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| Schützenpanzerwagen Sd. Kfz. 251 | |
|---|---|
| Ausf. C | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | maximal 10 Soldaten |
| Länge | 5,8 m |
| Breite | 2,1 m |
| Höhe | 1,75 m |
| Masse | 7,4 t |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | 8 bis 12 mm |
| Hauptbewaffnung | 2×MG |
| Sekundärbewaffnung | keine |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | Maybach HL42 TRKM 100 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | 52,5 km/h |
| Leistung/Gewicht | 13,5 PS/t |
| Reichweite | Straße 320 km Gelände 180 km |
Der mittlere Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251 (Sonderkraftfahrzeug 251) war ein deutsches Halbkettenfahrzeug, das im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht eingesetzt wurde. Als mittlerer Schützenpanzerwagen (SPW) gehörte er zur Ausrüstung der gepanzerten Panzergrenadierbataillone und Panzerpionierkompanien.
Inhaltsverzeichnis |
Der mittlere Schützenpanzerwagen (Sd.Kfz. 251) basierte auf dem Fahrgestell des Leichten Zugkraftwagens 3 t (Sd.Kfz. 11). Die 1937 begonnene Entwicklung mündete 1938 in die Serienproduktion.
Bis 1945 wurden vier verschiedene Ausführungen (A bis D) von folgenden Werken produziert.
Das Fahrwerk blieb während der Entwicklung weitgehend unverändert. Bei der Ausf. B entfielen die seitlichen Sehschlitze am hinteren Aufbau. Die Ausf. C wurde Mitte 1940 im Hinblick auf die Einsatzerfahrungen umgestaltet. Die vordere Stoßstange fiel weg, die Bugbleche wurden neu geformt und die Motorraumbelüftung neu gestaltet. Mit der Ausf. D wurde 1943 abermals sowohl der Produktionsvereinfachung als auch den Kampferfahrungen Rechnung getragen. Insbesondere wurden das Heck einfacher und geräumiger gestaltet, die Staukästen vergrößert und die Form der Panzerung verbessert. Von der Ausf. D wurden mit 10.602 die meisten Exemplare gefertigt.
Die Jahresproduktion lief schleppend an und blieb bis 1941 immer unter 1000 hergestellten SPW pro Jahr. Auch 1942 konnten gerade mal 1190 SPW gefertigt werden, ehe die Serienproduktion anzog und 1943 4250 und 1944 7800 Stück hergestellt wurden. Insgesamt wurden von allen Ausführungen und Varianten 15.252 Fahrzeuge gebaut.
Der mittlere SPW basierte auf dem Schachtellaufwerk-Fahrgestell des Zugkraftwagens 3t. Das vorn liegende Kettenrad trieb die Gleiskette an. Gelenkt wurde das Fahrzeug mit den Vorderrädern. Wenn diese sehr stark eingeschlagen wurden, unterstützte ein auf die Kettenlaufwerke wirkendes Lenkgetriebe den Lenkvorgang.
Das Fahrzeug war rundum gepanzert, oben jedoch offen beziehungsweise konnte nur durch eine Plane abgedeckt werden, um die Besatzung vor der Witterung zu schützen. Am Heck befand sich eine zweiflügelige Tür, die der Besatzung das Auf- und Absitzen erleichterte.
Der mittlere SPW konnte eine Gruppe von zehn Soldaten transportieren. Dabei bot das Fahrwerk eine bessere Geländegängigkeit als ein LKW und zugleich durch seine Panzerung einen besseren Schutz. Die Standardbewaffnung bestand aus zwei Maschinengewehren MG 34 oder MG 42 zur Verteidigung oder Unterstützung der abgesessenen Truppe. Ein Nachteil war der geringe Platz für die benötigte Ausrüstung, weshalb diese häufig an der Außenseite angegurtet wurde.
Darüber hinaus wurden auf Basis des Sd.Kfz. 251/1 verschiedene Spezialfahrzeuge gefertigt, die Ausrüstungen für bestimmte Sonderaufgaben in die Konstruktion integrierte. Insbesondere gab es verschiedene Varianten mit umfangreicher Funkausrüstung zur Koordination mit der Luftwaffe oder anderen Panzerverbänden. Weiterhin wurden die Fahrzeuge als Träger für Panzerabwehrkanonen und für Wurfrahmen verwendet.
mit den wichtigsten Ausrüstungsmerkmalen
Die 2,8-cm-Panzerbüchse ersetzte manchmal z.B. beim Sd.Kfz. 251/7 das vordere MG; selten wurde eine 5-cm-PaK eingebaut. In kleiner Stückzahl wurde die Enigma-Chiffriermaschine im Sd.Kfz. 251/3 eingesetzt.
Zu Beginn des Polenfeldzugs waren 3 von 400 motorisierten Kompanien der Wehrmacht mit mittleren SPW ausgestattet. Anfangs ging man davon aus, dass die Schützen lediglich zum Schlachtfeld transportiert werden und dann abgesessen den Kampf führen. Deshalb waren die ersten Bezeichnungen für dieses Fahrzeug gepanzerter Mannschaftstransportkraftwagen oder gepanzerter Mannschaftstransportwagen. Erst später, als der Kampf immer mehr vom stehenden oder fahrenden Fahrzeug geführt wurde, setzte sich die Bezeichnung Schützenpanzerwagen oder Panzergrenadierwagen durch. Die Gliederung sah 2 leichte und 17 mittlere SPW je Kompanie vor.
Aufgrund der langsam steigenden Produktionszahlen war es jedoch nicht möglich, jeder Panzerdivision im Westfeldzug oder beim Angriff auf die Sowjetunion eine Kompanie mittlere SPW mitzugeben. Inzwischen hatte man die Wichtigkeit dieses Fahrzeugs für die bewegliche Kampfführung erkannt, erlaubte es den Schützen doch mit den Panzern Schritt zu halten und diese zu unterstützen. Aufgrund dessen sollte jede Panzerdivision mindestens ein Bataillon zu je drei Schützenkompanien und eine schwere Kompanie auf mittleren SPW haben. Dieses Ziel wurde annähernd erst im Herbst 1943 erreicht, als 21 von 92 motorisierten Bataillonen damit ausgerüstet waren. Inzwischen waren die Schützenregimenter am 5. Juli 1942 in Panzergrenadierregimenter umbenannt worden. Ein gepanzertes Panzergrenadierbataillon hatte Ende 1943 91 mittlere SPW im Stab, den drei Panzergrenadierkompanien, der schweren- und der Versorgungskompanie. Die Panzergrenadierkompanie mit ihren drei Zügen und dem schweren Zug hatte 23 mittlere SPW in ihren Bestand. In den Panzerpionierbataillonen der Panzerdivisionen war eine Kompanie mit mittleren SPW ausgestattet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Tschechoslowakei auf Basis des Sd.Kfz. 251 der Schützenpanzer OT-810 bei Škoda und Tatra gefertigt. Das tschechische Modell unterschied sich vom Vorbild insbesondere durch den Motor und das geschlossene Dach.
| mittlerer Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251/1 | |
| 0Allgemeine Eigenschaften | |
| Gewicht | 7,4 t |
| Nutzlast | 1,1 t |
| Länge | 5,8 m |
| Breite | 2,1 m |
| Höhe | 1,75 m |
| Kettenbreite | 28 cm |
| 0Bewaffnung | |
| Hauptbewaffnung | 2×MG 34 |
| 0Fahrleistung | |
| Motortyp | Maybach HL 42 TRKM (Ottomotor) |
| Motorbauart | Sechszylinder-Reihenmotor |
| Kühlung | Wasser |
| Hubraum | 4,2 l |
| Nennleistung | 100 PS bei 3000 min−1 |
| Gewichtsbezogene Leistung | 13,5 PS/t |
| Antriebsrad | erstes Kettenrad |
| Höchstgeschwindigkeit Straße | 52,5 km/h |
| Kraftstoffvorrat | 160 l |
| Reichweite Straße | 320 km |
| Reichweite Gelände | 180 km |
| Laufrollen | 6 (Schachtellaufwerk) |
| Bodenfreiheit | 320 mm |
| Wattiefe | 500 mm |
| max. überfahrbare Grabenbreite | 200 cm |
| Wendekreis | 13,5 m |
| 0Panzerung | |
| Front | 12 mm |
| Seite | 8 mm |
| Heck | 8 mm |