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Sebastian Krumbiegel

Krumbiegel (vorne links) zusammen mit Tobias KĂĽnzel

Sebastian Krumbiegel (* 5. Juni 1966 in Leipzig) ist ein deutscher Sänger und Musiker. Krumbiegel ist Sänger in der Band Die Prinzen und als Solokünstler aktiv.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sebastian Krumbiegel wurde 1966 als Sohn von Cornelia Krumbiegel, der Tochter der Opernsängerin Philine Fischer, und des Chemikers Peter Krumbiegel in Leipzig geboren. Von 1976 bis 1985 besuchte Krumbiegel den Thomanerchor und die Thomasschule zu Leipzig. Dort machte er 1985 Abitur. Schon zu seinen Thomanerzeiten gründete er 1981 mit Wolfgang Lenk die Rockband „Phoenix“.

Vor und während seiner Armeezeit von 1985 bis 1987 sang er bei „Rockpol“. 1987 bis 1991 studierte Krumbiegel an der Leipziger Musikhochschule Schlagzeug und Gesang. Während des Studiums legte er mit der Gründung der Band „Die Herzbuben“ den Grundstein zu einer der erfolgreichsten deutschen Bands der 1990er Jahre. Mit dabei waren Wolfgang Lenk, Jens Sembdner und ab 1990 auch Henri Schmidt. 1991 stieß Tobias Künzel zur Band, der vorher bei Amor & Die Kids war. Im selben Jahr änderte die Band ihren Namen in „Die Prinzen“. Die Singles „Millionär“, „Gabi und Klaus“ und „Mein Fahrrad“ stammen aus seiner Feder.

1998 gründete Krumbiegel den „Club Geheimrat“. Im selben Jahr nahm er mit dem Prinzen-Schlagzeuger Ali Zieme die Solo CD „Krumbiegel – Kamma mache nix“ auf, die 1999 erschien. 2004 erschien sein zweites Soloalbum „Geradeaus abgebogen“, welches von Ralf Goldkind produziert und mit Thomas (git.) und Johnny Baumgärtel (dr.) sowie Knut Knutson (bg.) eingespielt und live dargeboten wurde. Im März 2010 kam die CD „Tempelhof“ heraus, die Krumbiegel gemeinsam mit der Band „Die Feinen Herren“ herausgegeben hat.[1] Das Album wurde live in den Candy Bomber Studios auf dem Gelände des Berliner Flughafens Tempelhof eingespielt, wobei nahezu komplett auf digitale Technik verzichtet wurde. Im Frühjahr 2010 tourte der Sänger mit den „Feinen Herren“ durch Deutschland. Nach wie vor ist Krumbiegel aber auch mit den „Prinzen“ unterwegs, die 2011 Ihr zwanzigjähriges Bandjubiläum feiern.

Sebastian Krumbiegel singt den Refrain auf der ersten Single-Auskopplung Das alles ist Deutschland aus dem Album Flersguterjunge des Rappers Fler. Bei dem Titel handelt es sich um eine Neuinterpretation des „Prinzen-Songs“ Deutschland.

Auch auf der Leinwand trat Krumbiegel immer wieder in Erscheinung. In Mulan, dem Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios aus dem Jahr 1998, übernahm Krumbiegel die Gesangsparts der Figur „Chien-Po“. 2005 spielte er in dem Kinofilm „Max und Moritz Reloaded“ die Rolle des Ex-NVA-Offiziers Axel. In „Kevin – Die Vampirdoku“ übernahm er 2008 eine Gastrolle.

Am 12. April 2012 soll Krumbiegel in Erfurt mit dem Humanismus-Preis des Deutschen Altphilologenverbandes ausgezeichnet werden. Er wird fĂĽr sein Eintreten fĂĽr BĂĽrgerrechte und Zivilcourage und fĂĽr sein soziales Engagement insbesondere im Umgang mit Jugendlichen ausgezeichnet.[2]

Andere Aktivitäten

Krumbiegel ist Schirmherr des Ronald-McDonald-Hauses in Leipzig. Er engagierte sich für das 10. Jugendfestival „LEIPZIG. COURAGE ZEIGEN. – Junge Musiker gegen Gewalt und Rassismus“ am 26. April 2008. Im Jahr 2007 (und für weitere 2 Jahre) ist er Schirmherr der Ökumenischen Friedensdekade und wirbt für die Unterschriften-Sammelaktion im Aktionsbündnis Landmine.de. Gemeinsame Auftritte als Sebastian Krumbiegel & Kristof Hahn hatte er im Jahr 2007 im Rahmen der Aktionen DEINE STIMME GEGEN ARMUT & MOVE AGAINST G8.

Sebastian Krumbiegel war Mitglied der 13. Bundesversammlung und der 14. Bundesversammlung und nahm am 23. Mai 2009 bzw. am 30. Juni 2010 an den Wahlen des deutschen Bundespräsidenten teil. Er wurde jeweils von der SPD-Fraktion des sächsischen Landtags nominiert.

Alben

  • 1999: Kamma mache nix
  • 2004: Geradeaus abgebogen
  • 2005: Max und Moritz Reloaded Soundtrack
  • 2007: Ă„ngste und Träume (Hörbuch)
  • 2010: Tempelhof
  • 2012: Solo am Piano

Filmografie

Literatur

  • Peter Krumbiegel, Clemens Prokop: Jauchzet, frohlocket – Du musst kein Schwein sein. Von Bach, den Prinzen und einer Leipziger Musikerfamilie. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2004, ISBN 3-7618-1735-5.

Einzelnachweise

  1. ↑ Ulrike Mau: Sebastian Krumbiegel & Die Feinen Herren. Die Welt vom 3. März 2010, abgerufen am 7. März 2010
  2. ↑ Humanismus-Preis

Weblinks

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