂ€sidenten Horst Köhler bei einem Auslandseinsatz der Bundeswehr Deutsche Fußballfans wĂ€hrend der Fußball-WM 2006 Flaggensymbol der deutschen ISAF-Truppen in Afghanistan Petersplatz: Mit deutschen und bayerischen Flaggen feiern deutsche Pilger die Wahl Papst Benedikts XVI.

Im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung gewannen die „deutschen Farben“ wieder eine große Bedeutung als SymboltrĂ€ger des geschichtlichen Vorhabens. In der Zeit der Proteste gegen das SED-Regime verwendeten viele DDR-BĂŒrger die schwarz-rot-goldene Trikolore ohne das DDR-Staatswappen, womit sie ihre Abkehr vom sozialistischen Staat bekunden wollten. In der Zeit zwischen dem Mauerfall und der Wiedervereinigung fanden sich auch Flaggen, bei denen das DDR-Staatswappen kreisrund herausgeschnittenen war. Vorbild dafĂŒr waren die Ungarn, die 1956 die sozialistischen Symbole entfernt hatten. Auch die RumĂ€nen hatten im Dezember 1989 bei der Dezember-Revolution das sozialistische Staatswappen aus der rumĂ€nischen Nationalflagge herausgetrennt. Die Flagge mit dem fehlenden Staatswappen wird heute noch als Symbol von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verwendet.

Im Verfassungsentwurf des Zentralen Runden Tisches fĂŒr die DDR, der im FrĂŒhjahr 1990 der neu gewĂ€hlten Volkskammer und der Öffentlichkeit ĂŒbergeben wurde, war ebenfalls eine schwarz-rot-goldene Flagge, in der das alte DDR-Staatswappen durch das Symbol der unabhĂ€ngigen Friedensbewegung der DDR „Schwerter zu Pflugscharen“ ersetzt wurde, als DDR-Staatsflagge vorgesehen.

Der feierliche Akt der Wiedervereinigung wurde dann auch um Mitternacht vom 2. Oktober auf den 3. Oktober 1990 mit dem Hissen einer besonders großen schwarz-rot-goldenen Flagge an einem dafĂŒr speziell errichteten Flaggenmast vor dem ReichstagsgebĂ€ude in Berlin begangen: der Fahne der Einheit.

Generell wird bis heute in der politischen Kultur Deutschlands die Verwendung nationaler Symbole zurĂŒckhaltender gehandhabt als in vielen anderen LĂ€ndern Europas. Die Erinnerung an den Missbrauch derartiger Symbole im 20. Jahrhundert ist weiterhin gegenwĂ€rtig, so dass vielen ein unbefangener Umgang nicht möglich scheint. Diese ZurĂŒckhaltung bezieht auch die Farben Schwarz-Rot-Gold mit ein, obwohl die beiden Weltkriege unter anderen Farben ausgetragen wurden. In den letzten Jahren ist jedoch ein vorsichtiger Trend zu erkennen, wonach es auch fĂŒr Deutsche wieder „normaler“ wird, sich zu Deutschland zu bekennen und auch die Nationalfarben zu zeigen, vor allem bei internationalen Sportveranstaltungen ab den 1990er Jahren. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 entwickelte sich ein regelrechter Deutschland-Flaggen-Boom. Daneben benutzen viele Deutsche die Flaggen ihrer BundeslĂ€nder oder andere regionale Flaggen.

Die deutschen ISAF-Truppen in Afghanistan liefen Gefahr, dass ihre Fahrzeuge aufgrund der Ähnlichkeit zu einigen Flaggen des Landes verwechselt werden. Daher wurde dem Bild der Bundesflagge der weiße Schriftzug „Deutschland“ auf DarÄ« zugefĂŒgt.

Inoffizielle Flaggen

Da die Verwendung der Bundesdienstflagge fĂŒr Privatpersonen verboten ist, wird oft statt des Bundesschildes das Bundeswappen eingefĂŒgt, dessen Adler sich geringfĂŒgig unterscheidet. Die Verwendung dieser Flagge wird toleriert.

Vor allem bei Fußballspielen wird als Symbol der Deutsch-TĂŒrken eine schwarz-rot-goldene Flagge mit dem tĂŒrkischen, weißen Halbmond und fĂŒnfzackigen Stern im roten Streifen, manchmal auch darĂŒber hinausgehend, verwendet. Diese Flagge hat aber keinen offiziellen Hintergrund, sondern wird von Privatpersonen oder als griffiges Symbol in den Medien benutzt.[36]

Schwarz-rot-gelbe Flaggen ohne deutschen Bezug

Als Farbe des Blutes ist Rot eine der am hĂ€ufigsten verwendeten Farben bei Flaggen. Gelb als Symbol fĂŒr Reichtum findet sich ebenfalls oft wieder. Schwarz kommt vor allem bei den Panarabischen Farben (Schwarz-Weiß-Rot) vor und bei Flaggen mit afrikanischen Hintergrund, wo Schwarz fĂŒr die Hautfarbe der Bevölkerung steht. Immer wieder findet sich daher auch die Kombination von Schwarz mit den Panafrikanischen Farben GrĂŒn-Gelb-Rot, wie zum Beispiel in den Flaggen von Mosambik und Simbabwe.

Deutschlands Nachbarland Belgien verwendet eine vertikale schwarz-gelb-rote Trikolore. Die Farben dieser Flagge stammen aber aus dem Wappen der Provinz Brabant, einem goldenen Löwen, rot bewehrt, auf schwarzem Grund, und hat keine Verbindung zu den deutschen Nationalfarben.[37]

Eine weitere Trikolore in den Farben benutzte die Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik, die zwischen dem 22. April und dem 28. Mai 1918 bestand. Bei ihrer Flagge war die Reihenfolge Gelb-Schwarz-Rot.

Papua-Neuguinea verwendet Rot und Schwarz in seiner Flagge, da diese Farben auch in der Volkskunst eine Rolle spielen. Verbindungen zur alten deutschen Kolonialmacht spielten hier keine Rolle.[38]

Der venezolanische Bundesstaat Miranda fĂŒhrt seit 2006 eine schwarz-rot-gelbe Trikolore mit sechs weißen Sternen und in der Gösch einer Sonne mit Olivenkranz und dem Staatsmotto Libertad o Muerte. Die drei Farben symbolisieren die verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Bundesstaates. Diese Flagge, deren Ähnlichkeit zur deutschen Flagge zufĂ€llig ist, geht auf die historische MilitĂ€rflagge von Francisco de Miranda zurĂŒck. Der PrĂ€sident der Venezolanischen Vereinigung fĂŒr Symbolkunde hierzu:

„[
] Wegen ihrer offensichtlichen Ähnlichkeit zu der Flagge der Bundesrepublik Deutschland mussten die BefĂŒrworter der neuen Flagge – die Monate zuvor angekĂŒndigt worden war und seitdem in befreundeten Foren diskutiert wurde – dieser noch ein eigenes Element hinzufĂŒgen; sie entschieden sich fĂŒr sechs fĂŒnfzackige Sterne [
].“[39]

Die Mikronation République du Saugeais im Departement Doubs im Osten Frankreichs verwendet eine schwarz-rot-goldene Trikolore. Die Farben der Flagge leiten sich von den Farben der Stadt Besançon ab.[40]

Die Gemeinde Tetovo in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien fĂŒhrt eine horizontale Trikolore mit einem breiten roten und jeweils einen schmalen schwarzen und gelben Streifen. Rot ist eine Farbe, die bei beiden der grĂ¶ĂŸten Ethnien in Tetovo, Albaner und Mazedonier, traditionell verwendet wird. Bei den Albanern in Verbindung mit Schwarz, bei den Mazedoniern in Verbindung mit Gelb.

Die People’s Progressive Party PPP in Guyana verwendet eine vertikale Trikolore in Schwarz, Rot und Gelb. Diese Farben finden sich, neben GrĂŒn, auch in der Flagge Guyanas.[41]

Die StĂ€mme der Seminolen und der Mikasuki in Florida fĂŒhren eine Flagge mit vier horizontalen Streifen in Weiß, Schwarz, Rot und Gelb; bei einigen Verwendungen befindet sich das Siegel des jeweiligen Stammes im Zentrum.[42][43]

Die australischen Aborigines verwenden eine horizontal geteilte schwarz-rote Flagge mit einer gelben Scheibe im Zentrum.

Siehe auch: Flagge Angolas, Flagge Bruneis, Flagge Osttimors, Flagge Ugandas

Siehe auch

Literatur

  • P. Asche, P. Kaupp, E. W. Wreden (Hrsg.): 175 Jahre Jenaische Burschenschaft. Mainz/Göttingen/Berlin 1990.
  • Hans Bongardt: Schwarz-Rot-Gold? Studentenroman aus der Zeit der ersten Demagogenverfolgung. Berlin 1920.
  • Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (Hrsg.): Deutsche Wappen und Flaggen – Symbole im demokratischen Staat. Franzis, MĂŒnchen 1991, 1998.
  • Otto Busch, Anton Schernitzky: Schwarz-Rot-Gold. Die Farben der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Tradition und Bedeutung. Offenbach 1952.
  • Eduard David: Um die Fahne der deutschen Republik. Ihre Bedeutung in Geschichte und Gegenwart. Stuttgart, Berlin 1921.
  • Wilhelm Erman: Schwarzrotgold und Schwarzweißrot. Frankfurt 1925.
  • A. Friedel: Deutsche Staatssymbole. AthenĂ€um, Frankfurt am Main/Bonn 1968, 1969.
  • Helga Gotschlich: Zwischen Kampf und Kapitulation. Zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Dietz, Berlin 1987, ISBN 3-320-00785-8.
  • Falk GrĂŒnebaum: Deutsche Farben. Die Entwicklung von Schwarz-Rot-Gold unter besonderer BerĂŒcksichtigung der Burschenschaft. In: Friedhelm GolĂŒcke, Peter Krause, Klaus Gerstein (Hrsg.): GDS-Archiv fĂŒr Hochschul- und Studentengeschichte. Band 7. WĂŒrzburg/Paderborn 2004, ISBN 3-89498-151-2.
  • Berndt Guben: Schwarz, Rot und Gold. Ullstein, Berlin / Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-550-07500-6.
  • Jörg-M. Hormann, Dominik Plaschke: Deutsche Flaggen. Geschichte, Tradition, Verwendung. Hamburg 2006, ISBN 3-89225-555-5.
  • Peter Kaupp: „Lasset uns eine Farbe tragen, die Farbe des Vaterlands.“ Von den Farben der Jenaischen Urburschenschaft zu den deutschen Farben. Ein Beitrag zur FrĂŒhgeschichte von Schwarz-Rot-Gold. In: Jahrbuch der Hambach Gesellschaft 1990/91. S. 9–44.
  • Landtag Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Symbol fĂŒr Freiheit, Einheit und Demokratie: Die Hambacher Fahne im Landtag Rheinland-Pfalz. Mainz 2007.
  • Walter Leonhard: Das große Buch der Wappenkunst – Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung. 2. Auflage. MĂŒnchen 1978, ISBN 3-8289-0768-7.
  • Ottfried Neubecker: Fahnen und Flaggen. Leipzig 1939.
  • Ottfried Neubecker: Heraldik. Augsburg 1990.
  • Ottfried Neubecker: Das Wappen der Deutschen Demokratischen Republik. In: Archivum Heraldicum. Lausanne 1956, ISSN 0004-0673, S. 2–3.
  • Peter Reichel: Schwarz-Rot-Gold. Kleine Geschichte deutscher Nationalsymbole nach 1945. Verlag C.H. Beck, MĂŒnchen 2005.
  • Arnold Rabbow: Schwarz-Rot-Gold oder Schwarz-Rot-Gelb? In: Neue Heraldische Mitteilungen. Kleeblatt-Jahrbuch. Hannover 6+7, 1968, S. 30–32.
  • Erardo Cristoforo Rautenberg: Schwarz-Rot-Gold: Das Symbol fĂŒr die nationale IdentitĂ€t der Deutschen! In: Mitteilungen aus dem Bundesarchiv. Heft 3-2002, S. 5–21; Jahrbuch der Hambach Gesellschaft 2003. S. 227–246; 2008 aktualisierte Fassung herausgegeben vom brandenburgischen AktionsbĂŒndnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit (PDF-Datei, 2,31 MB).
  • Karl Rohe: Das Reichsbanner Schwarz Rot Gold. Droste, DĂŒsseldorf/MĂŒnster 1966.
  • Harry D. Schurdel: Flaggen & Wappen Deutschland. Augsburg 1995, ISBN 3-89441-136-8.
  • Jens Thomas: Anti-Anti-Flag. Über den neuen Normalisierungsschub von Nationalfarben. In: Testcard # 16 „Extremismus“. Mainz 2007, ISBN 978-3-931555-15-3.
  • Veit Valentin/Ottfried Neubecker: Die deutschen Farben. Leipzig 1929.
  • Hans Volquartz: Die Insignien der Jenaischen Burschenschaft und ihre Geschichte 1815–1965. Pöppinghaus, Bochum-Langendreer 1965.
  • Paul Wentzcke: Geschichte der Deutschen Burschenschaft. Heidelberg 1919.
  • Paul Wentzcke: Die deutschen Farben, ihre Entwicklung und Deutung sowie ihre Stellung in der deutschen Geschichte. 2. ĂŒberarbeitete Auflage. Heidelberg 1927, 1955 (Sonderausgabe der Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Burschenschaft und der deutschen Einheitsbewegung, Band 9).
  • Egmont Zechlin: Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot in Geschichte und Gegenwart. Berlin 1926.

Weblinks

 Commons: Schwarz-Rot-Gold â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑  JĂŒrgen Weiss: B.G. Teubner zum 225. Geburtstag: Adam Riess, Völkerschlacht, F.A. Brockhaus, Augustusplatz, Leipziger Zeitung, Börsenblatt. Edition am Gutenbergplatz Leipzig, 2009, ISBN 978393721935-6, S. 40 (Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“#v=onepage eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ BGH, Urteil vom 16. November 1959, Az. 3 StR 45/49.
  3. ↑ BVerfG, Beschluss vom 15. September 2008, Az. 1 BvR 1565/05, Volltext.
  4. ↑ Heribert Prantl: Flaggen-Verhöhnung legal. Schwarz-Rot-Mostrich, SĂŒddeutsche Zeitung, 31. Oktober 2008
  5. ↑ Corporate Design der Bundesregierung – Farben
  6. ↑ Die angegebenen RGB-Farbwerte entsprechen den offiziellen sRGB-Werten der RAL-Farben. Daneben sind die offiziellen CIE-xyY-Werte dargestellt, umgerechnet in sRGB mit absolut kolorimetrischem Rendering intent; der gelbe Farbton musste dabei leicht dem sRGB-Gamut angepasst werden. Da das Corporate-Design fĂŒr Online-Inhalte allerdings anders definiert ist (siehe RGB-Farben rechts), ist dies nur als Anhaltspunkt fĂŒr das Aussehen gedruckter Flaggen zu verstehen.
  7. ↑ George Henry Preble: The symbols, standards, flags, and banners of ancient and modern nations. o.J. (vor 1900), Nachdruck: Flag Research Center, Winchester, USA.
  8. ↑ Siehe: Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg (1870). Frankfurt 1970, S. 91.
  9. ↑ Siehe: Albert Norden: Um die Nation. Berlin 1953, S. 17.
  10. ↑ Veit Valentin/Ottfried Neubecker: Die deutschen Farben. Leipzig 1929, S. 14f.
  11. ↑ Historisch-Kritisches Liederlexikon: Wir hatten gebauet ein stattliches Haus – Edition A.
  12. ↑ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/627376/
  13. ↑ Flags of the World – Waldeck-Pyrmont 1815–1929 (Germany)
  14. ↑ Flags of the World – Principalities of Reuss-Gera and Reuss-Greiz 1778–1919 (Reuss, Germany)
  15. ↑ Leitziele fĂŒr eine deutsch-soziale Reformpartei. 0.0.0 J. BA ZSg. 1 E/24
  16. ↑ Wentzcke: Hoheitszeichen und Farben des Reiches, Bd. 1. Frankfurt/Main 1939.
  17. ↑ Truck: Deine Siegeszeichen. In: Der neue Wille, H. 2., S. 23ff. 1918.
  18. ↑ Flugblatt „Aufruf zum Eintritt in die 'Deutsche Loge'“, 0.0.0)
  19. ↑ Buch: 50 Jahre antisemitische Bewegung, MĂŒnchen 1937
  20. ↑ Brief der „Deutschvölkischen MittelschĂŒler“ Nr. 21 2/1897
  21. ↑ Francis L. Carsten: Faschismus in Österreich. Von Schönerer zu Hitler. MĂŒnchen 1978, S. 10
  22. ↑ Eduard Pichl: Georg Ritter von Schönerer. Wien 1940, S. 179
  23. ↑ Paul Wentzcke: Hoheitszeichen und Farben des Reiches, Bd. 1. Frankfurt/Main 1939, S. 93
  24. ↑ Arnolt Bronnen: Arnolt Bronnen gibt zu Protokoll. Berlin/Weimar 1985, S. 27
  25. ↑ Alldeutsche BlĂ€tter, Nr. 45/09-11-1918, S. 358 ff.
  26. ↑ Hubricht: Schwarz-Weiß-Rot, Alldeutsche BlĂ€tter, Nr. 38/20-09-1919
  27. ↑ Winnig: Das Reich als Republik 1918–1928. Stuttgart, Berlin 1928
  28. ↑ Der Abgeordnete Graefe im Reichstag am 12. Mai 1926. Stenografische Berichte. Bd. 390, S. 7200.
  29. ↑ Ernst Schultze: Schwarz-Rot-Gold, Zentralverlag Berlin, 1922
  30. ↑ Mein Kampf, 1927, S. 137
  31. ↑ Behrendt: Politischer Aktivismus. Leipzig 1932
  32. ↑ Flagge des 20. Juli 1944
  33. ↑ Deutsche Gesellschaft fĂŒr Post- und Telekommunikationsgeschichte e. V.: Post- und Telekommunikationsgeschichte, 1. Jg., Heft 2/1995, ISSN 0947-9945, S. 27.
  34. ↑ Flags of the World – Olympic Flags (Germany)
  35. ↑ Deutsche Gesellschaft fĂŒr Post- und Telekommunikationsgeschichte e. V.: Post- und Telekommunikationsgeschichte, 1. Jg., Heft 2/1995, ISSN 0947-9945, S. 28.
  36. ↑ Spiegel Special 02/2008: Allah im Abendland
  37. ↑ Flags of the World – Colours of the Belgian flag
  38. ↑ Smith/Neubecker: Wappen und Flaggen aller Nationen, MĂŒnchen 1980, ISBN 3-87045-183-1
  39. ↑ ĂŒbersetzter Kommentar von Flags of the World – Miranda State (Venezuela)
  40. ↑ Flags of the World – Republic of Saugeais (France)
  41. ↑ Flags of the World – People’s Progressive Party
  42. ↑ Native American Flags – The Seminole Tribe of Florida (Englisch)
  43. ↑ Homepage der Miccosukee-Seminolen von Florida
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